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Full text of "Berliner Schach-erinnerungen nebst den Spielen des Greco und Lucena..."

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17 



THE FRANK J. MARSHALL 
COLLECTION OF ChESS BoOKS 

presented to 

The New York Public Library 

By Gustavus A. Pfeiffer 

1932 



BERLINER 



SOHAOH-EKINNEKÜNGEN, 






BERLINER 



SCHACH-ERINNERUNGEN 






NEBST DEN SPIELEN 

DES 

GRECO UND LUCENA 



HERAUSGEBER DES VON BILGUERSCHEN HANDBUCHES. 



V 




LEIPZIG,^ :-;•/; 

VERLAG VON VtilT & COMP. 
1859. 



/ • ; 



r 



THE NEV YORK 
PUBLIC LinPARY 

R, LEKOX AND 

TijLDfiN FüUiN Datxon« 



Zueignung. 



Den Schachfreanden Berlins erlaube ich mir, einige 
Bemerktingen und 80 ältere Partieen aus den Jahren 
1837 bis 1843 als bleibende Erinnerung an unser frü- 
heres Schachleben, namentlich im Blumengarten, hier 
zu widmen. Im Anhange füge ich, zum Studium für 
die Anfange, die sämmtlichen Spiele des Calabresen 
Greco, so vollständig, wie dieselben bisher im Druck 
noch nicht erschienen sind, in Tabellen bei, welchen 
ich dann noch eine üebersetzung des Werkes Lucena's 
von 1498 folgen lasse. 



^'^^v'. V ^.( t..C^ 



Tc^.^j,, V. d. Lasa. 



Inhalt. 



Eioleitauf t 

Beriioer Spiele auf 4tm Jabrea 1837^1643 27 — 104 

GaabiC in Kadiaafre w der Sprio^eqnitie 27 

Rassisches Sprioeerspiel 33 

Giaoco ptaoo 51 

Gambit des Gapilaio Eraas 60 

Sprini^erspiel des Roy Lopcs 67 

Gambit io der Räckhaad auf deo Läafer 70 

ünregelmassice Partieeo 74 

Abgelebales Köoigs^mbit 82 

Gambit des Tharoibaoers ....... 84 

Regel mässifes Gambit des Philidor b7 

Springergambit mit dem Zuge g2 — g3 statt h2 — h4 95 

Gambit Hozio 99 

Länfergambit 102 

Dameogambit 103 

Nachweis der älteren Berliner Spiele in der Schachzeitnng und in Bü- 

guer's Handbache 107 

Anhang. 

Ole Sfilele des CtelabrcfieB CSrcc«. 

Vorbemerkung 117 

Einleitung 118 

Anmerkungen tu den Tabellen 131 — 139 

Endspiele des Greco 140—155 

9mm IVerli des Siaeena vsn i499. 

Einleitung 159 

Erstes bis zwölftes Kapitel 172 — 188 

Endspiele des Lucena 189 — 223 



Ute Spiele des Calabresen Greco in IX Tabellen. 



Jjie folgenden Blätter sind dem Andenken an eine Zeit 
geweiht, welche wohl noch im Gedächtniss der Mehrzahl der 
heutigen Becliner Schachfreunde fortlebt, deren Erinnerung 
jedoch selbst bei diesen ällmälich zu schwinden anfangt. Man- 
ches aus jenem Abschnitte verdient aber eine dauernde Stätte 
in Schachannalen. Diese bin ich jetzt bemüht, ihm zu ver- 
schaffen. Indess beabsichtige ich dabei doch nicht, eine voll- 
ständige Schilderung der früheren Zustände mit allen ihnen 
zugehörigen Personen zu geben. Nur an einige Meister möchte 
Ich die Schachfreunde erinnern und auf die ^tille, aber für die 
Gesammtentwickelung des Spieles bei uns wichtige Epoche 
zurückblicken, in welcher am Ende der dreissiger und am An- 
fang der vierziger Jahre die hervorragende Persönlichkeit Bl e- 
dow's den Mittelpunkt unserer Schachbestrebungen bildete. 
Diese an praktischen Leistungen reiche Zeit umfasst zwar nur 
einige Jahre, wir finden in ihr aber die Vorbereitungen und 
selbst die Ausführung grösserer literarischer Arbeiten^ welche 
von dauerndem Werthe sind. Ein seltener Kreis von bedeu- 
tenden Kräften in ihrer höchsten Ausbildung befand sich da- 
mals, in niemals gestörter Eintracht, beisammen. Allerdings 
wurden diese Spieler ausserhalb des früheren Berliner BIu- 
meop^a*'*'"*«* '^''•" "** '"^ ci^.^.»,^« ,wö5«»al wöchentlich um seine 



Theorie, den Raf einer eigenen Schule zu begründen gewusst 
und daher Bleibendes geleistet. 

. Gegen das Jahr 1836 hatten sich um den vorher genann- 
ten Meister, der nach dem Tode des genialen Mendheim den 
ersten Rang in den Berliner Schachzirkeln einnahm, fünf jün- 
gere Spieler von wenig verschiedener Stärke, aber mit unter 
einander im Spiel sehr abweichenden Eigenschaften vereint. 
Zuerst, und zwar noch in den letzten Zeiten Mendheim's, 
kamen Hanstein, Mayet und Horwitz in nähere Berüh- 
rung mit Bledow. Dann schlössen sich der Autor dieser 
Zeilen und sein Freund Bilguer dem Zirkel an, zu welchem 
noch als Siebenter, jedoch schon etwas ferner stehend, der 
Maler Schorn zu zählen war. Viele Hundert gediegene, aber 
bis auf einen kleinen Theil fiir immer vergessene Partieen 
wurden unter diesen, in ihren Erfolgen mit einander wetteifern- 
den Kämpfern gespielt. Die merkwürdige Vereinigung, die 
ihres Gleichen selten gehabt haben mag, war aber nur von 
verhältnissmässig kurzer Da^er. Abgesehen von vorüber- 
gehenden Entfernungen einzelner Mitglieder, schieden bereits 
1839 und 1840 Horwitz, Schorn und Bilguer für immer 
aus. Im Herbste 1846 befand sich an der alten Stelle sogar 
nur noch Han stein allein, der später nach Magdeburg über- 
siedelte, während indess bald Mayet, welcher mehrere Jahre 
auswärts amtlich beschäftigt gewesen war, nach der Haupt- 
stadt zurückkehrte. Dieser ist jetzt als Präsident der Berli- 
ner Schachgesellschaft dort auch zugleich der einzige Ver- 
treter jenes, seit dem Tode Bledow 's aufgelösten engeren 
Kreises. 

Unsere Aufgabe soll es sein, durch Mittheilung älterer 
Partieen, an die beachtenswerthe Vergangenheit zu erinnern. 
Durch dieselben wollen wir suchen, uns die Eigenthümlich- 
keiten des Spieles in der früheren Periode anschaulich zu 
machen. Wir werden dabei Manches wahrnehmen, was un- 
serer heutigen, aufwärts strebenden Zeit bereits befremdend 
vorkommt. Die Spiele, welche theils aus Hanstein 's und 



Bilguer'8 nachgelasseoeQ Papieren eninomineii sind, zum 
grössien Theil aber von mir selbst unmittelbar nachdem sie 
gespielt waren aus dem Gedächtniss au%ezeichnet wurden, 
bilden eine Auswahl aus beträchtlichen, aber bei Weitem 
nicht ganz zur Veröffentlichung geeigneten Sammlungen. Die 
P«rtieen wurden nämlich gewöhnlich nur deshalb notirt, da- 
mit später der eine oder andere darin vorgekommene Zug 
näher geprüft werden könne. Viele derselben sollten blos 
Studien für das Bilguer'sche Handbuch sein. Es traf sich 
dabei natürlich nicht immer, dass die Spiele zugleich wegen 
der Correctheit ihrer ganzen Ausfuhrung Beachtung verdienten. 
Auch sind die an sich interessantesten Stücke aus dem Samm* 
langen bereits in Zeitschriften oder sonst abgedruckt. Die 
hier gegebenen alten Partieen bilden nur eine Nachlese, sind 
aber insofern neu, als sie weder in den Auflagen des Bil- 
gu er 'sehen Handbuchs, noch in der Berliner Schachzeitung 
bisher stehen. Einige derselben sind indess schon in den 
ersten Jahrgängen der früheren englischen Zeitschrift, Ck$s$ 
Playtr's Chroniclef wie wir beiläufig bemerken wollen, mitge- 
theilt worden. 

Ehe wir zu den Partieen übergehen, wollen wir die Ver- 
hältnisse schildern, welche zur Zeit bestanden. 

Ueber das Schachspiel im Anfang des Jahrhunderts in 
Berlin, und überhaupt in ganz Deutschland, besitzen wir keine 
Unreichend genauen Nachrichten. Das Sammelwerk von 
Koch und die Allgaier'sche, seit 1811 mit Tabellen ver- 
sehene Anweisung, welche zu ihrer Zeit ohne Zweifel das 
vorzüglichste aller Schachbücher war, bekunden zwar, dass 
ein Interesse am Spiel im Norden, wie im Süden bestand. 
Wir sehen aber aus diesen Arbeiten selbst, dass die Combi- 
n^iooen damals von einem sehr beschränkten methodischen 
uad schwerfalligen Geiste beherrscht wurden. Auch die prak- 
tischen Erfolge können danach nicht bedeutend gewesen sein. 
Für Berlin wird diese Annahme dadurch bestätigt, dass Des- 



behauptete 9 um das Jahr 1807 in dem vier Jahre früher ge- 
gründeten alten Schaehclub mit Erfolg einen Thurm vorgege- 
ben zu haben. Allardings wissen wir nicht , ob die besten 
Spieler in jener politisch traurigen Periode den Berliner Club 
besuchten, von dem übrigens, nach seinen ursprünglichen Sta- 
tuten, ohnedies alle Militairs ausgeschlossen waren. Jeden- 
falls, wenn es in Berlin auch vor Mendheim, der um 1830 
dem Club als ständiger Gast, aber nie als eigentliches Mit- 
glied, angehörte, starke Spieler gegeben hätte, ist doch ihre 
Kunde nicht bis auf uns gekommen. Für uns ist es also, 
als hätten sie nicht existirt. Die Anfänge der bekannten Zu- 
stände knüpfen sich erst an die spätere Ausbildung dieses so- 
genannten grossen Clubs, welchen die Jüngeren aus der 
heutigen Generation noch als streng abgeschlossene Gesell- 
schaft gekannt haben. Wir sahen ihn erst vor einigen Jah- 
ren, zugleich mit den meisten seiner alt gewordenen Mitglie- 
der erlöschen. Grosse Meister waren aus ihm nicht hervor- 
gegangen und überhaupt waren jüngere Spieler in diesem Club 
nicht, wie in der seit 1828 neben ihm bestehenden Gesell- 
schaft, auferzogen worden. Indess hat der Club doch sein 
Andenken bei der Nachwelt durch einige mit Ehren bestan- 
dene Correspondenzpartieen gesichert. Aber die ersten vier 
derselben, welche er von 1829—1833 und von 1833—1836 
gegen Breslau und Hamburg spielte, wurden ausschliesslich 
von Mendheim geleitet. Die letzten beiden Spiele gegen 
Posen gehören der von uns specieUer zu betrachtenden neueren 
Periode an. Für sie wurden, 1839 und 1840, Bledow und 
seine Freunde zu Hülfe gerufen. Es ist der Mühe werth, 
einen prüfenden Blick auf die älteren und neueren dieser Spiele 
zu werfen, welche Bledow 1843 zusammen mit andern Cor- 
respondenzpartieen herausgegeben hat. In denselben spiegelt 
sich, yvie gewöhnlich in den durch Correspondenz geführten 
Spielen, ein vorherrschender Typus wieder. Schon in den 
Eröffnungen der Berliner Partieen ist, im Vergleich zu der 



erkennen, welche die damaligen Personen und ihre Zeil be- 
zeichnet. Das Studium dieser Spiele hat also ein allgemeines 
Interesse. 

Die erste Partie war ein Giuoco piano, in welchem Mend- 
heim anzog. 

1. e2— e4 

2. Sgl— f3 

3. Lfl — c4 

4. c2 — c3 

5. d2 — d4 

6. e4 — e5 

tigen Spielern ist die Fortsetzung d7 — d5; 7. Lc4 — b5, 
Sf6 — e4 mehr beliebt. 

7. Lc4 — d5 

8. Kel— f2: 

9. Kf2 — el. 
führte Rückzug, welchen die 
Spiele, nach Lolli S. 273 angiebt, ist weniger gut als 
9. Kf2 — g3. Letzteres ist zuerst von Ghulam Kassim 
zu Madras 1829, S. 61, ange- 



e7 — e5 
S b8 — c6 
Lf8— c5 
S g8 - f 6 

e5 — d4: 
Sf6 — e4, unter den heu- 



Se4— f2: 
d4 — c3+ 
Dieser, von Berlin ausge- 
Anastasia^ in ihrem ersten 



Stellung xum 9. Zuge. 



Sehw. 



I t I tut t t 



rathen und auch von Mend- 
heim selbst in seinen Aufga- 
ben 1832, S. 56, empfohlen 
worden. Wir geben dazu ne- 
benstehend die Stellung mit 
dem Bemerken, dass die Pots- 
damer Gesellschaft in einer 
neuem Partie gegen Berlin 1850 
diesen stärkeren Zug des Kö- 
nigs nach g3 versucht, aber 
nicht gut durchgeführt hat. 
Mendheim gewann sein Spiel auch mit 9. Kf2 — el, indess 
bewies ihm Anirer«*«^« «'»= Ti^««^-*-»u.,,.„ ;« «in<»r ^k-*-*^ " 




w. 



buch abgedruckt ist, dass die drei feindlichen Bauern in einem 
gewissen Momente das überlegenere Spiel hatten. 

Auch die zweite Partie gegen Breslau entspricht in ihrem 
Anfange den heutigen Anforderungen nicht. Dieselbe wurde 
nach den Zügen i. e2 — e4, e7— e5; 2. Sgl— f3, d7 — d6; 
3. d2— d4, Dd8 — e7; 4. Lfi— c4, e5— d4:; 5. Ddl — d4,:, 
Sb8 — c6; 6. Dd4 — d3, f7 — f5 etc. auf eine wenig anspre- 
chende Weise von beiden Seiten fortgeführt. Zu beachten 
ist dabei aber, dass Mendheim, welcher sich im Nachzuge 
befand, die Vertheidigung 2. Sb8 — c6 und überhaupt das 
freie Spiel vermied. Derselbe gehörte noch zu den Anhängern 
jener Schule, in welcher Philidor's Ansicht, dass es besser 
sei, d7 — d6 mit bald nachfolgendem f7 — f5 zu thun, allge- 
mein ausserhalb Italiens Geltung hatte. Indess war es doch 
vermuthlich weniger eine theoretische Rücksicht, welche den 
genialen Meister hier leitete, als die Absicht, das offene Spiel 
der Figuren, in dem er in der Praxis seinen Gegnern zahl- 
reiche Ueberraschungen zu bereiten pflegte, für sich zu um- 
gehen. 

Bei der Schwäche der Breslauer Spiele müssen wir daran 
erinnern, dass sich die schlesischen Schachfreunde, zu denen 
sich der Autor dieser Betrachtungen selbst rechnet, seit 1833 
sowohl im Einzelnkampfe am Brett, als durch glückliche Cor- 
respondenzpartieen einen erhöhten Ruf erworben haben und 
dass sie mit den Spielern der früheren Periode heut nicht 
mehr zu vergleichen sind. 

Die nun zu erwähnenden beiden Partieen gegen Hamburg 
hätten, gleich den früheren, in den ersten Zügen eine schnel- 
lere Entwickelung erfahren können. In der ersten führte 
Mendheim die schwarzen Steine und verlor. Das Spiel 
begann mit den Zügen: 1. e2 — e4, e7 — e5; 2. Lfl — c4, 
Lf8-c5; 3. c2— c3, Dd8 — e7; 4. Sgl— f3, Sb8— c6; 
5. 0—0, d7— d6; 6. d2— d3, Lc8 — e6 u. s. w. Die zweite 
Partie wurde nach den italiänischen Regeln, welche vorüber- 
gehend in Hamburg während einiger Jahre eingeführt waren, 



mit freier Rochade gespielt: 1. e2 — e4, e7 — e5; 2. Sgl-f3, 
Sb8— c6; 3. Lfl — c4, Lf8— c5; 4. c2 — c3, Sg8— f6; 
5. d2 — d3 n. s. w. Diese Partie blieb unentschieden. 

Wenn man die bisher erwähnten Berliner Partieen mit 
den geistreichen Spielen vergleicht, welche London und Edin- 
burg in den Jähren 1824 bis 1828 mit einander gemacht haben, 
muss man eingestehen, dass sich das Schach damals in Eng- 
land auf einer höheren Stufe befand als bei uns. Die allge- 
meine Bildung der englischen Spieler war durch die Kennt- 
niss .der itaiiänischen Autoren, you denen Sarratt mehrere 
übersetzt hatte, sowie durch die eigenen Werke jenes, auch 
als das erste praktische Talent gegen 1820 in England be- 
kannten Autors, bis zu einer bei uiis damals unbekannten 
Höbe gefordert worden. Sarratt 's Bemühungen in dieser 
Beziehung, welche in England wenig Anerkennung gefunden 
haben, würden ohne Zweifel nach Verdienst beachtet worden 
sein, wenn die Erinnerung an ihn nicht zu schnell durch die 
Arbeiten seines grösseren Schülers und Freundes, des noch 
in London, jedoch vom Spiel zurückgezogen lebenden W. 
Lewis verdunkelt worden wären. Dieser Umstand macht es 
uns aber hier» wo wir der Entwickelung der Schacfakenntnisse 
unsere Aufmerksamkeit schenken, um so mehr zur Pflicht, 
auch Sarratt 's gebührend zu gedenken/ Die Ergebnisse der 
Stadien in England, wir meinen jene berühmten schottischen 
Partieen, erschienen gleich nach ihrer Beendigung im Druck 
und wurden 1829 von Mauvillon in's Deutsche übertragen. 
Sie hätten also schon zur Zeit der ersten Berliner Partieen 
bekannt und von Einfluss auf deren Führung sein können. 
Sie blieben aber von den meisten deutschen Spielern lange 
unbeachtet, da Mauvillon die Partieen mit der ungeschickten 
Bezeichnung des von 1 bis 64 numerirten Brettes umgeschrie- 
ben hatte. 

Wir können bei diesem Anlass die Bemerkung nicht 
unterdrücken, wie s^r Autoren fehlen , wenn sie begehren. 



8 

Aosicfaten anschliessen soll. Wie viel mehr konnte .gewirkt 
werden, wenn wir stets die nöthige Rücksicht auf das Be- 
dürfniss und den, wenn auch nicht ganz geläuterten Geschmack 
unseres Leserkreises im Auge behielten und die Schriftsteller 
nicht oft vergässen, ftir welches Publikum sie schreiben. 

Nach dieser kleinen Abschweifung kehren wir zu den 
Correspondenzpartieen zurück. . 

Während der grosse Club gegen Hamburg beschäftigt 
war, machte die neue Gesellschaft, welche ihren Sitz im Blu- 
mengarten, einem freundlichen, aber seit 1854 nicht mehr be- 
stehenden Etablissement an der Potsdamer Strasse aufschlug, 
neben ihm mit jüngeren Kräften ihren ersten Waffengang, 
1833 und 1834, in zwei glücklichen Spielen gegen Magdeburg. 
In der ersten Partie, in welcher Magdeburg anzog, wurde auf 
1. e2 — e4, e7 — e5; 2. Lfl — c4, in modemer, oder wenn 
man will italiänischen Weise, mit 2. Sg8 — f6; 3. Sgl — f3, 
Sf6^e4:; 4. Sf3— e5:, d7— d5; 5. Lc4— b3, Lc8 — e6 
geantwortet. Dieser Anfang, in welchem übrigens der letzte 
Zug noch hätte verstärkt werden können, hat eine gewisse 
Wichtigkeit dadurch erlangt, dass nach ihm die jüngeren 
Berliner Spieler mit Zuversicht von der althergebrachten Ver- 
theidigung, 2. Lf8 — c5, häufig abwichen. Die meisten Theo- 
retiker haben seitdem der Stärke des Zuges 2. Sg8 — f6 ihre 
Anerkennung nicht versagt und ihn häufig als die Berliner 
Spielart bezeichnet. 

Das zweite Spiel, in dem Berlin anzog, gehört nicht zu 
den interessanten Partieen, ist aber correct von Weiss durch- 
^«ftArt. Es wurde in folgender Weise eröffnet: 1. e2 — e4, 
e7~e5; 2. Sgl — f3, d7— d6; 3. d2— d4, Lc8— g4; 
4. d4— e5:, Lg4— f3:; 5. g2— fa:, d6 — e5:; 6-Ddl — d8+, 
Ke8 — d8: u. s. w. 

Wir müssen jetzt noch an zwei Partieen gegen Posen 
orinnem. Dieselben sind beträchtlich jünger und datiren erst 
aus den Jahren 1839 und 1840. Sie wurden im Namen des 



einigen seiner Mitglieder, bei der ersten Partie Bledow, 
May et und der Referent, bei der zweiten Bledow, Mayet, 
Bilguer und Ha n stein Antbeil. Diese Spiele tragen den 
Stempel neuerer Erfahrung und eines frischeren Geistes an 
sich. Das erste glich der ersten Partie gegen Magdeburg. 
Als aber der 5te Zug für Berlin, welches sich im Nachzuge 
befand, zur Berathung kam, erinnerte B 1 e d o w , dass zur Zeit 
als 1833 für 5. Lc8 — e6 entschieden wurde, auch DdS — g5 
in Vorschlag gebracht war. Dass dieser Damenzug in Pe- 
troff's russischem Werke von 1824, jedoch dort ohne Com- 
mentar, empfohlen sei, wusste man damals in Berlin nicht. 
Erst nach selbstständiger, reiflicher Ueberlegung und nach- 
dem über die verwickeltste Portsetzung, welche nachher auch 
wirklich eintrat: 6. Se5 — f7:, Dg5 — g2:; 7. Tbl— fl, 
[Sb8 — c6]*), ausführliche Tabellen angelegt waren, entschloss 
man sich zu 5. Dd8 — g5. Die Combinationen dieses Zuges 
in der angedeuteten Spielart können sich an Reichhaltigkeit 
den Varianten des Schottischen Gambits an die Seite stellen. 
Man findet dieselben zusammengestellt in Bledow's Par- 
tieen 1843. 

Die zuletzt noch zu erwähnende Partie verdient eine 
vorzügliche Beachtung, weil Berlin, welches den Angrifi* führte, 
darin von der einseitigen Befolgung des Philidor 'sehen 
Bauerprincipes wissentlich abwich und, in richtiger Erwägung 
der besondem Lage des Spieles, dem Figurenangriff nach ita- 
liänischer Art den Vorzug gab. Die Züge waren folgende: 

1. e2— e4 e7 — e5 

2. f2 — f4 e5 — f4: 

3. Lfl — c4 Dd8 — h4t 

4. K cl — f 1 d7 — d6 

5. d2 — d4 g7 — g5 

6. Sgl— f3 Dh4 — h5 



*\ HiA KlflmmAm T — 1 hAci>irhnf»n Hau 7n<r als irnt! \ — l bedeutet hlDffe- 



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7. k2 — h4 L c8 — g4 Stellung nach dem 9. Zage von Schw. 

8. Sbl— c3 c7— c6 '''" 

9. Kfl — f2 Lg4— f3: 
10. Ddl—f3:, Walker und 
la Bourdonnais hatten 10. 
g2 — fS: für gut erklärt, die 
Spielart des Berliner Comit^'s 
ist aber auf einen weiter aus- 
sehenden Plan berechnet und 
besser. Es folgte 10.Dh5-f3t; 
11 Kf2— f3: (indem g2.f3: 
nun Lf8-g7 und dann h7-h6 

zur Folge gehabt hätte) LfS — g7:; 12. h4 — g5:, Lg7-d4:, 

13. Lei— f4:.. Jetzt sind die weissen Bauern zerrissen, den- 
noch dauert aber die Kraft des Angriffs ungestört fort. Posen 
spielte 13. Ld4 — e5 und brach nach folgenden Zügen ab: 

14. Lf4-e5:, d6— e5:; 15. Tal — dl, Sg8-e7; 16. a2-a4, 
a7— a5; 17. Tbl — h6, Se7— g6; 18. Tdl— hl, Ke8 — e7; 
19. Th6 — h7:. Die Darlegung der Gründe, warum Schwarz 
verlieren musste, namentlich auch die Ausführung des Zuges 
13. Ld4— c3:, würde uns zu weit führen. Der Leser findet 
die nöthigen Erläuterungen in der schon öfter citirten Ble- 
dow'schen Sammlung. Wir wollen zum Schluss nur noch 
bemerken, dass das energische Spiel der Weissen dem Scharf- 
blick von Bilguer und Hanstein verdankt wurde, welche 
ihre Ansicht nicht ohne Mühe im Ausschuss geltend machten. 
Die Führung des Angriffs im letzten Spiel beweist, dass die 
Gambitgeber mit der Theorie vollkommen bekannt, aber doch 
nicht im engen Vertrauen auf gewichtige Autoritäten befangen 
waren, sondern ihr eigenes richtiges Urtheil über den Werth 
der Positionen entscheiden Hessen. 

Wir glauben, dass der Leser den gegebenen Spielanaly- 
sen vom Jahre 1829 bis 1840 mit der Ueberzeugung gefolgt 
sein wird, dass er die Spieler in diesem Zeiträume von einer 



n 

als Vollendung vorkommen mag, hat emporsteigen sehen. Er 
wird dieser Schlussfolgerung um so weniger seine Anerken- 
nung versagen, wenn er bedenkt, dass die Resultate der er- 
rungenen Kenntniss bald nach Bilguer's Tode, im Jahre 1843 
in dem deutschen Handbuche die öffentliche Kritik bei uns 
und im Auslande glücklich bestanden. Wir können hieran 
selbst die erweiternde Folgerung knüpfen, dass wie in Berlin, 
so auch in den andern Theilen unseres Vaterlandes die Schach- 
freunde ebenmässig zu dem Bewusstsein gelangt sind, dass 
von einer Ueberlegenheit fremder Spieler oder Schulen im 
Schach, wie solche z. B. der Palamede 1836, S. 318, für 
Frankreich in Anspruch nahm, heut zu Tage nicht die Rede 
sein darf 

Für die günstige Entwickelung der Berliner Zustände ist, 
mehr noch als der grosse Club, die Schachgesellschaft; des 
Blumengartens von entscheidendem Einfluss gewesen. Der- 
selben gehörten nach 1830, ausser einem in ihr den Ton an- 
gebenden Bestände älterer Spieler, welche durch ein ausneh- 
mend freundschaftliches Verhältniss mit einander verbunden 
waren, die aufstrebenden jüngeren Kräfte an. Unter diesen 
zeichneten sich zuerst zwei Verwandte, der 1811 geborene, 
spätere Regierungsrath W. Han stein und sein etwas jünge- 
rer Vetter, der jetzige Stadtgerichtsrath May et, vorzüglich 
aus. Diese gewannen rasch einen hohen Grad von Ausbil- 
dung und traten, mit sehr verschiedenen Gaben für das Schach 
ausgerüstet, beide als ebenbürtige Kampfgenossen Bledow's 
auf. Haustein hatte ein sehr ruhiges und langsames Spiel, 
welches seine Partieen im Einzelnen, ebenso wie das Spiel 
der üebrigen, näher charakterisiren werden. Das Springer- 
gambit war sein Hauptspiel, denn er liebte heftige und selbst 
mit starken Opfern verknüpfte Angriffe, welche er länger als 
irgend Jemand festzuhalten wusste. Er verstand es aber um- 
gekehrt auch vollkommen, sich gegen ähnliche Angriffe zu 



12 

(1. e2— e4, e7— c5; 2. Sgl — f3, Sb8— c6; 3. Lfl— c4, 
Sg8— f6; 4. Sf3— g5, d7— d5; 5- e4— d5:, |Sf6 — d5:h 
6. Sg5 — f7: u. 8. w.) in einer für Schwarz eigentlich narh- 
theiligen Weise anzuwenden, verdankt die Literatur die aus- 
iiihrliche Bearbeitung dieser Variante vonBilguer. Derselbe 
nahm aus den sehr verschiedenen Ergebnissen der Bledow- 
H an st ein 'sehen Partieen Veranlassung, das Opfer des Sprin- 
gers gründlich zu analysiren. Erst nach dem Erscheinen sei- 
ner Monographie über diese Spielart, wurde seit 1839 die V^er- 
theidigung als zu bedenklich aufgegeben. Uebrigens hatte 
Jlansteln noch am Schlüsse seiner, schon im Jahre 1850 
durch ein heftiges Fieber vorzeitig beendeten Laufbahn, die 
Freude, seine Partie mit einer Modification (5. e4.-'— d5:, 
.Sc6 — a5 statt Sf6 — d6:) wieder auf das Brett zurückkehren 
zu sehen. Er versäumte dann auch nicht, in der Zeitung von 
1848, S. 342, die Bemerkung beizufügen, das er den Zug 
5, Sc6 — a5 praktisch anwende. 

Eine andere Vertheidigung der Springerpartie, bei der 
sich Schwarz nicht mipder, als nach dem vorerwähnten Opfer 
des Springers im Nachtheil befand, nämlich: 1. e2-e4, e7-e5; 
2. Sgl— f3, d7— d6; 3. d2 — d4, f7— f5 u. s. w- wurde 
ebenfalls sehr häufig von H an stein angewendet Dieses 
Gambit in der Nachhand war jedoch, ehe seine vollständige 
Widerlegung anerkannt wurde, noch häufiger eine scharfe 
Waffe in den Händen May et 's. Dieser Meister, der, zum 
Vortheil der Berliner Schachgesellschaft, seinen Platz unter 
den ersten Spielern fortwährend behauptet, war zu allen Zei- 
ten rascher in seinen Combinationen als Hau stein, aber 
auch mehr als dieser, sehr bedächtige Spieler, dem Begehen 
von Flüchtigkeitsfehlern ausgesetzt. Ueberdies kannte Han- 
stein die Eröffnungen genauer und besass ein so sicheres 
Gedächtniss, dass ihm jede einmal vorgekommene Combina- 



13 

nes Bestrebens, in solchem Falle ungewöhnlich vorsichtig zu 
Werke zu gehen. Leider sind von den zahlreichen Gambit- 
und anderen Partieen, die Hanstein und May et unter ein- 
ander und mit Bledow machten, nur wenige uns erhalten. 
Die von diesen Spielern ausgebildete und im Verkehr mit dem 
Autor ferner erweiterte Praxis des Springergambits hat aber 
für die Theorie einen bleibenden Nutzen gewährt. Die beiden 
Abschnitte bei Bilguer, welche über das Gambit des Phi- 
lidor und das Gambit mit dem Zuge g2 — gS, statt h2 — h4, 
handeln, beruhen zum grossen Theil auf den aus jener Praxis 
geschöpften Erfahrungen. Wir brauchen in dieser Beziehung 
nur an die Eröffnung 1. e2— e4, e7— e5; 2. f2-f4, e5-f4:; 
3. Sgl— f3, g7 — gö; 4. Lfl— c4, Lf8— g7; 5. h2-h4, 
h7 — h6; 6. d2 — d4, d7 — d6; 7. c2 — c3, g5.g4; 8. Lcl-f4: 
zu erinnern. Der zuerst von Bledow hier als gut bezeich- 
nete Zug 7. gS — g4, mit manchen andern Gambitvarianten, 
hat erst durch die Berliner Schule seine Anerkennung ge- 
funden. 

Der nächste Spieler, welcher sich der Zahl der Meister 
beigesellte, war der jetzt in England lebende Künstler Hor- 
witz. Sein Spiel war genial und unterhaltend, aber sehr 
schnell und oft gewagt. Daher pflegte er gegen Hanstein 
und Bledow etwas mehr als gegen May et zu verlieren. 
Bei Wettspielen würde er vermuthlich, selbst gegen einen 
schwächeren, aber ruhigen Gegner, leicht in Nachtheile kom- 
men. Von der beträchtlichen Zahl seiner im Blumengarten 
gespielten Partieen sind leider nur ein Paar notirt worden. 
Man kann seine ungewöhnliche Stärke inde'ss zur Genüge aus 
seinen späteren in London in die Oeffentlichkeit gekommenen 
Spielen erkennen. Er zeichnet sich ganz besonders in den* 
regelmässigen Spielendungen aus. 

Die Herren May et und Horwitz und namentlich der 



14 

bildete überall einen ständigen Gast. Er hatte seine bestimmt« 
Zeit für jedes Lokal und spielte auch mit einem viel ausge- 
dehnteren Kreise von Schachfreunden, von denen die meisten 
willig Vorgaben annahmen. Sein reiferes Alter , vereint mit 
der Bestimmtheit seiner Gewohnheiten und seinem anerkannten 
Talente, gaben ihm eine entschiedene Autorität bei allen Schach- 
freunden. Dieselbe war ihm allmälich und ganz natürlich ein- 
geräumt worden und wurde durch seine persönliche Liebens- 
würdigkeit» ohne jemals verletzend zu erscheinen, sehr ange-. 
messen und sicher festgehalten. Dabei war er in seinem Be- 
nehmen, obgleich seiner bevorzugten Stellung stets bewusst, 
doch fern von jeder Anmassung. Zuweilen erschien er selbst 
übermässig bescheiden. So lehnte er in der Schachgesell- 
schaft, in der er längst als der Erste angesehen wurde, es 
doch lange ab, sich als Vorstand wählen zu lassen. Er nahm 
dieses ehrende Amt erst an, als die Gesellschaft, welche seit 
1840 durch den Verlust mehrerer älteren und anderer ausge- 
zeichneten Glieder geschwächt worden war, vorzüglich durch 
steine Bemühungen sich schnell wieder gehoben und sich gleich- 
sam neu organisirt hatte, indem sie zugleich ihr älteres Statut 
in die heutigen, am Anfang der Schachzeitung mitgetheilten 
Regeln umwandelte. Nur während kurzer Zeit, bis zu seinem 
im August 1846 erfolgten Tode war Bledow Präsident der 
Berliner Gesellschaft. Sein anregender Einfluss erstreckte 
sich aber auch auf zahlreiche Spieler ausserhalb dieses Clubs 
und blieb selbst nicht auf Berlin allein beschränkt. Bledow's 
Ruf war schon, ehe von einer Berliner Schule die Rede sein 
konnte, über einen ' grossen Theil von Deutschland verbreitet 
Hierzu hatten namentlich die Reisen beigetragen, welche er in 
4er Ferienzeit der Gymnasien, an denen er Mathematik lehrte^ 
nach verschiedenen Richtungen hin unternahm. Bald suchte 
er die Spieler in Hamburg auf und begann auf den Wunsch 



15 

dar starken Anderssen> oder, um nur noch eines Ausflugs 
za gedenken, er ging, wie im Jahre 1844, nach Prag, wo er 
einen Buchhändler und Schachfreund zur Herausgabe einer 
deutsehen Schaehzeitung aufforderte. Ueberali wusste Ble- 
dow bleibende Verbindungen anzuknüpfen und durch fortge- 
setzten Briefwechsel zu erhalten. Er war gewissermaassen 
der Rathgeber für ein sehr ausgebreitetes Schachpublikum ge- 
worden und wurde yon Gesellschaften zu ihrem Schiedsrichter 
bei Correspondenzpartieen gewählt und selbst von Unbekann- 
ten aus verschiedenen Gegenden häufig mit allerhand Anfragen 
beehrt. Niemand war aber auch mehr als er im Stande, die- 
sem ausgedehnten Vertrauen zu entsprechen. Er hatte seine 
hohe Ausbildung im Schach langsam durch die Praxis in 
einem doppelten Zeitabschnitte erworben, welcher, wie wir 
schon angedeutet haben, mitten in eine, hoch durch das Werk 
Philidor's vorzugsweise beherrschte und eine neu beginnende 
Periode fiel. Beträchtlich hatte ihn dabei das Studium der 
Klassiker unterstützt, von denen die älteren in italiänischer, 
die gediegensten neueren Werke aber in englischer Sprache 
gedruckt und in Berlin noch unbeachtet waren. Seine aus- 
gedehnte Sprachkenntniss und das Interesse, welches er am 
Sammeln und Excerpiren der zahlreichen Schachbüeher fand, 
die nach seinem Tode in die königliche Bibliothek überge* ^ 
gangen sind, setzten ihn in den Stand, der erste gelehrte \ 
Spieler seiner Zeit in Deutschland zu werden. Er hat durch | 
sein Beispiel nicht wenig auf die literarische Bildung seiner 
Umgebung eingewirkt. Hierbei oHissen wir jedoch auch eines 
eigenthümlichen zurückhaltenden Verfahrens des Verstorbenen 
erwähnen. Er pflegte nämlich nur selten die Quellen zu nen- 
nen, aus denen er sich über damals neue Spiele, wie das 
Schottische Gambit und sein Lieblingsspiel, das Evans, unter- 
richtet hatte. Auch war er nicht freigebig mit dem Ausbor- 
gen seiner Bücher, und machte hierin, in späterer Zeit, wohl 



le 

seine Studien und betrachtete seine Buchkenntniss der Eröff- 
nungen gleichsam als ein Monopol. Uebrigens nahm er auch 
ein lebhaftes Interesse an den Spielendungen und den künst- 
lichen Aufgaben, von denen er grosse Verzeichnisse, in der 
Weise wie die Problemenregister der Schachzeitung, anzufer- 
tigen pflegte. Nur in einem Fache unserer Wissenschaft, der 
sebstständigen Analyse, versuchte er sich wenig oder gar nicht. 
Er zeichnete keine theoretischen Abhandlungen auf und be- 
gleitete auch seine tabellarischen Auszüge nur selten mit neuen 
Erläuterungen. Vielleicht würde er bei längerem Leben, neben 
seinem Interesse Tür das Sammeln und Zusammenstellen frem- 
der Forschungen, auch zu eigenen Arbeiten, namentlich im In- 
teresse der von ihm begonnenen Schachzeitung, übergegangen 
sein. Jetzt besitzen wir von ihm aber nur eine Uebertragung 
der 50 auserlesenen Partieen zwischen la Bourdonnais und 
iMac Donneil, eine Ausgabe von 52 andern, durch Corre- 
spondenz gespielten Partieen, sowie einige Aufsätze in der 
Schachzeitung und die, mit Benutzung der Bledow 'sehen 
Papiere, von v. Oppen 1855 veranstaltete beste Ausgabe der 
geschätzten Endspiele des Stamma. 

Es sei mir hier gestattet, über mein eigenes Verhältniss 
zu unserm unvergesslichen Meister einige Bemerkungen ein- 
zuschalten. Im Jahre 1837 hatte ich zuerst Gelegenheit, mit 
Bledow bekannt zu werden und seine freundliche Beachtung 
auf mich zu ziehen. Sein feines und vollendetes Spiel machte 
alsbald auf mich den Eindruck unzweifelhafter Ueberlegenhat. 
Bledow erschien mir stärker als Horwitz, den ich etwas 
früher kennen gelernt hatte und dem ich nicht selten mit Er- 
folg widerstand. Da mein Spiel zwar ziemlich frei von Ueber- 
eilungsfehlern, aber doch in den Anfängen noch wenig correct 
war, so wusste Bledow mit seinem, durch Studium gestärkten 
schöpferischen Talente, sehr wohl dagegen leichte Angriffs- 



17 

rechnen einzelner Combinationen , vielmehr hauptsachlich in 
der besser zusammenhängenden ganzen Spielausführung und 
darin zu suchen war, dass er die Stärke gewisser Stellungen 
richtiger im Voraus zu erkennen vermochte. Ihm stand der 
Vortheil langer Erfahrung zur Seite, der aber doch nicht bis 
zur Zulässigkeit eine^ Vorgabe, die übrigens anfänglich in 
Berlin auch noch wenig üblich war, ausreichte. Uebrigens 
hatte Bledow auch eine bemerkbar schwache Seite. Er ver- 
theidigte das angenommene Gambit gewohnlich nicht gut und 
pflegte daher dem Angriff mit 2. Lf8— c5 (oder vielmehr 
2. Lfl — c4^ da er selbst stets die weissen Figuren führte) 
auszuweichen. Diese fast constante Ablehnung kann, wie 
Han stein in der Zeitung von 1848, S. 37, bemerkt hat: |,als 
„Belag betrachtet werden, dass Bledow sich nur schwer, 
„ja fast nie entschliessen mochte, wissentlich einem Angriff 
„sich auszusetzen. Sein Streben ging stets dahin, selbst die 
„Leitung der Schlacht zu erlangen, wie er denn auch in der 
„Erfindung geistreicher Angriffe ungleich stärker, als in einer 
„zähen Vertheidigung misslicher Stellungen war^. Herr von 
Jänisch hat ziemlich treffend Bledow's Spiel mit dem des 
Calabresen verglichen, indem seine anscheinend einfachsten 
Züge, häufiger als bei den anderer Spieler, die Gegner zu 
Fehlern verlockten. Seine Combinationen waren reicher an 
indirecteo als an unmittelbaren^^Deckungszügen, aber die Zu- 
sammenstellung mit Greco kommt mir doch allein noch nicht 
hinreichend bezeichnend vor. Mir haben nämlich die Bledow'- 
schen Züge im Einzelnen nicht so sehr die Fallen des Calabresen 
in's Gedächtniss zurückgerufen, als mich die Consequenz der 
gesandmten Anlage seiner Spiele, gleich wie in den neuerdings 
oft bewunderten Plänen Anderssen's, an die Partieen la 
Bourdonnais' zu erinnern pflegten. 

Im Sommer des Jahres 1837 führte mich Bledow im 
Blumengarten ein und machte mich im Herbst mit Bilguer 
bekannt, der sich damals auf unserer militairischen Universität, 



A8 

kanntschaft^ die sich schnell %u intimer Freundschaft gestal- 
tete, war ein gleich günstiges für das Spiel wie für die Theorie. 
Zahlreiche Partieen wurden damals zwischen uns und mit 
Mayety Bledow und Horwitz, sowie, namentlich in einem 
Kaffeehause in der Ktinigsstadt, mit dem neu hinzugetretenen 
eifrigen Naturalisten Schorn aus Düsseldorf gespielt. Letz- 
terer, obgleich ein grosser Verächter jeder Wissenschaft im 
Schach, war doch ein sehr gewandter und ausgezeichneter 
Spieler. In dem erwähnten Kaffeehause wurden zuerst durch 
Bledow strengere Regeln, als bisher im Blumengarten üblich 
gewesen, eingeführt. Ein berührtes Stück mus^ite fortan ge- 
spielt werden, während früher nur das Loslassen den Zug 
vollendete, das Berühren aber und selbst das Herumziehen 
einer Figur, so lange man diese festhielt, noch keine Folgen 
bedingte. Die jüngere Generation nahm die strengere Norm 
willig an, ging aber in einem andern, das Wesen des Schachs 
selbst berührenden Punkte über die Ansichten Bledow 's hin- 
aus. Dieser hielt nämlich mit der Mehrzahl unserer Lands- 
leute dafür, dass aus dem Bauer auf dem letzten Felde nur 
ein bereits geschlagenes Stück werden könne. Schorn, welcher 
früher viel in Paris, obgleich dort nicht mit den ersten Spie- 
lern gespielt hatte, drang hingegen auf die Annahme der in 
Frankreich übUchen, allgemeineren Uaiwandlung, ohne Rück- 
sicht darauf, ob der zu wählende Stein noch im Spiele sei 
oder nicht. Bilguer pflichtete ihm bei und gewann allmä- 
lich für die freiere Regel so viele Anhänger, dass Bledow 
sich im Laufe der Zeit genöthigt sah, sich derselben ebenfinlls 
anzuschliessen. Er schlug dann selbst für das erneute Statut 
der <jesellschaft die heut darin stehende verallgemeinerte Fas« 
sang des betreffenden Paragraphen über das Avancement der 
Bauern vor. Durch Bilguer's Handbuch und Silber- 
schmidt 's Werk von 1845 ist die erweiterte Regel zur 
Anerkennung in Deutschland gelangt. Es wäre zwar gewiss 



19 

Bttoer imnier, wie dies nach uralter Sitte immer der Fall 
war, zu einer neuen Königin werden masste und nie sich in 
einen Springer, Läufer oder Thurm verwandeln dürfte. Der 
Versuefa, eine solche an sich gute Bestimmung in Aufnahme 
zu bringen, hätte uns aber von dem wünschbaren Ziele, die 
deutschen Regeln, wie es jetzt geschehen ist, gänzlich mit 
denen Frankreichs und Englands in Uebereinstimmung zu 
bringen, fern gehalten. 

Unter den Partieen, welche in der eben angedeuteten 
Periode am häufigsten vorkamen, nennen wir, neben dem 
Gambit des Königs, das Damengambit mit den Zügen 1. d2*d4, 
d7-d5; 2. c2.c4, d5-c4:; 3. e2-^3, e7-e5; 4. Lfl.c4: etc., 
wie in den bekannten Parlieen zwischen la Bourdonnais 
und Mac Donneil. Einige unregelmässige Anfänge, wie 
1. e2-e4, c7-c5; 2. f2-f4 u. s. w. sind auch noch zu erwäh- 
nen. Bald zeichnete sich aber Bilguer durch seine im An- 
griff, wie in der Vertheidigung gleich schöne Behandlung des 
Giuoco piano aus, welches nach dem Vorbilde einer 1836 
beendeten Correspondeuzpartie zwischen Paris und London 
gewöhnlich mit dem Anfange 1. e2-e4, e7-e5; 2. Sgl- f 3, 
Sb8-c6; 3. Lfl-c4, Lf8-c5; 4. c2-c3, d7-d6 statt des 
besseren Sg8-f6, gespielt wurde. Es kam in dieser Partie 
für den Vertheidiger darauf an, die feindliche Mitte zu spren- 
gen, wohingegen man im Anzüge die Mittelbauern zu erhalten 
und dadurch den Gegner einzuengen suchte. Noch glänzender 
als im Angriffe des Giuoco piano bewährte sich Bilguer 's 
Talent, den Gegner nicht zur Entwickelui% der Streitkräfte 
kommen zu lassen, und den Angriff consequent durchzuführen, 
im Schottischen Gambit, von dem namentlich eine damals 
unter dem Namen der gänzlich compromittirten Partie 
bekannte Spielart: 1. e2— e4, e7 — e5; 2. Sgl-f3, Sb8-c6; 
3. d2— d4, e5— d4:; 4. Lfl— c4, Lf8 — b4t; 5. c2— c3, 
d4— c3:; 6.0—0, c3— b2:; 7. Lcl-b2: u. s. w. von Mayet 
und Haust ein mit viel Beharrlichkeit, aber im Ganzen ohne 



20 

tiger indess als die Aufnahme und Ausbildung neuerer Spiel- 
arten erwiesen sich theoretische Zusammenkünfte, an denen 
sich Bilguer, ich und Horwitz betheiligten. Unsere Stu- 
dien wurden, auch nachdem sich Horwitz, der viel neue 
und eigenthümliche Gedanken dabei anregte, sich aber der 
Ausarbeitung derselben weniger annahm, bald nach dem Beginn 
der regelmässig gewordenen Sitzungen Berlin verliess und 
sich zunächst nach Hamburg begab, anhaltend fortgefiihrt. 
Selbst der von Schorn ohne ünterlass gegen die ^Braminen 
im Schach", wie er uns nannte, geäusserte Spott vermochte 
nicht unsern Eifer zu stören. In unsern Studien gingen wir 
meist von den Varianten aus, welche wir Bledow am häu- 
figsten spielen sahen. Allmälich dehnten wir dieselben aber 
über fast alle Theile der Theorie, mit Zugrundelegung der 
Lessons von Lewis aus. Das erste literarische Ergebniss 
dieser Studien war die schon erwähnte Arbeit über das Zwei- 
springerspiel; die ferneren Resultate unserer gemeinsamen 
Forschungen dienten später als Grundlage für das Handbuch, 
welches mein Freund nur entwerfen und beginnen, aber nicht 
mehr vollenden konnte. 

An Bilguer, dessen thatige Bestrebungen schon im 
26sten Jahre seines wenig beglückten Lebens nach längerem 
Leiden unterbrochen wurden,, bat die Schachwelt eines ihrer 
seltensten Talente verloren. Bereits an einer andern Stelle 
(Schachztg. 1855, S. 13) habe ich darauf hingewiesen, dass 
mir unter allen Spielern keine vielseitigere Begabung bekannt 
geworden ist, als sie mein verstorbener Freund besass. Mit 
der höchsten praktischen Fähigkeit, am Brett und aus dem 
Gedächtniss zu spielen, vereinigte er theoretische Kenntniss 
und analytische Darstellungsgabe. Uebrigens bewies er auch 
eine ungewöhnliche Fertigkeit im Lösen von künstlichen Auf- 
gaben und interessirte sich überhaupt gleichmässig für Alles, 



21 

schwache Erinnerungen, indem Bilguer's Kopf von Schorn 
öfters zum Modell für seine Kunstwerke genommen wurde, 
in denen sich daher zuweilen Aehnlichkeiten mit dem Ver- 
siorbenen wiederfinden lassen. 

Unter den bisher namhaft gemachten Spielern, die um 
1839 alle in Berlin versammelt waren , bestand damals wenig 
Unterschied, indess pflegten doch Schorn *s oft absichtlich 
incorrecte Eröffnungen, ungeachtet ihrer geistreichen Fort- 
setzangen, ihn auf die Dauer gegen die theoretischeren Geg- 
ner in Nachtheil zu bringen. Im Blumengarten, welchen 
Schorn während seiner übrigens nicht langen Anwesenheit 
in Berlin nur selten besuchte, wurde gleichmässiger als auf 
dem Caf£ in der Königsstadt gekämpft. Bledow, Hanstein, 
Mayet, Bilguer und ich standen einander an Stärke sehr 
nahe. Im Ganzen mochte wohl Hanstein, selbst vor Ble- 
dow, den Vorzug verdienen, jedoch zeigte sich selten zwi- 
schen zwei Spielern in einer Reihe von Partieen ein grösserer 
Unterschied als etwa sechs zu fünf, und selbst dieses Ver- 
hältniss kehrte sich dann öfters wieder um*). Ein Versuch, 
zu einem bestimmteren Resultate aus einer grosseren Anzahl 
von Partieen zu gelangen, blieb ohne Erfolg, indem die ver- 
abredete Zahl von je 50 Spielen weder von Bilguer noch 
von Bledow mit allen amiern Spielern beendet wurde, und 
die Anfänge der Listen auffallende Anomalien aufwiesen. Als 
solche bezeichnen wir den Umstand, dass z. B. Bilguer gegen 
Mayet beträchtlich im Nachtfaeil war, aber zugleich gegen 
Hanstein und Bledow genau ebenso viele Spiele gewonnen 
als verloren hatte, während Hanstein hinwieder sich gegen 
Mayet im Vortheil befand. 



*) Die nachher mitzutheilenden Partieen können aber für das angedeutete 
VerbällnisB nicht als Maassstab dienen, da sie unter Spielen ausgesucht sind, 
die gewöbnlich denen günstijr w«*'>n w«>i<*hft dieselben notirten. Die von ^i^^n 



22 

Der Verein der fünf befreundeten Spieler des Blomen- 
mengartens yersuchte auch, auf dem Gebiete der Theorie ge- 
meinsame Leistungen zu schaffen. Er besprach sich deshalb 
am 15. Mai 1839 über ein von May et für seine Tbütigkeii 
redigirtes Programm und wählte als erstes Thema der Unter- 
suchung den Anfang 1. e2 — e4, e7 — e5; 2. Sgl-f3, f7-f5, 
dessen Combinationen dann in wöchentlichen Zusammenkünf- 
ten analysirt wurden. Die Ergebnisse der Forschungen, an 
denen sich Han stein besonders thätig betheiligt hatte, findet 
man in dem zweiten Abschnitte des Bilguet^^schen Hand- 
buches niedergelegt. Fernere Arbeiten wurden durch Mayel*s 
und meine zeitweise Entfernung sowie dadurch gehindert, dass 
Bilguer seine Aufmerksamkeit gänzlich auf die Vorberei- 
tungen zum Handbuche richtete. 

Als sich im Frühjahr 1839 der Verein in seiner schönsten 
Ausbildung befand, erhielt Berlin den Besuch einer der drei 
ungarischen Berühmtheiten. Herr Sz^n, der sich in Paris 
und London Ruhm erworben und gegen la Bourdonnais, 
welcher ihm Bauer und Zug vorgab, mit Auszeichnung ge- 
kämpfk hatte, kehrte über Berlin in seine Heimath zurück. 
Sein Erscheinen gewährte die beste Gelegenheit, unsere Ta- 
lente durch Vermittlung eines ausgezeichneten Spielers mit 
den ersten französischen und englischen Kräften zu verglei- 
chen. Bei Sz^n's Ankunft wurde daher sogleich der Verein 
von Bledow zusammenberufen. Er versammelte sich mit 
zahlreichen Zuschauern im grossen Club. Nur Han stein 
war am Erscheineh verhindert. Das Resultat der an drei Ta- 
gen gespielten und in der Schachzeitung 1847, S. 14 und 49, 
abgedruckten neun Partieen war für Berlin günstig, nämlich 5 
zu 3, nebst einem Remisspiel. Am entscheidendsten hatte 
dabei May et gespielt, der zweimal siegte. Der Fremde 
kämpfte hingegen am günstigsten mit mir, indem er zwei zn 



>8 

xwar bekannt, jedoch damals, wie schon bemerkt, nicht üblich. 
Sz6n's Besuch bildete ein interessantes fireigniss, welches 
4*8 Zutrauen der Berliner Schule su sich selbst beträchtlich 
stävklc. Dasselbe bat sich dann auch später bei andern Vi- 
siten, wie der Herren Buckle und Löwenthal, auf der 
einnial erreichten Höhe erhalten. Bei solchen Besuchen zeig- 
ten sich aber nicht allein die schon genannten Berliner Spie- 
ler, sondern auch öfters andere Mitglieder der Sehachgesell- 
sehaft sehr thätig. Es ist nicht unsere Absicht, viele Namen 
zu erwihnen, doch wollen wir noch eines wiederholten Sie- 
ges des Major yon Hannecken gegen einen Fremden ge- 
denken, der anfanglich selbst Bledow' gewachsen zu sein 
schien. Fernere Resultate und vorzüglich Anders sen's glän- 
zende Siege im Londoner Tournier und das Auftreten von 
Harrwitz in London und Paris haben die Gleichstellung 
deutscher Meister mit denen des Auslandes auch in neuerer 
Zeit bestätigt. 

Indem wir in der Schilderung der früheren Zustände fort- 
fahren, müssen wir zugleich der Auflösung des Berliner Ver- 
eines |;edenken. Zuerst starb am 16. September 1840 Bil- 
guer. Sodann wurde uns noch in demselben Jahre Mayet. 
durch seinen Beruf entrissen, der ihn zuerst nach Potsdam 
und sodann nach Stettin führte. Vom Jahre 1841 ab war fer- 
ner Bledow ans dem schönen Vereine so gut wie ausge- 
schieden zu betrachten. Er vermied bereits öfters die schwie- 
rigen Partieen. Seine Begeisterung für das Schach blieb zwar 
stets unverändert diesdbe, seine -Thätigkeit wandte sich aber 
mehr dem Spiele mit Vorgaben zu, in welchem er eine unge- 
meine Geschicklichkeit und Leichtigkeit der Combinationen 
offenbarte. Er wosste durch drdst gewagte und ihm sonst 
eigentlich fern liegende, incorrecte Züge seine Gegner ausser 
Fassung zu bringen und verstand durch dieses Mittel, selbst 
gegen bedeutendere Kräfte, den Vortbeil des Springers dauernd 
zu gewähren* Eine Verroindei>u9g der V^orgube pflegte er erst 



24 

gestehen. Den gleichen Partieen entsagte er aber immer mehr 
und mehr und schien auch den Blumengarten allmälich etwas 
zu vernachlässigen. Ich spielte dort die letzte Partie mit ihm 
am 6. Mai 1841. Der classische Boden blieh aher noch lange 
der Sammelplatz unserer Gesellschaft. Daselbst wurde bis 
zum Herbst 1843, und zwar selbst während der Wintermo- 
nate, eine Reihe von Partieen zwischen mir und Haust ein 
gespielt, von denen ziemlich viele bereits im Druck erschie- 
nen sind. Es kamen darunter, neben schon erwähnten Er- 
öfinungen, oft Spiele mit dem Zuge des Lopez und mit 
1. e2-e4, c7-c5; 2. d2.d4, c5-d4; 3. Sgl-f3 oder Lfl -c4 
u. s. w. oder mit 1. e2-e4, d7-d6; 2. e4-d5:, Sg8-f6; 3. 
Lfl-b5t n. 8. w. vor. Mandie dieser Spiele, wenn im Win- 
ter den meisten Schachfreunden das Wetter zu einem Gange 
vor die Stadt zu rauh erschien, wurden einsam in ihren dazu 
bestimmten Abenden gespielt. Nur ein Zuschauer, Herr Leo, 
der ein starker Spieler gewesen war, aber der Praxis seit Jah- 
ren ganz entsagt hatte, fehlte fast nie an unserem Brett. Unter 
den Partieen, bei denen dieser freundliche alte Herr zusah, 
verdienen Beispiele des Gambits mit dem. Thurmbauer, wel- 
ches damals und bis auf den heutigen Tag das Philidor'sche 
Gambit verdrängt hat, noch besonders hervorgehoben zu 
werden. 

Das Jahr 1842 wurde in den ersten Monaten und im 
Spätsommer durch einen zweimaligen Aufenthalt des berühm- 
ten russischen Autors, Hofraths vonJaenisch, in Berlin 
ausgezeichnet. Seine Anwesenheit unter uns brachte aber, 
obgleich zwischen ihm und Bledow, Hanstein und mir 
etwa 30 Spiele im Ganzen statthatten, kein wesentlich er- 
höhtes Leben in die Praxis. Bledow liebte, wie gesagt, 
das für ihn leichtere Spiel mit Vorgaben, während Hanstein 
durch amtliche Geschäfte zu sehr in Anspruch genommen 



25 

ftchäftigt, und deshalb ebenfalls in der Müsse beschränkt. Der 
Austausch meiner Ideen mit dem russischen Gaste geschah 
weniger contradictorisch in der gespielten Partie, als gemein- 
sam auf dem theoretischen Gebiete der Eröffnungen. Ich darf 
wohl behaupten» dass unsere, unter zwei Verfassern gewiss 
seltene Vereinigung der Forschung, welche durch fortgesetzte 
Correspondenz seitdem unterhalten worden ist, zu sehr gün- 
stigen Resultaten für die Vervollkommnung des Bilguer'schen 
Werkes und für die Analyse. nouvelUy deren erster Band 1842 
in Dresden gedruckt wurde, geführt hat. Der zweite Band 
und das Handbuch erschienen etwa gleichzeitig ein Jahr »fÄ- 
ter. Zu derselben 2eit endete auch mein ständiger Aufent- 
halt in Berlin, so dass ich später nur noch vorübergehend 
dort wieder eintraf. Bei einem solchen, allerdings längeren 
Besuche im Jahre 1846, war ich gerade bei dem harten Ver- 
luste gegenwärtig, den die Gesellschaft durch Bledow's Tod 
erlitt. Der Schlag war doppelt schwer, weil er nicht allein 
das anregendste und wichtigste Element aus dem Kreise der 
Schacbfreunde hinwegrafile, sondern auch deshalb^ weil er 
die Existenz der unter mannigfachen Schwierigkeiten erst 
kürzlich gegründeten Schachzeitung wieder für einen Augen- 
blick, bis sich Hanstein der ferneren Leitung annahm, in 
Frage stellte. 

Wahrend der Zeit meiner Abwesenheit von Berlin war es 
gelungen, den lang gehegten Wunsch, ein Organ des Schach- 
spiels unter Bledow's Redaction in's Leben treten zu sehen, 
zur Ausführung zu bringen. Dieses glückliche Ergebniss war 
vorzüglich den Bemühungen des Ober- Tribunal- Raths von 
Oppen zu verdanken, welcher durch die gleiche Neigung für 
Untersuchungen von Problemen, namentlich im Bereich der 
bedingten Endspiele, sich zu Bledow freundschaftlich hinge- 
zogen fühlte. Ihm gelang es, die letzten Zweifel an dem Er- 
folge der Zeitschrift zu beschwichtigen. Seine Mitwirkung 
an dem neuen Unternehmen, welches Anfangs gegen eine Con- 



26 

denen das Blatt bisher sehr oft ausgesetzt war, stets aus- 
helfend und von dem besten Einfluss gewesen. Herr v. Op- 
pen hat sieh durch die Unterstützung der Berliner Zeitiing, 
welche gegenwärtig das älteste aller Schachjournale ist» utn 
unser Spiel ein sehr grosses Verdienst erworben, dem die 
Geschichte der Literatur für alle Zeit gebührende Anerken- 
nung wird xu Theil werden lassen. Neben seinen Bemühun- 
gen hat sich aber auch die Umsicht und Thätigkeit eines an- 
dern Mitgliedes der Gesellschaft, des Herrn Lehfeldt, bei 
dem Znstandekommen und dem Gedeihen des deutschen Scbach- 
organs, in reichem Maasse bewährt. Diesem eifrigen Schach- 
freunde, dem die Leser auch noch in anderer Beziehung viel- 
fach zu Danke verpflichtet sind, war es möglich, die Heraus- 
gabe zu übernehmen, und in manchen Zwischenzeiten selbst 
zu leiten. Ohne sein schachliches Interesse an dem Blatte 
hätte dieses schwerlich die erste Krisis in seiner Redaction 
tiberstehen können. 

Nicht lange nach Bledow's Hintritt verliess auch Han- 
stein, indem er an die Regierung zu Magdeburg versetzt 
wurde, für immer den alten Kampfplatz, an welchen sich so 
viele für uns werthe Erinnerungen knüpften. Hiermit war 
dann das letzte Glied aus dem alten Kreise der ersten Spieler 
geschwunden. Inzwischen war aber der Keim für das Em- 
porkommen neuer Talente bereits im Aufgehen begriffen. Dem 
fetzigen Vorsitzenden der Gesellschaft ist es bei seiner Röck» 
kehr nach Berlin daher beschieden gewesen, dort starke fn- 
sehe Kräfte neben älteren zu finden und auch häufig auswär- 
tige Freunde von grossem Ruf für Praxis und Theorie da«« 
selbst fast wie heimisch zu begrüssen. Wir sind deshalb am 
Schluss unserer Erinnerungen zu der Annahme berechtigt, 
dass, wenn die deutschen Tal^ite gegenwärtig räumlich weni- 
ger vereint erscheinen, wir doch im Ganzen nicht schwächer 
als um das Jahr 1840 dastdien; zumal sich, abgesehen von 
dem grossen Aufschwünge des Sc*»«***" — --^ - ^ -^ -^^ — j 



27 

in Anderssenin Breslau 8elbststäiidig eine Kraft entwickelt 
hat, welche sich wohl ungescheut neben die bedeutendsten 
Schachtalente einer jeden Zeit wird stellen dürfen. 



Berliner Spiele ans den Jahren 1837 bis 1843. 

Wir ordnen die Partieen nach ihren Eröffnungen und 
schliessen uns dabei der Reihenfolge der Abschnitte im Bil- 
gner'schen Handbuche an. 

Gambit Im Hachxnge in der Springerpartie. 
I. 

(Geipielt am 16. Mai 1839.) 
Mit dieser Partie begann May et das erste halbe Hundert 
der in der Einleitung erwähnten Wettf;piele. Dasselbe schloss 
am 21. Juli 1839 mit einer Gewinnpartie für ihn selbst ab. 
Bei den zweiten 50 Spielen, die am 7. October 1839 »wischen 
^denselben Gegnern beendet wurden, blieb May et um eine 
Partie im Nachtheile. Später zeigten sich verschiedene grössere 
Differenzen, indess auch am 16. Mai 1841 gab wieder allein 
die SOste Partie den Ausschlag. Die Listen dieser Resultate, 
welche zwischen May et und mir gegen 400, zwischen mir 
und H an stein zwar beträchtlich weniger aber doch mehr 
al» 200 Spiele umfassen, sind in mancher Beziehung belehrend. 
Sie zeigen, wie unsicher es ist, zu irgend einer Zeit aus einer 
nur kleinen Anzahl von Partieen auf die Stärke der Spieler 
zn schliessen. Ich will zum Belag nur einen Umstand her- 
vorheben. Hans lein, mit dem ich, ehe gezählt wurde, noch 
nicht mehr als zwei Spiele gemacht hatte, und der anfangs 
gegen einen neuen Gegner weniger sicher als nach näherer 
Bekanntschaft mit demselben zu spielen pflegte, blieb beim 
ersten Fünfzig im Ganzen um 9 Partieen im Nachtheile. Den- 



28 

stiger gewesen. Im Gange eines Schachturniers wären also 
bei einer geringen Anzahl von Spielen der Sieg für ibn ent- 
schieden gewesen. Noch auffallender ist eine Stelle aus der 
Liste von 50 Spielen des Jahres 1842. Im Ganzen war auch 
diese Zählung für mich günstig, aber von neun Partieen, wel- 
che vom 24. Februar bis 15. April gespielt wurden, gewann 
ich keine einzige und machte daninter nur zwei Spiele unent- 
schieden. ' 



Mayet. 
WeiM. 

1. e2— e4 

2. Sgl — f3 



d. Lasa. 
Schwarz. 

e7 — e5 
f 7 - f 5 



Dieses Gambit ist nicht rathsam. Es 
fol^ am besten darauf 3. Sf3 — e5: 
oder 3. Lfl — c4. 



3. e4 - f5: 

4. d2 — d4 

5. Sf3 — d4: 

6. D dl — d4: 

7. Lei — g5 

8. Sbl — c3 



Sb8 — c6 
e5 — d4: 
Sc6 — d4: 
S g8 — f 6 
L f 8 — e7 
— 



9. Lfl — c4t Kg8 — h8 

10. — 0-0 c7- c6 

11. Thl — el d7 — d5 

12. Lc4 — d5: 

Dieset Opfer ut kahn, enlipricht 
aber ^ns dem Charakter dea Spieler«, 
welcher hier die weisaen Sieiae fährte. 

12 c6-d5: 

13. Tel — e7: Dd8— e7: 

14. Sc3-d5: D e7 — d7 

15. Lg5 — f6: g7 — f6: 

16. g2 — g4 b7 — b« 

17. D d4 — c3 D d7 — g7 



19. 
20. 
21. 
22. 
23. 
24. 
25. 
26. 
27. 
28. 
29. 
30. 



Sd5 
Dh3 
h2 
Kcl 
Kdl 
Sf4 
Dg3 

g4 

g5 

Se6 

Sg5 

Se6 



f4 
g3 
h4 
dl 
■ el 
e6 
c3 

g5 
f6: 
g5 
e6 



D g7 - g5 
T a8 — d8 
T d8 — dlt 
T f 8 - d8t 
Dg5-g8 
D g8 - e8 
D e8 — e7 
T d8 — d5 
D e7 — f 7 
D f 7 — e8 
De8— f7 



— g5 u. 



s. w. 



Sckw. 




Das Spiel bleibt unentschieden, 
obgleich Schwarz um einen 



29 



Hanstein. 
Weiw. 

1. €2 — e4 

2. Sgl— f3 

3. A2 — d4 
SlaU dieiei 



n. 

(Geipiell «m 12. Septea|>er 1837.) 
Mayet 



Scfawm. 
e7 — e5 
Al — M 
f7 — f5 

Ganbitiages wärde 



e5-d4: ein iicheres und hent lo Tage 
hftofig, namentlich in England vorkom- 
mendes Spiel geben. Die Vertheidi- 
guDg ist eine geschlossene und hat den 
bei lYettspielen nicht unwichtigen Vor- 
zog weniger Bnchkenntniss als die Ge- 
genspiele im Schottischen Gambit, dem 
Evans und anderen sehr lebhaften Er- 
6ffnongen za erfordern. Allerdings bleibt 
nach e5-d4:- der Lfinfer f8 noch lange, 
ohne dass Schwärs irgend einen andern 
Vorlheil erlangt hat, durch den Bauer 
d6 eingeschlossen. Man hielt es froher 
für bedenklich, indem man vermuthlich 
von der Ansicht ausging, dass eine be- 
engte Stellung im Laufe des Spieles, 
wenn der Gegner theoretisch richtig 
dagegen fortfthrt, nicht frei werden 
könne, sondern noch mehr beschrftnkt 
iFverden und zum Verlust fuhren müsste. 
Diese Ansicht ist aber unbegründet, da 
häofig Stellungen so fest sind, dass sie 
jedem ferneren Angriffe widerstehen 
und, obgleich beengt, doch so viel Raum 
und Umwandlungsfahigkeit gewfthren, 
dass sie den Plftnen des Gegnert ent- 
aprechend abgeftndert werden können. 
Der erste Spieler steht dann günstig, 
kann aber sein Spiel nicht bis cum Siege 
verbessern. Die meisten solcher be- 
dr&ngten aber festen Stellungen gestat- 
ten übrigens erftihrungsmissig, gleich 
der geschlossenen Vertheidigung in der 
Springerpartie, eine allmälige, das Spiel 



4. 
5. 

6. 



WeiM. 
d4 — e5: 
S f 3 — g5 
e5— e6 



Schwan. 
f5— e4: 
d6 — d5 
S g8 — b6 



Zar Zeit, ab dieta Partie gespielt 
wurde, war die tut Weit« gAattige Fort- 
letiung 7. f2— f3, welche apiter iai 
praktitchen Spiele von Mayet an einem 
Srhachabende bei Serviere, einem 
Mitgliede dei alten Club« in Berlin, im 
Herbst 1839 geiünden und von den 
Theoretikern nachher aU gut a^erkanal 
wurde, noch nicht bekannt 

7. c2 — c4 c7 — c6 

8. c4 — d5: DdS — d5: 

9. Ddi— d5: c6-d5: 

10. Sbl -c3 Lf8 — b4 

11. Lei — d2 Lb4— c3 

12. Ld2 — c3: — 

13. — — T fS — f 5 

14. e6 — e7 L c8 — d7 

15. Sgö — e« Sb8 — c6 

16. S e6 — c7 Ta8— c8 

17. Sc7 — d5: Ld7 — e« 
18..Lfl — c4 

Schwan mlMte nun Kg8-f7 lie- 
hen, die Partie wurde aber durch einen 
Pehing für WeiM entfchieden. Es ge- 
schah ntmlich; 



18. 


. . . . {Sc6- »51 


19. 


Sd5 — f6t Tf5 — f6: 


20. 


T dl — d8t T f6 — f8 


21. 


e7-f8:D=t= 



(GMpiclt 

V. d. Lasa. Hanstein. 
W«i«. Sohwart. 

1. e2 — e4 e7 — e5 

2. Sgl— f3 d7 — cM) 

3. d2 — d4 f 7 - f 5 

4. d4 — eö: f5 — e4: 

5. Sf3- g5 d6 — d5 

6. e5 — e6 S g8 — h6 

7. Ic2-f4j Lf8 — b4t 

Hier weicht das Spiel vom vorigen 
al>. Lf8-b4f ist besser ab c7-c6. 

8. S bl — c3 dö ^ d4 

9. a2 — a3 e4 — e3 

10. {Ddl — h5tl 

Biiguer's Haodbach giebt 10. a3- 
b4:, Dd8-g5:; 11 Ddl-d4:, Sh6-f5; 
12. Dd4-c5, e3.f2t; 13. Kel-f2, 
Dg5 — h4tj 14. g2-g3, Dh4 — d4t; 
15. De6-d4:, Sf5-d4:; 16. «6-e7 
mit gleichem Spiel m. 

10 s7-g6 

11. Dh5 — h6: e3 — f 2t 
Hier ist die bei Bjjgtter erwähnte 

SpielÄrld4-c3:; 12. a3-b»:, c3-b2:, 
mit welcher Schwärs gewonnen hÄtte, 
übersehen. 



III. 

28. Augiut 1839.) 



12. 
13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 



Kel -f2: L b4 — f 8. 



D b6 - h3 
D b3 — f 3 

g2-f3: 
L f 1 — b3 
K f 2 — g2 

b2 — c3: 
Lei — f4 
Lf4 — c7: 
Kg2-g3 

f3 — f4 



Dd8— fGt 
D f 6 - m 
d4 — o3: 
L f8 — c5t 
S b8 — c6 
S c6 — eö 
Se5— c4: 
S c4 — e3t 
h7 — hö 
b7 — b6 



Weiw. Schwarz. 

23. S g5 — e4 h5 — h4t 

24. K g3 — f 2 S e3 — d5 

25. S e4 — c5: b6 — c5: 

26. Lc7 — e5 Tb8— f8 

27. L b3 -- g2 L c8 — e6: 

28. c3— c4 Sd5 — f4; 

Hier ergiebt sirh eine sehr ver- 
wickelte CombiDutioD, in weicber H»ii- 
stein'* Talent, einen begonnenen An- 
griff kräftig zu unterhalten, deutlich n 
Tage tritt. 




29. Le5 — f4: Ta8 — d8 

Auf TaS-bS würde 30. Lg2-c6t, 
KeS— e7; 31. Kf2— e3 folgen. 



30. 
31. 
32. 
33. 
34. 
35. 
36. 
37. 
38. 



Lg2- c6t Ke8— e7 
K f 2 — e3 T d8 — d4 
Lf4 — g5t Ke7 — d6 



L c6 - e4 
L e4 - d3 
Ld3 — c4: 
Tbl — el 
Tal — dl 
L g5 — b6 



K «16 — e5 
L e6 — c4: 
Td4— c4; 
T c4 — d4 
K e5 — f 5 
T f8 — e8t 



31 



39. 
40. 
41. 
42. 
43. 



W«iM. 
K e3 — f 3 
Tdl — el; 
L h6 — g7 
K f 3 — f 2 
T el — e2 



Scbwws. 
T e8 - el : 

g6- §5 
g5 — g4t 
Td4 — d2t 
S4-S3t 



44. h2 — g3: h4 — g3t 



Weiw. Schwärt. 

45. Kf2 — fl Td2— e2: 
Das Spiel bleibt unentHchiedeo, 
da der Läufer das leiste Eck- 
feld, auf dein der Bauer 7.ur 
Dam« werden könnte, nicht 
beherrscht. 



IV. 



1. 
2. 
3. 
4. 
5. 
6. 
7. 
8. 
9. 
10. 



Hansiein. 

WeiM. 

e2— e4 
S gl — f3 

d2 — d4 

d4-e5: 
S f 3 — g5 

e5 — e6 

c2 — c4 
S bl — c3 

a2 - a3 



(Geipielt am 4. 
V. d. Lasa. 
Schwarz. 

e7— e5 
d7-d6 
f7 — f5 
f5— c4: 
d6 — d5 
S g8 — h6 
L fS - b4t 
d5 — d4 
e4— e3 



September 1839.) 



a3 — b4: Dd8 — g5: 
ll.Ddl — d4: e3 — f2+ 

Better wtre hier Sh6-f5, wie 
wir tchon angegeben haben. 

12. Dd4 — f2 



13. Lfl — e2 

14. Df2 — h4 

15. Sc3 — b5 



D g5 - eöt 
T hS — f 8 
S b8 — c6 
Lc8— e6: 



16. Dh4 — hSt Dc5-h5: 
Le2 — hSt Ke8 — d7 



17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 



b2 — b3 
L cl — g5 
T hl — f 1 
K el - e2 
Tal— fl: 



S h6 — g4 
Sg4-f2 
S f 2 — d3 
Tf8 — fl: 
Sd3 — b4: 



23. 
24. 
26. 
2G. 
27. 
28. 
29. 
30. 
31. 



Weist. 

Tfl— dlt 
L g5 — f 4 
L h6 — f 3 

h2 — h4 
L f 4 — e5 

g2-g4 
L e5 — g7 : 
Ke2 — f3: 
Sb5 — d4 



32. Lg7 — h6: 

33. g4-g5 

34. Sd4 — e6: 

35. T dl — el 

36. gö - g6 

37. T el - e7 

38. Lh6 — f4 

39. Te7 — c7i: 

40. b3 — c4: 

41. c4 — c5t 

42. Kf3 — e4 

43. Lf4 — d6 

44. Ke4 — d4 

45. Tc7 — b7t 

46. T b7 — b6t 



Schwan. 

Kd7— c8 
S b4 — a6 

h7 — h6 
S c6 — e7 
Se7 — f5 
S fö - h4: 
Sh4— f3: 

b7.— b6 
L e6 — d7 
S a6 - c& 
S c6 — e6 
Ld7— e6: 
Le6-g6 
K c8 — b7 

b6 — b5 

b5 — c4: 
Kb7 — b6 
Ta8— f8 
Kb6 — b5 

a7 — a5 
Tf8— e8t 

a5 — a4 
Kb5— c6 
K c6 — d7 



T .A 



,Ji 



32 



WeiM. Schwärs. 

49. c5 ~ c6t K d7 — e8 

50. T a6 — a8t K e8 - f 7 

51. TaS — fSt Kf7 — g7: 

52. TfS — gSf Kg7-g8: 

53. c6— c7 Tg6 — d6+ 

54. Kd4 — c5 Td6 — g6 

55. c7-c8Dt Kg8 — h7 

56. Dc8 — d7t Tg6 — g7 



Weiss. Schwarz. 

57. Dd7 — a4: T g7 - gSf 

58. Kc5 — d6 Tg5 — g6t 

59. Kd6 — e5 Tg6 — g5t 

60. Ke5 — f6 Tg5 — g6t 

61. Kf6 — f5 Tg6 — g7 

62. D a4 — e8 und gewinnt 
gegen den Tburm. 



Die folgende, von Weiss nicht recht ernstlich gespielte 
Partie wurde von Schwarz, ohne auf das Brett zu sehen ge- 
führt, hat sonst aber kein Verdienst in Anspruch zu nehmen. 
Die Fähigkeit, die Stellung der Figuren auswendig zu behal- 
ten und aus dem Gedächtniss zu spielen, ist nicht selten. 
Hingegeu bringen es wenige Spieler hierin zu einer bedeuten- 
den Fertigkeit und spielen so gut wie Philidor, der blind 
nur um einen Bauer schwächer war als sehend und auch 
mehrere Spiele zugleich aus dem Gedächtniss führen konnte. 
La Bourdolinais und Bilguer, sowie mehrere jetzt le- 
bende Spieler besitzen diese Gabe ebenfalls in sehr hohem 
Maasse. Die Ausbildung der häufig vorkommenden natür- 
lichen Anlage zum Spiele aus dem Gedächtniss erfordert aber 
zu viel Anstrengung und hat keinen Nutzen für das Spiel am 
Brett. Die Uebung ist daher nicht allgemein zu empfehlen. 

(Gespielt am 14. MAri 183&) 





A-r. 


V. d. Lasa. 








WeiM. 


Schwan. 




Weis». Schwin. 


1. 


eZ — e4 


e7— e5 


9. 


Sf7-h8: SbS— c6 


2. 


Sgl-f3 


d7 — d6 


10. 


L cl — f 4 L c8 — e6 


3. 


L f 1 — c4 


f7 — f5 


11. 


Sbl— d2 Le6-d5 


4. 


cl2 — d4 


f5— e4: 


12. 


0_0^0Sg8— e7 


5. 


}Sf3-g5l 


d6 — d5 


13. 


f 2 - f 3 e4 — f3 


6. 


d4-e5: 


d5 — c4: 


14. 


Sd2-f3: g7-g6 


7. 


Ddl — d8t Ke8 — d8: 


15. 


c2 — c3 Lf8 — g7 



33 





Weil« 




Schwan. 




Weift. 


Schwan. 


17. 


Thl- 


-el 


b7- 


-b5 


34. 


Se5 — c6: 


Se7- 


-c6: 


18. 


Sf3- 


h4 


Ke8- 


-n 


35. 


T el — e8 


Sc6- 


-d8 


19. 


Lf4- 


g5 


TaS- 


■ hS 


36. 


T c8 — e7 


Sd8- 


-e6 


20. 


e5- 


■e6t 


Ld5- 


-e6: 


37. 


Tf4-fl 


a7- 


a5 


21. 


Tel- 


-fit 


Kf7- 


-e8 


38. 


Te7 — e8 


Se6- 


-c5 


22. 


Tdl- 


-el 


Le8- 


f7 


39. 


Te8 — e7 


c7- 


-c6 


23. 


Lg5- 


-f6 


Lg7- 


-f6: 


40. 


Kcl — bl 


a5- 


-a4 


24. 


Tfl- 


-f6: 


Ke8- 


-f8 


41. 


g3-g4 


Kg5- 


-g4: 


25. 


Sh4- 


-f3 


Kf8- 


■g? 


42. 


Te7-g7t 


Kg4_ 


-bö 


26. 


Tf6- 


•f4 


Th8- 


-(18 


43. 


T f 1 — f 2 


Ld5- 


-e4t 


27. 


Sf3- 


.g5 


Lf7- 


-g8 


44. 


Kbl — cl 


Sc5- 


-d3t 


28. 


h2- 


-h4 


Se7- 


-f5 


45. 


K cl — d2 


Sd3- 


-f2: 


29. 


h4- 


-h5 


Sf5- 


-e7 


46. 


K d2 — e3 


Td6- 


-f6 


30. 


h5- 


-g6: 


Kg7- 


-g6: 


47. 


Tg7-sl 


Lc4- 


-d5 


31. 


Sg5- 


.f3 


LgS- 


-d5 


48. 


Ke3 — d4 


Sf2- 


-r4 


32. 


Sf3- 


-e5t 


Kg6- 


•g5 


Weiss giebt die Partie auf. 


33. 


S2- 


-63 


Td8- 


-d6 











V. d. Lasa. 
Weiss. 

i. e2 — e4 
2. Sgl-f3 



Russisches Springerspiel. 
VI. 

(Gespielt am 1. September 1812.) 
V. Jänisch. 



Schwärs. 
e7— e5 
S g8 - f 6 



Zwei Spiele haben während der An- 
wesenheit des Herrn v. Janisch in 
Berlin im Fröhjahr und Herbst 1812 
ganz besonders daselbst die Aufmerk- 
samkeit der Spieler auf sich gezogen. 
Die eine dieser Partieen begann mit 
den Zügen 1. e2 — e4, e7 — e6 oder 
c7^ c5. In derselben wurde erkannt, 
daB9 2. f2— f4 nicht die beste Fort- 
a^tsung für Weiss sei^ wie dies übri- 
gens schon eine Reihe von Spielen die- 



Partie fing mit der obigen Eröifnung 
I.e2-e4, e7.e5; 2.Sgl.f3, Sg8-f6 
an. Es schien darin bei der Fortsetxung 
3. S f 3 - e5 : , d7 - d6, die beste Verthei- 
digung der Springerpartie zu liegen. 
Sp&tere praktische Erfahrungen und 
theoretische Forschungen haben aber 
dargethan, dass 2. Sg8 — f6, doch in 
mancher Beziehung der alten Spiel- 
weise Sb8-c6 an Werth etwas nach- 
steht. 



3. 


d2 — d4 


e5 — d4: 


4. 


e4 — e5 


S f 6 — e4 


5. 


L f 1 _ HS 


d7 _ W."» 



34 



Wein. Schwan. 

7. S d4 — e2 S b8 — c6 

8. f 2 — f 3 S e4 — g5 

9. f 3 — f 4 S g5 — e6 

10. — D d8 — b6 

11. Kgl — hl Lf8— e7 

12. S bl — c3 S e6 — c7 

13. b2 - b3 S c6 — b4 

14. Se2 — g3 Sb4 — d3: 

15. Ddl — d3: Db(i — c6 

16. f4 - f5 g7 — g6 

17. Lei — f4 

In der gegenwfirtigen Stellung würde 
die Combinalion g6-f5:; 18.Sg3-f5:, 
c5.c4; 19. b3-c4:, d5-c4:; 20. Sf5- 
dC-}- für Weis« vortheilbaft sein. Auch 
eine andere, 17. c5-c4; 18. b3-c4:, 
d5-c4:; 19. Dd3-d4, würde fürScbw. 
nicht den Gewinn einet Bauern zur 
Folge haben. 



Sehw. 




17 

18. Sg3 — f5: 

19. Dd3 — f5: 

20. Lf4 — g3 

21. Df5-g6: 

22. eb — e6 

23. Tal — el 

24. Tfl — f8t 

25. Sc3 — d5: 



Lc8 — f5: 
s6-f5: 
Dc() — g6 
h7 — h5 
f7-g6: 
Sc7 — e6: 
T b8 — f 8 
Se6 — fS: 
und gewinnt. 



Schottisches Gambit. 



M a y e t. 
Weis«. 

e2 — e4 

Sgl-f3 

d2 — d4 



Vir. 



(Gespielt am 23. 
Hanstein. 

Schwarz. 

e7 — e5 
S b8 — c6 
S c6 — d4: 



September 1837.) 

'um seinem Damenspringer ein Feld 
zum Rückzuge frei zu machen. 



Um die Forlielzung 4. Sf3 — d4:, 
e5 — d4;; 5. Ddl — d4: zu vermeiden, 
wird gewöhnlich 3. eS — d4: gespielt. 



Sf3 — e5: 
f2 — f4 
L f 1 — c4 



S d4 — e6 
Lf8— c5 



Weiss. 



6. 

7. 

8. 

9. 
10. 
11. 
12. 



S e5 — d3 
c2 — c3 

S bl — d2 
b2 — b4 
e4 - d5: 

S d2 — e4 



Schwarz. 

d7 — d6 
L c5 — b6 
S g8 — f 6 
0-0 

de — d5 
Sf6 — d5: 
T f 8 — eS 



35 





WeiM, Schwan. 




WeiM. Schwarz. 


15. L c4 — m K g8 - h8 


21. Tal — dl Lc8 — g4 




S<k». 




22 T dl — bl b7 — b6 




I l«i " "# 




Es war besser 23. Tc3 — cS: an 




IM i Äl^:t 




nehmen. 








23. c5— b«: a7 — b6: 






24. 0-0 h7 — h5 

25. Tbl-d Tc3- d: 




p^ ""* 




26. Tfl-d: c7— c5 

27. Td — bl Ta8-f8 




!5 -.so 




28. Lf7 — d5 Tf8 — f6 




#1 |Mjf^iH| 1^ W 




29. K gl - g2 T f6 - d6 

30. Ld5 — c4 Lg4— e6 




W- 


In dieser inlerenanten Verwicke- 


31. Lc4-e6: Td6-e6: 


lung dörhe Ddl-d8: da« beste lein. 


32. Kg2-f3 g7-g5 


16. Ddl — d8: Te8 — d8: 


33. h2 — h4 g5 — g4t 


17. g2-g3 Sf4-d3t 


34. Kf3-f4 Kh8 — g7 


18. Se5 — d3: Td8 — d3: 


Das Spiel blieb unentschieden, 


19. Se4 — c5 Lb6— (-5: 


obgleich Schvv. um einen Bauer 


2( 


}. b4 — c5: Td3- c3: 




stärker ist. 



Vlll. 

Wir führen das folgende Spiel, welches am 27. Mai 1839 
im Blumengarten gespielt wurde, nicht wegen seines correcten 
Angriffs, sondern wegen seiner auffallenden Fehler in der Ver- 
theidigung an. Es zeigt, wie zuweilen eine Figurenpartie in 
eine geschlossene Bauernstellung übergehen kann. Die Spie- 
ler wollen wir übrigens nicht nennen. 



l. 
2. 
3. 
4. 



Weiss. 

e2 — e4 
Sgl-f3 

d2 — d4 
Sf3 — d4: 



Schwarz. 

e7— e5 
S b8 - c6 

e5 — d4: 
D dS — f6 



In neaerer Zeit wird häufig Dd8-h4 



aoaniAlt Hör 7.tta tripkt nmiitfinlan Aan a t\ 



5. 

6. 
7. 
8. 
9. 



Weiss. 
L cl — e3 

c2 — c3 
L f 1 — b5 

c3 — d4: 
S bl - c3 



Schwarc. 
L f8 — c5 
S g8 — e7 
Sc6 — d4: 
L c5 — b4t 

a7— aö 



36 



WeiM. Schwan. 

13. f2— f4 

Diese Stellang lässk den Anfang der 
Partie nicht errathen. 

13 Lo8 — d7 

H. e4 — e5 Df6 — h4 
15. f 4 — f 5 S e7 — d5 



Wein. 
Ddl — d2 
L e3 — g5 

h2 - h3 



16. 

17. 

18. 

19. T f 1 — f3 und gewinnt die 

Dame. 



Schwärs. 

d6 — e5 : 
D h4 — g4 
Dg4-s3 



1. 

2. 
3. 
4. 



Bilguer. 

Weiss. 

e2 — e4 
S gl — f 3 

d2 — d4 
Lfl -c4 



IX. 

(Gespielt am 18. November 1839.) 
Schorn. 



Schwarz. 

e7— e5 
S bS — c6 

e5 — d4: 
L fS — b4t 



Man zieht jetzt Lf8-cö; 5. c2-c3, 
Sg8-f6 vor, wodurch sich das Schot- 
tische Gambit auf die sicherste Verthei- 
digung des Giuoco piano reducirt. Auch 
andere Vertheidigungen geben ein si- 
cheres Spiel, aber 4. Lf8-b4f wollen 
wir nicht empfehlen. 

5. c2— c3 d4— c3: 

6. — c3 — b2: 
Manche Spieler ziehen es vor, von 

dem Gewinn des zweiten Bauern, der 
ihre Partie compromittiren möchte, 
abzusehen, und statt dessen 6. d7 - d6 
zu thun. Weiss behält aber auch 4]ann 
ein gutes Angriffsspiel. 

7. Lei — b2: Lb4 — f8 
Dieser Zug deckt momentan g7 und 

geschieht in d^r Absicht, nachher auf 
8. e4 — e5 -mit Lf8 — e7 das schwarze 
Spiel langsam zu entwickeln. Weiss 
scheint uns aber hierbei etwas in Vor- 
theil zu sein. 

8. D dl — d5 



liebte und vorzuglich gut durchzuführen 
wusste» 

Weies. Schwarz. 

8 Sg8 — h6 

9. S f 3 — g5 D i\^ e7 

10. Sbl — c3 d7 — d6 

11. Sc3 — bö Sc6— e5 

12. Lb2 — eo: d6 — e5: 

13. Sb5 — c7f De7— c7: 

14. Tal — cl 

Man sieht in der hier angegebenen 
Stellung, wie kräftig sich der weisse 
Angriff nach dem sehr wohl berechne- 
ten Opfer entwickelt. 

Sehw. 




37 





WeJM. Schwws. 




15. 


Lc4-b5t Lc8 — d7 


18. 


16. 


Dd5 — b7: Ta8 — d8 


19. 


17. 


Tfl — dl Ld7 — b5: 


20. 



WeiM. Schwarc. 

Db7 — bot Td8 — d7 
Tel — c8t D e7 — d8 
Db5 — d7i 



1. 
2. 
3. 
4. 
5. 
6. 



. Bilguer. 

WeiM. 

e2 — e4 
S gl - f 3 

d2— d4 
L f 1 — c4 

c2 — c3 
— 



(tietpiell «m 20. December 1339.) 
Mayet. 



Schwärs. 

e7— e5 
S b8 — c6 

e5 — d4: 
L f 8 - b4t 

d4 - c3: 



Von Cochrane, dem wir mehrere 
glAaiende Eröffnungen verdanken, ist 
auch die Spielart 6. b2 — c3 : mit eini- 
gem Erfolge angewendet worden, je- 
doch scheint ons das Spiel mit der Ro- 
chade kr&ftiger. 

6. ,. . . . c3 — b2: 

7. Lei — b2: f7 — f6 

Hier weicht die Vertheidigang von 
der früheren ab. Ke8-f8 und f7-f6 
sind Zöge, welche Kieseritaky häu- 
fig ananwenden pflegte, sie gew&hren 
aber ebenfalls kein leichtes Spiel. 

8. D dl — b3 K e8 — f 8 

9. e4 — e5 ti b4 — e7 

10. Lc4 — g8: Th8 — g8: 

11. e5 — f6: Le7 — f6: 

12. Sbl — c3 g7 — g6 

13. S c3 — e4 Lf6 — b2: 

14. Sf3 — g5 Tg8 — g7 



Weif«. Scbwars. 

16. S e4 — f 6 h7 — h6 

17. Tal — el Sc6— e7 

18. Sg5 — h7t Kf8— f7 

19. D b2 - d2 

Schwan icheint in der gegenwär- 
tigen Lage dei Spiels sicher so stehen, 
indess erfolgt schnell eine für Weiss 
gönstige Wendung. 

.Sctin. 







w. 



19 Tg7 — h7: 

20. Sf6 — h7: Kf7 — g7 

21. Dd2 — d4t Kg7 — h7: 

22. Dd4 — f6 Se7— c6 

23. D f 6 — f 7t K h7 — h8 

24. Tal -e8t Dd8— e8: 



38 



XI. 

(Geapicte .im 18. April 1840.) 



V 


. Bilguer. 


M a V c t. 




Wei».. 


Schwärt. 


1. 


e2 -e4 


e7 — e5 


2. 


S gl - f 3 


Sb8— c6 


3. 


«12 — (14 


e5 - d4: 


4. 


L f 1 — c4 


L f 8 - b4t 


5. 


c2 — c3 


d4— c3: 


6. 


— 


c3 - b2: 


7. 


Lei— b2: 


f7-f6 



Indem wir wiederum eine ,,gänzlich 
compromittirte'* Partie mittheilen, in der 
Weiss den Sieg davonträgt, müssen wir 
dabei die Bemerkung einschalten, dass 
diese Spiele' auch mitunter zum Vor- 
theil för den Nachiiehenden ausfielen. 
Im Ganzen blieb aber Weiss im Vor- 
theil. Da indess die meisten der in 
unserem Besitze befindlichen Partieen 
dieser Art von Bilguer, der den An- 
griff spielte, aufgezeichnet sind, so wird 
man es naturlich finden, dass er mehr 
Interesse an den für Weiss gewonnenen 
Spielen nahm, und die glucklichen Ver- 
theidigungen nicht speciell notirte. Diese 
sind uns verloren gegangen. 

8. Ddl — b3 Sg8 — h6 
e4 — e5 L b4 — e7 
e5— f6: 
T f 1 — elf 
Sbl — c3 



9. 
10. 
11. 
12. 
13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 



H 



S c3 — d5 
Db3 — b2: 
L c4 — d3 
S d5 — e7 
D b2 - d2 
I) d2 - f 4 
Tal — cl 

knnntp I. A'Ä 



Le7 — fG: 
K e8 — f 8 

d7 — d6 
Lf6 — b2: 
S c6 — a5 

c7 — c6 
D d8 — b6 
S h6 — f 7 
D b6 - c5 

. h7!. eil «Iftm - 



M^-1 % I 



■»y^a 



L^ 



i,;j 






Kür Schwarz wire jetzt kein tei- 
lender Zug möglich. Im Spiel gesrliih 
ebenfalls mit Vortheil 19. Tal ~ cl. 

19. . . . . Dc5 — hö 

20. S e7 — c8: Ta8— c8: 

21. g2-g4 Db5 — h6 

Ginge die Dame nach d5, so folgt 

22. Ld3-f5. 

22. D f 4 - f 5 T c8 - a8 

23. D fS — a5 : 

Ein trauriges Beispiel für den am 
Rande verlassen stehenden Springer. 



23. 
24. 
25. 
26. 
27. 
28. 
29. 
30. 
31. 
32. 



D a5 — f5 
D f5 — f 7t 
S f 3 - g5t 
Sg5 — h3: 
S h3 — f4 
S f 4 — e6 
S e6 — d4 
T el — e6t 
L d3 — g6t 



I) h6 — h3 

h7 — h5 

Kf8 — f7: 

K f 7 — f6 

h5-g4: 

g7-g5 

T h8 — h4 

Ta8 — hS 

Kf6 — f7 

K f 7 — g8 







XII. 








(Geapielt am 21 


. August 1839.) 




Mayel, 


V. d. Lasa. 








Weis*. 


- Sckwarx. 




Weiss. Schwan. 


i. 


e2 — c4 


e7 — e5 


11. 


Sf3 — e5: Sc6— e5: 


2. 


S gl - f3 


S b8 — c6 


12. 


Tel — e5: L e7 — f 6 


3. 


d2 — d4 


e5 — d4: 


13. 


Ddl— f3 d7 — de 


4. 


Lfi — c4 


L f8 — b4t 


14. 


Tal — di Sg8 — h6 


5. 


c2 — c3 


d4— c3: 


15. 


b2 — h3 Lc8 — d7 


6. 


0-0 


c3 — b2: 


16. 


Te5 — h5 Ld7-c6 


7. 


L cl — b2: 


f7 — f6 


17. 


Sc3 — d5 Sb6— f7 


8. 


e4 — e5 


L b4 — e7 


18. 


Th5 — f5 Lc6 — d5: 


Oieie Taktik war während einiger 


19. 


Tdl— d5: c7— c6 


Zeit 


sehr beliebt. 


dieselbe erleichtert 


20. 


Lb2 — f6: g7 — f6: 


die VertheidigUDf aber nicht weaenilicb. 


21. 


Tf5 — f6:* c6 — d5: 


9. 


T f 1 - el 


K e8 — f 8 


22. 


Tf6 — f7t Kf8— e8 


10. 


S bl — c3 


f6— e5: 


23. 


D f 3 — d5: und gewinnt 




XI 


IL 








(Gespielt am 25 


. October 1839.) 


\ 


. ßllguer. 


Mayet. 








WeiM. 


Schwan. 




Weiss. Schwarz. 


1. 


e2— e4 


e7— e5 


16. 


S g5 - h7t K f8 — e7 


2. 


S gl - f 3 


S b8 — c6 


17. 


Db3 — c3: De8-g6 


3. 


d2 — d4 


e5 — d4: 


18. 


Tfl — elt Ke7 — d8 


4. 


L f 1 — c4 


L f 8 — b4t 


19. 


Sh7 — g5 Lc8— f5 


5. 


c2 — c3 


d4— c3: 


20. 


Dc3 — b3 Kd8 — d7 


6. 


— 


c3~b2: 


21. 


T al — cl T a8 — b8 


7. 


Lei — b2: 


f7-f6 


22. 


Sf3 — h4 Dg6 — g5: 


8. 


Ddl — b3 


K e8 — f 8 


23. 


D b3 — f 7t S c6 — e7 


9. 


e4 — e5 


f6 — e5: 


24. 


S h4 — f 5 T g8 - e8 


10. 


Lb2 — e5: 


L b4 — e7 


25. 


Sfö- e7: Dg5 — f6 


11. 


L e5 — c3 


d7-d6 


26. 


[Tel — c7t]Kd7— c7: 


12. 


Sbl — d2 


L e7 — f 6 


27. 


Se7 — d5t Kc7— c6 


13. 


Lc4 — gS: 


Th8 — g8: 


28. 


Tel— clt Kc6 — b5 


<i 


S ^7 _ »1 


l.ff? _ f^. 


9!Q 


n fi — A'jj. i^K« _ «1 



40 



XIV. 

(GMpielt ■m 31. Mira 1840.) 
Mayet. Hanstein. 
WeiM. Schwan. 

• 1. e2 — e4 e7 — e5 

2. Sgl— f3 Sb8— c6 

3. d2-d4 e5 — d4: 

4. Lfl — c4 Lf8 — b4t 

5. c2 — c3 d4— c3: 

6. — c3 — b2: 

7. Lei — b2: f7 — f6 

8. Sbl — c3 Lb4— fS 

9. Sf3 — h4 g7 — g6 

10. f2 — f4 Lf8— g7 

11. f4 — f5 Sc6— e5 
S g8 — b6 



12. D dl — b3 

Wein bitte dieien Springer bewer 
auf g8 genommen, daruf 13. f5-g6: 
geirhiagen und dann 14. Sc3-d5 ge- 
sogen; da« Spiel bitte dadurch folgende 
SteHnng erhalten. 



Sekw. 




E« mochte dann 




14. . . . 




15. Lb2— e5 




16. Odt-g4 




17. Dg4-f3 




WeiM. 


13. 


L b2 — cl 


14. 


Lei— b6: 


15. 


f5-g6: 


16. 


Sh4-g6: 


17. 


Lc4 — f7t 


18. 


Lf7-g6: 



19. Kgl— hl 
a2— b3: 
g2-g3 
b3 — b4 
T al - a3 
b4 — b5 
Ta3--c3: 



20. 
21. 
22. 
23. 
24. 
25. 



etwa folgen: 

c7— c6 

f6-e5: 
Lg7— h8 
and gewinnt. 

Schwärs. 

c7— c6 
Lg7 — h6: 

h7 — g6: 
&e5 — g6: 
K e8 — e7 
D d8 — b6t 
Db6 — b3: 
L h6 — g5 

d7 — d6 
Lg5 — d2 
L c8 — g4 
L d2 — c3: 
L g4 — e2 
und gewinnL 











XV.. 








(Gespielt am 4. April 1838.) 


Bilguer. 


V, 


d. Lasa. 




Weiss. 






Schwarz. 


1 Weiss 


e2- 


e4 




e7 — e5 


1 



Seh wäre. 



41 



WeiM. Schwärs. 

5. c2 — c3 d4— c3: 

6. — d7 — d6 

Schwärs beabiichtift, nHr einen der 
gewonnenen Bauern sn behaupten. 

7. a2 — a3 Lb4 — a5 

8. b2 — b4 La5 — b6 

9. Ddl — b3 Dd8— f6 

10. L cl - g5 

Dieaer Angriff auf die Dame iat nicht 
immer von gänstigem Erfolge begleiteL 

10 Df6 — g6 

11. Sbl — c3: }Lc8— e6} 
Viel beaserwire Lc8-g4 geweaen. 

12. [S c3 — d5] h7 - h6 

13. Lgö — d2 Le6 — d5: 

14. e4 — d5: S c6 — e7 

15. a3 — a4 



Der Angriff anf den Dameaffügel itt 
tat Schwärs getthrlich. 



Weiia. 



15. 
16. 
17. 

18. 
19. 



a4 — a5 

b5 — b4 

[b5 - bö] 

aS — bC: 
Schwärs iat nicht mehr sn reiten, 
denn der RacLsug La7 — b8 sperrt den 
Thnrm aS ein. 



Schwärs. 

a7— a6 
L b6 — a7 
S g8 - f 6 

c7 — b6: 
Sf6— e4 



20. 
21. 
22. 
23. 
24. 
25. 



Tfl — el 
S f3 - d2: 
Db3 — e3 
Sd2 — e4 
S e4 — g3 



Se4-d2: 
La7 — b8 
D g6 - f 6 
Df6— f5 
D f 5 — f 6 



S g3 — f 5 und gewinnt. 



XVI. 

t.Geapielt am 16. September 1841.) 
Hanstein, v. d. Lasa. 
Weisa. Schwärs. 

1. e2 — e4 e7 — e5 

2. S gl — f 3 S b8 — c6 

3. d2 — d4 e5 — d4: 

4. L f 1 — c4 L f8 — b4t 

5. c2 — c3 d4— c3: 

6. 0—0 Dd8— f6 



Diese Veriheidigung, obgleich sie 
hier glückt, ist doch nicht zu em- 
pfehlea. 



7. e4 - e5 

8. b2 — c3: 

9. D dl — e2 



D f6 - g6 
L b4 — c5 
S c6 — d8 



12. 
13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 
23. 



WeiM. 
Tal — bl 
S d2 - e4 
Tfl — dl 

a2 — a4 
K gl - hl 

e5— d6: 
L cl — g5 
S e4 — g5 : 
D e2 — d3 
Sg5-f7: 
Lc4 — d5: 
Dd3 — d5: 



Schwärs. 

D b6 — c6 

a7— a6 

— 

S d8 — e6 

d7 — d5 

c7 — de 

S e6 — g5 

d6 — d5 

D c6 — h6 

T f 8 — f 7 

S e7 — d5 

L c5 — f 2 



WeiM. 

26. T dl - de 

27. De5 — f4: 

28. Tbl — b7: 



SchWMTI. 

Dh6— f4 
Tf7 — f4: 
Tf4— f3: 



WeiM. S^wan. 

29. h2 — h3 Tf3— b3t 

30. g2 — h3: Lg4 — f3t 
und gewinnt. 



Vor dieser Partie waren an demselben Abende schon zwei 
andere Spiele gemacht, von denen das erste gleichfalls ein 
Schottisches Gambit war, in welchem Hanstein anzog und 
auch gewann. Wir geben die Partie unter No. XXII. 







xvn. 










. (GetpieU am 20. AprU 1840.) 




V. 


Bilguer. 


Schultze. 










WeiM. 


Scliwari. 




WeiM. 


Schwan. 


1. 


e2 — e4 


e7 — e5 


12. 


h2 — h3 


S g4 — h6 


2. 


Sgl-f3 


S bS — c6 


13. 


S bl — c3 


d7 — d6 


3. 


d2 — d4 


e5 — d4: 


14. 


T al — dl 


S h6 - f 5 


4. 


L f 1 - c4 


L f 8 — b4t 


15. 


S c3 — e4 


L c8 — e6 


5. 


c2— c3 


d4— c3: 


16. 


S e4 - g5 


D d6 — e7 


6. 


— 


{Sg8-f6| 


17. 


e5 — d6: 


c7 — d6: 


7. 


a2 — a3 


L b4 - a5 


18. 


Tfl-el 


h7-h6 


8. 


b2 — b4 


c3— c2 


19. 


Sg5 — e6: 


f7 — e6: 


9. 


Ddl — c2: 


L a5 - b6 


20. 


Tel — e6: 


Kg8— h8 


10. 


e4 — e5 


Sf6-g4 


21. 


Dc2 — f5: 


Tf8 — f5: 


11. 


Lei— b2 


— 


22. 


T e6 — h64: 



Die iVIittheilung dieses Spieles bezweckt nur, die ruhige 
und geschickte Führung des weissen Spieles gegen eine nicht 
besonders starke Vertheidigung zu zeigen. 



XVIII. 



1. 
2. 
3. 
4. 
5. 



V. Bilguer. 
WeiM. 
e2 — e4 
Sgl-f3 
d2 — d4 
L f i — c4 
c2 — c3 



(Gespielt am 20. December 1839.) 
Schorn. 
Schwan. 
e7— e5 
Sb8— c6 
e5 — d4: 
L f 8 — c5 Weiu. 

Jd7~-d6j 1 6. c3 — d4: 



Diese Partie ist fQr das in den Au- 
ffallen oft irregolire Spiel Schora'i 
und die theoretische Ueberlegenheit (ei- 
nes Gegners beseicbnend. 



Schwärs. 
Lc5— b6 



43 



Weiss. Schwan. 




w««. 


Sebwar«. 


7. h2 — h3 D d8 — e7 


13. 
14. 




S g8 - f 6 
D e7 — d8 


& S bl — c3 L b6 — a5 


Lei — a3 


9. — La5— c3: 


15. 


f2 — f4 


Sf6-e4 


10. b2 — c3: h7 — h6 


16. 


D dl — e2 


S e4 — d6 


11. d4 — d5 S*6— e5 


17. 


f4 — e5: 


S d6 - c4 


12. Sf3 — e5: d6— e5: 


18. 


De2 — c4: 


c7— c6 


13. a2 — a4 


19. 


D c4 — f 4 


DdS— c7 


Um nachher den Liater ant a3 vor- 


2a 


La3 — d6 


D c7 — d7 


theUhafl u portiren. Wenn die Dame anf 
e7 steht und die Rochade nach fS be- 
Tonteht oder «chon erfolgt ist, wird der 
weisse Damenlinfer hiafig fBr Schwan 


21. 
22. 
23. 


e5 — e6 f 7 — e6 
Df4-f8t Th8— f8 
T f 1 — f8* 


sehr listig. 









. d. Lasa. 

Weis*. 

e2 — e4 
Sgl-f3 

d2 — d4 
L f 1 — c4 
0-0 

c2 — c3 



(Gespielt 

Mayet. 
Schwarz. 

e7 — e5 
Sb8— c6 

e5 — d4 
L f 8 - c5 

d7 — d6 

d4— c3 



XIX. 

am 6. April 1839.) 



Dieses Nehmen, dessen wir aach bei 
der nichsten Partie gedenken, wSre ei- 
nen Zag früher, wenn Weiss ö. c2-c3 
gethan bitte, nngfinstig gewesen. 

7. Sbl — eS: Lc8 — g4 

Mit 7. S g8 - e7 kann der gewon- 
nene Bauer, bei achtsamer Vertheidi- 
gung, behauptet werden. 

8. Ddl — b3 Lg4— f3: 

9. Lc4 — f7t Kc8 — f8 

10. Lf7 — g8: Th8 — g8: 

11. g2 — fS: Sc6 — d4 

12. D b3 - dl D -»« '" 



14. 
15. 
16. 



Weiss. 

f4 — 

Lei — 



f5 

f4 



K gl — hl 



Schwan. 

g5 — g4 
S d4 — f 3t 
Df6 — h4 




W. 

Das Spiel scheint eine för Weiss 
bedrohliche Wendung zu nehmen. Mit 
dem nächsten Zuge stellt sich Weiss 
aber sicher. 



44 



WeiH. Schwan. 

19. Sd5 — c7 Sf3 — d4 

20. D c2 — d3 T e8 — e7 

21. b2 — b4 Lc5 — b6 

22. Sc7 — e6t Sd4— e6: 

23. f5— e6: Te7— e6: 

24. Lf4 — d6+ Kf8 — e8 

25. Ld6 — g3 Dh4— e7 

26. e4 - c5 h7 — h5 

27. T al — dl T g8 — g7 

28. f 2 - f 4 h5 — h4 
Schwärt venocht mit der hier begon- 
nenen Combination die Partie noch Im 
Starm lO gewinnen. Die nther lie- 



gende Spielai^ 28. g4 — f3:; 29. Dd3- 
f3:, De7-f7; 30 Df3-e2, Df7-g6; 
31. T f 1 — f6 wäre für Weiw ebenfilb 
gSnstig geweaen. 



29. 
30. 
31. 
32. 
33. 
34. 
35. 
36. 



Weiaa. 

f4— f5 
f5 -f6 
D d3 — g3 
f6-g7 
Dg3-g2 
Khl— h2 
K h2 — g3 
D g2 — e4 



Schvrarz. 

Te6 — h6 
h4-g3: 

De7 — b4: 
; D b4 — e4t 

T b6 — h2f 
: D e4 — h7t 

Dh7 — g7: 
und gewinnt. 



Hanstein. 
Weiaa. 

e2 — e4 
Sgl-f3 

d2 — d4 
L f 1 — c4 

c2 — c3 



XX. 

(Geapielt am 12. Jnli 1841.) 
d. Lasa. 



Schwarz. 

e7 — e5 
S b8 — c6 

e5 — d4 : ' 
Lf8— c5 

d4-d3 



An dieser Stelle wfirde Sg8-f6 das 
Spiel auf die beste Vertheidigung des 
Giuoco piano reduciren. Um das Jahr 
1841 wurde aber dieser Springerzag 
noch nicht beachtet 5. d4-d3 gewährt 
ebenfalls eine sichere Vertheidigung. 
Wäre zuvor 5. 0-0, statt c2 — c3, ge- 
schehen, so konnte Schwarz durch 5. 
il4_c3:, wie schon bemerkt, seinen 
Bauer ohne zu grosse Gefahr behaup- 
ten. Unter den heutigen Spielern herrscht 
aber mehr als früher die Tendenz, jede 
Mühe zu vermeiden und deshalb die 
VArthAidiffuniF zuffleich sicher und ein- 



ISieg versprechende Zug 5. d4 — c3: als 
Antwort anf 5. 0-0 häufig unterbleiben. 

Weiss. Schwärs 

6. b2 — b4 Lc5 — b6 

7. a2 — a4 

Das Vorrucken des Bauern b4— b5 
wurde kein entscheidendes Resultat her- 
beifähren Man sehe darüber eine Va- 
riante in Bilgner's Handbuch nach. 

a7 — a6 



f. 

8. 


0- 


-0 


d7 — d6 


9. 


Ddl- 


-d3: 


Sg8-e7 


10. 


Lei 


-f4 


0-0 


11. 


Sbl 


-d2 


S e7 — g6 


12. 


Lf4- 


-S3 


K g8 — h8 


13. 


Tfl 


-el 


f7- f5 


14. 


e4 


-f5: 


'Lc8 — f5: 


41; 


6.19 


ad 


ü^ oT 



45 



Weil» Schwan 

18. a4 — a5 Lb6 — a7 

19. Kgl— h2 Ta8 — d8 

20. Lc4-a6: b7 — a6: 

21. D<r3-a6: Lf5 — e4: 

mit 4er Absicht, nachher die Dame zum 
zam Tausch tu stellen, besser wäre 
aber Td8 — a8 gewesen. . 

22. Tel— e4: bd7— c6 

23. Da6 — c6: Se7 — c6: 

24. T e4 — c4 S g6 - e5 

25. »f3 — e5: »c6-^e5: 

26. Tc4 — c7: La7 — f2: 

27. b4 — b5 L-f2 — g3i: 

28. Kh2 — g3: TdS — c8 » 

29. Tc7 — c8: Tf8-c8: 

30. Tdl— d6: TcS-cSi^ 

Schw. 



I ^ ^ 






C7^ 



t 



^^f^ ^ 

\i^' :;v 



_^^j 



Weiss hü nnr zwei Baoem erlangt, 
dieselben stehen aber so günstig, das« 
der Vortheil auf ihrer Seite ist. 

31. Kg3 — f4 Se5 — f7 

32. Td6 — d7 Tc3— c4t 

33. Kf4 — e3 Tc4— c5 



Weil«. Schwan. 

34. Td7 — f7: Tc5 — b5: 

35. a5 — a6 T b5 - a5 

36. a6 — a7 Kh8 — h7 

37. K e3 — d4 K h7 — g6 

38. Tf7 — b7 Kg6 — f6 

39. Kd4 — c4 • g7 — g5 

40. K c4 — b4 T a5 — al 

41. Kb4 — b5 Kf6— f5 

42. TM — f7t Kf5 — g6 

43. T f 7 - d7 K g6 - f5 

44. g2 — g3 h6 — b5 

45. Kbo — b6 Kf5 — e4 

46. Kb6-b7 Ke4— f3 
47.Td7 — d3t'Kf3 — g2 

48. Td3 — d5 g5 — g4 

49. Td5-h5: 

Diesea Zug macht dai Spiel anent- 
Khieden, hingegeD hitte h3-h4 (cwod- 
nen, wie in Bilguer'g Handbnch 1852 
S. 428. wo dieselbe Stellnng Torkommt, 
aufgeführt i»t. 



49. 


• • 


. . 


S4- 


-b3: 


60. 


§3- 


_g4 


Kg2- 


-g3. 


51. 


S4- 


-S5- 


Tal- 


-blt 


52. 


Kb7 


-c6 


Tbl- 


-clt 


53. 


Kc6 


-d6 


Tcl- 


-ar 


54. 


Th5- 


-h7 


h3- 


-b2 


55. 


g5. 


-1g6 


Tal- 


-a6t 


56. 


Kd6 


-e5 


Ta6- 


-a7: 


57. 


g6. 


-g7 


Ta7- 


-g7: 


58. 


Tb7 


-g^t 


Kg3- 


-f2 


und 


das 


Spiel 


bleibt 


unent 



schieden. 





\ 






XXI. 




(Gespielt am ti. Septenber 1841.) 


V. d. Lasa. 


Hanstein. 


Weiifc 


Schwan. i 


len König einem bedenkli«Aen An- 


1. e2 — e4 


e7 — e5 I 


[riiTe ans. 


2. Sgl — f3 

3. d2 — d4 


S b8 — c6 
e5 — d4: 


Sekw. 


W:;.MW M '1^' 




4. Lfi — e4 


Lf8— c5 


miw Hiw 




5. c2 — c3 


d4-d3 






6. b2 — b4 

7. a2 — a4 


L c5 ^ b6 
a7 — a6 




8. D dl — bS 


ü d8 - e7 




9. — 


d7 - 46 


U!L 




10. Lei — g5 


S gS — f 6 


^^■^9__B a B 




11. Sbl — d» 


0-0 • 
L c8 — e6 


. #:.:niia« 




12, L c4 — d3: 


w. 




13. Db3 — c2 


h7 — b6 


Weiss. Schwärs. 


14. Lg5-h4 


g1^g5 


24. f2 — f4 Sh5 — g3t 


Dieaer Zag ist 1 


kif r rielleicht nicht 


25. h2 — g3: Db4 — d4: 


cv empfeUen. 




26. f 4 - f 5 L e6 — d7 


15. Lh4-g3 


S f 6 — h5 


27. e5 - e6 L d7 — a4: ' 


16. Kgl — hl 


Ks8-g7 


Auf f7— eG: wärde 28.f5 — f6t 


17. Tal-el 


T f 8 - h8 


geschehen. 


18. e4 — e5 


d6 — d5 . 


28. f5-f6t.Kg7-f8 


19. Sd2-b3 


. T a8 -^ c8 


29. D c2 — bl b7 -» b5 


20. a4 — a5 


'Lb6 — a7 


30. Ld3 — f5 T«:8 — b8 


21: Sb3 — d4 


La7 — d4: 


31. Lf5 — g6 kii — hb 


22. Sf3 — d4: 


Sc6 — d4: 


32. Lg6 — f7: Th8 — h6 


23. c3 — d4: 


Dd7-b4: 


33. Lf7 — g6 .bi — b4 


Schwarz gewinnt einen and selbst 


34. e6 - e7t K f 8 - g8 


mehrere Baaen^ settt dafdr aber sei- 


35. f 6 — f 7t und gewinn 


L 


* 


XXII. 






(Gespiete am 16. September 1S41.) 


Hanstein. 


V. d. Lasa. 


Weiss. 


Schwärs. 


Weiss. Schwan. 


1. e2 — e4 


e7— e5 


3. d2^d4 eö — d4: 


2. Sgl— f3 


S b8 — c6 


4. Lfl — c4 Lf8 — c5 





41 



WeiM. Sch*ars. 

5. c2 — c3 d4 — d3 

6. b2 — b4 fa c5 — b6 

7. a2 — »4 a7 — a6 

8. — d7 — d6 

9. D dl — b3 D d8 — e7 

10. Lei _ g5 * S g8 - f 6 

11. S^l- d2 — 

12. Lc4 — d3: Lc8 — e6 

13. Db3 — o2 h7 — h6 

14. Lg5 — h4 *Sc6 4-e6 
Bca^f aU aleich g7 — gS, 

15. Sf3 — e5: dff^eS: 

16. K gl -hl g7-g5 

17. Lb4 — g3 Sf6 — d7 

18. Sd2 — c4 

Srtw. 



mrm. 



U -y''-"' 



t 



» w. 

Die Stelinng nDterscbeidet «ch Ton 
•her Umlichen .in der Partie XXI. da- 
durch, WM jeUl der «chwarse Bauer 



aaf e5 da« Vorräcken f2 — f4 wirkiain 
hindert. Schwan hUte am betten 18. 
f7 — f6 felhan, ef geschah aber Le6- 
g4, wodurch, da dieier Läufer doch 
nachher den Springer zu tauschen suchte, 
etwas Zeit versäumt wurde. 

Weiss. Seh wäre. 

18. . . . . L e6 — g4 
10. f 2 — f 3 L g4 — h5 

21. Tal — dl f7 — f6 

22. a4 — aö L b6 — a7 

23. Lg3 — f2 La7 — f2: 

24. Tfl-f2: Ta8 — d8 

25. Sc4— «3* Lh5 — g6 
2«J. Dc2-b3t'Kg8 — g7 

27. Se3 — d5 L"g6-f3 

28. Db3 — c2 LfJ — d5: 

29. e4 — e5: Tf8-h8 

30. Ld34-g(i h6 — h5 

31. Tf2 — d2 De7-d6 

32. Lg6 — f5 Sd7 — f8 

33. Dc2 — bl b7 — b5 

34. a5 — bG: c7— b6: 

35. c3 — c4 S f8 — d7 

36. Td2 — a2 Sd7 — b8 

37. c4 — c5 b6 — c5: 

38. b4 — c5: Dd6 — c5: 

39. Dbl — b7t Kg7 — h6 

Wenn er nach f8 ging, wOrde eS- 
e6 folgen. • 

40. Db7 — f7 und gewinnt. 





xxm. 




(Gespielt am 21. October 1841.) 


Hanstein. 


V. d. Lasa. 


Weiss. 


Schwärs. i Weiss. 



Schwarz. 



48 



Weist. Scbwari. 

7. a2— ^a4 a7 — a6 

8. Ddl— d3: 

Mit diesem Zuge weicht die Partie 

von einigen der früheren ab. 

8 d7 - d6 

9. 0-0 S g8 — e7 
10. L cl — f 4 — 
Jl. Sbl— d2 Se7— g6 

12. Lf4 — g3 KgS — hS 

13. D d3 - c2 f 7 — f 5 • 

14. e4— f5: Lc8-,-f5: 
15. 
IG. 

17. J.d3-f5i 

18. Dc2^f5; 

19. Sf3 — h4 

20. Sd2— e4 

21. a4 — a5 

22. S e4 — g5 

23. Lg3 — f4: 

24. g2-g3 

25. Sg5 — e4 
2«. T el — e2 

27. Kgl— hl 

28. Sh4-g2 



Schw. 



Lc4-.-d3 •Dd8-^d7 
Tal— el' Sg6- f4 
Dd7 — f5: 
Tf8— f5: 
T f 5 — f 7 
S cfc— e5 
L b6 — a7 
Tf7— f6 
"Pfe— f4: 
T f 4 - c4 
Ta«— f8 
h7-hß 
g7-g5 
S e5 — f 3 



29. 
30. 
31. 
32. 
33. 
34. 
35. 
36. 



Schwarz steht nun sehr günstig. 

T f 1 — dl T f8 — e8 
Se4 — d6:«Te8— e2: 
Sd6— c4: Te2— f2: 



Sc4— a3 
T dl — al 
b4 — b5 
Sa3- b5: 
Sb5 — c7: 



g5 — g4 
L a7 — e3 

a6 — b5: 
L e3 — d2 
Ld2— c3: 




Der Icdte 2rag, L(3— °ei<, Ist für 
Schwärs gü&stig, es wäre aber noch 
besser gewesen, zuvor den Bauern i5 
jnit dem Läufer zu nehmen. 



38. 
39. 
40. 
41. 
42. 
43. 



Weiss. 
Tdl - el: 
Sg2 4-.el: 
Kht-gZ 

a5 — a6 
S g7- a6: 
Kg2-gl 



ScikYiWZ. 

Sf3— el: 
Tf2— fit 
Tfl— el: 

b7 — a6: 
T el — e2t 
T e2 — a2 



Der TLurm tbäte besser, nicht den 
Springer direct anzugreifen, sondern fta 
die Rückzugsfelder möglichst abxa- 
schneiden. 



44. 
45. 
46. 
47. 
48. 
49. 
50. 
51. 
52. 



Sa6- 
Sc5 
Sd3 
h2 
Sf4- 
Sh3 
Kgl 
Kg2. 
Kf3- 



c5 

d3 

H 

h3 

h3: 

f2 

g2 
f3 

g2 



T a2 - c2 
K h8 - h7 
Kh7-g7 

g4— 1i3: 
Kg7-g6 
K g6 — f5 

h6 — h5 
T c2 - c3t. 
K f 5 — e5 



XXIV. 



(Gespielt am 11. 

Bledow. V. d. Las<i. 
Weiss. Schwarz. . 

1. e2 — e4 e7 — e5 

2. S gl - f 3 S b8 — c6 

3. d2 — d4 e5 — d4: 

4. Lfl — c4 Dd8 — f6 

Diese Vertbeidignng ist nicht beson- 
ders SU empfehlen. 

5. — d7 — d6 

6. c2 — c3 U — d3 

7. Ddl — d3: Df6— g6 

8. b2 - b4 L f8 — e7 

9. .^2 — a4 LcS— e6 

10. S bl — a3 — 0-0 

Die Rochade nach der langen Seite 
ist hier gefährlich. 

11. b4 — b5 Sc6 — e5 

12. Lc4 — e6t D^e— e6: 

13. S f3 — e5: d6 — e5: 

14. Dd3 — e2 s7 — gS 

15. Lei — e3 KcS — bS 

16. a4 — a5 e7 — c5 

17. b5 — c6: Dc6 — f6: 

18. a5 — ab b7 — bü 

19. S a3 — c4 f 7 - f6 

20. T f 1 — bl L e7 — c5 

21. Le3 — c5: Dc6 - c5: 

22. Sc4 — a5 Dc5— c7 

23. Tal — a4 Sg8— e7 

24. Ta4 — c4 D c7 — d7 

25. Sa5 — b7 Td8— c8 



December 1838.) 

Weiss. Schwärt. 

26. Tbl — dl Dd7 — e6 

27. Tc4 — c8t Th8- c8: 

28. D e2 — b2 D e6 — c4 

29. Db2 — a3 S e7 — c6 

30. Da3 — d6t Tc8— c7 

31. D d6 — f8t T c7 — c8 

32. Df8— c8t Kb8— c8: 

33. Sb7 — d6t und gewinnt. 
Die letzten Züge des schwarzen 

S|>iels, scheinen fehlerhaft, indess war 
die Partie auch anf andere Art nicht 
mehr aiis der hier angegebenen Stellang 
beim jiOten Zuge tu reiten. 




w. 
30 K b8 - aS 

31. D d6 - d7 T c8 - b8 

32. Sb7 — d6 Dc4— a4 

33. S d6 — e8 und gewinnt eben- 
falls. 



V. i. Lasa, Erinnerungen etc. 



50 



1. 
2. 
3. 
4. 
5. 
6. 



Bilguer. 

WeiM. 

e2 — e4 
Sgl-f3 

d2 — d4 
L f 1 — c4 
— 

c2 — c3 



V. 



XXV. 

(Gespielt am 13. April 1839.) 
d. Laoa. 



Schwan. 

e7— e5 
S b8 — c6 

e5 — d4: 
D d8 — f6 

d7 — d6 

d4 — da 



El wtre bedenklich, den Bauer c3 
tn nehmen und den weinen Damen- 
«pringer thftlig werden zu laisen. 

7. Ddl — dS: Df6 — g6 
Bi« hierher gleicht der Anfang einer 
Partie zwischen la Boardonnais nnd 
M' Donneil. 



8. 

9. 

lt. 

12. 
13. 



Tfl — el 
L c4 — b5 
cS — c4 
Lb5 — c6: 
Sbl — c3 
S c3 — d5 



Lf8— e7 
L c8 — d7 
a7 — a6 
L d7 — c6: 
S g8 — h6 
Le7 — dS 



Schwiirz zieht in dieser Partie meh- 
rere Male die Läufer in der Hoffnung 
lurfick, später wieder bei einer gun- 
stigen Wendung damit hervortreten lu 
können. Diese Taktik ist, mit Umsicht 
angewendet, nicht übel, führt aber zu- 
weilen auch zu argen Täuschungen. 

14. b2 — b3 — 

15. Lei— b2 Lr6-d7 

16. Sd5 — f4 Dgß — g4 

17. g2 — g3 Ld7— c6 
Um für die Dame Platz zu machen. 

18. D d3 — e3 D g4 — d7 

19. Sf4 — h5 f7- f6 



Weis*. Schwärs. 

20. Tal — dl Dd7 -g4 

21. Sh5 — f4 TfS— c8 

22. h2 — h3 ü g4 — c8 . 

23. Sf3 — d2 Jf(5 — f5j 

24. Sf4-h5 f5— e4: 

25. Lb2 — g7: Sh6— f5 

26. D e3 - c3 D c8 — d7 

27. L g7 - f6 D d7 — f 7 

Hier lässt sich in dem beigefugten 
Diagramme erkennen^ dass Schwarz zo 
früh seine vorsichtige Spielweise auf- 
gegeben hat. 



t 






w. 



28. 


S3- 


-g4 Sf5- 


-h4 


29. 


Lf6- 


-d8: Te8- 


-d8 


30. 


Sh5- 


f6t Kg8- 


-f8 


31. 


S d2 - 


e4: Lc6- 


-e4 


32. 


Tel- 


-e4: Sh4- 


.gG 


33. 


Dc3- 


- f 3 K f 8 - 


■S7 


34. 


Sf6- 


h5t K 87 - 


8« 


35. 


Df3- 


-f7+ Kg8- 


n 


36. 


f2- 


-f4 Td8- 


-e8 



51 





Weiss. 


Schwarz. 




Weis». 


Schwarz. 


39. 


Kgl-fZ 


Ta8— e8 


45. 


S h5 - f6 


h7-h6 


40. 


f4 — f5 


S e7 - g8 


46. 


h3 — h4 


S c6 - e5 


41. 


Tel-e8: 


K f 7 — e8: 


47. 


S f 6 — g4 


b6-g5t 


42. 


K f 2 — f 3 


K e8 - f 7 


48. 


h4-g5: 


S e5 — d7 


43. 


§4 — g5 


S g8 — e7 


49. 


g5-g6t 


Kf7-g7 


44. KfS — f4 


S e7 — c6 


50. 


Kf4-g5 1 


Lind gewinnt 



1. 

2. 
3. 

4. 



Bledow. V 

Weiss. 

e2 — e4 
Sgl-f3 
L f 1 — c4 

c2 — c3 



Ginoco piftflo. 
XXVI. 

(Gespielt am 22. October 1839.) 
Biiguer. 



Schwarz. 

e7— e5 
S b8 — c6 
L f 8 — c5 

d7 — d6 



Diese Vertbeidignng , welche, wie 
wir schon beim Schottischen Gambit be- 
merkt haben, weniger gut als 4. S g8- 
f6 ist, war zar Zeit, als die Partieen, 
mit denen wir ans jetzt beschäftigen, 
gespielt worden, sehr üblich. Biiguer 
wählte fast immer diese Vertheidigung. 

5. d2 — d4 e5 — d4: 

6. c3 — d4: Lr5 — b6 

7. S bl ~ c3 S gS — f 6 

Gewöhnlicher ist LcS — g4. 

8. Lei — g5 

Dieser Zug ist häufig weniger wirk- 
sam^ als er im ersten Angenblick scheint. 

8. . . . . h7 — h6 

9. Lg5 — f6: Dd8— f6: 

10. S c3 — d5 D f 6 — g6 
4"! n n n n 



Weiss. 'Schwarz. 

13. Lc4— d3 

Dieser Zug ist, da er den Verlust 
eines Bauern zur Folge hat, nicht gut 



13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 



Ld3 — e2 
h2 — h3 

L e2 — f3: 
d4 — e5 ; 

T f 1 — el 



D g6 — h5 
d6— e5: 
L g4 — f3: 
D h5 — g5 
D g5 — e5 : 
D c5 — d4 



Die Dame könnte den Baner b2 
nehmen, Schwarz bietet aber lieber so- 
gleich den Oamentansch an, da ihm nach 
demselben schon der eine Baner znm 
Gewinn genügt. 



19. 


Sd5- 


-b6: 


Dd4- 


-b6: 


20. 


Lf3- 


-dö 


Ta8- 


-d8 


21. 


Ddl- 


-b5 


Sc6- 


-b4 


22. 


Ld5- 


-b3 


Sb4- 


-d3 


23. 


Tel- 


-e3 


Sd3- 


-f2: 


24. 


Te3- 


-f3 


Sf2- 


-b3t 



52 



27. 
28. 
29. 



WeUi. 

Tg3-s4 
D h5 — h2 
Dh2 — c7: 



Schwan. 
T d8 — d2 
T f 8 - eS 
T e8 — elf 



30. 
31. 



Weiss. 
Tal— el: 
Khl-h2 



Schwarz. 
Df2— elf 
S g5 — f 3t 
und gewinnt. 



XXVII. 

(Gespielt am 4. Februar 1338.) 



Bleilow. Mayet. 
Weiss. Schwarz. 

1. e2 — e4 e7 — c5 

2. S gl - f 3 S b8 — c6 

3. L f 1 — c4 L f8 - c5 

4. c2 — c3 d7 — d6 

5. d2 — d4 e5 — d4: 

6. c3 -d4: L c5 — b6 

7. Sbl — c3 Lc8 — g4 

8. D dl — b3 D d8 — e7 

9. — Lg4— f3: 
10. Sc3 — d5 Sc6 — d4: 

Die Partie beflndet sich in einer sehr 
interessanten Verwickelung. 




11. 
12. 

13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 
23. 



Weiss. 

Db3 — 
Sd5 — 
Lc4 — 
D a4 — 

Lel - 
Lf4 — 
f3 — 
f2 — 
Lg3- 
L el — 
Tal — 
Tdl - 



24. D .14 



25. 
2(). 
27. 
28. 
29. 
30. 
31. 



Td2 — 
I)e3 — 
Td5- 
,Dd4 — 
f4 — 
Lr3 — 
l)h8 — 



a4t 
b6: 
f7+ 
d4: 
f3: 
f4 

g3 

f4 

f3 

el 

e3 

dl 

d2 

e3 

d5 

d4 

1.5: 

hSf 

f5 

e5: 

eSf 



Schwarz. 
D e7 — d7 

c7 — b6: 
K e8 — e7 
Ke7 — f7: 
S g8 — f 6 
T h8 - d8 

h7— h5 
D d7 — h3 

h5 — b4 
T a8 — c8 
T d8 — d7 
K f 7 — fS 
Sf6 — h5 
T c8 — eS 

s7-g6 
T e8 — e6 

g6 — h5: 
K f8 — e7 
T e6 — e5 

d6 — e5: 
und. gewinnt. 



XXVIII. 

^f^espielt am 11. December 1838.) 



53 



3. 

4. 

5. 

6. 

7. 

8. 

9. 
10. 
11. 
12. 
13. 
14. 
15. 



Weiss. 

L f 1 - c4 

c2— c3 

— 

d2 — d4 

L cl — g5 

Kgl— bl 

Lg5-^f6: 

d4 — dö 

Sf3 — ei 

S el — da 

S bl — d2 

Ddl — f3 

T al — el 



Schwarc. 
L f 8 — e5 
L c5 — b6 
S g8 — f 6 
D d8 — e? 

d7~d6 

h7 — b6 
De7 — fü: 
Sc6— e7 

§7-85 
S e7 — gß 

h6 — b5 
D f6 — e7 

S5 — g4 



Scbwart übereill den Angriff aaf 
die Rochade and giebt dem Weiuen 
zu dem Zuge ti — ti Gelegenheit. E§ 
wäre besser gewesen, erst selbst nach 
c8 zu rocbiren. 

Siebe das folgende Diagramm. 

16. Df3-e2 h5 — h4 

17. f2 — f4 e5 — f4: 

18. Sd3— f4: S g6 - e5 

19. L c4 — b3 g4 — g3 

20. h2 — h3 a7 — a5 

21. S d2 — c4 L b6 - f2 



Sohw. 




22. 
23. 
24. 
25. 
2(i. 
27. 
28. 
29. 
30. 
31. 
32. 
33. 



Weiss. 

Tel — 

Lb3 — 

Sf4 — 

e4 — 

Lc4 — 

e5 — 

d5 — 

a2 — 

Sd3 — 

Sf4 — 

Tdl — 

Sd5- 



Schwarz. 
dl Se5— c4: 
c4: Lc8 — d7 
d3 Lf2-^a7 
e5 b7 — b5 
b3 — — 
e6 f7— e6: 
e6: Ld7— e8 
a4 d6 — d5 
f 4 T h8 - f 8 
d5: Tf8-fl+ 
fl: De7— c5 
f6 und gewinnt. 



Bledow. 

Weiss. 

e2 - e4 
Sgl~f3 
L f 1 — c4 

c2 — c3 



V. 



XXIX. 

(Gespielt am 25. Mai 1839.) 
d. Lasa. 



Schwarz. 

e7 — e5 
S b8 — c8 
L f 8 — c5 
L c5 — b6 



Diese Vertheidiininff ist nicht so be- 



neu Operationen beschränkt, behält aber 
doch ein sicheres Spiel, welches der 
Eigenthömlichkeit mancher Spieler zu- 
safen mag. In der gegenwärtigen Par- 
tie bildet das Vorrucken des Bauern f7 
einen für Weiss gefährlichen Wende- 
punkt. 

Weiss Schwarz. 



54 



Weiw. Schwarz. 

6. d2 — d4 Dd8— e7 

7. — d7 — d6 

8. a4 — a5 Lb6— a7 

9. Lei — e3 

Et ii( auch gal, den Uufer nach 
a3 EU bringen. 

9 SgS— f6 

10. d4 — d5 

0er Erfolg dieiei Vorrackeni pflegt 
gering id lein. 

10 Sc6 — dB 

11. Lc4 — d3 — 

Schwan nimmt nicht auf e3, weil 
er ichon jetit die Abiicht bat, f2 — f4 
voriubringen und fflr lich allein die 
Thormlinie la 6(hen. 

12. c3 — c4 S f 6 — g4 

la Le3 — a7: Ta8— a7: 

14. h2 — ha Sg4 — h6 

*5. Ig2-g4] 

Um dem Angriffe der Schwanen 
Tonubeugen. 

15 Kg8 — h8 

16. Sbl — c3 ?7 — g6 

17. Ddl — d2 Sh6 — g8 

18. D d2 - e3 T a7 — «8 

19. Kgl — h2 f7 — f6 
2a Tfl — gl Sd8— f7 

21. Tgl — g3 Sf7 — he 

22. K*-s5 She — f7 

23. h3 — h4 Sf7-d8 

24. Tai— gl f6-f5 
rafCMhM «MdwB AalMliMll«, 



hat Schwarz doch seinen Zweck er- 
reicht. 

Weis». Schwan. 

25. e4~f5: Lc8 — f5: 

26. S c3 — e4 c7 — c5 

27. b2 — b4 c5 — b4: 

28. Tgl— bl b7 — b5 

29. c4— b5: a6 — b5: 

30. Tbl — b4: Ta8 — a5: 

31. D e3 — b6 T a5 — a3 

32. Db6 — b5: De7— a7 

33. Tb4— b2 Lf5 — d7 

34. D b5 — c4 T f8 - f 4 

35. D c4 — c2 L d7 — f 5 

Weiss kann jetzt einem entschei- 
denden Verluste nicht mehr entgehen. 



Sebw. 




36. Se4 — c3 Da7 — c5 

37. Ld3 — f5: Ta3— c3: 

38. Dc2 — e2 Tf4— fö: 

39. De2 — e4 Tf5 — f4 
.in n <a »9. n ^r Ati. 



-e2 Dc5 — d5: 
und gewann. 



55 



XXX. 



(Gespielt am 
Unter den zu zählenden 
Einleitung die Rede gewesen^ 
sehen mir und Bilguer. 
y. Bilguer. v. d. Lasa. 
Weiss. Schwarz. 

1. e2 — e4 e7 — e5 

2. Sgl — f3 Sb8— c6 

3. Lfl — c4 Lf8— c5 

4. c2 — c3 Lc5 — b6 

Nachdem die Vertheidigang 4. d7- 
d6 als wenig befriedigend erkannt wor- 
den war, wurde hftuBg 4. L c5 — b6 oder 
4. Dd8-e7 in der Absicht gethan, den 
spftter vorrückenden Damenbaner (d2- 
d4) Dicht mit e5 — d4: lu nehmen. 



5. 

6. 

7. 

8. 

9. 
10. 
11. 
12. 



d2 — d4 
0-0 

h2 — LS 
D dl — d3 
T f 1 — el 

a2 — a4 
S bl — «3 

d4 — d5 



D d8 — e7 
d7 — d6 

Sg8— f6 
h7 — h6 
0-0 
a7 — a5 

Kg8 — h8 



Da* Vorrücken dei Damenbauern 
thnt dem eignen Spiele mehr Abbruch, 
ala dem dea Gegnen. 



16. Mal 1839.) 

50 Spielen, von denen in der 

war dies die erste Partie zwi- 



Wein. 
12 

13. Lei — e3 

14. Tel— e3: 

15. Kgl — h2 

16. Tal — el 

17. Dd3 — fl 

18. Sf3-d2 

19. Te3 — e4: 
T e4 — e3 
S d2 — f 3 
Sf3 — e5: 

g2 — h3: 
T e3 — h3: 
Kh2 — h3: 
Kb3 — h2 
I) f 1 — g2 
K h2 — gl 



20. 
21. 
22. 
23. 
24. 
25. 
26. 
27. 
28. 



Schwan. 
S c6 — d8 
Lb6 — e3: 
Sf6 — h5 

f 7 - f5 
S h5 — f 4 

f5 — e4: 
S d8 — f 7 
Sf7 — g5 
D e7 — f 7 
Sg5 — h3 

d6— e5 
L c8 — h3 
S f 4 — h3 
D f 7 - f 3t 
Tf8— f5 
T f5 — b5t 
T h5 — g5 
und gewinnt 





XXXI. 






(Gespielt am 17. Jnni 18.39.) 




Bledow. V 


. d. Lasa. 






Wein. 


Schwarz. 


WeiM. 


Schwär«. 


1. e2 — e4 


e7— e5 


7. d2 — d3 


h7 — h6 


2. Sgl — f3 


S b8 — c6 


8. L cl - e3 


L b6 — a7 


3. Lfl-.c4 


L f 8 - c5 


9. Sbl — d2 


S g8 - f 6 


4. c2 - c3 


L c5 — b6 


10. D dl — c2 


g7-g5 


5. 0-0 


d7 — d6 


11. d3 — d4 


KÖ — g4 



Weisf. Schwan. 

13. c3 - d4: S c6 — d4: 

14. Le3 — d4: La7-d4: 

15. Lc4 — f7f 

Mit diesem Zuge, auf den Schwan 
offenbar nicht gerechnet hatte, entgeht 
diesem der gehoffte (jewion eines 
Bauern. Auch die Spielart 13. La7-d4: 
14. Lc4 — b5, Ld4-e3:; 15.Lb5 — 
c6,, b7-c6:; 16.f2 — e3: wäre nicht 
für Schwarz günstig. 

15 K e8 — f8 • 

16. L f 7 - a2 D d8 - e7 

17. Kgl-hl hB — h5 



18. 
19. 
20. 
21. 
22. 
23. 
24. 
25. 
26. 
27. 
28. 
29. 
30. 
31. 
32. 



S el — cl3 

S d3 — f4 

e4 — e5 



h5 — h4 
T h8 - h6 
da — e5 : 



Sf4 — g6t Th6-s6: 
Dc2 — g6: Ld4— b2: 
Sd2 — e4 De7 — g7 
Dg6-f6+ Dg7-f6: 
Se4 — f6: Lb2-al: 



T f 1 — al : 
S f 6 — e4 

f2-f3 
Tal_fl 
S e4 — c5 

f3-g4: 



T aS — a6 

Lc8— f5 

h4 — h3 

Kf8— e7 
T a6 — c6 
h3 - g2t 



Khl— g2: Lf5 — g4: 



Weiss. Schwarz. 

33. Tfl— f7t Ke7 — e8 

34. Sc5 — e4 

In der gegenwärtigen Stellung wäre 
wohl S c5 — dS rathsamer. Es kommt 
nämlich für Weiss darauf an, den Tautdi 
des Springers gegen den schwanea 
Läufer zu vermeiden. 




34. (S c5 — e4) T c6 — c2t 

35. T f 7 ~ f2 L g4 — f5 

36. L a2 — d5 [L f 5 — e4t] 

37. Ld5 — e4: T c2 — f2f 

38. Kg2~f2: c7 — cG 
und tauscht den Bauern a4, worauf 
Weiss mit dem Bauern b2, da h8 ein 
schwarzes Eckfeld ist, nicht gewinneo 
kann. 



ßiedow. V 

Weiss. 

1. e2 — e4 

2. Sgl— f3 



XXXII. 

(Gespielt am 18. August 1839.) 
d. Lasa. 



Schwarz. 
e7 — e5 
S b8 — *'« 



Manche Spieler ziehen es vor, den 

Damenbauer nicht sogleich nach d4 za 

spielen, sondern ihn dahin erst später, 

'n mehr entwickelt 

Von den Autoreo 

weifelhaft, wekhe 

no, ob d2-d3 



57 



oder d2 — d4 die am meisten tu em- 
pfehlende «ei. 

5 .J7 — cl6 

6. L cl — c3 S g8 — f6 

7. 0-0 — 

8. a2 — a4 K g8 — li8 

9. b2 — b4 Lb6— c3: 

10. f2— e3: Sf6 — g4 

11. Ddl— e2 f7— f5 

12. e4 -f5: Lr8— f5: 

13. e3 — c4 L f5 — d7 

14. h2 — h3 Sg4 — h« 

15. Sbl— <12 Dd8— o7 

16. Lc4-b3 TfS— f6 

17. T al — dl a7 — ii5 

18. b4— a5: Ta8— a5: 

19. Sd2 — o4 Ta5 — a8 

20. Sc4 — e3 Tf6— f8 

21. S e3 — d5 D e7 — rf8 

22. Kgl— h2 

Der König steht gewöhnlich in der 
Ecke sicherer, jedoch ist Euweilen auch 
Kgl — h2 ralhsam. Bledow wendete 
diesen Zug nicht selten an. 

22 S c6 - e7 

23. De2 — c2 S e7 — g6 

24. g2-g3 

nm dem Springer das Feld T4 unzu- 
gänglich zu machen. 



tBi; 



m 



'^A ^mm *, wma it\wm: Jk 



Bledow verstand Siellungen, wie 
die gegenwärtige, in welcher der weigge 
König möglicher Weise grosser Gefahr 
ausgesetzt werden kann, sehr sieber cu 
behandeln. 

Weiss. Schwarz. 

24 c7 — c6 

25. Sd5— |t3 Dd8— e7 

26. Sf3 — gl TfS — fC 

27. Tfl— f6: g7-f6: 

28. d3 — d4 e5 — d4: 

29. o3— d4: Ta8— e8 

30. Se3- 15 Ld7- f5: 

31. c4 — f5: Sg6 — f8 

32. T dl — d2 D c7 — c4 

33. Td2 — e2 De4 — c2: 

34. Lb3 — c2: T e8 — e2^; 

35. S gl ~ e2 : d6 — d5 

36. a4 - a5 S f 8 — d7 

37. Se2 — f4 Sh6— f7 

38. Sf4 — e6 S f 7 — d6 

39. S e6 - d8 K h8 — g8 

40. a5— a6 b7 — a6: 

41. Sd8 — c6: Sd7 — b6 

42. Sc6 — b4 a6 — a5 

43. Sb4— d5: Sb6-d5: 

44. Lc2-b3 Sd6 — f5: 

45. Lb3 — dSf Kg8— f8 

46. Ldö — e4 Sf5 — d4: 

47. Le4 — h7: a5 — a4 
Das Endspiel ist in Bilguer's Hand- 
buch l^^52 S. 444 übergegangen, und 
dort berichtigt worden. Der letzte Zug 
ist Dimlich ein Fehler, indem er das 
Spiel unentschieden lässt , welches 
Schwarz mit 47. f6 — f5 hätte gewin- 



58 



WeiM. Schwan. 

50. g3 — g4 S e2 — c3 

51. L a2 — b3 a3 — a2 

52. Lb3 — a2: Sc3— a2: 

53. h3 — h4 Kf8 — g7 



Weiw. Schwan. 

54. g4 _ g5 f 6 — f 5 

55. Kh2 — g3 

and tauscht nachher den Bauern f5 eia, 
wodurch das Spiel remis wird. 



1. 
2. 

3. 

4. 
5. 
6. 



Hanstein. 

Weiss. 

e2 — e4 
Sgl-f3 
L f 1 - c4 

c2— c3 
0-0 
Kgl — hl 



xxxni. 

(Gespielt am 6. September 1839.) 
Mayet. 
Schwarc. 
e7 — e5 
S bS — c6 
L f 8 — c5 
L c5 — b6 
d7 — d6 
L c8 — g4 



Die Sperrung des Springers hat nicht 
immer den gehofiTten günstigen Erfolg, 
es ist daher in vielen Fällen dem Geg- 
ner zu rathen, derselben nicht durch 
h2 — h3 vorzubeugen, namentlich, wenn 
statt dieses Thurmbauern ein das Spiel 
mehr entwickelnder Zug geschehen 
kann. In den Partieen Bledow's wird 
man häufig wahrnehmen, dass dieser 
Meister kein Bedenken trug, seinen 
Springer sperren zu lassen, insofern 
daraus nicht ein entschiedener Nachtheil 
erwuchs. Er mag aber überhaupt ge- 
neigt gewesen sein, den Läufer ein We- 
nig höher an Werth im practischen Spiel 
anzuschlagen als den Springer. 



7. 

8. 

9. 
10. 
11. 
12. 



h2 — h3 

d2 — d3 

L cl — e3 

f2~e3: 

D dl — b3 

D b3 — a4t 



L g4 — b5 
h7 — h6 
Lb6— e3: 
S g8 - f 6 
S c6 — a5 
c7 — c6 



Auf b7 — b5 geschähe mit Vorlhei 
14. Lc4 — bö: nämlich: 

5ck«. 




14. . . . . c6— bö: 

15. D a4 - b5t" S f 6 — d7 

16. b2— b4 und gewinnt des 
Springer a5. 



14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 



Weiss. 

L c4 — f 7+ 
b2 — b4 

Tfl — f2 

T al — el 
c3 — c4 

D a4 — a6: 
d3— c4: 
b4 — a5: 
g2-s4 



Schwärt. 
Lh5— f7: 
S f 6 — h5 
D d8 — b6 
D b6 — a6 
S a6 — c4: 
b7— a6: 
a6 — a5 
c6 — c5 
S h5 — f 6 



59 





Weiu 




Schwarz. 




WeiM 




Schwan. 


25. 


Tel- 


-fl 


Ta8- 


■b8 


43. 


Kg4- 


-f5 


S a6 — c7 


26. 


Sg5- 


■e6 


TfS- 


n 


44. 


Td2- 


■g2 


Tee-h6 


27. 


Khl- 


-h2 


TbS- 


b2 


45. 


Tg2- 


■g6t 


Th6 — g6: 


28. 


Se6- 


-d8 


Tf7- 


•e7 


46. 


Kf5- 


-g6: 


S c7 — e6 


29. 


Sd2- 


-b3 


Tb2- 


-f2+ 


47. 


Se4- 


-g5 


Se6 — gö: 


30. 


Tfl- 


-f2: 


Sf6- 


e4: 


48. 


Kg6- 


-g5: 


K c6 - b7 


31. 


Tf2- 


■g2 


Lg6- 


-e8 


49. 


Kg5- 


-g6 


K b7 — a6 


32. 


Sb3- 


-d2 


Se4- 


■c3 


50. 


Kg6- 


-g7: 


Ka6— a5: 


33. 


Sd2- 


-f3 


Le8- 


n 


51. 


h3- 


■h4 


K a5 — b4 


34 


Sd8- 


-f7: 


Kg8- 


-f7: 


52. 


h4- 


-h5 


a7 — a5 


35. 


Sf3- 


-S5t 


Kf7- 


-e8 


53. 


h5- 


■h6 


a5 — a4 


36. 


Tg2- 


-d2 


ke8- 


-d7 


54. 


h6- 


■h7 


a4— a3 


37. 


TAZ- 


-d3 


Sc3- 


-a2: 


55. 


h7- 


- h8D a3 — a2 


38. 


Sg5- 


-e4 


Sa2- 


-b4 


56. 


Dh8- 


-a8 


Kb4 — b3 


39. 


Td3- 


- d6t K d7 - 


■ cö 


57. 


Kg7- 


-f6 


Kb3 — b2 


40. 


Te6- 


-e2 


Kc7- 


-c6 


58. 


Kf6- 


-e5: 


und Weiss ge- 


41. 


Kh2- 


-g3 


Te7- 


-e« 


winnl. 






42. 


Kg3- 


■s-i 


SI.4- 


- ab 


• 









XXXIV. 

Wir .srhiiessen diese in ihrer Eröffnung unregeloiässige 
Partie an dns Giuoco piano an. 

((lespielt am 15. Januar 1840.) 
lM a y e t. 



ß I e d o w. 

Weiss. 

i. e2— e4 

2. Sgl— f3 

3. Lfl — c4 



Schwarz. 

e7 — e5 

Sb8— c6 

h7 — h6 



In der Absicht, nachher Sg8 — f6 zu 
tbun, ohne den Zug Sf3~g5 darauf 
folgen zu sehen. 



4. 

5. 
6. 
7. 
8. 



d2 — d4 

— 

c2 — c3 

c3 — d4: 



e5 — d4: 
d7 — d6 
S c6 — e5 
Se5 — c4: 



Ddl— a4t Lc8 — d7 



Wir haben schon darauf aufmerksam 
gemacht, und müssen hier wiederholen, 
dass nicht selten das Aufrücken der 
Eckbauem besser verschoben würde, 
um zunächst die eigenen Streitkräfte zu 
entwickeln. 



10. 

11. 

12. 
13. 
14. 
15. 



Weiss. 

S bl — c3 
a2 — a4 
a4 — a5 
e4 — e5 
d4 — d5 

Sc3 — d5: 



Schwarz. 

c7 — c6 
L f 8 — e7 

g7 — g5 
L d7 — e6 

c6-d5: 
T a8 — c8 



60 





Weiss. Schwan. 




Weiss. 


Schwarz. 


17. 


D a4 — e4 d6 — e5 : 


24. 


D e6 — <-8t 


Lb5 — e8 


18. 


De4 — e5: , f 7 — fG 


25. 


S f 3 - d4 


K f 8 — f 7 


19. 


D e5 — e4 L d7 — b5 


26. 


T cl — vi 


T hS — h7 


20. 


Tfl-el Ke8-f7 


27. 


D c8 — e6t 


K f 7 — f8 


21. 


D e4 — e(it K f 7 - f8 


28. 


T c7 - c7i- 


Th7— e7: 


22. 


Sd5 — e7: Tc8— ol: 


29. 


D e6 - g8t 


und gewinnt 


23. 


Tal — cl: Dd8— e7: 









Gambit des Gapitain Evans. 



Bledow. 

Weiss. 

e2 — e4 

S gl — f 3 

L f 1 — c4 

b2 — b4 

c2 — c3 

Besser ist Lb4 
lieh Lb4-a5. 



1. 
2. 
3. 

4. 
5. 



XXXV. 



(Gespielt am 5 

Mayet. 
Schwarz. 

e7— e5 
S 1)8 — c6 
L f 8 ^ c5 
L c5 - b4: 
iL b4 — d6j 

- c5 oder gewdhn- 



6. 0-0 D d8 - f 6 

7. d2 — d4 b7 — h6 

8. Kgl ~hl 

Statt dieses Zuges und des folgen- 
den Angriffs, der sich nicht nachhaltig 
erwies, spielte Bledow in späteren 
Partieen 8. Shi -a3, einen Zug, zu dem 
Bilguer, aus dessen Papieren das ge- 
genwärtige und einige andere Spiele 
entlehnt sind, die Randbemerkung macht, 
dass Sbt — a3 sehr fein berechnet sei 

und \ t^ranXa^""'"' — ^ — =-' *- 



Januar 1838.) 

Voraussicht wurde aber durch die Er- 
fahrung widerlegt. 



Weiss. 



8. 

9. 
10. 
11. 



Schwarz. 

S g8 — e7 



Sf3 — e5: L d6 - e5: 

f2 — f 4 L e5 — d4: 

c3— d4: Df6-d4: 

12. Ddl — b3 — 

13. Lei — b2 Dd4— e4: 

14. Sbl — d2 De4— f5 

Weiss hat ein gnt entwickehcc 
Spiel, aber zu bedeutende Opfer ge- 
bracht. 



15. 

le. 

17. 

18 
19. 



Tal - el 
L c4 - d3 
f4— f5 
L b2 - a3 
Sd2 — f3 



d7-d5 
D f 5 — d7 

f7 — f6 

a7— a(J 
Tf8 — 17 

b7-b5 



61 



Der Rnckzag de« LSaferg hat keinen 
indem Zweck, als den, die Stellang 
möf;lirhst unverrücki beiciiliehalten, und 
deoi Gegner, welrher noch den Angriff 
darchzasetcen hofft, die erste Abände- 
rang za überlassen. Es ist dem Weis- 
sen hier zwar gelangen, gegen die be- 
trächtliche Uebermacht des Feindes eine 
diesen behindernde Position zu erlangen, 
es war aber nicht möglich, dieselbe noch 
angreifend zu verstärken 

Weiss. Schwarz. 

24. S f 3 — h4 S c6 — e5 

25. Tel— e5: f6— c5: 

26. Te6 — a6: Lag— cB 



Weiss. 

27. Sh4 — 

28. Tae — 

29. LH3 — 

30. D c5 — 

31. Tc6 — 

32. D cl - 
Tc5 — 
Tbö — 
Dfl- 
Dbl - 
Khl - 



33. 
34. 
35. 
36. 
37. 



Verl 



Schwarz. 
g6 Se7-g6: 
e6: Sg6— f4 
b5: Üd7— f5: 
cl T e8 — bS 
c5 D f 5 — e4 
fl Tb8 — b5: 
b5: Sf4 — g2: 
b8t K g8 — h7 
bl Tf7— nt 
fl: Sg2— e3t 
gl Se3— fl: 



oren. 



XXXVI. 



1. 

2. 
3. 
4. 
5. 



Bledow. 
Weiss 

e2 — e4 

Sgl-f3 

Lfl — c4 

b2 - b4 

c2 — r3 



((lespiellam 'lt. Februar 183S.) 

. Bilgiier. 
Schwarz. 

e7 — e5 
S b8 - c6 
L f 8 — e5 
L CO — b4+ 
L b4 - (16 



Dieser Zug wurde zueist von Mac 
Donneil gegen la Bourfionnais an- 
gewendet und ist später häunfr von 
Mayet und Kieseritzky gemacht 
w^orden. Er gewährt aber nur eine sehr 
beschwerliche Vertheidigung und ist 
deshalb nicht rathsam. 



6. 


— Dd8-f6 


7. 


d2— d4 h7 — b6 


8. 


Sbl -32*^ Ld6— a3: 


9. 


Lei- a3: d7 - d6 


iO. 


d4 — e5: d6— e5: 


n. 


D dl — b3 S g8 - e7 




" •" " .K8 



Nicht besser wurde Lc8 — d7 sein. 
Vielleicht könnte a7 — a6 und nachher 
Sc6— d8, aber noch immer mit sehr 
beengtem Spiel geschehen. Das Dia- 
gramm zeigt die Stellung nach dem 
tßten Zuge der Weissen. 

Scbw. 



i i i 



;#! 









J^i z 



-:} 



M' 



Weiss. Schwarz. 

13 (Lc8-g4) 

14. L a3 — e7: 8^6— e7: 



62 





Weiss. 




Schwärs. 




TT GtflSt 


Schwan. 


16. 


Tdl- 


.d3 


g"? — §5 


22. 


Tli3- 


f 3t K f8 — e8 


17. 


h2- 


-h3 


Lg4 — h3: 


23. 


Db3- 


f7t KeS — a7 


18. 


Sf3- 


- e5: 


Df6-c5: 


24. 


T f 1 - 


dlt Kd7- e8 


19. 


Td3- 


-li3: 


s5-&* 


25. 


Df7- 


f8t Th8 — f8 


20. 


Lf7- 


-h5 


D e5 — f 4 


2t). 


T f3 - 


-f8* 


21. 


Lb5- 


-g4: 


Df4 — g4: 









i. 

2. 
3. 
4. 
5. 
6. 
7. 
8. 



Biedow. 

Weiss. 

e2 — e4 
Sgl — f3 
L f 1 — c4 

b2 — b4 



XXXVII. 

(Gespielt am 28. Februar 1838.; 
Mayet. 



Schwarz 
. e7-e5 
S b8 — c6 
LfS— c5 
L c5 — b4 : 
c2 — c3 $Lb4 — d6{ 
— DdS— f6 
a2 — (14 h7 — h6 
Sbl-a3 a7— a6 
Diese Partie ist acht Tage nach der 
vorhergehenden gespielt In der Zwi- 
schenzeit hatte gegen Bledow, wie 
dies öfters geschah, eine Berathung 
stattgefunden. Herr Mayet war der 
Ansicht, dass man 5. L b4 — d6 beibe- 
halten müsse Bilgu er 's Verlust habe 
nur darin seinen Grund, dass durch 8. 
Ld6- a3: dem Lauferei ein zu wichtiger 
Platz verschafift worden war. Deshalb 
spielte Schwarz nun 8. a7 - a6, der Er- 
folg blieb aber auch hierbei im Ganzen 
für die Vertheidigung ungunstig. Ble- 
dow wusste seinen Damenspringer stets 
mit Vortheil über c2 nach der Königs- 
seite zu bringen und die Vertheidigung 



11. 

12. 
13. 
14. 



Weiss. 

S c2 — e3 
S e3 - f 5 
L c1 — g5 
Sf5 — h4 



Schwarz. 

b6 — h5 
S g8 — e7 
D f 6 — gS 
D g6 — h7 



Bis hierher ist, was im Evtms-Spiel 
selten vorkommt, ausser dem geopfer- 
ten Bauer noch kein Stück vom Breite 
genommen. 



L g5 — e7 : 



L d6 — e7 : 



e5: neh- 



15. 

16. S h4 — f5 

Weiss hätte jetzt 16. d4 
men können. 

16 eö — d4: 

17. c3 — d4: Sc6 — dB 

18. Sf5 — e7: Ke8-e7: 
19.[D dl — cl] c7 — c6 

20. Ld5 — b3 Sd8— e6 

21. d4 — d5 Se6 — d8 

22. d5 — d6t 

Siehe das folgende Diagramm. 
Wenn Schwarz in der gegenwirti- 



63 






Weiss 




Schwarz. 


22. 


. . 


, 


K e7 - f8 


23. 


Sf3- 


e5 


L b7 — c8 


24. 


Dcl- 


. g5 


f7— f6 


25. 


I)g5- 


f4 


Kf8— e8 


26. 


Se5- 


d3 


S .18 — e6 


27. 


Df4 — 


e3 


§7-g5 


28. 


f2- 


f4 


Dh7 — h6 


29. 


f4- 


f5 


und gewinn 



An.s den Ergebnissen der drei vorhergebenden Spiele ist 
die kurxe Variante No. 4. des §. 5. im Evans- Abschnitte des 
Bilguer'schen Handbuchs (1852, S. 130) entstanden. Man 
sieht daran, wie viel Vorstudien mitunter wenige Züge erfor- 
dert haben. 



J. 

2. 
3. 
4. 
5. 
H. 
7. 
8. 
9. 



d. Lasa. 

Weiss. 

e2 — e4 
Ssl — f3 
LH —.V 

b2 — b4 

c2 — c3 
— 

d2 — d4 
S f 3 — g5 

f2— f4 



XXXVIII. 

(<ie.<pielt am 18. Mai 1839.) 
iViayet. 



Si'hwarz. 
e7--- e5 
S 1.8 — c6 
I. f8 - c5 
L <-5 — b4 : 
L b ! — d« 
S g8 - f H 
D d8 - e7 
— 
e5 — d4 : 



Diese Stellang kommt in einer Pat' 
ie Anderssen's gegen Kieseritz ky 
ler. Die Fortsetcang 10. e4-eö, Ld6- 
5t, 11. f4-e5:, Sc6-e5:; 12. Lc4- 
3, h7-h6; 13. Sg5-h3, g7— g5 
isst Schwarz Tier Bauern gegen einen 



10. 

11. 

12. 
13. 



Weiss. 

e4 — e5 
eö — f6: 
Kgl— hl 
S g5 — e4 
d4: 
c3: 



Schwan. 

L d6 — c5 
d4 - c3t 
De7— f6: 
D f6 — d4 
Lc5 — d4: 
S c6 — a5 



14. Ddl 

15. Se4- 

Schwarz hat nur drei Bauern ge- 
wonnen, ist aber doch wohl etwas im 
Vortheil, zumal Herr May et sich gerade 
durch die geschickte Fuhrung der 
Bauern in Verbindung mit den kleinen 
Figuren auszeichnet. 

1«. Lc4~b3 c7— c6 

17. Lei— b2 d7 — d5 

18. SM — a3 Sa5 — b3: 



64 



22. 
23. 
24. 
25. 
26. 



Weit». 
S c3 — dl 
S a3 — c2 
Sdl — f2 
S c2 — d4 
Tfl— cl 



Schwarz. 

L f6 — e7 
L f 5 — e4 
f7— f5 
T f 8 — c8 
L e7 — d6 



Es gelingt hier dem Weissen, einen 
Bauern zu erobern. 

Schvr. 




27. Sd4-c6: LdÜ — f4: 

28. Sc6 — e7t Kg8 — f7 

29. T el — c8: Ta8— c8: 
;iO. Se7 — fS: Lf4-d2: 



31. 
32. 
33. 
34. 
35. 
36. 
37. 
38. 
39. 
40. 
41. 
^2. 
43. 
44. 
45. 
46. 
47. 
48. 
49. 
50. 
bici 



WeiM. 
Sc8 — 
S d6 — 
Khl — 
Le2 — 
Sf2 — 
Sb5 — 

Kgl- 

S c3 — 
Sbl— 
Kf2— 
^a3 — 
Ke2 — 
Sc4- 
Sa5 — 
Kdl- 
S c4 — 
s2- 
Sd2— 
S e4 — 
Sd2 — 
bt iineii 



Schwarz. 
dSt K f 7 — e6 
b5: g7 — g5 
gl a7 — ao 
c3 Ld2— c3: 
e4: f5— o4: 
e3: K o6 — o5 
f2 d5 - <I4 
bl i^S — g4 
a3 e4 - e3t 
e2 K e5 — e4 
c4 d4 d3t 
dl Ke4— d4 
a5: Kd4- c3 
c4 e3 — e2t 
el Kc3— b3: 
d2t K b3 - c3 
g3 h7 - h6 
e4t K c3 - d4 
d2 K d4 - e3 
c4t und da.s Spiel 
tscbiedfn. 



V. d. Lasa. 
Weigg. 

1. e2 - e4 

2. S gl - f3 

3. Lfl — c4 

4. b2 - b4 

5. c2 - c3 

6. — 

7. d2 - d4 D d8 — e7 

Offenbar in der Abgicbt <'«•" •»— 

»Q .1.. C-J-T 



XXXIX. 

(GespieU am 24. Juli 1839.) 
Mayel. 



Schwarz. 


Hier geht Schwarz von dem 


e7 — e5 


fagsten Plane wieder freiwillig ab. 


S b8 - c6 


WeiM. Schwarz. 


L f 8 - c5 


9. c3 — d4: a7 — a5 


Lc5-b4: 


10. S bl — c3 S c6 - b4 


L b4 - a5 


11. S f3 - e5 S g8 - f6 


L a5 — b6 


12. Se5-f7: d7-d5 



8«- 



13. S f7 - h8: d5 — c4: 



65 



WeiM. Schwi«. 

17. L cl - a3 S d3 — f2 

/Die Combinationen, zu denen hier 
die Stellung angegeben ist, sind sehr 
verwickelt. 



Sehw. 




18. 

19. 

20. 

21. 

22. 

23. 

24. 

25 

26. 

27. 

28. 

29. 

30. 



• Weil«. 
D dl — h5t 

Sh8 — g6: 
e5 — e6 



Schwtrt. 

D e7 — f 7 

Lc8— e6: 



D h5 - bot K e8 — d8 
D b5 — g5t K dB — c8 
S g6 — e7t K c8 — bS 
La3 — c5 Lb6 — c5: 
d4 — c5: Sf2 — d3 
Tal — fl Df7 — eS 
Dg5.— g7 Sd3 — c5: 
Tfl — fS Kb7— a7 
S c3 — b5t K a7 — b6 
T f8 — eS: und gewinnt. 



XL. 

(Gespielt am 24. September 1839.) 
Mayet. 



Bledow. 

Weis». Schwär«. 

1. e2 — e4 e7 — e5 

2. S gl — f 3 S b8 — c6 

3. Lfl — c4 Lf8— c5 

4. b2 — b4 Lc5 — b4: 

5. c2 — c3 L b4 — a5 

6. — L a5 — b6 

7. d2 — d4 Dd8— f6 

Diese Partie ist eine neue Studie 
für Schwarz, denn man würde irren, 
wollte man annehmen^ dass der Rück- 
zug des Läufers nach b6 in Verbindung 
mit Dd8 — f6 aus ünkennlniss stall der 
gewöhnlichen Züge 6.d7 — d6; 7.d2- 
d4, e5-d4:; 8.c3— d4:, La5 — b6 ge- 
schehen sei. Es wird hier vielmehr der 
gewiss anzuerkennende Versuch ge- 
macht, wie bei dem Zuge 5.Lb4-d6, 

z. -.* _!-_ ^<^A.^mn 4i.f Aay* WAifiapn 



ZU machen. 0er Erfolg rechtfertigte 
indess auch dieses Streben nicht, der 
Leser wird aber gewiss auch unsere 
Ansicht theilen, dass solche Bemühungen 
für die Ausbildung der Theorie sehr 
förderlich sein müssen. *Da aber der- 
jenige Spieler, welcher die üblichen 
Züge selbstständig verlfisst, dies offen- 
bar auf die Gefahr hin thut, fehlzugrei- 
fen, so können solche Experimente 
nicht füglich in Wettspielen, bei denen 
eine Summe eingesetzt ist und auch 
Dritte interessirt sein mögen, sondern 
nur im Kreise vertrauter Spieler vor- 
kommen, denen zuweilen mehr an der 
Mannigfaltigkeit ihrer Combinationen 
als an der Zahl der Siege gelegen ist. 



8. 



Weiss. Schwarz. 

Lcl-g5 Df6 — g6 





Weiff. 


Schwan. 


10. 


L g5 — h4 


Dg6-e4 


11. 


L c4 - dS 


De4 — d5 


12. 


D dl — c2 


g7-g5 


13. 


L h4 - gS 


Sg8-e7 


14. 


S bl — a3 


S c6 — a5 


15. 


Tal — dl 


D d5 — c5 


16. 


S a^ — b5 


a7— a6 


17. 


S b5 — d4 


S e7 — d5 


18. 


L d3 — gB 





Dieser Zug bildet ein (ehr wohl be- 
rechnetes Opfer. Wir geben daiu die 
Stellung. 

Siehe das folgende Diagramm, 

18. .... f7-g6: 

19. D c2 — g6t K e8 — d8 

20. e5 — e6 D c5 — e7 

21. Sf3-e5 Th8— f8 




22. 
23. 
24. 
25. 



Weiss. Schwarz. 

Se5-f7t Tf8— f7: 

e6— f7: De7— f8 
Tfl — el Sd5— e7 
S d4 — e64= 



1. 

2. 

3. 

4. 

5. 

6. 

7. 

8. 

9. 
10. 
11. 
12. 
13. 
14. 
15. 



. d. La 

Weiss. 

e2 — 

Sgl^ 

Lfl — 

b2 — 

c2 — 

— 

d2 — 

c3 — 

d4 — 

Sf3- 

Lcl— . 

a2 — 

Sbl — 

Se3 — 

Ddl — 



(Gespielt am 22. 

V, d. Golts 
Schwarz. 

e7 — e5 
S b8 — c6 
Lf8— c5 
Lc5 — b4: 
L b4 — a5 

d7 — d6 

e5 — d4: 
La5 — b6 
S c6 — e5 

d6 — e5: 
D d8 :- d6 

a7— a5 
L c8 — d7 
D d6 — b4 
D b4 - e7 



XLI. 

November 1839 in Bonn.) 



sa. 

e4 

f3 

c4 

b4 

c3 



d4 

d4: 

d5 

e5: 

b2 

a4 

c3 

b5 

c2 



16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 



Weiss. 
Tal — 
Lc4 — 

d5 — 
Lb2 — 
Kgl- 
Dc2 — 
Dd2 



23. D a5 



f2- 

a4- 

La3- 

Del — 

a5 — 

29. D d2 — 

30. Lb5 — 



24. 
25. 
26. 
27. 
28. 



dl 

b5t 

d6 

a3 

hl 

d2 

a5+ 

el 

f4 

a5 

b4 

d2 

b6: 

a2 

»6 



Schwarz. 
Ld7 — b5: 
K e8 — dB 

c7 — d6: 
L b6 — d4 
T a8 — c8 
S g8 — f 6 

b7 — b6 
S f6 — d7 

f7 — f6 
Tc8— c3 
T c3 — e3 
S d7 — t5 
S c5 — e4: 
D e7 — b7 
D b7 — c6 



67 



WeiM. Schwan. Weifs« Schwarc. 

31. b6 — b7 Kd8— e7 35. T cl — c3: L e5 — c3: 

32. f4 — e5: Ld4— e5: 36. Tfl— cl D c6 — e4 

33. T dl — cl S e4 — c3 37. D a2 — c2 und gewinnt. 

34. Lb4 — c3: Te3— c3: 

An das vorhergebende Evans -Spiel wollen wir die Be- 
merkung knüpfen, dass an der Universität zu Bonn damals 
nicht viel Schach gespielt wurde. Einige Professoren hielten 
zwar des Sonntags eine Vereinigung, ihre Leistungen waren 
aber nur unbedeutend, und veranlassten deshalb selten Stu- 
denten zur Theilnahme an den Zusammenkünften» Unter den 
mir befreundeten Studirenden zeichneten sich v. d. Goltz und 
A. V. Knoblauch besonders aus. Beide hat aber ein glei- 
ches, trauriges Schicksal,, den Ersteren aus seiner später ein- 
geschlagenen militairischen Laufbahn zu Trier, den Anderen 
von der Regierung in Liegnitz, uns entrissen. 



Springerspiel des Ray Lopex. 
XLIL 

(Gespielt am 17. Jani 1841.) 

Hanstein, v. d. Lasa. 
WeJM. Schwarz. 

1. e2 — c4 e7 — e5 

2. Sgl— f3 Sb8— c6 

3. Lfl— b5 Lf8— c5 



Diese Veriheidiguiig ist die gewöhn- 
lichste. Man findet sie gegen Han- 
stein in der Schachzeitang 1846 S. 
167. 170, 205 und 208 angewendet. 
Dieselbe hindert aber die sichere Ver- 
einigung der weissen Bauern auf e4 u. 
d4 nicht, und wird daher besser durch 
3.a7 — a6 oder 3. Sg8 — £6 ersetxt. 
Auch 3.d7— dB giebi -^•~ ' * ' 



Weiss. Schwarz. 

4. c2 — c3 S g8 — e7 

5. — 0—0 

6. Lb5 — c6: 

Nachhaltiger w&re der Angriff 
d2 - d4. 

6. . . . . Se7— c6: 

7. b2 — b4 Lc5 — b6 

8. b4 — b5 S cG — a5 

9. Sf3 — e5: Tf8— e8 . 

i4\ 



Wein. Schwärt. 

13. Sbl — d2 Te4— e8 

14. Sd3~f4 c7 — c6 

15. a2 — a4 L c8 — e6 

16. Lei— a3 Dd8 — d7 

17. b5 — c6: b7 — c6: 

18. h2 — h3 Sa5 — b7 

19. Tfl — el Lc6 — f5 

20. Sf4 — d3 Sb7 — d6 

21. La3 — d6: Lf5 — d3: 

22. D f 3 — g3 L d3 — c2 

23. a4 — a5 Lb6— a5: 
Sehr kahn. 

24. Tel — e8tDd7 — e8: 

25. Tal — a5: D e8 — elf 

26. Sd2 — fl Lc2 — b3 

Man sieht, dass in der gegenwärti- 
gen Stellang der Springer f 1 nicht ge- 
wonnen werden kann, indem Weiss 
höchstens den Thurm für den Läufer 
bd hingiebt. Hierauf muss Schwarz 
zwar vorbereitet gewesen sein, indess 
hoffte er vermuthlich, dass der frei ge- 
wordene Bauer a7 von Bedeutung sein 
müsse. Sein Vordringen wird aber 
schon in den nächsten Zügen gehemmt. 



m 









^ 



•^ 



.^ 



29. 
30. 
31. 
32. 
33, 
34. 
35. 
36. 
37. 
38. 
39. 
40. 
41. 
42. 
43. 
44. 
45. 
46. 
47. 
48. 
49. 
50. 
51. 
52. 
53. 
54. 
55. 
56. 
57. 
58. 
59. 
60. 
61. 
62. 



WeiM. 
Tc5 — 
Dg3- 
De3 — 
De6 — 
Dc4 — 
Kgl- 
Ld6 — 

g2- 
Da4 — 
Kh2 — 
Ddl — 
Dh5 — 
Kg3- 
Df3 — 
Kg2- 
Kf2 — 
Kg2- 
Kf3 — 
Sfl — 
Sd2 — 
Kf4 — 
Sc4 — 
Le5 — 
Kf5 — 
Lb4 — 
Sa3 — 
Ke4 — 
Sc4 — 
Kf4 — 
Ke3 — 

d4 — 
Kd3- 
S a3 — 
Kc3- 
Se2- 
'd3 — 



Schwan. . 

c4: d5 — c4: 

e3 a? — a5 

e6t Kg8 — h8 

c4: Dbl — b7 

a4 h7 — h5 

h2 Ta8 — d8 

c5 Db7 — e7 

g3 h5 — h4 

dl h4 — g3t 

g3: g7-g5 

h5t K h8 — g7 

f3 ,Td8— eS 

g2 Dc7 — f4: 

f4: g5 — f4: 

f2 Te8— bS 

g2 Th8 — b8 

f3 Tb8 — b3 

f4: Tb3— c3: 

d2 Tc3 — h3: 

c4 a5 — a4 

f5 Th3— c3 

a3 Kg7 — f7 

b4 Tc3— f3t 

e4 T f 3 — b3 

c5 K f 7 — e6 

c4 f 6 — f 5t 

f4 Tb3— c3 

a3 T c3 — cl 

e3 K e6 - d6 

d3 Tel — c5t 

c5: Kd5— c5: 

c3 f5 — f 4 

c2 Kc5 — d5 

d3 c6 — c5 

a3 f4— r3 

e3 c5 — c4 

f3: Kd5 — d4 



69 





Weift. 




Schwan. 




66. 


Kf3 — 


e2 


Kd4- 


-c3 


68. 


67. 


Ke2- 


dl 


Kc3- 


-b3 


Das 



Weifi. Schwan. 

Sa3 — c4: Kb3— c4: 
Das Spiel bleibt unentschieden. 



V. 

i. 
'i. 
3. 
4. 



d. Lasa. 

WeiM. 

e2 — e4 
Sgl-f3 
L f 1 — b5 
0-0 



XLIII. 

(Geapielt am 10. December 1840.) 
Hanstein. 



Schwan. 

e7— e5 
S b8 — c6 
SgS— f6 
Lf8— du 



Dieter angeschickt auMchende Zog 
erweist sich bei der Anwendung min- 
der nacbtheilig für Schwarz,, als man 
aa( den ersten Blick erwarten sollte. 

5. L b5 — c6 : 
In der UoffnuDg, mit dem Bauern 
in der Mitte gegen den Springer f6 n. 
den Läufer entscheidend vordringen zu 
können. 



5. , . 

6. d2- 

7. D dl 

8. g2. 

9. \S bl 
10. Sc3 

Se2- 
Dd3 
Dd4- 
f2 
h2 
Kgl. 
Dc3 
Khl 



11. 
12. 
13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 



d7— c6: 
L c8 — g4 
Lg4— f3: 
[S f 6 - h5] 
c5 — d4: 
D d8 - h4 
— 
T a8 - d8 
Sh5-g3: 
g3: Ld6-g3: 
g3:Dh4-g3t 
hl Td8 — d6 
el Dg3 — h3t 
gl Td6 — g6t 



d4 
-d3 
.f3: 
• c3} 
-e2 
-g3 
-d4: 

c3 



22. 
23. 
24. 
25. 
26. 
27. 



Weiss. 

L cl — d2 
Ld2 — c3 
Ke3 — f4; 
K f 4 — e4 
K e4 - f 4 
K f 4 - e4 



Schwan. 
T f 8 - d8 
f 5 — f 4t 
Dh3 — h6t 
D h6 — g6t 
D g6 — h6t 
Tc2 — h2 

Sehvr. 










il 1 



28. Tal — dl 

Schwarz steht gunstig, so dass es 
fraglich ist, ob der weisse König genü- 
gend geschötst werden kann. Der von 
Weiss hier gewählte Zug war indess 
entschieden nicht der richtige. 

28. . . . 



29. f3 — f4 

30. Ke4 — e3 

31. Tfl— f3 



T h2 — h4t 
D h6 — g6t 
Th4 — h3t 
Th3— f3+ 



70 



Gambit In der Rflckhand auf den Llnfer. 



XLIV. 

(Gespielt am 3. September 1839. 
Capitain Otto. v. d. Lasa. 
Weiss. Schwarx. 

1. e2 — e4 e7 — e5 

2. Lfl — c4 f7 — f5 
Dirae« Gambit, weichet «cb schon 

in den ältesten Schriften 6ndet und dem 
Allgaier besondere Aufmerksamkeit 
gewidmet hat, ist keine correcte Spiel- 
art. Die hier folgende Fortseliung für 
Weiss ist aber nicht zu empfehlen. 

3. Lc4 — g8: Th8 — g8: 

4. e4— f5: d7 — d5 

5. D dl — h5t g7 — g6 

6. f5^g6: Tg8-g6: 

7. Sgl -c2 Lc8 — g4 

8. Dh5 — h7: D d8 - f 6 

9. D h7 — c7 : S b8 — c6 

10. Dc7— b7: 
Nun bat Weiss vier Bauern erobert, 

aber die Entwickelnng seines Spieles 
gintlicb vernachlissigt. Analoge Va- 
rianten findet man bei Allgaier. 

Siehe das folgende Diagramm. 
10 Ta8-b8 

11. Db7 — a6 Tb8 — b6 

12. D a6 — d3 S c6 — b4 



Schw. 




13. Dd3 



14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 
23» 
24. 



d2 — 
Db3 — 
Da4 — 

c2 — 
Kel- 
Thl — 
Sbl — 
Db3 — 
Kd2 — 
Sc3 — 
Kd3 — 



b3 Lf8 
d4 e5 
a4t Lg4 
b3 d4 
d3: Df5 
d2 Tg6 
el Ld7 
c3 Sb4 
d5: Df2 
d3: Lg4 
e2: Del 
c3 De2 



— c5 

— d4: 

— d7 

— d3 
-f2+ 
-g2: 

-g4 

— d3: 

— elf 

— e2: 

— e2: 

— c24: 



XLV. 

(Gespielt am 8. Januar 1839.) 
Mayet. v. d. Lasa. 

Diese Partie ist bereits im ersten TKeile von Ja ni seh 's 
Analyse nouvelk abgcdruclit. 
1. e2 — e4 e7— e5 1 3. Lc4 — g8: Th8 — g8: 



71 



WeiM. 
Ddl — 

f5- 
h2 — 
Sgl- 
Sbl — 
Sf3 — 
Sh4 — 
Kel — 
Dh5 — 

14. Dh7 — 

15. Dc7 — 



5. 

6. 

7. 

8. 

9. 
10. 
11. 
12. 
13. 



h5t 

g6: 

b3 

f3 

c3 

h4 

g6: 

dl 

h7 

c7: 

b7: 



Schwarx. 

g7-g6 
Tg8-g6: 
D d8 — f 6 
Sb8— c6 
Lc8— e6 
S c6 — d4 
Sd4— c2t 

h7-g6: 
Sc2— al: 
D f 6 — f 5 
T a8 - d8 



16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 
23. 
24. 



Weia 
Sc3- 
Kdl- 
Ke2- 
Db7- 
Sb5- 
Sc7- 
Thl- 
Kdl- 
Ke2- 



-b5 

e2 

dl 
• c6 
•c7t 
■ b5 

ei 

e2 

fl 



Scbwari. 
D f 5 — c2t 
D c2 — e4t 
T d8 — d7 
L e6 — f 5 
Ke8— f7 
D e4 — g2: 
L f 5 — c2t 
D g2 — e4t 
L c2 — d3t 
und gewinnt. 



1. 
2. 



Mayet. 

Weiw. 

e2— e4 
L f 1 — c4 



XLVI. 

(GwpieK aoi 9. September 1837.) 
Hanslei 



in. 
Schwärt. 

e7 — e5 
f7 — f5 



Eid Zngy welchen HtD stein häu- 
fig versuchte. 

3. Sgl-f3 

Gewöhoh'cher iit 3.d2 — d3, aber 
der Zag des Springer« iit ebenhll« gut. 

3 f5— e4: 

4. Sf3 — e5: d7 — d5 

5. D dl — hSf g7 — g6 

6. Se5 — g6: Sg8— f6 

7. D h5 — e5t L f 8 — e7 

8. [Sg6-e7:] 

Ungefähr dieselbe Stellung kann ans 
der Yertheidigung gegen das Springer- 
spiel, l.e2 — e4, e7— e5; 2.Sgl— fS, 
d7- d6; 3.Lri-c4, f7— f5; 4.d2- 
d4, fö — e4: etc. entstehen, nur hat 

IV a!«« JaIia! .19 .tA «TAtlmn iftiH S/*hiv 



bei dieser Spielart eine freiere Ent- 
wickelang, welche aber fär den damit 
verbundenen Verlast eines Bauern nicht 
genägend entschAdigt. 

Weiss. Schwere. 

8 Dd8— e7: 

9. De5 — e7t Ke8 — e7: 

10. Lc4 — b3 Th8 — g8 

11. Sbl — c3 c7 — c6 

12. g2 — g3 Lc8 — h3 

13. d2 — d3 e4 — d3: 

14. c2-d3: Sb8 — d7 

15. Lei — e3 Lh3 — g2 

16. Tbl— gl Lg2— f3 

17. h2 — h3 c6-c5 

18. Lb3--dl Lf3-dl: 

19. Sc3 — dl: d5 — d4 

20. Le3 — d2 S d7 — e5 

21. K el — e2 S f 6 - b5 





Schwan. 




WeiM. 


WeiM. Schwan. 


25. 


Ke2- 


d2: 


S h5 - f4 


32. T el - e4 K d7 — c6 


26. 


b4- 


c5: 


Sf4 — h3: 


33. Te4 — d4: Kc6— c5: 


27. 


Tal- 


bl 


T f 8 — b8 


34. Td4 — d7 Sf7 — d6 


28. 


Tfl- 


hl 


Sh3-g5 


35. T bl — elf K c5 — d5 


29. 


f2- 


f4 


S g5 - f 7 


36. Sf2 — e4 Tg8 — d8 


30. 


Sdl- 


■f2 


h7 — h6 


37. T cl — c7 a7 — a5 


31. 


Thl- 


•elf 


K e7 - d7 


38. Tc7 — b7: und gewinnt. 




XL Vir. 








(Getpielt am i 


10. Mai 1839.) 


V 


. Bilguer. 


V. d. Lasa. 






WeiM. 




Schwan. 


WeiM. Schwan. 


1. 


c2- 


-e4 


e7 — e5 


16. Kgl— fl Tf8~ f6: 


2. 


Lfl- 


-c4 


f7-f5 


Schwan hat einen Baoer einge- 


3. 


d2- 


d3 


S g8 — f 6 


büsst. 


4. 


Sgl- 


■f3 


S b8 - c6 


17. Lei— g5 Le6 — d5: 


5. 


Sf3- 


-g5 


d7-d5 


18. Lg5 — f6: Se2 — f4 


6. 


e4- 


-d5: 


Sf6-d5: 


19. g2 — g3 Ke8-f7 


7. 


0- 


-0 


L f 8 — e7 


20. Lf6 — e5 Sf4-e6 


8. 


Tfl- 


-el 


D d8 — d6 


21. Sbl — c3 Ta8 — dB 


9. 


Ddl- 


-f3 


Le7 — g5: 


22. Sc3-d'5:Td8 — do: 


10. 


Lc4- 


-d5: 


S c6 — d4 


23. f2— f4 c7— c6 


11. 


Df3- 


-h5t 


s7-g6 


24. K f 1 — f2 und gewann 


12. 


Dh5- 


-gS: 


Dd6 — d5: 


schliesslich das Spiel durch das 


13. 


Dg5- 


-f6 


T h8 — f 8 


Uebergewicht seines eroberten 


14. 


Tel- 


- e5+ L c8 — e6 


Bauern. 


15. 


Te5- 


-d5: 


S d4 — e2t 





1. 

2. 
3. 

4. 



XL VIII. 

(Gespielt am 27. September 1837.) 
Mayet. Hanstein. 
WeiM. Schwärt. 

e2 — e4 e7 — e5 
Lfl— c4 f7 — f5 



e4— f5: Sg8— f6 
d2 — d4 e5 — d4: 



5. Ddl— d4: Sb8-c6 



WeiM. 

6. Dd4 — dl 

7. Lc4 — d3 

8. Sgl-f3 

9. — 
10. h2 — h3 



Schwan. 
d7 — d5 

L f 8 — c5 
— 
S f 6 — g4 
Sg4 — f2: 



73 



Weiff. Schwan. 

11. Tfl — f2: Lc5— f2+ 

Bei dem Opfer Eweier Figuren ge- 
gen Thurni und Baaer hat Weiss Vor- 
theil, wenn nicht die. besondere Stel- 
lung der Steine denselben aufhebt 

12. Kgl— f2: Lc8— f5: 

13. L cl — g5 D d8 — d6 

14. Sbl — c3 Lf5 — h3: 

15. Ld3 — h7tKg8 — h8 

16. Ddl-d5: Tf8 — f3t 
Wenn WeiM in der hier dargestell- 
ten Position mit Dd5-f3 wiedemimmt, 
so verliert er die Dame, bei t7.Kf2- 
f3: gleicht aber Ta8 — fSf mindestens 
das Spiel aas. 




Weiss. 

17. g2 — f3: 

18. Kf2 — e3 

19. D d5 — e4 



20. 
21. 
22. 
23. 
24. 
25. 
26. 



De4-c2: 
K e3 — d4 
K d4 - c4 
K c4 — d3 
Kd3 — e3 
K e3 — f 4 



Schwa». 
D d6 — h2t 
S c6 — b4 
Sb4— c2: 
T a8 — e8t 
Dh2— e5t 
L h3,— e6t 
D e5 — d6t 
D d6 — c5t 
T e8 — f 8 



Kf4 — e4 {Dc5 — g5:} 
Bis hierher war der Angriff mit der 
Hanstein eigenthamlichen Energie ge- 
führt worden. Der letxte Zug ist aber 
ein Fehler. Mit Le6-f5+; 27.Lh7- 
f5:, Dc5 — fSf wtre die Dame nnd 
das Spiel gewonnen worden. 

27. Dc2 — h2 Le6 — h3 

28. Dh2 — h3: Tf8— f4t 

29. Ke4 — d3 Dg5— d8t 

30. Kd3 — c3 Tf4 — h4 

31. Dh3 — g2 Th4-h7: 

32. Tal -hl Dd8 — d7 

33. Thl-h7+ und Weiss 
gewann schliesslich das Spiel. 



Mayet. 

Weiss. 

e2 — e4 
L f 1 — c4 

e4 — f5 

d2 — d4 



XLIX. 

(Gespielt am 28. September 1837.) 
Hanstein. 



Schwarz. 
e7 — e5 
f7 — f5 
S g8 — f 6 
e5 — d4: 



Mit diesem Zuge weicht das Spiel 
von der vorhergehenden Partie ab. 

Weiss. Schwärs. 

6. L c4 — d3 c7 — c5 

Schwan föhrt den Aneriff hier mit 



74 



WeiM. Schwan. Schwan. Weiss. 

7. Dd4 — e5t Lf8— e7 15. f 2 - f4 Se5— dSf 

8. c2 — c4 S bS - c6 16. K el — f 1 D e7 — e3 

9. De5 — f4 Le7 — d6 ' 17. Sgl — h3 TfS— eS 

10. Df4 — g5 DdS — e7t 18. Db3 — dl Sd3— cl 

11. Dg5 — e3 Sc6 — e5 19. Lg5 — f6: S cl — e2: 

12. L d3 — e2 d5 - d4 20. S h3 - f 2 g7 — f6: 

13. D e3 — b3 L c8 — f 5 : und gewinnt. 
14.' L cl — g5 — 

Diese Partie scheint mir vorzüglich bezeichnend für die 
sichere und feste Art, mit welcher Han stein den an einer 
Stelle nachgebenden Feind bis auf das Aeusserste zu verfolgen 
wusste. Die Kräfte seiner Figuren waren gewöhnlich mög- 
lichst concentrirt und er bemühte sich, damit grosse Vortheile 
auf ein Mal zu erreichen. Das Spiel seines Gegners war oft 
genialer und reicher an einzelnen überraschend schönen Zü- 
gen, im Ganzen erschienen die Combinationen aber zuweilen 
etwas weniger eng mit einander verbunden. 



Unregelm&ssige Partieen. 



(Gespielt am 22. Juni 1843.) 
d. Lasa. 
Schwarz. 



Hanstein, v. 

Weiss. 

1. e2 — e4 d7 — d5 

D^ Fortsetzung 2.e4 — e5, c7- c5, 
welche in der Schachzeitung 1845 S. 
88 in einer Partie von Buckle aus 
dem Jahre 1843 vorkommt, ist weniger 
gut, als 2.e4 — d5:. Eine Partie der 
Schachzeitung 1846 S. 168 zwischen 
Bledow und Löwenthal fährt mit 
2.e4— d5:, Dd8 — d5: fort. 

2. e4 — d5: Se8— f6 



lin durch eine Partie des rassischen 
Meisters Jaenisch vom 1. September 
1842 in Aufnahme kam, versucht 
Schwarz den Angriff gegen das Opfer 
eines Bauern zu erhalten. Am einfoch- 
sten spielt Weiss dagegen mit besserer 
Stellung 3.d2~d4 oder 3.Lfl— b5+, 
Lc8--d7:; 4.Lb4-d7t-, Dd8-d7:; 
5.d2 — d4, ohne auf die Behaoptuag 
des Bauern sich einzulassen. Partieen 
dieser Art enthält die Schachzeitung 1846 



75 



Nicht cn empfehlen ist das Bestreben, 
den weissen Bauern d5 durch c2 — c4 
zu unterstütxen. Auch hierüber enthält 
die Schachzeitung Partieen aus der uns 
interessirenden Periode. Dieselben ste- 
hen im ersten Jahrgange S. 54 und 90 
und rühren von Jenay und von Ma- 
yet und Hanstein her. 

Weiss. Schwärs. 

3. Lfl— b5t Lc8 — d7 

4. Lb5 — c4 - b7 — b5 

5. Lc4 — b3 Ld7 — g4 

6. f 2 — f 3 L g4 — c8 




In dieter eigenthümlichen Stellang 
behauptet Weiis mit 7.Ddl — e2 den 
Banern, jedoch kann ihn dabei ein Ver- 
sehen leicht in Nachlheil bringen. Drei 
Partieen dieser Art von Hanstein ste- 
hen in der Schachseitnng 1846, S. 59 
and 62. 



7. 

8. 

9. 
10. 
11. 
12. 



Weiss. 
Ddl — c2 

a2 — a4 

c2 — c4 
D e2 — e5 

c4 — d5: 
D c5 — f 4j 



13. jS gl — e2 



14. 
15. 
16. 
17. 
18. 



D f 4 — a4 
d2 — d3 

L b3— d4 
b2 — b3 



Schwärt. 
a7 — a6. 
b5 — b^ 
c7 — c6 
c6 — d5: 
S b8 - d7 
a6 — a5 
Lc8— a6 
Sd7 — bü 
Sb6— d5: 
e7 — e6 
L f 8 — e7 



L cl — b2 u. s. w. 
Schwarz hat den Rauern zu- 
rückgewonnen und steht nicht 
im Nachtheil, die Partie ging 
aber doch für ihn verloren. 



LI. 



(Gespielt am 1 


. Janoar 1838.) 




T. d. Lasa. Schorn. 






Weiss. Schwarz. 


Weiss. 


Schwan. 


1. e2— e4 e7 — e6 


8. Lei— a3 


b7 — b6 


2. d2 — d4 d7 — d5 


9. 0-0 


L c8 — ;|6 


3. e4 — d5: Dd8 — d5: 


10. Ld3 — a6: 


S b8 — a6 


Gewöhnlich geschieht e6 — dd:; 


11. D d^ — da 


b6 — b5 


Schorn liebte aber das Hergebrachte 


12. Sf3 — e5 


S f 6 — e4 


wenig. 


13. c3 - c4 


b5— c4 


4. Sbl — c3 Lf8 — b4 


14. Se5 — c4: 


T aS — d8 


5. Sgl — f3 -SgS- f6 


15. Sc4 — e3 


D d5 — c6 


6, Lfl — d3 Lb4— c3t 


16. Tal -hl 


S a6 - b8 



76 





Wein. 


Schwärs. 




Wein. Schwan. 


18. 


d4 — d5 


e6-d5: 


28. 


Se3-c4 Tf8 — f7 


19. 


c4 — d5: 


D c6 — d7 


29. 


Da7-a6 D e7 — e2 


20. 


La3r-d6: 
D d^~ e^ 


c7 — d6: 


30. 


Da6 — c6 Td8 — eS 


21. 


Ke8— f8 


31. 


h2 — h3 Sd7 — e5 


22. 


T f 1 - ci 


g7-g6 


32. 


Tb7 — f7t Se5 — f7: 


23. 


T bl — b3 


Kf8-g7 


33. 


Sc4— d6: Sf7 — d6: 


24. 


D e4 — d4t 


f7 — f6 


34. 


Dc6 — d6: De2— a2: 


25. 


T cl — bl 


Dd7— e7 


35. 


Tbl— b7t K g7 — gS 


26. 


Tb3 — b7 


S b8 — d7 


36. 


D d6 — f6 : und gewinnt 


27. 


Dd4 — a7: 


Th8 — f8 







LH. 



(Ge0pi<^t am 
Bledow. V. d. Lasa. 
Weifs. Schwärs. 

1. e2 — e4 c7 — c5 
Die FortoeisuDgr dieser sogenannten 
Sicilianischen Partie bestand früher fast 
immer in den Zögen 2.f2 — f4, Sb8- 
c6, welche aber in den Spielen zwi- 
schen Mac Donnell und laBour- 
donnais häufig zu Gunsten des Letz- 
teren ausfielen. Man wich daher in 
neuerer Zeit davon ab, und zieht jetzt 
gewöhnUch 2.d2--d4, e5— d4:; 3. 
Ddl-d4: oder S-f3, wie in den Par- 
tieen gegen H an stein, May et und 
Anderssen in der Schacbzeitung 1847 
S. 18, 26 u. 130. Auch die Spielart 
3.Lfl^c4 ist häufig versucht worden 
z. B. gegen Hanstein in der Schach- 
Zeitung 1847 S. 20 und 193, Die Va- 
rianten 3.Sg1— f3 oder 3.Lfl — c4 
sind vermuthlich von Cochrane zu- 
erst practisch eingeführt worden. Die- 
selben bilden ein starkes und geistrei- 
ches, aber doch incorrectes Gambitspiel. 
Eine andere Gambitart, 2. b2 — b4, 
welche sich in der Zeitung 1847 S. 195 
gegen Haustein angewendet findet, 



5. Juli 1838.) 

Weiss Schwarz. 

2. f2— f4 Sb8— cG 

3. Sgl— f3 e7--e6 
Eine Partie mit demselben Anfange, 

zwischen Löwenthal und Hanstein 
steht in der Zeitung 1846, S. 29. 

4. c2 — c3 d7 — d5 

5. e4 — e5 Sg8 — h6 

6. Lfl — d3 Dd8-b6 

7. LdS — c2 

Dieses von MacDonnell erdachte 
Manöver braucht etwas zu viel Zeit. 

7 Lc8 — d7 

8. — Lf8 — e7 

9. K gl - hl f 7 — f 5 

De la Bonrdonnais pflegte f7- 
f6 zu ziehen, was in mancher Bezie- 
hung besser ist. 

10. d2 — d4 — 

11. a2 — a4 a7 — a5 

12. h2 — h3 Ta8— c8 

13. Sbl — a3 c5— d4: 



77 



WeiM. 

15. Lc2 — b3 

16. D dl - e2 

17. Sa3 — b5 

18. a4 — b5: 

19. Lei— d2 

20. T al — cl 

21. Tel — f3 

22. h3 — h4 

23. Sf3 — g5 

24. h4 — h5 

25. h5 — g6: 

26. Tc3 — h3 



Schwär*. 

K g8 — h8 
S h6 - f 7 
Ld7 — b5: 
D b6 — d8 

b7 — b6 

D dB — d7 

Tf8 — gS 

S f 7 — h6 

g7-g6 
S h6 — g4 
Tg8-g6: 

h7 — h6 



27. 
28. 
29. 
30. 
31. 
32. 
33. 
34. 
35. 
36. 
37. 
38. 



WeiM. Schwan. 

Sg5 — f3 Kh8 — h7 
Sf3 — h2 Sg4 — h2: 
Th3 — h2: Tg6 — g3 
Lb3 — dl Sb4— c2 
De2 — h5 Le7 — f8 
Ld2 — c3 Se2— e3 
Tfl — f3 Dd7 — b5: 
Dh5 — f7t Lf8 — g7 
Th2 — h6f Kh7 — h6: 
Tf3 — g3: Db5-flt 
Khl— h2 Se3— g4t 
L dl — g4: und gewinnt. 



Lin. 

(Ge«piell am 16. Jnni 1839.) 

d. Lasa. 
Schwarz. 

n — f5 



Mayet. 
WeiH. 

1. d2 — d4 

Der logenannte Stein 'sehe Zog, der 
aber schon früher von den franiösischen 
Amateurs empfohlen war. Derselbe 
gleicht das Spiel aas. 

2. h2 — h3 Sg8— f6 

3. c2 — c4 e7 — e6 

4. a2 — a3 

Um den Läufer f8, der in eioigen 
Partieen gegen den Springer auf c3 ge- 
tauscht worden war, von b4 abzuhal- 
ten. Ein anderes Spiel vom 21. Mai 
desselben Jahres hatte folgende Wen- 
dung genommen: 



4. 
5. 
6. 

7. 
8. 
9. 



g2-g4 
g4-f5: 
c4 — c5 
b2 — b4 
L cl — d2 
Ld2- ^* 



d7-d5 
e6 — f5: 
,b7 — b6 
a7-a5 
a5 — b4 : 



12. Lb4 — c5: 

13. Db3-b5t 

14. Lfl — g2 
u. s. w. u. 



Weiss. 



4. 

9. 
6. 

7. 
8. 
9. 



S a6 — c5 : 
S c5 — d7 
LcS — a6 
s. w. 

Schwärs. 
d7 — d5 
e6 — d5: 

L f 8 — e7 
Lg5-f6: Le7 — f6: 
— 

L c8 — e6 
b2 — b3 
c7 — c6 

L e6 — f 7 
s7-g5 



c4 — d5 ; 
L cl — g5 



e2— e3 
S bl — c3 

10. D dl — b3 

11. Sgl— e2 

12. Se2 — f4 

13. Lfl — d3 
Das Aufröcken der Bauern, welche 

den König decken, ist nicht unbedenk- 
lich^ aber, bei vorsichtigem Spiel, doch 
weniirer gefährlich, als man ancnn^k- 



lö 



15. Db3 — c2 h7 — h6 

16. e3— f4: §5 — f4: 
i7, — — 0Dd8 — d6 
18. Dc2-d2 Lf7 — hS 



19. f2 — f 3 

20. Tdl — fl 



21. 
22. 
23. 
24. 
25. 
26. 



L d3 — c2 

K cl - bl 

Dd2 — d3 

aS— a4 



L f 6 — h4 

S bS - d7 

b6 — bS 

a7 — ao 

TfS— f7 

bS — a4: 



Sc3 — a4: Tf7 — g7 
Dd3 — d2 Tg7 — f7 

Um den wichtigen Baneni f 4, wd- 
cher f2 am Vorgehea hindert, u 
«chütaea. 

27. Se2 — cl Dd6 — b4 

28. Tfl — dl Ta8 — b8 

29. Sei — a2 Db4 — d2: 

30. Tdl — d2: Tf7 — e7 




35. 
36. 



Sek' 
iMi Angrif . 

Wei 

31. Lc2 

32. Sa4 

33. Thl- 

34. Sa2 
Td2- 
Tc2 

37. T cl 

38. Kbl 

39. T c3 

40. Tc2 

41. Lf5- 
h3- 

Td2 
Td3 

45. Lc2- 

46. g2- 

47. Tdl- 

48. K a2 - 
Kbl- 
Tel 
Tal- 

52. K c2 - 

53. T a4 - 
b2- 

Kcl- 



iw»B hat ein etwa» freiere« Fdd 



42. 
43. 

44. 



Schwan. 
f5 Sd7 — bS 

-b6: Tb8-b6: 
cl Lh5 — e8 

-c3 Lh4— el 
c2 L el — e3: 
c3: Tc6— c4 

-dl a5 — a4 
a2 Te7— e2 

■c2 Te2— e3 

-d2 Kg8-g7 
c2 Kg7 — f6 
h4 L e8 — d? 
d3 Ld7 — f5 
e3: f4— e3: 
f5: Kf6 — f5: 
g3 Tb4 — d4: 
el Td5 — d3 
bl c6 — c5 
c2 c5 — c4 
al d5 — d4 

•a4: Td3 — d2t 
ci Td2 — g2 
c4: d4 — d3 
b4 Tg2-glt 
b2 d3 — d2 
und gewinnt. 



Mayet. 

Weiu. Schwärt. 

1. d2 - d4 f 7 — f5 

2. h2 — h3 Sg8— f6 



LIV. 

(Gespielt am 21. Joni 1839.X 
V. d. Lasa. 

WeiM. 
3. d4 — d5 



c2 — c4 



Schwärt. 
c7— c6 
c6 — d5: 



79 



W«iM. 

5. c4 — 

6. d5 — 

7. D dl — 
8A S bl — 
9. L cl — 

a2 — 
e2- 

Sgl- 
b2 — 

Sc3 — 

S2- 
Sb5 — 

§4- 
Lfl — 

Sc3 — 

Sa4 — 

Sf3 — 

Ld2- 

Sh4 — 

Tbl — 

Sf5 — 

Sb2 — 

Lc3 — 



10. 
11. 
12. 
13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 
23. 
24. 
25. 
26. 
27. 



Schwärt, 
d5 : e7 — e6 
e6: d7— e6: 
dSf Ke8 — d8: 
c3 Lc8 — b4 
d2 KdS— e7 
a3 L b4 — a5 
e3 ThS — dS 
f 3 S bS — c6 
b4 La5 — c7 
b5 Lc7 — b6 
g4 a7 — a6 
c3 eS — e5 
f5: LcS— f5: 
g2 Lf5 — d3 
a4 Lb6 — a7 
b2 e5 — e4 
h4 Sc6— e5 
c3 S e5 — c6 
f5 K e7 — f 7 
gl g7 - §6 
h6 Kf7 — e6 
d3: e4 — d3: 
f6: Ke6 — f6: 



28. 
29. 
30. 
31. 
32. 
33. 
34. 
35. 
36. 
37. 
38. 
39. 
40. 
41. 
42. 
43. 
44. 
45. 
46. 
47. 
48. 
49. 



WeiM. 
Kel — 
Sh6 — 

h3 — 
Tal — 
Tgl- 
Lg2- 

f2 — 

S4- 
Tcl — 

Le4 — 

Tgl- 

Kd2 — 

Ld3 — 

Lf5 — 

a3 — 

b4 — 

Ke2 — 

Tg5 

Le4 — 

a4 — 

f3- 

Kfl 



Schwan. 
d2 S c6 — e5 
g4t Se5 — g4: 



g4: 

cl 

cl: 

e4 

f3 

h5: 



T a8 — c8 
T c8 — cl : 
T d8 — d7 
K f 6 — g5 
h7 — h5 
g6 — h5: 



gltKgS — h4 



d3: Kh4 — h3 
gS h5 — h4 
e2 Kh3 — h2 
f5 Td7 — e7 
e4 h4 — b3 
a4 L a7 — b8 
b5 Lb8 — g3 
f i T e8 — e5 
e5 : L g3 — e5 : 
b7 a6 — b5: 
b5: Kh2 — g3 
f 4 L e5 — c7 
e2 und gewinnt. 



Mayet. v 
WeiM. 

1. d2 — d4 

2. h2 — h3 

3. g2-g4 



LV. 

(Ge«pielt am 31. JaU 1839.) 

Lasa. 



Schwan. 

f7— f5 

Sg8— f6 

d7 — d5 



E« wtre gafiUirlich, den aagebote- 
lea Baaern an aehmen. 



4. 

5. 
6. 



g* — §5 
h3 — h4 
c2 — c3 



S f 6 - e4 
c7— c5 
e7 — e6 



8. 

9. 
10. 
11. 
12. 



WeiM. 

L Ol — f 4 
Lf4 — d6: 
L f 1 — g2 
S bl — a3 
Sa3 — b5 



Schwan. 
L f 8 — d6 
Dd8 — d6: 
h7 — h6 
h6 — g5: 
D d6 — e7 



Schwan gewinnt hier einen Baaern, 
indess wäre der Punkt g5, anch wenn 

!Sa3_hi% nnfcArhliohAii wfirff. vnn WaiiA 



80 



Ifirb dem Ablaosch der Tbflrme konnte 
ntmlich dochSe4 — g5: geichehen, da 
Schwan nachher Dd6— h2 that. 



13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 



Wein. 

h4 — g5 : 
Lg2 — hl 
S bö — a3 

d4 — c5; 
Lhl — fS; 



Schwarz. 

Th8 — hlt 
a7— a6 
Se4 — g5: 
S g5 — f 3f 
De7 — c5: 



L f 3 — h5t K c8 — e7 
, D dl — d2 K e7 — f6 
b2 — b4 Dc5 — d6 
, — — 0Dd6 — h2 
. L h5 — e8 e6 — e5 
Mit die«em Zuge hat Schwan einen 
betrftchtlicheD Posilionavortheil errangen. 



1—- 

w 










«si 



23. 

24. 
25. 
26. 
27. 
28. 
29. 
30. 
31. 
32. 
33. 
34. 
35. 
36. 
37. 
38. 
39. 
40. 
41. 
42. 
43. 
44. 
46. 



WeiM. 

e2 — e3 
L e8 — c6 : 
S a3 — c2 

a2— a3 

c3-b4: 
Kcl— b2 
Tdl-gl 
Tgl-al 
D d2 — c3 

a3 — b4: 
Kb2-c3: 
K c3 - d2 

b4 — b5 
Tal— bl 
K d2 — c3 

b5 — b6 
Kc3 — c2: 

f2 — e3: 
K c2 — d3 
Tbl— b5 
K d3 — e2 

b6 — b7 
T b5 — b6 



Schwarz. 

L c8 — a6 
b7— c6: 
a6 — a5 
a5 — b4: 

D h2 — h* ^ 
ü hS:— c4 

Ta8 — g8 
c6 — c5 
c5 — b4: 

D c4 — c3t 

T g8 — e8#- 
g7-g5 

T c8 — b8 
f5 — f4 

L e6 — f 5 

L f 5 — c2: 
f4— e3: 

g5 — g4 
K f 6 - g5 

S4 — §3 
Kg5-g4 
p3-g2 
g2-glSt 
und gewinnt. 



V. Jänisch. 

Weiss. 

1. d2 — d4 

2. c2 — c4 



LVI. 

(Gespielt am 16. Febraar 1842.) 
y. d. Lasa. 



Schwarz. 

f7^f5 
Sß8— f6 



Die Vertheidigung wird in diesem 
Spiel mangelhaft gefährt. Die Partie 
gewährt ein Beispiel , wie verderbUch 



81 





Weiu. Schwan. 


Schwarz hat noch keinen materiel 


7. S gl — HS S b8 — c6 

8. Ld3 — c2 h7-h6 


len Verlust erlitten, steht aber sehr un- 


vortheiihaft. 


9. a2 — a3 g7 — g6 


Weiss. Schwärt. 


10. ShS — f2 Lf8 — d6 


24 T a8 - c8 


11. d4 — d5 S c6 — e5 


25. Kel-d2 Dh5— e8 


12. b2 — bS a7 — a6 


26. Lc2 — di h6 — h5 


13. e3 - e4 S f 6 — h5 


27. Ldl-f3 Lb7— c6 


14. f3 — f4 S e5 — f 7 


28. Lf3 — c6: Tc8— c6: 


15. e4 — e5 Ld6-b8 


29. Tal — gl h5 — h4 


16. Tbl — gl Sh5~g7 


30. T g3 — g2 S h8 - f 7 


17. g2 — g4 Ke8 — f8 


31. Sd3 — el DeS- dB 


18. g4 — f5: g6 — f5: 


32. Sei — f3 b6 — b5 


19. Tgl— g3 Th8-h7 


33. Sf3-h4: Dd8 — h4: 


20. Ddl — e2 Dd8— e8 


34. Df2 — h4: Th7 — h4: 


21. d5 — d6 Lb8 — a7 


35. Tg2 — g7: Th4 — h2t 


22. Lei — e3 Sf7 — h8 


36. Kd2— dl Th2 — h8 


23. Sf2 — d3 De8-h5 


37. c4 — b5: a6-b5: 


24. D e2 - f 2 


38. Sc3 — b5: La7 — b6 




Sek». 


39. Sb5 — c3 Lb6 — d8 




I # ~% 


40. S c3 — a4 c5 - c4 




11 IÄ,.^^i, 
tri: ti^'-' i 


41. b3 — c4: Tc6— c4: 

42. S a4 — c5 T c4 — c3 




43. S c5 — d7t K f 8 — e8 




44. Sd'^— c5 Th8— f8 




^' ■ ■ '■'■ K^*^'«««*»'*** 


45. Sc5 — cG: Tf3— e3: 




■t ti •''0 ^W^ IS 


46. S e6 — f 8: L d8 — b6 




M£ ■ t 


47. Tgl-g6 Sf7- e5: 




1: 1 ^^ 


48. Tg7 — e7t Ke8— f8: 

49. f4 — e5: L b6 — d8 

50. T g6 — f 6t und gewinnt 




w. 


LVII. 


(Grspielt am 29. August 1842.) 


V. Jänisch. v. d. Lasa. 




Weis». Seh«"— 


" * 



82 



WeiM. 

5. Ddl— b3 

6. b2 — c3: 

7. Lfl— d3 

8. Sgl— f3 

9. a2 — a4 

10. L cl — a3 

11. — 

12. Tal — di 

13. d4 — d5 

14. c4 — d5: 

15. T dl - d3: 

16. Sf3-d2 

17. Td3 — d2: 

18. La3 — b2 

19. c3 — c4 

20. Td2 — e2 

21. Tfl — el 

22. f 2 — f 3 

23. g2-g3 

24. Kgl-g2 

25. Db3- d3 



Schwarz. 

L b4 — cSf 

0-0 

d7 — <I6 
K g8 — h8 

a7 — a5 

b7 — b6 
L c8 — aG 

c7 — c5 

e6 — d5 : 
La6 — d3: 
S f 6 — e4 
Se4 — d2: 
S bS — d7 
DdS — h4 
T a8 — eS 

h7 — h6 
K h8 - h7 
TfS— f7 
Dh4 — h5 
Tf7 — e7 
D h5 — g6 



In den nächsten Zügen erleidet die 
Stellung eine beträchtliche Vereinfa- 
chnng. 




Weiss, 

26. e3 - e4 

27. Te2 — e4: 

28. Tel — e4: 

29. D d3 — e4: 

30. 13 — e4: 

31. Kg2 — f3 

32. s3 — g4 

33. Lb2 — e5: 

34. K f 3 — g3 

35. h2 — h4 
Das Spiel bleibt 



Schwarz. 

f5 — e4: 
Te7— c4: 
T e8 — e4: 
Dg6— e4: 

S7-S5 
K h7 - g6 
Snt7 - e5t 

d6— e5: 
K g6 - f6 
Kf6— f7 
unentschieden. 



1. 

2. 



d. Lasa. 
Weiss. 
e2 — e4 
f2 — f4 



Abgelehntes Königsgambit. 
LVIII. 

(Gespielt am 23. Mai 1839.) 
B I e d o w. 



Schwarz. 
e7 — e5 
L f 8 — c5 



Dies war, wie in der Einleitung be- 



Weiss. 

S gl — f 3 



Schwarz. 
(17 — d5 



Dieser Zug ist nicht ungünstig, häu- 
figer geschieht aber d2 — d3. 



83 



6. 


d4- 


-c5; Dd8— e7t 


7. 


Kel- 


-f2 f3 — g2: 


8. 


Lfl. 


- b5t K e8 — fS 


9. 


Kf2- 


-g2: De7— c5: 


10. 


Sbl- 


-c3 Sg8 — f6 


11. 


Thl- 


- el L c8 — f 5 


12. 


Tel 


— eö L f 6 — g6 


13. 


f4- 


-f5 


Schwarz 


gewinnt hieraaf rii 


Bauer. 




13. 


• 


. . Sb8 — .«7 


14- 


Lb5- 


-d7: Sf6-d7: 


15. 


Te5 


- el L g6 - fo: 


16. 


Lei- 


- g5 f 7 — f6 



Hiermit gewinnt Scliw. ein Tempo, 
da sich der Läufer später luräckzieht. 

n. Ddl— f3 Lf5 — gG 

18. Tal — dl Kf8— f7 

19. Lg5 — e3 Dc5 — b4 

Die Dame bedroht den unbcscb Oti- 
ten Flügel der WeiMen, welche indess 
ihre Bauern nehmen lassen, um mit 
Erfolg einige Zöge zum Angriff zu ge- 
winnen. 

20. d5 — d6 c7 — c6 

21. Tdl — d4 Db4 — b2: 

22. L eS — cl ü b2 — c2+ 

23. T d4 — d2 D c2 — f 5 

24. Tel — e7t Kf7 — g8 

25. Df3 — f5: Lg6 — 15: 

26. Td2 — f2 Lf5 — g4 

27. h2 — h3 S d7 — e5 

28. h3 — g4: Se5 — g4: 

29. Tf2 — d2 h7 — h5 



WeiH. Schwan. 

33. La3— e7 Kh7 — g6 

34. d7-d8DTa8 — d8: 

35. Le7-d8: Kg6— f5 

In der gegenwArtigen Stellung hat 
Schwärt fünf Bauern gegen xwei Of- 
ficiere. Das weime Spiel iat dabei im 
Vortheil. 




36. Td2 — f2t Kf5 — g4 

37. LdS — c7 Th8— e8 

38. Tf2-f7 g7 — g5 

39. Sc3-e4 Te8— e6 

40. Tf7 — g7 Kg4 — 15 

41. Sc4 — g5: Te6— e8 

42. Sg5 — 13 e5 — e4 

43. Sf3 — d4t Kf5 — 16 

44. T g7 — d7 e4 — e3 

45. Kg2 — 13 h5-h4 

46. Lc7 — 14 c6— c5 

47. Td7 — d6t K16— 15 

48. Sd4 — e2 h4 — h3 

49. T c6 — h6 b7 — b5 

50. Th6 — h3: a7 — a5 

51. L14 — e3: c5 — c4 



84 



In neuester Zeit ist der das Gambit ablehnende Zug 2. 
L f 8 — c5 etwas ausser Gebrauch gekommen. Man spielt 
häufiger 2. d7 — d5; 3. e4— d5:, c5 — e4 n. s. w. Diese, ein 
interessantes Gegengambit bildende Spielart ist erst durch 
Falkbeer vor einigen Jahren ersonnen worden und war Ble- 
dow nicht bekannt. Derselbe würde sonst das neue Gegen- 
spiel, auch wenn er es nicht für correct gehalten hätte, gewiss 
häufig angewendet haben, da es Tür ihn ganz passend gewe- 
sen wäre. 



Gambit des TlmnDbaaen. 



1. 
2. 
3. 
4. 
5. 
6. 
7. 
8. 



Hanstein. 

Wei«(. 

e2 — e4 

f2 — f4 
Sgl- f3 

h2 — h4 
S f 3 — e5 
L f 1 — c4 

d2 — d4 
S e5 — d3 



LIX. 

(Gespielt am 21. Augnil 1839.) 
V. d. Lasa. 



Schwarz. 
e7— e5 
e5 — f4; 
g7-g5 
g5 — §4 
h7 — h5 
T h8 — h7 
d7 — d6 
f4— f3 



Dieser Zug konnte auch schon ei- 
nen Moment früher geschehen. 

9. g2 — f3: Lf8- e7 
10. L cl — g5 

Der jetit sehr gewöhnliche Zug 10. 
Lei — e3, welcher zuerst in Amerika 
aufgekommen ist, und den Weissen eine 
starke Stellung verschafft, war um's 



Weiss. Schwan. 

12. f3 — f 4 

In der Hoffnung, durch die verei- 
nigten Mittelbauern das schwarze Spiel 
zu beengen. 



12. 
13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 
20. 



c2 — c3 
K ei — d2 
Thl-gl 
Ddl -f3 
Sd3 — f2 

f4 — f5 
K d2 — c2 
T gl - g2; 



Dg5-g7 

g4-g3 
g3-g2 
h5 -h4 
h4 — h3 
Sg8 — f6 
D g7 — h6t 
h3 — h2 
h2 — hlD 



Hier hat sich der seltene Fall er- 
eignet, dass ein Bauer das letste Feld 
erreicht, ehe ein Stein cenommea iil) 



85 



Schw. 



'Mi: 


# 


ii 


t i 


i 


^i 




i # 


"^ 



I 
1 






21. 
22. 
23. 
24. 



Weiss. Schwarz. 

Sf2 — hl: Dh6 — hl: 

e4 — e5 Th7 — h2 
Lc4 — fl cl6— e5: 
Sbl — d2 

Dieser Zag geschieht in der Absicht, 
zunächst mehr Officiere zo entwickeln, 
oder ist, wie uns wahrscheinlicher vor- 
kommt, die Folge einer unrichtigen 
Combination und weniger gut als 24. 
d4-e5:, welches den Springer f6 zum 



Zuge genöthigt hätte. Die Spielart 24. d4- 
e5:;Lc8-f5t;25 Df3-f5:,Th2-g2t; 
26. Lfl-g2:, Dh1~g2t; 27.Sbl — 
d2, S f 6 ~ d7; 28. e5 — e6 etc., welche 
Weiss für bedenklich gehalten haben 
mochte, ist nämlich für Schwarz nicht 
zu empfehlen. 

Weiss. ' Schwarz. 

24 Sb8— c6 

25. d4 — d5 Sf6 — d5: 

26. Tg2-h2: Dhl— h22 
26. Lfl — d3 

Bei Df3— d5: hätte L c8 — f 5t' und 
Ta8 — d8 gewonnen. 

27 S d5 — b4t 

28. K€2 — b3 Sb4 — d3: 

29. Tal— hl Dh2 — d2: 

30. Tbl — hSt KeS — d7 

31. f5— f6 Sc6— d4t 

32. c3— d4: D d2 — b4t 

33. K b3 — c2 S d3 — elf 

und gewinnt. 



LX. 

(Gespielt am 13. December 1841.) 



V. d. Lasa. 


Hanstein. 


Weiss. 


Schwarz. 


1. e2 — e4 


e7— e5 


2. f2 — f4 


e5 - f4: 


3. Sgl — f3 

4. h2 - h4 

5. Sf3 — e5 


s5-g4 
h7 — h5 


Jelzl wird Sg8- 
halten. 


~f6 für besser ge- 


6. Lfl— c4 


T h8 - h7 


Bei Sg8-b6 kann der Gambitbaner 
von Wei«" ».nrfi<>keroKA»t werden. 



Diesen Zug hat Kieseritzky für 
einige Zeit in lebhafte Aufnahme ge- 
bracht Derselbe wurde von den Ber- 
liner Spielern dann sehr häu6g ange- 
wendet In neuerer Zeit ist man aber, 
zu der Spielart 8. g2 — f 3 : zuräckge- 
kehrt. 

Weiss. Schwarz. 

8 Lf8 — d6 

Dies war ein Versuch statt d7-d6. 
Am besten geschähe hier aberSb8-c6. 

9. Lei — f4 Ld6 — e5:. 
" " < ^K. An Aa 



86 



Weis». 


Schwärt. 
S c6 — e7 


Sekw. 


12. Sbl — c3 




f :■■■ :^l« m. \ ■ 


13. D dl — d2 


(•7 - c6 




J ■, i 


14. 0-0-0 

15. Lc4 — d3 

16. d4 — d5 


b7 — b5 

Th7-g7 

b5 — b4 






17. Sc3 — a4 


D d8 — a5 




!■ m.MiA 


18. b2 — b3 


Ts7-g6 




ft.. '■■■•tl- 1 


19. e4 — e5 


Se7 — d5: 




■?i § ■ 1 


20. Ld3 — g6: 

21. e5 — d6: 

22. T hl— elf 

23. D d2 — d4 


f7 - s6: 
L c8 — f 5 
K e8 — d7 
S g8 - f 6 




*^^^We^'^^^^ki«*^^l 


W, 


Weiss. Schwarz. 


24. S a4 — c5t K d7 - v8 


28. Tel — e5 S f 6 — d5 


Siehe das folgende Diagramm. 


29. Sa4 — cSt K d7 — c8 


Die Stellang dea weissen Königs 


30. Te5 — d5: c6— d5: 


gestattet die Entfernung des Springers 


31. Dd4 — d5: D a5 — b6 


von a4 noch nicht 


Derselbe kehrt 


32. D d5 - a8t D b6 — bS 


deshalb dorthin zurück. 








33. d6 — d7t Lf5 — d7: 


25. Sc5 — a4 


K c8 — d7 


34. D a8 — b8f K c8 — b8: 


26. Lf4 — g5 


T a8 — f 8 


35. S c5 — d7+ und gewinni 


27. Lg5-f6: 


Sd5 — f6: 




- 




l: 


U. 




(Gespielt am 20. 


Februar 1842.) 


V. d. Lasa. 


V. Jänisch. 




Weiss. 


Schwarz. 


Weiss. Schwarz. 


1. e2 — e4 


e7— e5 


12. [Lei — g5]Lh6 — g5: 


2. f2-f4 


e5 — f4: 


13. h4-g5: Ke8— f8 


3. Sgl — f3 


g7-s5 


14. D dl - d2 L c8 — e6 


4. h2 — h4 


g5-g4 


15. Sbl— a3 Le6 — c4: 


5. Sf3 — e5 


h7 — h5 


16. Sa3 — c4: S b8 — c6 


6. Lfl — c4 


T h8 — h7 


17. d4 — d5 Sc6-e5 


7. d2 — d4 


d7-d6 


18. Sc4 — e5: d6— e5: 


8. S e5 — d3 


f4- f3 


19. — — 0Dd8 — d6 


9. g2-g3 


Lf8 — h6 


20. Sh5 — f6 Th7-hl: 


10. Sd3 — f4 


Sg8-e7 


21 


1. Tdl — hl: Kf8 — e7 



87 





WeiM. 


Schwarz. 


Wei»». 


Srhwara. 


23. 


Thl— fl 


c7 - c6 


26. Sf6-(15i 


K e7 — d7 


24. 


Ss4-f6 


S s6 - f 8 


27. Tfl — f3: 


nnd gewinnt 


25 


D d2 — e3 


c6 — d5: 







RegelmSssiges Gambit des Philidor. 
LXII. 



(Gespielt am 13. Juni 1839.) 
Hanstein, v. d. Lasa. 



Wei(8. Schwan. 

1. e2 — e4 e7 — e5 

2. f2-f4 e5— f4: 

3. Sgl-f3 g7-s5 

4. Lfl — c4 Lf8 — g7 

5. h2 — h4 h7 — h6 

6. d2 — d4 d7 — d6 

7. c2-o3 [g5-g4] 

Die Stärke des Vorgehens an die- 
ser Stelle hat zaerst Bledow erkannt.. 

8. Lei— f4: 

Oieaea war Hanstein's gewAhnli- 
cher Zag in der jetzigen Lage de« 
Spiels, suwoiien sog er aber auch 8. 
l)dl — b3. 

8. . . . *. g4— f3: 

9. Ddl— f3:[Lt:8— e6] 

10. Sbl — d2 Sg8— e7 

11. d4— d5 



Dieser Zag 
Weiss. 



Weiss. 



11. 

12. 
13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 
23. 
24. 
25. 
26. 



— 
T dl — 
Df3 — 
Sd2 — 
Lf4 — 
Sf3 — 
Lc4 — 
Le3 — 
Df2 — 
Le2 — 
Sh2 — 
De3 — 
Tfl — 
Dd3 — 
Kcl — 



ist nicht vortheilhaft fAr 



Schwan. 
L e6 — c8 

h6 — h5 
L c8 — g4 
— 
Se7 — g6 
S b8 — d7 
S d7 — e5 

f7 — f5 
Dd8 — d7 
T a8 — e8 
S e5 — g4: 
Te8— e4: 
Te4 — g4: 
S g6 — e5 
Dd7^b5 
D b5 — d3 
und gewinnt. 



— 

fl 
■f2 

f3 

e3 

h2 

e2 

g5 

c3 

g4: 

g4: 

d3 

f2 

c2 

bi 



Hanslein. 

Weiss. 



LXIII. 

(Gespielt am 2Ü. December 1837.) 
Mayet. 



Schwarz. 



Weiss. 



Schwan. 



88 



Weiss. Schwarz. 

5. h2 - h4 b7 - h6 

6. d2 — d4 (17 — d6 

7. c2 — c3 g5 - g4 

8. L cl - f4: g4 - f3: 

9. Ddl— f3: Lc8— e6 

10. Sbl — d2 Le6— c4: 

11. Sd2 — c4: Sb8 — cG 

12. — Dd8-d7 

13. Df3 — g3 ThS — h7 

14. Lf4 — d6: — — 

In diesem Spiel sucht Schwarz bei 
Aufgeben seines numerischen Ueberge- 
wichts sich selbst den Angriff zn ver- 
schaffen. 



15. 

16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 
23. 



L d6 — f 4 S g8 — f 6 
d4 — d5 Sf6— e4: 
d5 — c6: Dd7 — cb: 
Dg3 — h3t Kc8 — b8 
Db3 — f5 Th7 — b8 



Tal— el 
S c4 — e5 
Lf4 — e5: 
Tfl— f2 



Se4 
Lg7- 
Th8 
Sc3- 



c3: 
e5: 

dl 



Besser ist Sc3— d5. Wir geben 
darüber einen ebenfalls gespielten 
Nachtrag. 



24. 


Tf2- 


-c2 Dc6- 


-b6t 


25. 


Kgl- 


-h2 Sdl- 


e3 


26. 


Tel- 


-e3: Db6- 


-e3: 


27. 


Le5- 


- c7t K bS - 


- a8 


28. 


Lc7- 


-dB: De3- 


•S3t 


29. 


Kh2- 


■gl Tg8- 


-dS: 


30. 


Tc2- 


- c8t T d8 - 


•c8: 


31. 


Df5- 


- c8+ D g3 - 


-b8 


32. 


Dc8- 


- hSi K a8 - 


-b8: 



Weiss. 

33. K gl - f 2 

34. K f 2 — g3 



35. 
36. 
37. 
38. 
39. 



Kg3-g4 
Kg4 — h5 
Kh5 — h6: 
b4 — b5 



Schwarz. 

K b8 — c7 
K c7 — de 
K d6 — e5 
K e5 — f 4 
K f 4 — g4 
f7- f5 



K h6 — g6 und gewinnt. 
TSaefttrag 

beim 23. Zuge von Schwarz. 

Scliw. 




23. 
24. 
25. 
26. 
27. 
28. 
29. 



Df5- 

L c5 - 
Tel- 
Ld4- 
Te6- 
Te7- 

Bei I) c5 - 
Td8-f8; .31 
32.Lc7 — f4 
gewonnen. 

30. D f 7 - 

31. K gl - 

32. Kb2- 

33. Kgl- 



f7: 
d4 
e6 
e5 

e7 
d7 

f2t-; 



S c3 — d5 

a7 — a6 

Sd5 — b4 

D c6 — d5 

D d5 — c5 

S b4 — d5 

/Td8— f8 

30. Kgl -f2:, 



Le5-c7t-, Kb8-c8; 
hat Weiss einen Bauer 

-d5: Dc5 — f2ir 
-h2 Df2 — b4t 
-gl D h4 — elt 

-b2 Tg8-g2t 



89 





Wem. 


Schwan. 




WeiM. 


Schwart. 


34. 


Kh2 — g2: 


Del- fit 


39. 


Td7- 


• d8t K b8 — a7 


35. 


Kg2 — b2 


Tf8- f2t 


40. 


Le5- 


m vi — c5 


36. 


K h2 - g3 


Dfl — glt 


41. 


Ld4- 


v5i T o2 — c5 


37. 


K g3 - hS 


Dgl-^flt 


42. 


DdS- 


cöt b7 — b6 


38. 


K h3 — h4 


Tf2 — c2 


43. 


Dc5- 


■c7=|= 



LXIV. 



1. 
2. 
3. 
4. 
5. 
6. 
7. 
8. 
9. 
10. 



Hanstein. 
WeiM. 
e2 — e4 
f2 -f4 
Sgl-f3 
L f 1 — e4 
h2 — h4 
d2 — d4 
c2 — c3 
Lei— f4: 
Ddl— f3: 
Sbl — d2 



(Geipielt am 21. 
Mayet. 

Schwarz. 

e7 — e5 

e5 — f4: 

s7-g5 
L f 8 — g7 

h7 — h6 

d7 — d« 

g5 — g4 

g4-f3: 
L c8 — e6 



December 1837.) 



Unrichtig wäre rs, hier d4 — dS in 
ttiaa, da man die Mitte absperren wSrde. 
Et kommt für Weist darauf an, teine 
Officiere in't Spiel zu bringen und den 
Angriff zu behaupten. 

10 h6— h5 

Besser wäre L e6 — c4 : 

11. Df3 — g3 Le6 — g4 

12. 0-0 
e4 — e5 

L f 4 - g5 

Tfl — f6: 

d4 — e5: 



13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 



f7 — f6 
f 6 — e5 : 
L g7 — f 6 
Sg8— f6: 
d6 — e5: 
Dg3 — e5tDd8— e7 
Tal— el De7— eS: 



20. 
21. 
22. 
23. 
24. 
25. 
26. 
27. 
28. 
29. 



Weitt 

Lg5 — f6: 
S d2 - e4 
L c4 — g8 
L f 6 — g5 



Schwarz. 

Th8 — h7 

b7 — b6 

T h7 - h6 

T h6 — h8 



S e4 — f6t K d7 - c8 
T e5 — c8t K c8 - b7 
S f6 — g4: h5 — g4: 
L g8 — d5t S b8 — c6 
Te8 — a8: T h8 — aS: 
L d5 - e6 
Dieter Zag itt nicht gut. Wenn zu- 
vörderst g2 — g3 getchehen wäre, so 
hätte der König freie Bewegung erhal- 
ten und der Bauer g4 wäre tpiter mit 
gutem Spiel gewonnen worden. 



29. 
30. 
31. 
32. 
33. 
34. 
35. 



L e6 - d5 

Kgl-fl 

Ld5 — f3 

h4 — h5 

h5-h6 

hS — h7 



s4-g3 
T a8 — e8 
T e8 - f 8t 

b6 — b5 
Kb7 — b6 
S c6 — e5 
Se5 — f3: 



Siebe das folgende Diagramm. 
In der gegenwärtigen Stellung 



La... Of V _C 



0C J.. £?—:-■ 



90 



Schw. 



iA',- , VH^SL^ 



5 w 




stens ausgeglichen, 
aber: 



Ea geschah nun 



Weiss. Schwarz. 

3G. Sg2 — f3:; Tf8 — h8 

37. Kf2~g2 Th8 — h7: 

38. Kg2 — g3: u. Weiss ver- 
lor schliesslich die Partie. 



Wir wollen hieran noch den Anfang eines ähnlichen Spie- 
les zwischen y. Bilgu er und Bledow vom 10. Februar 1838 
knüpfen. Derselbe dient zum Beweise unserer Behauptung, 
dass Bledow angenommene Gambitspiele nicht geschickt m 
vertheidigen pflegte. 





V. Bilguer. 


Bledow. 






Weiss. 


- Schwarz. 


Weiss. Schwan. 


1. 


e2 — e4 


e7— e5 


12. e4 — e5 d6— e5: 


2. 


f2-f4 


e5— f4: 


13. Lf4 — e5: Sc6 — e5: 


3. 


Sgi-f3 


g7-g5 


14. d4-e5: D e7 - c5t 


4. 


L f 1 — c4 


Lf8-s7 


15. K gl - hl L c8 — g4 


5. 


h2-h4 


h7-b6 


16. D f 3 — f4 h6 - h5 


6. 


d2 — d4 


d7-d6 


17. e5— f6 Lg7 — b6 


7. 


c2 — c3 


gö — g4 


18. Df5— e5t Ke8- f8 


8. 


L cl — f4: 


g4-f3: 


Weiss steht jetxt sehr schlechi. 


9. 


Ddl — f3: 


D dB — e7 


Der weitere Verfolg der Partie 


10. 


— 


S g8 — f 6 


würde aber kein Interesse ge- 


11. 


Sbl-d2 


S b8 — c6 


währen. 



LXV. 

(Gespielt am 1. November 1837.^ 
Hanstein. Mayet. 
Weiss. Schwarz. 

i. e2 — e4 e7 — e5 



f2-f4 



e5 - f4: 





Weiss. 


Schwarz. 


5. 


h2— h4 


h7-h6 


6. 


d2 — d4 


d7-d6 



91 



WeiH. Schwan. 

9. Ddl — f3: Dd8- c7 

10. S bl — d2 L c8 — e6 

11. e4 — e5 Le6— c4: 

12. Df3-b7: 

Man wird in H ans t« in 's Gambit- 
angriffen, aach wenn sie, wie hier, von 
eioein günstigen Erfolge nicht begleitet 
sind, eine grosse Ausdauer wahrnehmen. 

12 d6-c5: 

13. Sd2-c4: e5- f4i: 

14. Kel — f2 De7 — d8 

15. Db7 — aS: S gS - e7 

16. DaS — e4 0-0 

In den Spielen mit einem Opfer 
pflegt ein Zeitpunkt einzutreten, in dem 
die Heftigkeit des ersten Angriffs nach- 
lässt und einer neuen Sammlung der 
Kräfte auf beiden Seiten Raum giebt. 
In diesem Zwischenmoment Iftsst sich 
der Ausgang des Spieles xiemlich be- 
stimmt vorhersehen. Im gegenwärtigen 
Falle ist das Spiel etwa ansgegliohen, 
wenn 17. De4— f4: geschieht. Weiss 
zog es aber vor, statt dessen wo mög- 
lich den Angriff festzuhalten. 

17. T al - el S e7 — d5 



18. g2 - g3 

19. K f 2 — g3: 

20. D d4 — f 5 

21. T hl — gl 

22. D f5 - f3 



f4-g3t 
S d5 — f6 
S bS - c6 
S c6 — e7 
h6 — h5 
Wir geben hier die Stellong, um 
dvanf aafmerluam lu machen, wie es 
Schwarz gelangen iit, leine Officiere 
*af der KönigMeite <a vereinigen. 

Siehe das folgende Diagramm. 

23. Tgl— fl Se7 — g6 

91 « /.A oS S f fi »A 



Stkw. 




WeiH. 

Df3 — 
Tel — 
Kg3- 
Tfl — 
d4 — 
Kh3- 
Tel - 
Kg2- 
Te6 — 
Te4 — 

36. D c6 - 

37. TcS — 
Ta8 — 

a2 — 

Kh2 — 

a4- 

a5 — 



26. 
27. 
28. 
29. 
30. 
31. 
32. 
33. 
34. 
?5. 



38. 
39. 
40. 
41. 
42. 
43. 
44. 
45. 
46. 
47. 
48. 

AQ 



Kgl- 

Ta7 — 
Ta8 — 
Tg8- 
Tg4- 

Tg2- 

h9. 



Schwan. 

L g7 — f 6 
L f 6 — h4t 
Lh4 — f6 
Kg8-g7 
Sg4-f2t 
S f2 — d3 
g6-g5 
S d3 — f 4 
Tf8— e8: 
D d8 — d6 
c7-d6: 
Sf4 — d5: 
a7i: K g7 — g6 
a4 L f6 — e5t 
h5-h4 
h4 — h3 
h3 — h2t 
S5 — g4 
S d5 — c7 
g8t[Kg6-f7] 
g4 : S c7 — aü : 
g2 Kf7 — e6 
c2 Ke6 — d5 
hs K Afi _ lü 



c6 

e6 

h3 

el 

d5 

S2 

e4 

h2 

e8 

e8: 

d6 

a8 



92 





Weiss. 


Schwärt. 




51. 


T c2 - cl 


S c7 — d5 


60. 


52. 


c3 — c4 


S d5 - f4t 


61. 


53. 


K g2 — f 3 


K c5 - b4 


62. 


54. 


Tel — bl 


S f 4 - d3 


63. 


55. 


K f 3 — g2 


S d3 - c5 


64. 


56. 


K g2 - hl 


Sc5 — b3: 


und 


57. 


c4 — c5 


d6-c5: 


uml 


58. 


Tbl — el 


L e5 — d4 


neu 


59. 


Khl-h2: 


c5 — c4 





Weiss. Schwarz. 

K h2 — g2 c4 — c3 
K !;2 — r3 c3 — c2 
Kh — e4 Kb4-c3 
Tel -hl c2-clD 
Thl-cl+ Sb3 — cl: 
Si'hvvar/, gewann mit SpR 
iJiufer gegen den einzd- 
Kiinig. 
* 



D e7 — f 7 

K f 8 — g8 
L cS — d7 
F. ~7 _ fS 



19. 
20. 
21. 



Weis». 
n4 — p5 



L f 3 - c4 
T f2-f4: 

Dto Stellting Ist 



LXVI. 

(Gespielt am 25. Juli 1839.) 
Hanstein, v. d. Lasa. 
Weiss. Schwärt. 

1. e2 — e4 e7 — e5 

2. f2 — f4 e5 — f4: 

3. S gl - f3 g7 - g5 

4. Lfl — c4 Lf8 — g7 

5. h2 - h4 h7 — h6 

6. d2 — d4 d7 — d6 

7. c2 — c3 g5 — g4 

8. D dl — b3 
Gewöhnlicher und auch noch stär- 
ker ist 8. Lei — f4:. 

8 g4-f3: 

9. Lc4-f7t Ke8— f8 

10. L f 7 — h5 D d8 — e7 

Das Bilguer'scbe Handbuch zieht 
hier zunächst 10.f3 — f2f. 

11. Lh5 — f3: Sg8- f6 

12. Lei — f4: Sb8- c6 

13. 0-0 

14. Dh3 — a3 

15. S bl - d2 



Schwan, 

S f 6 — d5 
S HS — f4 
D f 7 — e7 
für Schwan j*Ut 






>^ 



.#.1 



I 



t 




Ks kftnntc nun geschehen; 

22. T f4 ^f7f De?— n 

2.1 T f 1 - r7t K g7 - f? 

514, e5 — e6t L d7 — e6 

25, d4 — d5 u. a, w*. 



93 



WeiM. Schwan. 

22. I) a3 — b3 S c6 - d8 

23. e5— d6: c7 — d6: 

24. Le4 — d5 Ld7— e6 

25. Tf4 — e4 Kg7 — h8 



Weilt. Schwirt. 

26. Ld5 — e6: Sd8— e6: 

27. I)b3 — e6: D e7 — g7 

28. Tfl — f2, und gewann 
nachher. 



V. 



1. 
2. 
3. 
4. 

5. 
6. 

7. 
8. 



d. Lasa. 
WeiM. 

e2— e4 

f2— f4 

Sgl-f3 

L f 1 — c4 

d2 — d4 

c2 — c3 

0-0 

h2 — h4 



LXVIL 

(Geipiek ani 11. October 1840.) 
Hanstein. 



Schwan. 
e7 — e5 
c5 — f4: 

Lf8-g7 
d7 — d6 
h7 — h6 

S g8 — e7 
d6 — d5 



Diese Vertheidigong iit nicht regel- 
mässig. 

9. e4 — d5: Se7 — d5: 

10. Tfl— elf Lc8 — e6 

In einer andern Partie, die wir im 
Anhang geben, zog H an stein Ke8-f8. 

11. D dl — b3 c7 — c6 

12. Lc4-d5: Dd8 — d5: 
Weiss hat jetzt die Wahl, den Thurm 

|8 zu erobern, wobei sich aber die 
Dame weit ans dem Spiele entfernt, 
oder auf der Königsseite zwei Bauern 
tn gewinnen. Es geschah das Letztere. 



13. D b3 

14. 

15. Lei 



d5: 



h4 — g5: 



f4: 



c6-d5: 
S b8 — e6 
— 0-0 



:<.* <*Aa*a»lA» Ir/vmm** aKaw ml^k* 



spiel findet sieb 
Gambit der Dame. 



bei Philidor im 



■■■ #w 


Schw. 

Isj 


ii-ij 


^4-i_ 


mm 


mm 


m : Ti 


■jbO 


1 5' 


TOB 



iö 



I ; 



16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 
23. 
24. 
25. 
26. 



Weiss. 

g5 — g6 
g6-f7: 
S bl — d2 
Kgl-f2 
Tel — c8: 
Tal— hl 
S d2 — b3 
S b3 — d2 
S f 3 — e5t 
Lf4-e5: 
S d2 - f 3 



27. d4 — e5: 



Schwarz. 

T d8 - e8 
Le6— f7: 
L f 7 — h5 
Kc8 — d7 
Lh5 — eS: 
L e8 — g6 
b7 — bS 
a7 — a5 
L g7 — e5: 
T h8 — f St 
S c6 — e5 : 
h6 — h5 



94 





WeiM. 




Schwan. 




Wein 


Scfawari. 


31. 


Tf4- 


f6t 


K e6 - e7 


39. 


Tb7- 


• b8 KgS — n 


32. 


TfG- 


■b6: 


Ts8-g2: 


40. 


e5- 


■e6t Kf7 — e7 


33. 


Sf3- 


d4 


Tg2-g3t 


41. 


Kf5- 


- e5 h5 — h4 


34, 


Ke3- 


-f4 


Tg3-s4t 


42. 


Sf4- 


- d5t K e7 — f 8 


35. 


Kf4- 


-f5 


K e7 — f 7 


43. 


Sd5- 


■ f 6 T f 2 — e2t 


36. 


Tb6- 


■b7t 


K f 7 - gS 


44. 


Ke5- 


-f5 Te2— f2t 


37. 


Sd4- 


e2 


Tg4-g2 


45. 


Kf5- 


-g5 Tf2-g2t 


38. 


Se2- 


-f4 


Tg2-f2 - 


46. 


Kg5- 


- h4: und gewinnt 



Anliang^ zum vorherg^ehenden Spiele. 

(Gespielt am 12. October 1840.) 
schw. Weiss. 






I. 




Weiss. Schwarz. 

9 K e8 — f 8 

10. Sbl— iJ2 Sb8— c6 



11. Sd2 — e4 

12. Sf3 — eö 

13. d4 — e5 : 

14. Lc4 — d5: 

15. Lei— f4: 

16. S e4 — f 6 

17. e5~f6: 

18. Lf4 — e5 

19. Le5 — h8: 

20. Ddl — d4 

21. Kgl— fl 

22. D d4 — gl 



Schwan. 

§5 — g4 
S c6 — e5: 
c7 — c6 
c6 — d5: 
L c8 — e6 
L g7 — f e 
Dd8 — f6 
Df6 — h4 

g4 — g3 
D h4 — h2t 
D h2 — hlt 
D hl - h4 



23. T el — e3 und gewinnt. 



LXVIII. 



(Gespielt am 28. Juni 1841.) 
V. d. La.sa. Hanstein. 





Weiss. 


SchwarE. 


Weiss. Srhwarx, 


1. 


e2 — e4 


e7— e5 


8. Sbl — a3 


2. 


12 — f4 


c5 — f4: 


Noch besser wäre 8. Ic4-e6: 


3. 


S gl - f 3 


g7-g5 


f7-e6:; 9.Ddl-b3. 


A 


r. n — r4 


I. f 8 — fl-7 


8 Lefi- c4: 



95 





WeiM. 




Schwirl. 




Weis«. Schwan. 


12. 


a2- 


a4 


D e7 - e6 


22. 


b4 — g5: h6 — g5: 


13. 


d4- 


d5 


I) e6 — j?4 


23. 


Tel-o5: K f 7 — f6 


13. 


Ddl — 


d3 


Sg8-e7 


24. 


T e5 — e2 e6 — eö 


15. 


e4 - 


e5 


Sd7- e5: 


25. 


t.3 — c4 Ta8— c8 


16. 


Sf3- 


e5: 


Lg7— e5: 


26. 


L el — b2 S e7 — g6 


17. 


Sc4- 


-e5: 


d6— e5: 


27. 


T e2 — e4 K f 6 - f5 


18. 


d5- 


d6 


c7 — d6: 


28. 


g2-g3 Tc8 — d8 


19. 


Dd3- 


■d6: 


D g4 - e6 


20. 


g3-f4«_ g5.-f4: 


20. 


Dd6- 


•e6: 


f7 — e6: 


und 


Schwarz gewann tnille 


21. 


Tfl- 


el 


K eS — f 7 


der 


beiden freien Bauern. 



SpriBgergambit mit dem Zuge g2— g3 statt h2~h4. 
LXIX. 

(Gespielt am 25. März 1841.) 



Weiss. Schwarz. 

10. Lel-f4: g4 — f3: 

11. Tfl — f3: lSd7"- hS\ 
Das gegenwärtige Spiel und das 

nächstfolgende, in welchem Schw. bes- 
ser ll.SgS — f6 zieht, haben zur Auf- 
stellung der Varianten 9 und 10 im VI. 
Abschnitt der Bilgo er 'sehen Gambit- 
spiele (1852 S. 296) gedient. 

12. [Lf4~d6:]De7 — d6: 

13. Lc4 — f7t Ke8 — d8 
L f7 — g8: LcS — g4 



Hanstein. 


V. d. Lasa 


WeiM. 


Schwärt. 


1. e2 — e4 


- e7 — eö 


2. f 2 — f4 


e5 — f4: 


3. Sgl — f3 


g7-g5 


4. Lfl — c4 


Lf8-g7 


5. d2 — d4 


d7— d6 


6. c^— c3 


h7 — h6 



Bilguer empfiehlt hier als den be- 
sten Zug g5 — g4, indess ist auch h7- 
h6 für Schwarz, bei richtiger Fortsez- 
zung, günstig. 

7. Ddl— b3 DdS— e7 

8. — [Sb8 — d7] 

9. g2-g3 

Der Versuch) die Bauernkette durch 
den g- Bauer statt mit h2 — h4 zu 
sprengen, scheint zur Zeit Philidor's 
QOi*H nirM eemachi wnrdAn zn sein. 



14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 
20. 



T f 3 — f2 
Sbl — d2 
e4 — e5 
a2— a4 
L g8 — eS 
Db3 — c6: 
T r9. f 7 



c7 — cG 
S bG — d7 
D d6 — b8 
K d8 — c7 
L g4 — e6: 
L g7 — f8 
D b8 _ e8 



WeiM. 

23. e5 — e6 

24. Sd2 — e4 



96 



Schwan. 
T a8 — <18 
K c7 — b8 



25. Tf7 — d7: und gewinnt 
durch das Uebergewicht zweier 
Bauern. 



Hanstein. 

Weis«. 

1. e2 — e4 

2. f 2 — f4 

3. Sgl — f3 

4. Lfl — c4 

5. d2 — d4 

6. <-2 — c3 

7. D dl — b3 

8. 0-0 

9. g2 - g3 

10. Lei— r4: 

11. Tfl — f3: 
Bis hierher ist 

hergehenden gleich 



LXX. 

(Gespielt am 15. April 1841.) 
V. d. Lasa. 



Schwarz. 
e7— e5 
e5 — f4: 
g7-s5 

Lf8-g7 
d7 — d6 
h7 — h6 

D d8 — e7 
[S b8 — d7] 
[g5-g4] 
g4-f3: 



das Spiel dem vor 




11 

12. Sbl-cl2 



1841, geschah 12.e4 — e5, d6— e5:; 
13.d4 — e5:,Sf6-g4; 14.Lc4 — f7t, 
De7— f7:;15.e5-e6, Df7-h5; 16. 
e6-d7t, Lc8~d7:; 17. h2 — h4, 
0—0—0 zum Vortheil für Schwan. 

Weiss. Schwarz. 

12 — 

13. Tal — el S d7 — b6 

14. L c4 — d3 Lc8— e6 

15. c3 — c4 

Der Rückzug der Dame nach c2 
wäre wohl besser gewesen. 

L e6 — g4 
Lg4 — h3 
S f 6 - g4 
d6— e5: 
wS b6 — d7 
T a8 — bS 
f7— f5 

d5t K g8 — h8 
D e7 — f 7 
Tf8— f7: 
Sd7— e5: 
Sg4 — e5: 
Se5 — d3: 

d3: Lg7 — b2: 
und gewinnt.^ 



97 





Lxxr. 






(Gespielt am 2. 


September 1841.) 




V. d. Lasa. 


Hanstein. 






WeiM. 


Scliwan. 


Weiss. 


Schwan. 


1. e2 — e4 


e7 — e5 


18. Sbl-d2 


Sc6— e5: 


2. f2 — f 4 


e5 - f4: 


19. Tf6 — f4 


Th8— e8 


3. S gl — f 3 


g7-g5 


20. Tal — el 


Dd8 — d7 


4. L f 1 — c4 


Lf8-g7 


21. Tf4 — d4 


D d7 - f 5 


5. d2 — d4 


h7 — h6 


22. Dg2 — b7: 


S e5 — f 3t 


6. — 


d7-d6 


23. Sd2 — f3: 


Df5-f3: 


7. c2 — c3 


S b8 - c6 


24. Db7 — f3: 


T e8 — elf 


8. g2-g3 


gS — g4 


25. Kgl-f2 


Lg4— f3: 


9. L cl — f4: 


g4-f3: 


26. Kf2-el: 


Ta8— e8t 


iO. Ddl — f3: 


S g8 — f 6 


27. Kel-f2 


Lf3— c6 


li. e4 — e5 


Lc8-g4 


28. a2 — a4 




12. D f 3 — g2 




Weiss konnte hier besser liehen 


BeiMr Mt woid 12. Df3— e3. 


and mit seinen Bauern Iftnger Stand 


12 


d6— e5: 


halten. 




13. d4 — eS: 


Sf6-h5 


'üO* • • • • 


Te8 — b8 


14. Lc4-f7^ Ke8-f7: 


29. b2 — b4 


Lc6— a4: 


15. Lf4-g5t 


S h5 — f 6 


30. Td4 — g4t 


Kg7-h7 


16. Lg5 — f6: 


Lg7-f6: 


31. T g4 — f4 


La4-b3 


17. Tfl — f6t Kf7— .g7 




und gewann. 




T,X 


m. 






(Gespielt am 13. 


September 1841.) 




Hanstein. 


V. d. Lasa. 






WeiM. 


Schwan. 


Weiss. 


Schwan. 


1. e2 — e4 


e7 — e5 


9. Sf3 — el 


f4 — f3 


,2. f2— f4 


e5 — f4: 


10. Sei — f3: 


g4-f3: 


3. Sgl-f3 


g7-S5 


11. Ddl — f3: 


— 


4. Lfl-c4 


h7 — h6 


12. Lc4 — f7+ 


Kg8 — h8 


5. — 


Sg8-e7 


13. Df3 — h5 


Tf8— f7: 


- Diese VertheidiguDg irt nicht regd- 


14. Tfl-f7: 


D d8 — g8 


■taig. 




15. Tf7 — g7: 


Dg8-g7: 


6. d2 — d4 

"J «9 »a 


Se7-g6 


16. Lei— h6: 
An n KR __ O.R 


Dg7 — h7 
R K» »e 



98 



19. 
20. 
21. 
22. 
23. 



WeiM. 

h2 — h4 
K gl — h2 
Tal-fl 
T f 1 — f6 
S d2 — f 3 



Schwan. 
L c8 — h3 
L h3 — d7 
Sc6— e7 
T aS — gS 
S g6 — e5 



Nach dieiem Zuge scheint Schwirt 
gflnitig lu stehen. Weis« opfert aber 
mit enticheidendem Vorthell seine Dame. 

S. das neben.stehende Diagr. 

24. d4 — e5: Tg8 — g5: 

25. Sf3 — g5: Dh7 — g8 

26. Tf6 — f8 Dg8— f8: 

27. Lh6 — f8: Se7 — g6 

28. eo— e6 S g6 — f8: 

29. e6 — d7: Sf8 — d7: 





:-m W'- W'^^ 


11! 


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iaji^ 


HL 


^..^ ^S 


? 



30. S g5 - eG 



S d7 — f6 

31. Se6 — c7: Sf6— e4: 

32. K 1)2 — g2 und gewinnt 



Hanstein. 
Weiss. 

e2 — e4 
f2 — f4 
S gl — f 3 
L f 1 — c4 
d2 — d4 
c2-c3 



LXXin. 

(Gespielt am 30. Auguil 1641.) 
V. d. Lasa. 



Schwan. 
e7— e5 
e5 — f4: 

h7 — h6 

d7 — d6 

S b8 — d7 



Die Gambilrertheidignngen ohne 
Lf8 — g7 sind nicht genOgend. Es 
kann dagegen gewöhnlich bald g2-g3 
mit Vortheil angewandt werden. 



7. — 

8. D dl — b3 

9. Sbl — d2 

10. Lc4 — d3 

11. e4 — e.*) 



S g8 - e7 
Th8-h7 
S d7 — b6 
Se7— g6 
AP '- 



13. 
14. 
15. 
16, 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 
23. 
24. 



Weis». 

D b3 — c2 

S d2 — b3 

L cl - d2 

S b3 — c5 

tl4 — c'j : 

Tal — el 

Sf3— d4 

b2 — b4 

L'3 — b4: 

g2-g3 

Tfl — f6 

K gl — hl 



Schwan. 

T h7 — g7 
L c8 — e6 
D tl8 - d7 
Lf8 — c5: 
S b6 — c8 
S c8 — e7 
1-7 — c6 
a5— b4: 
Ke8 — f8 
f4-g3: 
g3-h2t 
K f 8 — g8 



ScEiwarx hat mainetiUin drei BaHifo 
gewonnen^ verliert dafflr aber ejntß 



99 



Sekw. 




WeiM. 
25. Sd4 — e6: 



Schwan. 
f7-e6: 



26. 
27. 
28. 
29. 
30. 
31. 
32. 
33. 
34. 
35. 
36. 
37. 



WeiM. 
Ld3- 
Tf6- 
Tg6- 
Tel — 

a4 — 
Dc2 — 
Khl- 
Tfi — 
Dc3 — 
De3 — 
Kh2 — 
Ld2 — 



Schwan. 
g6: Se7-g6: 
g6: Dd7— f7 
f6 Df7 — b5 
fl Dh5-b3 
aS h6 — h5 
c3 Dh3 — g4 
h2: h5 — h4 
gl D g4 — e4 
e3 g5-g4 
e4: g4-g3t 
h3 d5— e4: 
h6 und gewinnt. 



fiaabit laiio. 
LXXIV. 



(Geipielt 

Y. d. Lasa. Mayet. 

WeiM. Schwan. 

1. e2 — e4 e7 — e5 

2. f2— f4 e5 — f4: 

3. Sgl_f3 g7-g5 

4. Lfl — c4 g5 — g4 

5. — g4 — f3: 

6. ö dl — f3: D d8 — f6 

Dieser Zug geschieht seit einer 
Reihe von Jahren gewöhnlich. Sar- 
ratt nnd die Autoren vor ihm sogen 
6. Dd8-fr7. Mit beiden Zögen scheint 
das Spiel nur remis werden zu können. 
Dieselben sind also von gleichem Werthe. 

7. e4 — e5 Df6— e5: 

8. d2 — d3 Lf8 — h6 

9. Sbl— c3 SgS— e7 
10. Lei — d2 {0 — 05 



am 8. Januar 1839.) 



Weiss. Schwarz. 

12. Kgl — hl Se7 — g6 

Eine andere, indesi gleichfalb für 
Schwarz nicht günstige Wendung hätte 
das Spiel mit 12. c7— c6 genommen. 
Wir geben hierzu die Stellung und die 
wahrscheinliche Fortsetzung. 

Scbw. 






imIB 




100 



16. g5— h6:, d5-e4:; 17. Tel-e4:, 
Lc8— g4; Df3— f4: und gewinnt), 
Lli6— g7; 16. Se4— f6t, Kg8— h8 
(«nf 16. Lg7-f6:; t7. g5~f6:, 
Dg6 — f6: gewinnt 18. L d2 — c3, 
Df6— h4; 19. Tel-e7:, Oh4-e7:; 
20. Tfl-glt); 17. Tel-e7:, d7-d5; 
18. Lc4-b3, Dg6-g5:; 19. Tfl-gl, 
Dg5— f5 (auf 19. Dg5— f6: folgt 
20. Ld2-c3, auf 19. Dg5 — bS aber 

20. Sf6-e8); 20. Df3-g2, Lg7-f6:; 

21. Te7-f7:, Tf8-e8; 22. Tf7-f6: 
and gewinnt. 

Wir kehren nun Eor Haoptpartie 
loräck, von der wir übrigens bemer- 
ken müssen, dass sie in Bilgner's 
Handboch als Variante aufgenom- 
men ist 

Weiss. Schwarz. 

13. Sc3 — e4 Dc5 — c6 



14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 
23. 
24. 
25. 
26. 
27. 
28. 
29. 



Weiss. 

Df3 — 

Ld2 — 

Se4 — 

Tel- 

Lc3 — 

Te7 — 

Lc4 — 

Dh5 — 

h2 — 

h4 — 

h5 — 

Tfl — 

Tel- 

Te8 — 

Td8- 

Dh6 — 



Schwan. 

h5 Kg8-g7 
c3t f 7 - f6 
f6: Tf8 — f6 
e7t K g7 — f 8 
f6: Dc6 — f6 
f 7t D f 6 — f 7 
f7: Kf8 — f7 
b6: Kf7 — g8 
h4 Sb8— c6 
h5 S c6 — e7 
g6: Se7 — g6: 
el b7 — b6 
e8t Kg8 — f7 
d8 Kf7— e7 
g8 Ke7 — f7 
h7i^ und gewinnt. 



T. d. Lasa. 
Weiss. 

1. e2 — e4 

2. f2 - f 4 

3. Sgl— f3 

4. L f 1 — c4 

5. — 

6. Ddl — f3: 

7. e4 - e5 

8. d2 — d3 

9. Lei — d2 

10. Sbl — c3 

11. Tal — el 

12. K gl — hl 



LXXV, 

(Gespielt am 27. AprU 1839.) 



Mayet. 
Schwan. 

e7 — e5 
e5 — f4.• 
g7-g5 

§5 — S* 

g4-f3: 
D d8 — f 6 
Df6— e5: 
L f 8 — h6 
S g8 — e7 

c7 — c6 
D e5 — c5t 

d7 — d5 



Weiss. Schwärs. 

16. Ld2 — c3 

Besser ab Tel— e7f. 



8»tw. 



,,.41 




wii'^ m^ä 




101 



Thnrfli hS anfiogeban und 16. Lo8-d7 
nelMt 17. 0-0-0 lo tpielen. Die Par- 
tie gleicht «ch aber dadurch mu. 



Vteim. 

16 

17. Sd5 — e7; 
L c3 — h8: 
D h5 — e5 
T el - e4 
D e5 — de 
Tfl — el 
d3 — d4 
c2 — c3 
Dd6 — e5 
Te4— e2 



18. 
19. 
20. 
21. 
22. 
23. 
24, 
25. 
26. 



Schwärs. 

Ke8 — dB 
Sc6— e7: 
Dd6 — g6 
L c8 — e6 
S e7 — c6 
Kd8— e8 
S c6 r- d8 
T a8 — c8 
T c8 - c6 
T c6 — b6 
Ke8 — d7 



Weist. 

27. d4 — 

28. D €5 — 

29. Lh8- 

30. D e7 — 

31. L e5 — 

32. g2- 

33. d5 - 

34. K hl — 

35. D c5 — 

36. Te2 — 
Tel — 
Te8- 
Dd6 — 



37. 
38. 
39. 



Schwan. 
d5 Le6 — g4 
e7 Kd7 — c8 
e5 Lg4 — d7 
c5t Sd8— c6 
d4 f 4 — f 3 
f3: Dg6 — f5 
c6: Df5 — f3f 
gl d7 — c6: 
de Lh6— f4 
e8t Ld7- e8: 
e8t Kc7 — b7 
b8t Kb7 — ae 
a3t und gewinnt. 



Hanstein. 
WeiM. 

1. e2 — e4 

2. f 2 — f 4 

3. Sgl— f3 

4. Lfl — c4 

5. — 

6. Ddl — f3: 

7. e4 — e5 

8. d2 — d3 

9. Lei — d2 

10. Sbl — c3 

11. Tal — el 

12. K gl - hl 

13. D f 3 — h5 



LXXVI. 

(Geipielt am 13. December 1841.) 
V. d. Lasa. 



Schwan. 
e7— e5 
e5 — f4: 
s7-g5 
g5 — g4 
g4-f3: 
Dd8— f6 
Df6— e5: 
Lf8 — h6 
S g8 — e7 
c7 — c6 
D e5 — c5t 
d7 — d5 
D c5 — d6 



16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 
23. 



Wein. 
Sc3 — d5: 
Ld2 — f4: 
Tfl-f4: 

S d5 — e7i: 



Schwan. 

S b8 — c6 
Lhe — f4 
D de — e7 
S c6 — e7 



D h5 — g5t S e7 — g6 

Tf4 — f3 Lc8 — d7 

h2 — h4 Ta8— e8 

Tf3 — g3 f7-f5 

24. D g5 — he f 5 — f 4 

25. Tg3 — ge+ h7 — ge: 

26. Dh6 — g6t Kg8 — h8 

27. D ge — h6t und das Spiel 
bleibt, wegen des unaufhör- 



102 

Uiif«i|;aBbit 
Lxxvn, 

(Ceipielt am 25. Odober 1837.) 



V. d. Lasa. 
WeiM. 

1. e2 - e4 

2. f 2 — f 4 

3. Lfl — c4 

Die neuesten 



V. Bilguer. 

Schwan. 

e7— e5 
e5— f4: 
D d8 — h4t 
ForachuDgen haben 



ergeben, dass Schwan den Bauer f4 
nicht genägend auf die Länge decken 
kann. 



4. 
5. 
6. 
7. 
8. 
9. 
10. 



Kel— fl 

SM — c3 

Sgl_f3 

h2 — h4 

d2 — d4 

e4 — e5 

S b3 — d5 



g7-g5 
Lf8 — g7 
D h4 — h5 
h7 — h6 
d7 — d6 
d6 — e5 : 



Hier konnte WeiM dnrch 10. Sf3-e5; 
«einen Bauer xarSckgewinnen. lO.SbS- 
d5 iit aber aadi gut. 



e5 — e4 
KeS — d8 
Lc8 — d7 
D h5 — g6 
f7-g6: 
h6 — g5: 
Lg7 — h8: 
Kd8— c7: 
Lc4 — g8: Sb8— c6 



10 

11. Ddl — ei 

12. D el — e4: 

13. Kfl — gl 

14. De4 — g6 

15. h4 — g5: 

16. Tbl — h8: 

17. Sd5 — c7: 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 
23. 



Lg8.-f7 
Sf3 — g5: 
K gl - f 1 
T al — cl 
T cl - bl 



Sc6— d4: 
S d4 — e2t 
Se2— cl: 
Lb8 — b2: 
Lb!*- '" 



WeiM. Schwan. 

25. Kfl — e2 Ld7 — g4t 

26. Ke2-d2 Th8 — d8 

27. K d2— el L f 6 — b4t 

28. Del— fl Lg4— f5 

29. Se4 — c5 b7 — b6 

30. Sc5 — e6t Lf5 — e6: 

31. Lf7 — e6: Td8 — d2 

32. L e6 — b3 g6 — g5 

33. c2 — c4 

Um den Tbnrm cum Tausch ilelln 
in können, und wo m&glich die u- 
gleichen Läufer allein im Spiel M 
laHen. 



33 

34. T bl — dl 

35. Kfl — gl 

36. T dl — f 1 

37. K gl — f 1 
wurde remis, 



g5 — g4 

Td2 — f2t 

g4-g3 

Tf2— fit 

: und das Spiel 

es scheint aber, 



als hätte Schwarz es gewinnen 

sollen. 

s«w. 




103 



Es kann nämlich folgen: 
37. Kc7— c6; 38. LbS— dl, 
Kc6-c5; 39. Kfl-el, nimmt 
nun Kc5^c4:, so erreicht der 
wasse König das Feld bl und 
macht remis. Es geschieht da- 
her Kc5— b4; 40. Kel-d2, 
Kb4 — a3, wobei Schwarz im 
Vortheil ist. Eine andere Spiel- 
art ist far ihn noch einfacher, 
nämlich 37. Kc7-c6; 38.Kfi- 
e2, Kc6— c5; 39. Ke2— fS, 



Lh4— g5; 40. Kf3-e4, Lg5- 
h6; 41. Ke4— f3, Kc5 — d4; 
42. Kf3— e2, Kd4— c3; (43. 
Ke2— f3, Kc3-d3;) 43.Ke2- 
el, Kc3-d3; 44. Kel— fl, 
Lh6-f8; 45.Kfl— el, Lf8- 
b4t; 46. Kel — fl, Lb4— c3; 
47. Kfl — gl, Kd3-e3; 48. 
Lb3-a4, Lc3-d4t; 49.Kgl- 
hl, f4-f3; Ö0.g2-f3:, Ke2- 
f2 and Schwarz gewinnt. 



T. d. Lasa. 
WeiM. 

1. e2 — e4 

2. f2 — f 4 

3. Lfl — c4 

4. Kel — fl 

5. g2-g3 

6. D dl — f 3 
Bener wire g3- 

Sg8— h6. 

7. h2 — g3; 

8. Sgl-f3: 

9. S f 3 - e5 
10. d2 — d4 



Lxxvm. 

(CM^elt am 25. October 1841.) 
Hanstein. 
Scbwart. 

^e7 — e5 
e5 — f4: 
D d8 — h4t 

g7-s5 

f4-g3: 
D h4 — f 4 
g2t;7. Kfl.g2: 



D f 4 — f 3t 

gö — S* 

S g8 — h6 

d7 — d6 



WeiM. 

11. Se5 — f3 

12. Sf3 — g5 

13. Sg5 — f3 



Schwan. 
Sh6 — g8 
Sg8 — h6 
S h6 — g8 



Die Partie wurde als unent- 
schieden aufgegeben. Schwarz 
kann den Springer f3 nicht 
nehmen, ohne seinen Springer 
auf h6 und nachher den Bauer 
auf f3 und vielleicht auch den 
Eckbauer h7 zu verlieren. Das 
Spiel hat als Variante Aufnahme 
in Bilguer's Handbuch gefunden. 



Hadstein. 



Damengambit. 
LXXIX. 

(Gwpieh am 28. September 1837.) 
Mayet. 



Das Damengambit wurde 
vor 20 Jahreo in Berlin häu- 
figer als jetzt gespielt, es sind 
aber nur wenige Beispiele aus 
alter Zeit aufgezeichnet wor- 
den. Besonders geschickt im 
Angriff erwies sich, wie wir in 
der allgemeinen Einleitung er- 
wähnten, Herr May et. Er 
pflegte 3. e2-e4 oder 3.Sbl- 
c3 zu ziehen. Der Zug 3. e2- 
e3 kam erst durch Bilguer 
und zwar in Folge des Stu- 
diums der Spiele zwischen La 
Bourdonnais und M' Donnell 
auf. Wenn früher das Damen- 
gambit, was auch häufig ge- 
schah, abgelehnt wurde, so 
pflegte auf 1. d2-d4 mit H-tb 
geantwortet zu werden. Wir 
haben hierüber einige Partien 

(LIII LVn.) mitgetheilt. 

•Wein. Schwan. 

3. Sbl — c3 Sb8— c6 

4. e2 — e3 S c6 — a5 



Dieter Verracb, den Baaer cS 
•chAUen, iit nicht (lacUich. 



Sdiwan. 

c7 — c6 
c4 — b3: 
b7 — b6 
S a5 — b7 



Weiw. 

5. D dl — a4t 

6. 

7. 

8. 

9. 
10. 
11. 
12. 
13. 

14. Lei — d2 

15. Kel — d2: 

16. L c6 — f3 

17. Tal— a7: 

18. Sb6 — c8: 

19. Ta7 — a6 

20. Kd2 — cl 

Wenn Sdiwan 20. Tb2-f2: thiM, 
so wfirde Sgl-e2 den Tharm einipema. 

21. L f3 — e2 und Weiss ge- 
wann das Spiel, dessen Fort- 
setzung hier kein Interesse 
mehr gewähren würde. 



b2 — b4 
a2 — b3: 
b3 — b4 
Da4 — c6if Dd8 — d7 
Lfl — b5 Dd7- c6: 
L b5 - c6| K e8 — d8 
S c3 — d6 e7 — e6 
Sd5-b6 Lf8-b4t 
L b4 - d2t 
S g8 — e7 
T a8 - b8 
S b7 — d6 
S e7 — c8: 
Tb8 — b2 
Se6 — c4 



Hanstein. 
WeiM. 

1. d2 — d4 

2. c2 — c4 



LXXX. 

(Gespielt am 16. October 1837.) 



May et. 
Schwan. 
d7— d5 
c7 — c5 



Dieser Ton Salrio and Ponxiani 
empfohlene Gegeniaf, den man auch 
bei Greco findet, wird jetst nicht far 
so gut als 2. e7 — e6 gehalten. Auf 
c7 — c5 muai Weiss mit c4— d5: ant- 
worten. 



Weiss. Schwär«. 

3. d4 — c5: [d5 — d4] 

4. b2 — b4 e7 — e5 

5. Sgl — f3 f7 — f6 

6. e2 — e3 a7 — a5 

7. e3 — d4: e5 — d4: 

8. Ddl — d4: Dd8— e7t 

9. Dd4-e3 a5 — b4: 



105 



Wein. Schwan. 

10. Lfl — d3 Sb8— a6 

11. — Sa6-c5: 

12. Dc3 — e7t Lf»— e7: 

13. Ld3 — e2: Sc5 — b3 

E$ leigl sich hier, d«M WeiM Tor- 
her, statt in rochirea, hätte De3-e7t) 
daim Lo8-e6 und Sbi-d2 thmi sollen. 

14. a2— b3: Ta8— al: 

15. Sbl — d2 Lc8— f5 

16. Sf3 — d4 Lf5 — g6 

Schwan hat mehrere Zflge ver- 
sAnmt nnd seinen Fldgel anf der Seite 
der Dame gani Ton Streithriften ent- 
blösst, obschon es deutlich ist, dass ge- 
rade dort Weiss innichst angreifen 
wird. In der Forlsetinng des Spieles 
erkennt man Obrig ens Uanstein's grosse 
Energie. 



17. Le2- 


-f3 b7 — b6 


18. Lf3- 


- c6t K e8 — f 8 


19. Sd4- 


-e6t Kf8— f7 


20. Lc6- 


-d5 Lg6— f5 


21. Se6- 


-d4t Kf7 — g6 


22. Sd4- 


-f5: Kß6 — f5: 


23. Tfl- 


-el lyW — c5 


24. Ld5- 


-e6t Kf5 — g6 


25. Sd2- 


-f3 h7-h5 


26. Sf3- 


-h4t Kg6 — h7 


27. Le6- 


-f5t g7-g6 


28. Sh4- 


-g6: Sg8 — h6 


29. S ge- 


-f8t Kh7-g8 


schwärt Term«det du ¥M g7, nf 


wddwm «r 


darch Lcl-h6f bedroht 


wird. 





30. L f 5 — e6t S h6 - f 7 



WeiM. Schwan. 

32. Lei — d2 Kg8 — g7 

El wire beeter Tal— el sn aeh- 
men. Dabei bliebe der Bauer b6 ge- 
deckt. 

33. Tel — al: Ld4 — al: 

34. Ld2 — b4: Sf7 — g5 

35. Le6 — d5 Lal— d4 

36. h2-h4 ThS — d8 

37. Sd7 — b6: Ld4 — b6: 

38. h4 — g5: f6 — g5: 

39. Lb4 — e7 Td8— e8 

40. Le7 — g5: Te8 — elf 

41. Kgl — h2 Lb6 — f2: 

42. Lg5 — d2 Tel — dl 

43. Ld2-c3t Kg7 — h6 

44. LdS — e4 Kb6 — g5 

45. Le4 — c2 Lf2— glt 

46. Kh2 — h3 Tdl — d7 

47. b3-b4 Td7-e7 

48. L c3 — d2t Lgl — e3 

49. Ld2 — el Te7 — f7 

50. Lei — h4t Kg5 — h6 

51. Lc2 — d3 Tf7 — f4 

52. b4— b5 

Die jettige Stellang der Baoem iat 
eine rertbeidigende. Ei wird ichwer 
lein, lie auf die ichwanen Felder 
weiter Torrficken to lanen. 

52 Tf4 — d4 

53. Ld3 — e2 Td4— e4 

54. c4 — c5 

Offenbar in der Hoflbnng, den 
Schwärt einen directen Angriff gegen 
den KSnig, dem Gewinne dieiei Banem 
Vorlieben wird. Der Angriff kann aber 
nicht celincen nnd Wein hat dann 



lUO 



gewonnen. Bei 54. L«3-c5 
Spiel nnentoehieden bleiben. 



54. 
55. 
56. 
57. 



WeiM. 

• • • • 

L e2 — f 3 

L h4 — e7 

g2-g3 



Schwärt. 

|Le3— f4} 

T e4 — c4 

T c4 — cl 

T cl — c3 



58. 
59. 
60. 
61. 
62. 



Weüf. 

g3-f4: 
K h3 — g2 

b5 — b6 
L €7 — d8 



Schwa». 
Tc3— f3i: 
Tf3— f4: 
Tf4 — b4 
Tb4— d4 



c5 — c6 und gewinnt. 



Nachweis der älteren Berliner Spiele in der 
Schachzeitnng and in Bilgaer s Handbache« 



Der Vollständigkeit wegen geben wir hier ein Register 
der hauptsächlichsten, auf die Periode unserer Erinnerungen 
bezüglichen Spiele, welche bereits in den Jahrgängen der Ber- 
liner Schachzeitung oder in Bilguer's Handbuche abgedruckt 
sind und deshalb in die gegenwärtige Sammlung keine Auf- 
nahme gefunden haben. Die Jahreszahlen bezeichnen dabei 
den Band der Schachzeitung. Für das Handbuch ist die erste 
und zweite Auflage unterschieden. 

1. d2— d4, d7-d5; 2. c2— c4, d5 — c4:. 

Mayet und Sz^n, Handbuch 2. Aufl. S. 361; Mayet und 
V. d. Lasa, Handbuch 2. Aufl. S. 366. 

1. d2— d4, f7— f5. 

Mayet und Hanstein, 1847 S. 30; Hanstein und v. d. Lasa, 
Handbuch 2. Aufl. S. 231. 

1. e2— e4, b7— b6. 

V. d. Lasa und Hanstein, 1847 S. 21. 

1. e2— e4, e7— e6. 

Hanstein und v. Jänisch, 1849 S. 105; Hanstein und 
V. Jänisch, 1849 S. 106. 

1. e2 — e4, c7 — c5. 
Löwenthal und Hanstein, 1846 S. 29; v. d. Lasa und 

Hanstpin. iRXl S. iRt v. d. T.asa imd HansfrAin. iRlI S 20; 



V. d. Lasa und Mayet, 1847 S. 26; v. d. Lasa und Anderssen, 
1847 S. 130; v. d. Lasa und Hanstein, 1847 S. 193; v. d. 
Lasa und Hanstein, 1847 S«|195; v. d« Lasa und Hanstein, 
Handbuch 2. Aufl. S. 227; v. d. Lasa und Hanstein, Hand- 
buch 1. Aufl. S. 232. 

1. e2— e4, d7 — d5. 

Grimm und v. d. Lasa, 1846 S. 22; Jenay und v. d. 
Lasa, 1846 S. 54; Hanstein und v. d. Lasa, 1846 S. 59; 
Hanstein und v. d. Lasa, 1846 S. 62; Hanstein und y. d. Lasa, 
1846 S. 62; Buckle und v. d. Lasa, 1846 S. 88; Anderssen 
und V. d. Lasa, 1846 S. 89; Mayet und Hanstein, 1846 S.90; 
Bledow und Löwenthal, 1847 S. 168; Hanstein und t. d. 
Lasa, 1848 S. 173; Hanstein und v. d. Lasa, Handbuch 2. 
Aufl. S. 226. 

1. e2— e4, e7 — e5; 2. Lfl — c4, f7— f5. 

Bledow und v. Bilguer, 1848 S. 460; Mayet und Hau- 
stein, Handbuch 2. Aufl. S. 210; v. Bilguer und v. d. Lasa, 
Handbuch 2. Aufl. S. 210. 

1. e2 — e4, e7-e5; 2. Lfl — c4, Lf8— c5. 
Bledow und Horwitz, 1848 S. 458. 

1. e2— e4, e7 — e5; 2. Lfl — c4, Sg8 — f6. 
Bledow und y. d. Lasa, Handbuch 2. Aufl. S. 200. 

1. e2-.e4, e7 — e5; 2. Sgl— f3, f7— f5- 

y. Bilguer und y. d. Lasa, Handbuch 2. Aufl. S. 65; 
y. Bilguer und y. d. Lasa, Handbuch 2. Aufl. S. 65; Mayet 
und Hanstein, Handbuch 2. Aufl. S. 66. 

1. e2— e4, e7 — e5; 2- Sgl— f3, d7 — d6. 

Mayet und Hanstein, Handbuch 1. Aufl. S. 78; Mayet und 
Hanstein, Handbuch 1. Aufl. S. 79. 



109 



1. c2— e4, e7— e6; 2. Sgl— f3, Sg8— f6. 
Hanstein und v. Jäniscb, Handbuch 2. Aufl. S, 84. 

1. e2— e4, e7— e5; 2. Sgl— f3, SbS- c6; 3. d2— d4. 

Bledow und Mongredien, 1846 S. 58; v. Bilguer und 
Hanstein, 1846 S. 132; v. Bilguer und Hanstein, 1846 S. 133; 
V. d. Lasa und Hanstein, 1848 S. 214; Mayet und Hanstein, 
1848 S. 427; Bledow und Schorn, 1849 S. 104, Szen und 
Mayet, 1847 S. 52; Mayet und Szen, 1847 S. 52; v. d. Lasa 
und Szen, 1847 S. 49; v. Bilguer und Schorn, Handbuch 
2. Aufl. S. 104; Mayet und Hanstein, Handbuch 2. Aufl. S. 104; 
Mayet und Hanstein, Handbuch 2. Aufl, S. 105; v. d. Lasa 
und y. Bilguer, Handbuch 2. Aufl. S. 105; .... und v. d. 
Lasa, Handbuch 2. Aufl. S. 106; v. d. Lasa und Hanstein, 
Handbuch 2. Aufl. S. 107; Mayet und Hanstein, Handbuch 
1. Aufl. S. 105; Hanstein und v. d. Lasa, Handbuch 1. Aufl. 
S. 109; V. d. Lasa und Mayet, Handbuch 1. Aufl. S. 112. 

1. e2— e4, e7— c5; 2. Sgl— f3, Sb8— c6; 3. Lfl — c4, 
Lf8— c5; 4. c2 — c3. 

Bledow und Mongredien, 1846 S. 57; Mayet und Han- 
stein, 1847 S. 198; v. Bilguer und Bledow, 1847 S. 364; 
Horwitz und Bledow, 1847 S. 366; Bledow und y. d. Lasa, 
1848 S. 38; Hanstein und y. d. Lasa, 1848 S. 174; Hanstein 
und y. d. Lasa, 1848 S. 251; Bledow und Sz£n, 1847 S. 14; 
Szen und Bledow, 1847, S. 15; Szen und y. d. Lasa, 1847 
S. 49; Szin und y. Bilguer, 1847 S. 16; Bledow und y. d. 
Lasa, Handbuch 2. Aufl. S. 123; Handstein und y. d. Lasa, 
Handbuch 2. S. 126; y. Jänisch und y. d. Lasa, Handbuch 
1. Aufl. S. 130. 

1. e2— e4, e7-e5; 2. Sgl — f3, Sb8-c6; 3. Lfl-c4, 
. Lf8— c5; 4. b2— b4. 



110 

y. Bilguer, 1847 S. 365; v. d. Lasa und Mayet, Handbuch 
2. Aufl. S. 138; v. d. Lasa und Mayet, Handbuch 2. Aufl. 
S. 138. 

1. e2— e4, e7-e5; 2. Sgl— f3, Sb8-c6; 3. Lfl-c4, 

Sg8— f6. 

Mayei und Hanstein, Handbuch 2. Aufl. S. 154; v. d. 
Lasa und Mayet, Handbuch 2. Aufl. S. 154; Bledow und 
y. d, Lasa, Handbuch 2. Aufl. S. 155. 

1. e2-e4, e7— e5; 2. Sgl— f3, Sb8-c6; 3. Lfl-bo. 

üanstein und y. d. Lasa, 1846 S. 167; Hansiein und 
y. d. Lasa, 1846 S. 170; Hanstein und y. d. Lasa, 1846 
S. 205; Hanstein und y. d. Lasa, 1846 S. 208; Hanstein und 
y. d« Lasa, Handbuch 2. Aufl. S. 165; Mayet und y« d. Lasa, 
Handbuch 2. Aufl. S. 166; Hanstein und y. d. Lasa, Hand« 
buch 2. Aufl. S. 167. 

1. e2 — e4, e7-e5; 2. f2— f4, Lf8— c5. 

T. d. Lasa und Bledow, 1848 S. 37; v. d. Lasa und 
Bledow, Handbuch 2. Aufl. S. 240; v. d. Lasa und Bledow, 
Handbuch 2. Aufl. S. 241. 

1. e2— e4, e7-e5; 2. f2— f4, e5— f4:; 3. Lfl— c4. 

Hanstein und Löwenthal, 1846 S. 24; v. d. Lasa und 
Hanstein, 1848 S. 251; v. d. Lasa und Hanstein, Handbuch 
2. Aufl. S. 352; v. d. Lasa und v. Bilguer, Handb. 2. Aufl. S.353. 

1. e2— e4, e7 — e5; 2. f2-f4, e5 — f4:; 3. Sgl— f3, 

h7-h6. 

Hanstein und Mayet, Handbuch 2. Aufl. S. 250. 

1. e2— e4, e7-e5; 2. f2— f4, e5-f4:; 3. Sgl— f3, 

Lf8— e7. 



lli 



1. e2— e4, e7-e5; 2. f2-f4^ c5— f4:; 3. Sgl--f3, 
g7— g5; 4. h2— h4, 

V. d. Lasa und Grioiiii, 1846 S. 28; Hanstein and Mayet, 

1847 S. 197; v. d. Lasa und Han»tein, 1848 S. 336; v. d. 
Lasa und Hanstein , 1848 S. 338; v. d. Lasa und Hanstein, 

1848 S. 339; v. d. Lasa und Hanstein, 1848 S. 340; v. d. 
Lasa und Anderssen, 1848 S. 456; v. d, Lasa und Hanstein, 
Handbuch 2. Aufl. S. 272; Hanstein und v. d. Lasa, Hand- 
buch 1. AuflL S. 275. 

1. e2 — e4, e7— e5; 2. f2-f4, eö— f4:; 3. Sgl— f3, 
g7.-g5; 4, Lfl — c4, g5-g4; 5. Sf3— e5. 

Haustein und v. d. Lasa, 1848 S. 211; Hanstein und 
y. d. Lasa, 1848 S. 212; Hanstein und v. d. Lasa, 1848 
S. 213; Hanstein und v. d. Lasa, Handbuch 2. Aufl. S. 313. 

1. e2— e4, e7-e5; 2. f2— f4, e5— f4:; 3. Sgl— f3, 
g7-g5; 4. Lfl-c4, g5— g4; 5. 0—0. 

Anderssen und v* d. Lasa, 1847 S. 128; v. d. Lasa und 
Sz^n, 1847 S. 51; Hanstein und v. Jänisch, 1849 S. 203; 
Hanstein und Mayet, Handbuch 2. Aufl. S. 331; v. d. Lasa 
und Mayet, Handbuch 2. Aufl. S. 332 ; Mayet und v. d. Lasa, 
Handbuch 1. Aufl. S. 335. 

1. e2— e4, e7 — e5; 2. f2 — f4, e5 — f4:; 3. Sgl— f3, 
g7— g5; 4. Lfl — c4, Dd8 — e7 oder h7— h6. 

Hanstein und Mayet, Handbuch 2. Aufl. S. 278; Hanstein 
und Y. d. Lasa, Handbuch 2. Aufl. S. 278; v. d. Lasa und 
Hanstein, Handbuch 2. Aufl. S. 278. 

1. e2— e4, e7 — e5; 2. f2— f4, e5 — f4:; 3. Sgl-.f3, 
g7 — g5; 4. Lfl — c4, Lf8— g7. 

Schorn und Hanstein, 1846 S. 56; Hanstein und Bledow, 



HZ 

Majet, 1848 S. 429; v. d. Lasa und Bledow, 1848 S. 461; 
Hansiein und Mayet, 1849 S. 204; Hanstein und v. d. Lasa, 
1849 S. 248; Hanstein und Mayet, 1857, S. SO; Hanstein und 
Mayet, Handbuch 2. Aufl. S. 291 ; Hanstein und Mayet, Hand. 
buch 2. Aufl. S. 291; Mayet und v. d. Lasa, Handb. 2. Aufl. 
S. 292; y. d. Lasa und Hanstein, Handbuch 2. Aufl. S. 300; 
V. d. Lasa und Mayet, Handbuch 2. Aufl. S. 300; v. d. Lasa 
und Hanstein, Handbuch 2. Aufl. S. 300. 

Uebrigens erwähnen wir, dass die Schachzeitung 1852 
S. 93 drei gleichzeitig gespielte Partieen von Bilguer enthält, 
von denen zwei aus dem Gedächtniss gespielt sind. In dem- 
selben Jahrgange S. 125 befindet sich noch eine von Bilguer 
ebenfalls ohne auf das Brett zu sehen geführte Partie. 



ANHANG. 



Die 



Spiele des Calabmen Greco 



geordnet von 



V. d. Lasa. 



a* 



/ 



Torbemerkuigeik 



Die Artikel über Greco im Jahrgänge der Schachzeitung 
von 1856 haben vielfach den Wunsch nach einer neuen, mit 
Anmerkungen versehenen Ausgabe der Spiele des berühmten 
Calabresen rege gemacht. Eine solche geben wir hier in 
tabellarischer Form, mit Benutzung zweier Handschriften von 
1623 und 1625, bei welchen, in den unzweifelhaft dem Greco 
zugehörigen Spielen, zuerst allein die beschränkte Rochade 
zu Grunde liegt. 

Für die Tabellen bemerken wir, dass, wegen des For- 
mats, um Raum zu gewinnen, die Anfangsbuchstaben der 
Figuren K, D, T, L, S wegbleiben mussten. Die Ziffern 
hinter den Zügen weisen auf Anmerkungen hin. Uebrigens 
bedeuten: 

— rochirt nach f und g; [ — ] guter Zug; 

Ü — — rochirt nach c u. d; \ — } schwacher Zug; 

t Schach; = gleiches Spiel; 

=1= Schachmatt; ^-44= Weiss gewinnt; 

f Schach und nimmt; Schw.^^ Schwarz gewinnt; 

: nimmt; W.+ Weiss steht gut; 

( — ) wiederholter Zug; Schw.+ Schwarz steht gut. 



120 

Gewinnstes Ton 5000 Scudi*) beraubt. Er gewann aber von 
Neuem Geld in Frankreich, kam dann nach Madrid und ging 
aus Spanien mit einem grossen Herrn nach Indien, worunter 
wohl die spanischen Besitzungen in Amerika zu verstehen 
sind. Dort starb er bald, mit Hinterlassung seiner Habe an 
die Jesuiten. Seine Laufbahn im Schach war ungemein glän- 
zend, aber sehr kurz, denn bereits 1634 berichtete Salvio 
über Greco's Tod. Er erwähnt dabei, dass Greco am Hofe 
Philipp IV., welcher das Schach sehr liebte, den Marano 
getroffen habe, dass aber dieser sich dem Calabresen über« 
legen zeigte. 

Wir wenden uns nun zu den Manuscripten und den aus 
ihrer sorgfältigen Vergleichung gewonnenen Resultaten. Die 
älteste Handschrift von 1621 erwähnt schon den Titel einer 
früheren, um zwei Jahre älteren, übrigens aber nicht bekann- 
ten. Sie wendet in den Partieen die freie Rochade vielfach 
neben der unsrigen an und beginnt mit einleitenden Abschnit- 
ten, welche den Gang der Steine und die auch jetzt noch 
üblichen Regeln erklären. Diese Abschnitte, welche wir im 
Auszuge nachher folgen lassen, finden sich in dem dritten 
Manuscripte (1625) wiederholt, wobei sogar ein Kapitel, über 
die verschiedenen Gebräuche der damaligen Zeit, noch erwei- 
tert ist. Aus dem letzteren ergiebt sich, dass unser Autor 
nicht der Urheber der beschränkten Rochade war, welche die 
späteren Italiäner, da sie dieselbe in den Ausgaben des Greco 
zuerst ausschliesslich angewendet fanden, sehr unpassend 
calabresisch genannt haben. Er selbst folgte vielmehr, 
wie dies aus mehreren seiner einleitenden Bemerkungen er- 
hellt, den Gebräuchen der Länder, in denen er sich aufhielt 
Greco's Einleitung ist aber den Italiänern, sowie sdnen 
Herausgebern, welche den Spielen eine eigene andere elemen- 
tare Erläuterung voraufgeschickt haben, unbekannt geblieben. 



121 

Sie fehlt aach in der zweiten Handschrift von 1623 > welche 
nor vermehrte, aber zugleich mit den Partieen anderer Mei- 
ster untermischte Spiele ohne Bemerkungen enthält. Aber« 
roals verändert erscheinen die Partieen in dem dritten Manu 
Scripte* Hier gleichen sie den Spielen, wie diese nachher, 
jedoch in etwas anderer Ordnung, gedruckt wurden. Uebri- 
gens ersieht man aus den Quellen, dass Greco sein Werk 
zu Rom 1619 entworfen haben muss. Er dedicirte darauf 
in Nancy am 5. Juli 1621 in italiänischer Spradie das vorher 
erwähnte kostbare Exemplar dem Herzoge Heinrich von 
Lothringen, welcher von 1608 bis 1624 regierte und müt- 
terlicherseits vom Hause Anjou abstammte. Daher nennt 
Greco, indem er an Calabrien denkt, die herzogliche Fa- 
milie die alte Schutzherrin seiner Provinz. Dies dedicirte 
Prachtexemplar liegt jetzt in Florenz, wohin die Lothringer 
Fürsten im vorigen Jahrhundert übersiedelten. Eine ebenso 
schöne französische, auch auf Pergament geschriebene Ueber- 
setzung aus Nancy vom 5. Juli 1622 wird in Dresden auf- 
bewahrt und ist in Schmidts vortrefQicher Literatur des 
Spieles näher beschrieben. Dieselbe ergänzt die im Anfange 
defecte Zueignung der florentiner Handschrift. Wie die Ueber- 
setzung aber nach Dresden kam, wissen wir nicht. 

Vor 1623, dem Datum des Manuscripts, welches Herr 
Franz besitzt, hat Greco sein Buch revidirt und auf unsere 
Rochade beschränkt. Im Jahre 1625 endlich hat er die letzte 
Hand an seine Arbeit zu Paris gelegt. Wenigstens steht in 
meiner, einem ungenannten Schüler des Greco gewidmeten 
Handschrift in 8^% welche den jetzigen Ausgaben entspricht, 
diese Zahl*) vor der Abtheilung der Gambitspiele. Wann das 
VVerk zuerst gedruckt worden, ist noch nicht ermittelt, indem 
die angeblichen Drucke von 1614 oder 1615, deren die Schach- 
kataloge gedenken, gewiss nicht existiren, sondern Ueber- 



122 

Setzungen des spanischen Lopez sind. Die älteste Ausgabe 
in unserm Besitze ist eine englische, unvollständige von 1656, 
mit dem Bildniss Carl I. Die nächste, an Louvois, den 
1666 in's Amt getretenen Minister Ludwig XIV., dedicirte 
Ausgabe ist französisch und erschien 1669. Dieselbe gleicht, 
selbst was die Reihenfolge der Spiele anbetrifft, vollkommen 
den späteren sehr zahlreichen französischen Auflagen, sowie 
der bekannten Uebertragung in unsere Bezeichnung der Züge 
von Moses Hirsche I. Auch die Uebersetzung, welche 
Lewis 1819 in London veranstaltet hat, enthält ganz die 
nämlichen, aber mit Anmerkungen des Herausgebers begld- 
teten Spiele. Seit 1669 hat also keine Aenderung mehr statt- 
gefunden. 

In der italiänischen Einleitung erwähnt Greco im All- 
gemeinen der zu seiner Zeit vorhandenen Werke, macht 
jedoch die Autoren nicht namhaft, so dass wir im Zweifel 
bleiben, welche von seinen Vorgängern er gekannt und be- 
nutzt haben mag« Wahrscheinlich besai>s er nur die italiä- 
nische und französische (1615) Uebersetzung des Lopez, so* 
wie die erste Ausgabe des Salvio von 1604. Dass er auch 
das Werk des Gianutio von 1597 und Carrera gekannt 
habe, lässt sich aus den Spielen nicht nachweisen. Phili- 
dor, welcher in seiner ersten Vorrede behauptet, Carrera's 
Buch habe dem Greco als Vorbild gedient, hat ebenso Un- 
recht, wie der Palamede 1843, S. 163, welcher glaubt, dass 
fast alle Partieen aus Vorgängern entnommen seien. Bestimmt 
lässt sich nur darthun, dass Greco, neben zahlreichen geist- 
reichen und eigenen Spielen, Verschiedenes von Lopez entr- 
lehnte. Im ältesten Manuscripte tritt er sogar, mit einigen 
kurzen Bemerkungen, der Ansicht des spanischen Autors in 
Bezug auf die Verthei^igung der Springerpartie bei. Er be- 
hauptet nämlich, gestützt auf ein paar nicht haltbare Varian- 
ten des Lopez, dass 2. d7-d6 die Entwickelung der schwar- 

zpn Pflrfi«^ TA^J« - i.i ^ oLo _n Q T r4_kR 



123 

gefädelte Vertbeidigung des Giuoeo piano sehr schöne Va- 
rianten aufgesetzt, hingegen den Zag des Lopez nur kurz 
im ältesten Mannscripte nnd später gar nicht erläutert. 

Wir wollen einige praktische Beispiele anführen, um zu 
zeigen, dass Greco wirklich 1621 frei rochirte. 

Wir begegnen folgendem Giuoeo piano: 

1. e2 — e4 e7 — e5 

2. Sgl— f3 Sb8— c6 

3. Lfl — c4 Lf8— c5 

4. c2 — c3 Sg8— f6 

5. d2 — d4 e5 — d4: 

6. e4 — e5 K gS £ Te8. Diese Rochade, 
welche zugleich direct angreift, hat, selbst in Italien, nur 
während einer Zeit in Neapel bestanden. Sie zeigt uns, wo 
Greco, oder wenigstens mit welchen Erinnerungen derselbe 
seine erste Arbeit verfasste. 

7. KglftTel Sf6 — g4 

(folgt nun c3-d4: so Sc6-d4:; 9. Sf3-d4:, Dd8*h4 und 
fiir Schwarz steht das Spiel besser.) 

8. Lei — g5 Sg4 — f2 

9. K gl — f2: d4 — c3+ 

10. Kf2 — fl c3 — b2: 

11. Lc4 — f7f Kg8 — f7: 
(12. Ddl — b3t, Kf7— f8; 13. Db3-b2: etc.) 

12. Ddl— b3t Kf7 — f8: 

13. Lg6 — d8: b2— at:ü 

14. S bl — c3 oder S f 3 — g5 und Schwarz 
steht besser. Wir haben in diesem Spiele zahlreiche Varian- 
ten nicht erwähnt, da die Partie und die ganze Handschrift, 
aus der wir sie entlehnen, nur ein historisches Interesse ge- 
währen* In dem Manuscripte von 1623 und in den Ausgaben 
findet sich diese Partie nicht. 



124 

mit der Vorgabe des Bauers f 2 sind, in denen Weiss dafdr 
mit einem doppelten Zuge beginnt. In den späteren Manu- 
scripten kommen diese, übrigens unbedeutenden Varianten 
nicht vor. Die Anfangszoge sind folgende: 1. e2 — e4 nebst 
Sgl_f3, e7— e5; 2. Lfl — c4, Lf8— c5; a c2— c3, 
Sb8— c6; 4. d2 — d4, e5 — d4:; 5. c5— d4:, Lc5 — b4:; 
6. Sbl — c3, Sg8— f6; 7. e4— e5, Sf6— e4; 8. Ddl— b3 
oder d3 und rochirt nachher nach hl und f 1. Das vorletzte 
Spiel beginnt mit 1. d2 — d4 nebst Lei — f4, d7 — d5; 

2. c2 — c4> d5 — c4:; 3. d2 — dS u. s. w., und das letzte mit 
1. e2 — e4 nebst d2 — d4, c7— c6; 2. c2— c4, d7 — d5; 

3. c4 — d5: und e4 — e5 etc. 

Das zweite Manuscript, bei Herrn Franz in Berlin, ist 
in England in italiänischer Sprache copirt. Es hat 107 grosse 
Blätter und führt folgenden Titel: The Booke of ordinary Ga- 
mes ad Chesse. Composed by Joachimo Graeeo an IlaUaUj 
barne in Calabria. For Nicholas Mount- Stephan. 1623. 

" Diese interessante, in England, wie es scheint, öfters, 
mehr oder weniger vollständig copirte Handschrift enthält 
nicht allein Spiele des Greco, sondern auch einen Absdmitt 
mit Partieen des Lopez, sowie den Salvio von 1604, und 
ferner etwa 40 Varianten, welche theils dem Greco ange- 
hören können, zum grössten Theile aber aus jetzt unbekann- 
ten Autoren herrühren müssen. In den Partieen, welche be- 
stimmt von Greco herrühren, wird nicht frei rochirt, wohin- 
gegen in den Spielen von unbestimmten Autoren öfters die 
italiänische Rochade und zuweilen selbst der alterthümliche 
Sprung des Königs vorkommt. Dies ist namentlich hinsicht- 
lich des Sprunges der Fall in einer Gambitpartie mit 4. h2-h4, 
in Betreff der freien Rochade aber in einem Anfang des Gambit 
des Muzin, welches vermuthlich das älteste Beispiel dieser 
sonst nur aus der zweiten Ausgabe des Salvio von 1634 



126 

In allen Handschriften kommen zuletzt ein paar Endspiele 
vor. Von diesen sind einige in die Ausgaben übergegangen, 
andere aber weggelassen worden. Wir stellen dieselben alle 
am Schluss zusammen. 

Im Ganzen geht unsere Ansicht über Greco's Werk 
dahin, dass das Manuscript von 1621 mit Berücksichtigung 
beider Spielarten, der beschränkten und der freien Rochade, 
abgefasst ist. Die Berliner Handschrift hingegen, deren Spiele 
entschieden vermehrt und revidirt sind, enthält eine Umarbei- 
tung, bei welcher Greco nur auf unsere Rochade Bedacht 
nahm. Die jüngste Handschrift endlich giebt die letzte Re- 
vision der Spiele, wie sie nach des Autors Tode gedruckt 
wurden. 

Bevor wir zu den Spielen übergehen, geben wir hier im 
Auszuge, nach der Florentiner und unser eigenen Handschrift, 
die einleitenden Kapitel und die vollständige Zueignung des 
Greco. Der Titel lautet wörtlich: TraUaio del nobilissimo 
Giuoco degli Seaechi, il qt^ale i rüratto di guerrüf et di ragion 
di stato. Diviso in sbaraHh Partitiy et Gambetti, Giuochi ma- 
dernij con beUUeimi traut occulti, tutti dicersi. Di Gioacehmo 
Greco Calahreee. MDCXIX. — Die französische alte üeber- 
setzung zu Dresden fugt noch als Ort der Abfassung Rom 
hinzu. 

„An Seine Durchlauchtigste Hoheit von Lotthringen. ^ 
„ Durchlauchtigster Herr ! ^ 

,,Der wahrhafte und glänzende Ruf der Heldentugenden 
9 Euerer Hoheit ist bis zu meinen Ohren gedrungen, wenn- 
9 gleich ich nur ein Einzelner unter Vielen, ja selbst nur 
9 Einer aus der unzähligen Menge derer bin, welche die Sonne 
„der Tugend sehen und bewundem. Derselbe hat mich von 
„dem bis dahin gehegten Zweifel befreit, wenn ich dieses 
„mein Erzeugniss, welches nicht meinethalben, wohl aber 
„wegen der Eigenschaft des darin behandelten Gegenstandes 
»nicht ffanz zu verachten ist, und deshalb nur einen souve- 






126 

„widmea und darbringen sollte« Es ist dies die Akhandlung 
),über das höchst edle Schachspiel > welches von einem Für- 
„ sten und tapfern Krieger erfunden wurde, der aus Liebe zur 
^ Tugend; um die Müsse ehrsam hinzubringen, dieses, ich will 
^ nicht sagen Spiel erdachte, sondern diesen Wettkampf des 
„Denkvermögens ersann, welcher später Spiel genannt wurde, 
„da er zum Zweck allein unsere geistige Erholung hat. Euare 
„Hoheit werden in diesem Buche, unter dem Bilde des ge- 
„ dachten Spieles, die erhabensten und ausgezeichnetsten Tu- 
„genden erkennen, welche Hochdieselben für die ganze Welt 
„ beachtenswerth machen, und mögen zugleich in mir ein un- 
„ beschränktes Verlangen wahrnehmen. Euerer Hoheit die Er- 
„gebenheit an den Tag zu legen, welche ich, sammt unserer 
„ ganzen Provinz für Euere erhabene Familie bewahre, als für 
„unsere alte Schutzherrin und Gebieterin. Euerer Hoheit, 
„ dem wahren Tempel der Tugend und einzigen Spiegel kiie- 
„gerischen Glanzes, dem ruhmreichen Nachkommen der alten 
„Besitzer Calabriens, weihe ich also und widme ich meinen 
„gegenwärtigen Band, damit Hochdieselben, als grosser Ken- 
„ner des so schönen Spieles, ihm stets ein Gönnar und Be- 
„ schutzer gegen diejenigen sein mögen, welche es wagen soll- 
„ten, die erwähnten Vorzüge zu schmälern, die um so wahrer 
„sind, als sie eben nur bei Eueres Gleichen sich in hervor- 
„ ragendem Maasse finden. Indem ich Euerer Hoheit die 
„ grösstmöglichste Glücksdigkeit wünsche, küsse ich ebr- 
„ furchtsvoll das Kleid. ^ 

„Zu Nanci am 5. Juli 1621.« 

„Euerer durchlauchtigsten Hoheit« 

„ gehorsamster und ergenster Diener 



» 



Gioacchino Greco Calabrese.* 



Das handschriftliche italiäniscfae Exemplar in meinem Be- 



127 

„An die Leser«^ 
Das Schach, sagt Greco, könne nUUUch sein £Ur gei- 
stigen Ausbildung für Fürsten und Feldherren. E^ sei von 
Palamedes vor Troja oder von einem Philosophen erdacht. 
^Wie dem audi sei^, fährt er darauf fort, ,,empfanget meine 
9 Arbeit und habt Machsicht mit meinen schwachen Kräften, 
,,wenn ich es nicht xn grosserer Vollkommenheit gebracht 
,,habe^. Hierauf folgt ein Sonnet an den Herzog, welcher 
darin der unbesiegte Herrscher von Lotthringen genannt wird, 
der von den entferntesten Reichen gefürchtet sei. 

„Ueber das Schachspiel.* 
Bevor der Autor sich zu den practischen Beispielen wende, 
bemerkt derselbe, müsse er die Eigenschaften eines jeden 
Stückes angeben. Das Spiel selbst scheine ihm viel zu sinn- 
reich angeordnet, als dass es die vollendete Erfindung eines 
Einzelnen sein könne. Es müsse allmälig vervollständigt sein, 
und erst der lange Gebranch habe es, wie „ausfiihrliche Werke 
der ausgezeichnetsten Autoren^ bewiesen, zum höchsten Gipfel 
der Vollkommenheit erhoben. Das Spiel sei ein Spiegel aller 
menschlichen Handlungen u. s. w. Auf diese Betrachtungen 
folgen nach der Reihe die Abschnitte über den Gang des Kö- 
nigs, der Dame, der Läufer, Springer, Thürme und Bauern, 
sowie über Schach und Schachmatt. Wir brauchen das dort 
Angeführte nicht zu wiederholen, da es den heutigen Regeln 
entspricht« Wir wollen nur bemerken, dass Greco in Bezug 
auf die Rochade sagt, der König springe einmal, je nach dem 
Gebrauch des Landes, drei oder vier Felder weit. Hinsicht- 
lich der Bauern bemerkt er, dass jeder Bauer auf der Reihe 
der Figuren des Königs sofort zu einer Dame werde. Aus 
dem Bauer auch ein anderes Stück zu machen, scheint nicht 
gestattet zu sein. Im ersten Zuge darf der Bauer zwei Schritte 
thun. idn feindlicher Bauer, bei dem er hierbei vorüber ge- 



128 

spater beiläufig als die Regel in Frankreich erwähnt wird. 
Den Abschnitt über das Schachmatt, bei dem an das Patt, 
welches am Schluss in einer Aufgabe als Remis vorkommt, 
nicht besonders gedacht ist, endet Greco mit einer Empfeh- 
lung zum aufmerksamen Studium seines Werkes. Die Leute, 
sagt er, welche behaupten, man könne aus den Schachbüchern 
nicht besser spielen lernen, da nie alle Züge des Gegners an- 
gegeben wären, befanden sich in einem Irrthume. Es komme 
nur darauf an, die guten Anfange und im Allgemeinen die Art 
der weiteren Spielweise kennen zu lernen. Aus seinem Werke 
werde man ersehen, wie man die Steine ordnen und wie man 
angreifen und sich vertheidigen müsse. Dies sei für die Paxis 
hinreichend. 

„Spielgesetze.^ 

1) Jedes berührte, wenn auch noch nicht bewegte Stuck, 
muss gezogen werden. Auf das Feld aber, welches man, ohne 
die Figur loszulassen, damit berührt hat, braucht man die- 
selbe, wenn hierüber nicht eine besondere Verabredung statt- 
gefunden hat, nicht zu stellen. 

2) Wird ein Bauer oder Ofßcier berührt, der nicht ziehen 
darf, so muss der König zur Strafe für dieses Versehen ge- 
spielt werden. 

3) Wenn ein Irrthum begangen öder ein Schach wäh- 
rend zwei oder drei Zügen ungedeckt geblieben ist, so bleibt 
das Geschehene bestehen. Die Schach drohende Figur bietet 
dasselbe aber erst dann wieder, wenn sie von Neuem gezo- 
gen wird. 

4) Berührt ein Spieler ein eigenes Stück und schlägt 
damit ein feindliches in unrichtiger Weise, so muss er das 
seinige richtig ziehen und das Stück des Gegners zurück- 
setzen« Hätte er aber bei dem Schlagen zuerst das feind- 



129 

5) Bei der Rochade darf nicht zugleich Schach mit dem 
Thurme gegeben werden. 

6) Ueber ein vom Feinde angegriffenes Feld kann der 
König nicht rochiren. 

Das folgende Kapitel über die Gebräuche zu Greco's 
Zeit, für das ein ähnlicher Abschnitt aus der französischen 
Ausgabe des Lopez von 1615 benutzt zu sein scheint, geben 
wir nach der in unserem Besitze befindlichen Handschrift 
Dasselbe ist hier ausführlicher als in dem Manuscripte zu 
Florenz. 

„Ueber die Gebräuche, welche in verschie- 
„denen Ländern, in denen ich gewesen bin, 
„bestehen. " 

„In Rom, um damit als dem Haupte der Welt zu be- 
,) ginnen, iät Folgendes üblich: der König, auch wenn er Schach 
„gehabt hat, nur nicht gezogen ist, darf rochiren in^s dritte 
„oder vierte Feld, und mag statt dessen auch wie ein Springer 
„ oder Läufer nach seiner Wahl springen. Beim Rochiren mit 
„dem Thurme zugleich darf er diesen auf das Feld des Kö- 
„nigs oder wohin er will setzen, wenn er nur das Königsfeld 
„nicht überschreitet. In Neapel, Calabrien und in Florenz 
„kann der König, wenn er Schach gehabt, selbst ohne des- 
„balb gezogen zu sein, doch nicht mehr rochiren. In Sicilien 
„und in Genua springt der König nicht, sondern geht nur 
„von einem Felde in's nächste. In Venedig, Mailand, Turin 
„und Bologna gilt römische Art, nur wird nie wie ein Sprin- 
„ger oder Läufer gesprungen. In den andern Theilen Italiens 
„spielt man wie in Rom. In Frankreich rochirt man mit dem 
„ Könige in's dritte Feld und stellt den Thurm neben den Kö- 
„nig. Auch kann man mit den Bauern nicht frei vorüber- 
„ ziehen fpassare battagliaj. In England wird wie in Frank- 



136 

9 noch im Spiele ist. Die Engländer sagen aber, dass dies 
„unrichtig sei. Wenn die Königin noch vorhanden ist, so 
„wollen sie nicht, dass mehrere Damen gemacht werden; 
„wenn jedoch die Königin nicht mehr auf dem Brette ist, so 
„ mag der Bauer zur Dame werden. Dieses Verfahren scheint 
„mir in der That sehr gut, nur wäre es Recht, dass jener 
„Bauer nicht eher berührt oder vom Gegner bedroht würde, 
„bis er sich als Königin erklärt hätte und möglicherweise 

„retten könnte.* (? ) „In Spanien darf der König wie 

„ein Springer und wie qin Läufer und geradeaus in's dritte 
„Feld springen. Wenn er aber mit dem Thurme zugleich 
„rochirt, so muss dieser danach zunächst dem Könige stehen. 
„ Auch kann man mit den Bauern nicht frei vorüberziehen. 
„Ferner gewinnt man halb das Spiel, wenn man mit einem 
„Stücke übrig bleibt, welches nicht matt setzen kann. In 
„anderen Orten bin ich noch nicht gewesen, sobald ich aber 
„dahin komme, werde ich es sagen und sonst nichts.* 

„Kriegslisten der Spieler.* 
Bei Tage, empfiehlt unser Autor, solle man den Gegner 
mit dem Gesicht gegen das Licht setzen. Spiele man aber 
am Abend bei einer Kerze, so achte man darauf, dieselbe zur 
linken Hand zu haben, damit der rechte Arm keinen Schatten 
auf das Brett werfe. Die Steine von der Farbe, mit welchen 
der Gegner am liebsten spielt, suche man selbst zu bekom- 
men. Stücke, mit denen der Gegner besonders geschickt 
spielt, greife man an, damit, wenn sie dem Tausche aus- 
weichen, dieselben von ihren besten Plätzen verdrängt werden. 

„Regeln für die Erlernung ds Spieles.* 
Das letzte Kapitel spricht vom Schachbrett und der 
Stellung der Stücke auf demselben, sowie von der Bezeich- 



Anmerkmigen 

zu den angefiigten Tabellen, 



Zu Tabelle !• 

^^ Das Damengambit findet sich bereits iti den ältesten 
Werken um 1500 und scheint also früher als das Gambit des 
Königs erforscht worden zu sein. Heut zu Tage wird es ge* 
wohnlich mit 2. e7 — e6 abgelehnt. Diese Spielart kommt 
aber nicht bei Greco vor, der vielmehr 1621 ausdrücklich 
räth, die Schwierigkeiten des Gambits durch 2. c7 — c5 zu 
vermeiden. Seine späteren Handschriften und die alten Aus- 
gaben, deren Spiele überhaupt von keinen Erläuterungen be- 
gleitet sind, enthalten auch diese Bemerkung nicht, 

*) Gewöhnlicher ist el — e5; 4. d4 — dö oder d4— e5:, 
Dd8 — dlf mit gleichem Spiel. 

*) Etwas stärker wäre 5. b2 — b3. 

*) Das Spiel wird am besten mit e7 — eS; 7. [d4-e5:] 
LfS — b4t ausgeglichen. 

•) Lewis empfiehlt 10. Sb8 — d7. 

*) Salvio und Ponziani empfehlen 2. c7 — c5, Schw. 
bleibt aber doch dabei ein wenig im Nachtheil. Im ältesten 
bekannten Manuscripte des Greco, dem von' 1621, ist die 
Partie mit einigen Anmerkungen versehen, aus denen sich^ 
wie schon angedeutet, ergiebt, dass auch unser Autor das 
Gesenfi'ambit für eine, das Spiel ffanz eleich stellende, srute 



132 

Dd8-d5:; 4. e2 — e3, c5 — d4:; 5. Sbl — c3, Dd5 — a5; 6. 
e3— d4:, e7 — e6; 7. Lfl — c4, Lf8 — d6 und Weiss hat 
einige, jedoch nicht entscheidende Tempi voraus. 

'') Besser ist d5 — d4. 

•) Lewis: MS. [Sb8— c6]. 

•) Die Eröffnung mit den Springerbauern ist zwar sicher, 
fuhrt aber nur selten zu interessanten Combinatibnen. Schwarz 
muss dabei nicht versäumen, zur rechten Zeit c7 — c5 zu spie- 
len, sonst kann seine Partie durch die weissen Mittelbauern 
sehr beschränkt werden. 

^") Hier konnte f7 — f6 ohne Bedenken geschehen. Nr. 6. 
und die folgenden 6 Varianten, sowie einige andere, sind aus dem 
Manuscripte von 1623 entlehnt. Bei nochmaliger Umarbeitung 
und Erweiterung seines Werkes hatte sie Greco weggelassen. 

'') Die INrn. 7., 8., 9. und 10. findet man beiSarratt 1813 
S. 367 am Schluss seiner üebersetzung des Salvio und in 
Alexandre's Encyclopedie als aus dem Salvio selbst entnom- 
men. Dort stehen sie aber nicht. Sarratt giebt sie als si- 
cilianische Spiele und erwähnt als seine Quelle ein italiänisches 
Manuscript, welches ihm E.Morris mitgetheilt habe. Diese 
Handschrifl ist jetzt unbekannt, indess stehen die Varianten, eben- 
falls als Giuochi Sieilianif in dem Manuscript des Greco vonl623) 
sowie in einem andern, diesem ähnlichen, jedoch ohne Jahres- 
zahl, welches früher in einer werthvollen Sammlung Lord 
Audley's sich befand, aber kürzlich in meinen Besitz über- 
gegangen ist. Sie gehören offenbar dem Greco an. In dessen 
Manuscripte von 1621 kommen aber diese Varianten, nach denen 
1. c7-c5 auch jetzt häufig das sicilianische Spiel genannt wird^ 
noch nicht vor und sind auch später wieder von Greco weg- 
gelassen worden. 

**) Fortsetzung: 

21. Lc2 — dl Dd8— a5 

22. Dd2 — f4 Da5 — bS 

23. Td3— g3 Lc8 — d7 



25. D f 4 — g5 f 7 — f 6 

26. e5-f6: Tf8 — f7 

27. Se2 — f4 Sc6 — d4: 



133 



29. Sg6— e7tt Kg8 — b8 

30. Dg5 — g7t Se6 — g7: 



31. f6 — g7t Tf7-^g7: 

32. h6 - g7:t 



^*) Als 29stes Spiel findet sich 1621, in der von Herrn 
Staunton uns gefalligst mitgetheilten Abschrift , der später 
nicht mehr erwähnte Anfang: 1. e2 — e4, d7 — dS; 2. e4 — d5: 
(auch e4 — eS, obgleich minder gut, sei nicht schlecht), 
Dd8— d6:; 3. Sbl— c3, Dd5-d8; 4. d2 — d4, von dem 
Greco sagt, dass er zwar für Schwarz nicht günstig sei, die- 
sem aber, zur Vermeidung mancher Fallen, bei Spielen mit 
Vorgaben gnte Dienste leisten könne. Greco fügt noch bei 
4. d2 — d4 die eigenthümliche Bemerkung hinzu, das Spiel 
werde von ihm nicht weiter fortgeführt, weil dies des Autors 
Schaden sein würde fqwsto giuoco non si slende piü^ percM 
saria danno delV auiore). Der schlaue Calabrese wollte sich 
also für seine Vorgaben nicht selbst Schwierigkeiten bereiten, 
und war aufrichtig genug, dies einzugestehen, 

**) Dieser Zug galt zu Philid or 's Zeiten für den besten. 
Er ist nicht schädlich für Weiss, aber man zieht jetzt lieber 
2. d2 — d4oder 2. Sgl— f3. 

^*) Greco befolgt hier für Schwarz ein ungünstiges Sy- 
stem, lässt aber den Gegner davon keinen Nutzen ziehen. Es 
sollte e7 — e6 und nachher d7 — d5 geschehen. Die Theorie 
der sicilianischen und französischen Partien (l.e2 — e4, c7 — c5 
oder e7 — e6) ist erst in unsern Tagen durch die Wettkämpfe 
zwischen Labourdonnais und Mac Donnell, sowie zwi- 
schen Staunton und St. Amant in das wahre Licht gestellt 
und seitdem als vorzügliche Vertheidigungsspiele richtig ge- 
würdigt worden. 





»•) Fortsetzung. 








21. 


Le3 — cl Td8— e8 


27. 


a4— a5 


Th8 — g8 


22. 


T f 1 — el L f8 — d6 


28. 


aö — a6 


b7 — b6 


23. 


a2 — a4 S g6 — f 8 


29. 


Sh2 — fl 


f6-f5 


24. 


Sbl— d2 Sf8— e6: 


80. 


S f 1 — e3 


S e6 — c7 


25. 


Sd2 — fS e7 — ff5 


31. 


Tel — fl 


f5 — f4 



134 



3a Tal — a2 

34. Sdl — f2 



g5 — g4 
f4— f3 



35. h3 — g4: h5 — g4: 

36. S f 2 — hl Scbw. # 



37. g4-g5 Kh7-g6 

38. Kgl-f2 Lf3 — d5 

39. Kf2 — e3 h5— h4 

40. K e3 — f 2 K g6 — f 5 



*'') Das Vorrücken des Bauern nach c4 ist minder gut. 
Am besten geschieht Dd8 — b6. 

**) Greco (ligt noch 21. h2 — b3 hinzu. Die weissen Of- 
filiere sind in ihrer Thätigkeit beschränkt, vnr wollen aber 
doch dahingestellt sein lassen, ob sich nicht Weiss dessen 
ungeachtet im Vortbeil befindet. 

") Fortsetzung. 

21. D d2 — c2 S b3 — d4 : 

22. c3 — d4: D d5 - d4t 

23. K gl — hl Lc6— e4 

24. Dc2 — c3 Dd4— c5 

25. Sbl — d2 Le4 — d3 

26. Tfl — cl Tf'8— c8 

27. Sd2 — b3 c4 — b3: 

28. Dc2 — b5: T c8 - c5 : 

29. Tel — c5: h7— h6 

30. T c5 — c3 b3 — b2 

31. Tc3— b3 b2 — blDt 

32. Tb3 — bl: Ld3 — bl: 

33. Lg5 — e7 Kg8 — b7 

34. g2 — g4 L bl — e4t 

35. Khl — gl Le4 — f3 

36. h2 — h3 h6 — h5 



41. Kf2 — e3 

42. Le7 — f8 

43. Lf8 — b4 Lg2 — h3: 

44. Lb4 — el Kf5 — g4 

45. L el — d2 L h3 - g2 

46. K e3 - f 2 h4 - h3 

47. Ld2 — cl Lg2 — d5 

48. Kf2 — gl Kg4 — g3 

49. Lei — e3 h3 — h2t 

50. K gl — f 1 h2 — hlDt 

und gewinnt. 



L d5 — g2 
g7-g6 



Ku Tabelle II. 

*) Diese Eröffnung ist wenig interessant, aber nicht schlecht 
Es wird gewöhnlich mit d7 — d5 darauf geantwortet. Der 
Zweck des Spieles in der Tabelle ist, zu zeigen, dass man 
nicht zu früh mit der Dame allein sich in das feindlidie Spiel 
wagen soll. 



135 

licn sollte, hat die Partie einen ganz modernen Anstrich. Sie 
gleicht dein Schottischen Gambit. 

') Lopez erklärte diesen Zug für den besten. Greco 
schloss sich 1621 dieser Ansicht an, gab aber als Belag nur 
ein Paar unzureichende Varianten. 2. d7 — d6 kann das Spiel 
ansgleichen, ist aber weniger zu empfehlen, als 2. Sb8 — c6. 

*) Am üblichsten ist 3. d2 — d4, aber auch Lfl — c4 
ist gut. 

*) Lopez und das erste Manuscript des Greco spielen, wie 
Philidor. 3. f7 — f5; dieser Zug, der 4. d2*-d4 zur Folge 
hat, ist aber gewagt. 

•) Lewis: 5. [Dd8— d7]. 

'') Es könnte auch Lg8 — d5: geschehen. 

*) 4. Sf6— e4: unterbleibt, wegen 5. Ddl— a4t. 

*) Diesem Opfer, welches schon Lucena (1495) kannte, 
hat man den Namen des Gambit des Damiano gegeben« 
Greco nennt es 1621 t7 gambitto bastardo und giebt als beste 
Fortsetzung Dd8 — e7; 4. Se5-.f3, De7— e4: (5. Ddl — e2, 
De4-e2t=); 5. Lfl-e2, Lf8— e7 mit gleichem Spiele an, 
fügt aber hinzu, dass 5. d7 — d5, wegen der weissen Rochade 
Kgi und Tel, unrichtig sein würde. 



Za Tabelle lfl. 

^) Der Zug der Dame nach f 6 oder e7 ist nicht gut. 
*) Bei 6. De4— e5: gewönne 7. Tfl— el. 
*) Greco spielt S-f7t, jedoch fuhrt g2— g4 schneller 
zum Matt. 

*) Am besten geschieht 2. Sb8 — c6. 

^) Der richtige Zug wäre 3. d7 — d6. 

•) Auf 11. Sd7 — e5: gewönne 12. Lei — f4. 

'') Gewöhnlich geschieht 3. Lf8— c5. 



136 

■) Noch stärker ist 9. d2— d4. 
»•) Lewis: 10. [Se7-g6]. 

") Kd6-c5; 15.Df3-a3t, Kc5— c4:; 16.Da3— d3t etc. 
") Am besten ist 7. Kel— fl. 
") Richtig wäre 8. h7 — h5. 



Zu Tabelle lY. 

») Oder Df8 — f7:; 25. d5-d6t, Kc7-d7; 26.Db3-b5t, 
Kd7 — e6:. 27. e7 — eSDf und gewinnt. Die Ausgabe Lon- 
don 1656, S. 40 spielt 26. e5 — e6t, um zu vermeiden, dass 
zwei weisse Damen zugleich ins Spiel kommen. 

*) 23. d5 — c6: unterbleibt. 

») Lb4— d2f, 8. Sbl — d2:, d7 — d5 gleicht noch bes- 
ser aus. 



Zn Tabelle ¥. 

*) Bei d7-d5 gewönne 14.Db3— f3, Lc8— f5; 15, 
Lf7 — e6. 

*) Besser, aber minder interessant wäre 8. c3 — d4. 

») Auf 11, h2— h3 entscheidet Sg4— f2: oderDh4-f2f. 

•) Hier käme auch 12. Lc4-f7t, Kg8-h8; 13.Db3-b2:, 
Sf2— d3t; 14. Kgl-fl, Sd3-b2:; 15. Lf7-e8:, Sc6-d8: 
in Betracht. 

•) Remis macht 12. [Kgt-hl], Sh3— f2t; 13. Khl-gl, 
Sf2— h3t-, 14. Kgl — hl u. s, w. 

•) Auch 3. Lfl — c4 ist gut. 

') Bei 12. Lfl— e2 gewinnt Dg4— g5t, 13. Kd2— c3, 
Dg5 — h4 u. s. w. 



137 



Zu Tabelle WI. 

*) Nicht gut, indem [d7— d6] folgt. 

*) Besser wäre Sc4 — e5 — g6. 

») Besser ist 15. 0—0. 

*) Gewöhnlicher ist 3. d7 — d5. 

*) Weiss konnte 5. d2 — d3 thun. Die beste Antwort 
aof 5. 0—0 ist d7— d5. 

•) Oder 7. d2— d3, h7-h6; 8. Sgl — e2, d6— d4; 
9. Se2 — g3, Lc8— g4. 

'') Falls Greco mit pa$$are den Bauern spielte, kam hier 
9. g2— g4, d7 — d5; 10. Lc4— d5:, c7 — c6 in Betracht. 

») Auch 13. Sd2— f3; 14. Sd3 — f2; 15. Lc4— d3 wäre 
entscheidend. 

•) Oder Kg8 — h8; 14. Se4— d6, Sb8-a6; 15. Sd6-f5, 
") Thl— h5 wäre auch gut. 

") Ebenfalls gut ist 14. LgS—fG, Dg7— f8; 15. 
De2— e3, Th8— g8; 16. Lf6 — g5 u. s. w. 

") Besser wäre 3. d2 — d3 oder Sgl— f3. 



Zii Tabelle Yll. 

«) Weiss zöge gut 15. Ddl-f3. BeiThö- h7 kommt 
die Variante Tg8— g5:; 16. Ddl— f3, Lf8— g7; 17. Th7- 
g7:, Tg5 — g7:; 18. Df3— hSt in Betracht. 

*) Es folgt: 22. Th5 — h7, Lg4— h3:; 23. Th7— h3:, 
g3— g2; 24. Kei— f2, Ke8- d7i 25. Tal— gl, Ta8— f8; 
26. Th3— f3, Le7— h4t; 27. Kf2 — e2, Kd7— d8; 28. Lf4- 
e3, Tf8— f3:; 29. Sd2— f3:, Lh4— f6; 30. Ke2— f2, 
Tg8-e8; 31. Sf3— d2, Te8-g8; 32. Tgl-g2:, Tg8-g2:; 
33. Kf2— g2: und ist im Vortheil. 

*) Der richtige Zug ist Lf8 — g7. 



188 

Variante, siebe Bilguer's Handbuch, 1852, S. 261. 8.g2-f3: 
hätte Lf8 — e7 mit etwa gleichem Spiele zur Folge. 

*) In den ältesten Manuscripten ist 6. [Kf7 — eS] erwähnt. 



Zu TabeUe YIII. 

^) Nicht richtig, indem Weiss mit 5. 0« — das Spiel un- 
entschieden machen könnte, was gegen 4. [Lf8 — g7] nicht 
der Fall wäre. 

*) Diesen Zug scheint Greco für siegreich gehalten zu 
haben, 5. Dd8 — h4t ist aber besser. 

') 6. [0 — 0] würde den Bauern, ohne neue Gefahr, zu- 
rückgewinnen. 

*) Auf 8. Lc4 — d5: geschähe Lc8 — g4. 

^) Dieses sogenannte Gambit des Salvio ist weniger gut 
als 6. f4 — f3 oder 6. Sg8 — h6. Es kommt bei Salvio 
erst in dessen 2ter Auflage 1634, also später als bei Greco 
vor. Uebrigens findet sich 5. S g8 — f 6 auch in einer Hand- 
schrift der Spiele des Cesare Polerio von ungefähr 1610. 

') Salvio thut dasselbe, Philidor zieht aber besser 
K e8 — e7. Statt 7. L c4 — f 7t hätte D dl — el das Spiel 
ausgeglichen. 

') Auf 11. h2 — g3: folgt Dh4 — hlf; 12. Kfl— e2, 
f4 — f3t. 

^) Die ganze Variante 112. steht auch bei Salvio 1634. 
Silberschmitt zieht 10. [f7 — f 5] , da er nicht frei und 
noch weniger neapolitanisch (g8 & e8) rochiren darf. 

•) Am besten wäre 15. L c4 — b3. 

*^ Besser wäre 19. D b2 — c3+. 

*^) Von Lewis angegeben. 

") Ke8 — f8; 15. Lei— f4: 

") Besser ist 15. Lc8 — g4. 



139 



Zu Tabelle IX. 

^) Greco scheint das Schach nicht für gut gehalten zu 
haben. 

') Es könnte auch 10. L c4 — f 7t geschehen. 

») Ebenfells gut wäre 20. Lc4 — f7t, Ke8 — d7; 21. 
T el — dl u. s. w. 

*) Diese Variante und No. 141 entlehnen wir aus der 
Handschrift von 1621. Später erwähnt Greco den Zug 3. 
f7 — f5, der übrigens schon bei Lopez vorkommt, nicht. 
Als besten Gegenzug empfiehlt Greco (1621) 4. D dl — e2, 
wodurch die Spiele sich gleichstellten. 

•) Besser wäre 9. L g3 — - f 4. 



Endspiele. 



I 



Am Schluss seines Werkes giebt Greco einige Eudstel- 
lungen und künstliche Aufgaben. Das Manuscript von 1621 
enthält acht Endspiele, die Handschrift von 1623 nur vier, aber 
hierunter eine neue. In den Ausgaben stehen die folgenden 
sechs ersten Spiele. 

No. l 



Schwarz. 




Weiss. 



Diese Stellung scheint zu Greco's Zeit in Italien die 



141 

wenn auch leichter zo lösende Endspiele bei Carrera. 
Greco's Stellung ist mit und ohne den Anzug für Weiss 
gewonnen. Man hat dies aber erst in neuester Zeit, nachdem 
es von Sz^n erkannt worden war, theoretisch nachgewiesen 
obgleich eine bei Bertin, 1736, S. 64 enthaltene correcte 
Lösung einer ganz nahe verwai^dten Stellung, längst auf die 
richtigen Züge hätte führen können. Die erste vollständige 
Analyse steht in Bilguer's Handbuch, auf welches wir den 
Leser deshalb verweisen« Greco giebt die Stellung zuerst 
in seinem Manuscripte von 1623 und setzt 1625 als Ueberschrift 
hinzu: „Sicherstes Mittel, die Bauern zu ziehen und den Kö- 
nig gut am Ende zu führen.^ Seine Ausführung, der er keine 
Anmerkungen beifügt, ist aber sehr mangelhaft. Er spielt: 

1. a2 — a4 Ke8 — d7 

2. a4 — a5 K d7 — c6 

3. c2 — c4 h7 — h5 

4. b2 — b4 , hier hätte Weiss den König 
ziehen sollen. 4 g7 — g5 

5. K el — f2 lf7 - {5\ Ercole del Rio 
sagt, indem er den letzten Zug verbessert, dass Schwarz mit 
5. h5 — h4 das Spiel unentschieden machen könnte. Es lässt 
sich aber nachweisen, dass Schwarz mit dem Zuge des Rio 
sogar gewinnen müsste. Bei 5. f 7 — f 5 ist hingegen wieder 
Weiss im Vortheil. Er thäte am besten 6. Kf2-g2. Greco 
fährt aber fort: 

6. K f 2 — g3 h5 — h4t 

7. K g3 - h3 f 5 — f 4 

8. K h3 - g4 K c6 — b7 

9. {b4 — b5}. Das ist wieder ein Fehler, 
auf den Schwarz mit 9. K b7 — c7 oder a7 gewinnen könnte. 
Allein richtig war 9. c4 — c5. 

9 [K b7 — c7] 



142 

11. b5 — b6 Kb7 — b8 

12; aS — a6 K b8 - a8 

13. a6-a7 Ka8 — b7 

14. c5 — c6t K b7 — a8 

15. c6 — c7 Ka8 — b7 

16. a7— aSDt Kb7— aS: 

17. c7 — c8D=t= 



No. n. 



Schwar«. 



WM Ua/^' 















i 



m^ 



^3 m L _ 

Wk WM. ■ 



Weiss ist am Zuge und gewinnt. 

Diese Aufgabe steht nicht in den uns bekannten Hand- 
schriften des Greco, wohl aber bei Salvio 1604. 

1. Sg8 — f6 g6 — gS 

2. S f 6 — g4 K h2 — hl 



Die Ausrübrung des Spieles für den Fall, dass Schwarz 
den ersten Zug thut, findet man in BiJguer's Handbuch 
1852, S. 458 No. III. Weiss gewinnt dann ebenfalls. 



No. in. 



Schwan. 




Weiss zieht an und giebt im dritten Zuge Matt» 

1. S f3 — g5t T g6 — g5 : 

2. T f 1 — f 6t K e6 — f 6 : 

3. T dl ~ d64: 

Die Idee dieses Problems erkennt man in der 6ten Auf- 
gabe des Stamma wieder, sie kommt aber auch in einem 
arabischen Manuscript No. 7515 im Britischen Muse^im vor. 



No. IV. 



B„..„_.B„ 



Schwarz. 



f^^.^... ^^ ,^^ 

WM. 






VA ÄI^S Sl 



I? 






Weiss zieht jedes Stück ein Mal und macht im dritten Zuge 

Matt. 

1. Tf5 — fl Ke7— e8 

2. K e5 — f 6 K e8 — f8 

3. T d5 ~ dSzjz 

Dieses Endspiel, welches in der Handschrift von 1621 vor- 
kommt, findet sich auch in einem lateinischen Manuscript des 
Guarinus von 1512 bei Herrn Franz und steht ausserdem 
in einem französischen Pergamentmanuscript aus dem 14. 
Jahrhundert in der Brüsseler Bibliothek. Das wiederholent- 
liehe Vorkommen desselben Problems beweist, dass sehr alle 
Sammlungen künstlicher Aufgaben bestanden haben müssen 
und schon in den frühesten Zeiten reichlich benutzt wurden. 



145 



No. V. 



Sobwan. 




Weiss zieht an und macht in vier Zügen matt 



Die Aufgabe ist aus dem Damiano bekannt und mag 
vohl noch älter als dieser Autor sein. 

1. S d6 — f 7t K e5 — e6 

2. Sf6 — h7 Ke6— e7 

3. Sf7 — h6 Ke7— e8 

4. Tf4 — e44: 



l-if) 



No. VI. 




In dieser, in den Manusciipten von 1621 iin<l 1623 enl- 
haltenen Stellung gewinnt Weiss. 

1. Keö — f3 f2— flDt 

2. Kf4 — g3 Kgl — hl 

3. D (]2 — h2r|= 



Die Handschrift zu Florenz enlhiilt noch folgende seohs 
in den gedruckten Ausgaben nicht vorkonnmende Aufgaben. 



147 



No. VII. 




Weiss. 



Schwarz spielt zuerst und macht mit dem Bauer d4 in 5 Zü- 
gen matt. 

Die Aufgabe findet sich bereits bei Salvio, 1604^ S. 172, 
und bei Carrera, 1617, S. 493; an beiden Stellen unter dem 
Namen des Michele di Mauro deUo per eccellenza il Calabrese^ 
der, wie wir schon erwähnt haben, der Lehrmeister des 
Greco im Schach war und von diesem der Calabrese ge- 
nannt wurde. Dieselbe ist übrigens auch bei LoIIi, S. 543 
wiederholt und in der Handschrift von 1623, jedoch mit etwas 
geänderter Stellung. Es steht hier nämlich: Weiss: K f 6, 
Sb6 und g6, Bauern auf e6, f5, f7 und g6. Schwarz: K f 8, 
Td8, und Lbl. Die Lösung des ersten Spieles, welche ana- 
log auch für das zweite von 1623 passt, ist: 
1 Sh3— f2t 

2. Tfl— f2: e3— e2t 

3. Tf2 — e2: Sg4— e3t 

4. T e2 — e3t d4 — e3 : 



No. X. 



Schwan. 




Weiss. 



Weiss macht mit dem Bauer in 6 Zügen matt. 



Das Spiel steht bei Damiano (deutsche UbersetzuDg, 
i857, S. 49)» es befindet sich dort aber noch die unwesentliche 
Zugabe eines weissen Läufers auf hl und eines schwarzen 
Bauers auf h2. Bei Carrera 1617, S. 469 sind diese beiden 
Stücke ebenfalls weggelassen. 



1. 


Tf4-e4 


Kf8- 


-g8 


2. 


T e4 — e8t 


KgS- 


-h7 


3. 


S f 3 — g5 


Kh7- 


-h6 


4. 


Tc8-e3 


Kh6- 


-h5 


5. 


T e3 — h3t 


Kh5- 


-S4 


6. 


f 2 - f 3=t= 







N«. XI. 



Scbwiri. 




■ m 



S..A 



Schwarz ist am Zuge. 



1 Ta7— alt 

2. Tf2 — fl Tal — fli 

3. Kgl — fl: Lf5 — h3 

4. g2 — b3: und Schwarz geht nach h8, 
um dort durch Patt das Spiel unentschieden werden zu lassen. 



No. xa 



Schwarz. 




Schwarz zieht an, verliert aber doch. 



1. 
2. 
3. 
4. 
5. 
6. 



a2 
a4 
a5 
a6 
a7 



7. D a8 

8. D al 

9. Dg7- 

10. D h6 - 

11. Dg5- 

12. Dh5- 

13. K e2 - 



. . h7 — h5 

- a4 h5 — h4 

- a5 h4 — h3 

- a6 h3 — h2 
-a7 h2 — hlD 
■a8DtKg2— gl 
-altKgl-g2 
-g7tKg2-h2 
•h6tKh3 — g2 

• g5t K g2 — h3 
h5tKh3 — g2 
g4t Kg2 — h2 
f2 und gewinnt. 



153 



No. xin. 

Schliesslich müssen wir noch eine Bauernpartie anfiihren, 
welche sich weder in dem Manuscript von 16219 noch in den 
Ausgaben befindet. Wir entnehmen dieselbe mit den hier als 
Lösung beigefügten 14 Zügen aus der Handschrift; von 1623. 



Schwan. 




J 



1. K ei — e2 K e8 — d7 

2. Ke2 — e3 Kd7 — d6 

3. Ke3 — e4 Kd6— c5 

4. Ke4 — e5 Kc5— c4 

5. K e5 — e6 K c4 — d3, ob beidersäts bis- 
her auch andere Züge geschehen durften, wollen wir nicht 
erörtern; der nächste Zug von Schwarz ist aber ein Fdiler. 

6. Ke6 — f7 Kd3— c2 8. A. 

7. Kf7 — g7: Kc2 — b2: 

8. Kg7 — h7: Kb2— a2: 



154 

12. g6 — g7 b3 — b2 

13. g7-g8DtKa2-a3 

14. D g8 — g6 und gewinnt. 



Berichtigung A. zum 6teii Zuge. 



vr^fTfffivrj- 




f^^^'- ^^^ ^^^^ Ö 



)^^^^^>^V2^ 



■ - 



Indem nun Schwarz mit dem Könige nach c2 ging, kam 
er, nachdem beiderseitig die vereinigten Bauern genommen 
waren, auf a2 zu stehen und erhielt später dort Schach. Um 
diesem Uebelstande vorzubeugen, muss er ein Tempo zu ge- 
winnen suchen und deshalb 6. g7 — g6 ziehen. Der weisse 
König, welcher h7 und g6 zwar nun auch erobert, ist später 
noch genöthigt, einen Zug zu thun, um seinem Bauer g2 
den Weg frei zu machen. Hierbei kommt Schwarz, wenn die 
Bauern a2 und b2 sich nicht bewegt haben und er sie auf 
diesen Feldern nimmt, zuerst zur Dame. Er macht dann re« 



c4 oder a2. 



o lg' — gö) 

7. b2 — b3 Kd3— c3 

8. Kf7 — g7 Kc3 — b2 

9. Kg7-h7: Kb2— a2: 

10. Kb7 — g6: Ka2 — b3: 

11. K g6 — f 7 K b3 — c3, aber nicht nach 



12. g2 — g4 b7 — b5 

13. g4 — g5 b5 — b4 und das Spiel 
bleibt unentschieden. 



Einleitung. 

tleder Zweig des menschlichen. Wissens, sein Gegenstand 
mag bedeutend oder untergeordneter Art sein, gelangt nur all- 
mälich durch die Thiitigkeit verschiedener sich damit be- 
schäftigenden Personen zu seiner Ausbildung. Diese Erfah- 
rung hat sich auch im Schachspiel bestätigt, und es ist eine 
lange Zeit verflossen, ehe sich seine Theorie entwickeln 
konnte. 

Wenn eine Reihe von Arbeiten geliefert und ein bestimm- 
tes Ziel durch dieselben erreicht ist, beginnt man, sich mit 
der Vergleichung des vorhandenen Materials und dem prüfen- 
den Rückblick auf den darin sieh kundgebenden, mehr oder 
weniger stetigen Fortschritt zu beschäftigen. Das Zusammen- 
stellen einer. Literaturgeschichte und das Zurückgehen auf ver- 
gessene Schriften ist in allen Fächern stets ein Beweis für 
eine bereits ausgedehnte Kenntniss. In diesem Stadium be« 
finden sich gegenwärtig die Forschungen auf dem Gebiete un- 
seres Spiels. Wir durchblättern die alten Schriftsteller jetzt 
weniger in der Erwartung, noch unbeachtete Züge darin auf- 
zufinden, als vielmehr, um Aufschluss darüber zu gewinnet!» 
wie unser Wissen zugenommen und von wie kleinen Anfän- 
gen . es ausgegangen ist. Diejenigen S^achfreunde, welche 
sieb für diese Entwickelung interessiren, werden es hoffentlich 
mit Dank erkennen, wenn wir ihnen hier den wesentlichsten 
Tbeil eines fast unbekannten Autors aus dem Schlüsse des 



160 



Das älteste aller Schachwerke mit Spielanfängen ist ein an- 
sehnlicher Band des Lucena in kleinem Quartformat, ohne 
Angabe von Ort und Jahr. Derselbe wird als Muster der 
frühesten Druckerkunst in den bibliographischen Catalogen 
erwähnt, ist aber nur noch in wenigen Exemplaren erhalten. 
Das spanische Werk mit Eröffnungen und 150 alten und 
neueren Endspielen, auf das wir die Aufmerksamkeit jetzt len- 
ken, muss schon bald nach seinem Erscheinen selten gewor- 
den und beinahe verschwunden sein. Selbst die zunächst auf 
Lucena folgenden grosseren Schriftsteller, wie der Spanier 
Lopez und die Italiäner Salvio und Garrera, kennen das 
Werk nicht. Damiano hat deshalb siebenzig seiner Aufga- 
ben um 1512 drucken können, ohne dass, bis in die neueste 
Zeit, bemerkt wurde, dass diese auch im Lucena stehen. 

Hoeckh, im Anhang zum Ben Oni, ist wohl der Erste, 
welcher 1825 den Lucena unter den Schachautoren aufzählt. 
W. Lewis, der bekannte englische Meister, scheint dann 
wiederum den Inhalt zuerst durchgesehen zu haben, denn in 
den Letters on Chess 1848, bei deren Herausgabe Lewis (nach 
einer Notiz im Chess Monthly 1857, S. 135; vgl. 1858, S. 62) 
behülflich gewesen sein soll, finden wir die erste auf die 
Spiele des spanischen Werkes eingehende Beschreibung. Die- 
selbe ist in der Berliner Schachzeitung von 1852 S. 20 übersetzt. 
Ausser dieser zuverlässigen Notiz haben wir aber bisher vom 
Lucena nur gewusst, dass er sich im British Museum in 
einem ergänzten Exemplare befindet, welches 1855 aus der 
Versteigerung der Schachbibliothek von Francis Mercier für 
21 Pfund (etwa 140 Thaler) angekauft wurde, und dass zwei 
andere Exemplare in der Nationalbibliothek zu Madrid und 
im Escurial aufbewahrt werden. Kürzlich ist jedoch ein fer- 



161 

aus LissaboD her und ist 1807 mit den BitcberD König Jo 
hann VI. nach Brasilien gekommen und dort mit anderen 
Werken verblieben. Nachdem unsere seit ein Paar Jahren 
angestellten Bemühungen, aus den europäischen Bibliotheken 
Aufschluss zu erhalten, keinen Erfolg gehabt, ist uns jetzt je- 
nes überseeische (im tropischen Klima von den Würmern 
stark durchlöcherte) Exemplar zogänglich geworden. Auf die- 
ses daher, in Verbindung mit den Angaben in Schmidts 
Literatur des Spieles, gründet sich unsere Mittheilung. 

Lucena's Werk führt auf dem ersten Blatt, das ein 
Schachbrett mit Figuren in Holzschnitt zeigt, den Titel: 

Repeiieian: Dt Amo/rti: Sf Artt-de Axtdrez/can. 
CL Juegoi. Dt/Partido. 

Im Schachbrett findet sich rechts unten ein weisses Eck- 
feld, und das Lager der weissen Steine unmittelbar vor, das 
der schwarzen gegenüber dem Leser; die weisse Dame steht 
auf weissem Felde. Uebrigens präsentirt dieses Diagramm 
nicht etwa die regelmässige Stellung der Steine, sondern die 
Position eines der Probleme, die im Buche selbst enthalten 
sind, und zwar des dritten, des mit den Worten „DW viego 
de F.'^ bezeichneten. Die erste Abtheilung des Werkes hat 
mit Inbegriff des Titelblattes 36 Blätter, die zweite Abthei- 
lung über das Schach hat 88 Blätter, die weissen Blätter am 
Ende beider Abtheilungen inbegriffen. 

Auf der Kehrseite des Titels stehen folgende Verse« unter 
der Ueberschrift: 

Prancisci quirot epignma in laudem repetUioii qua d$ amori- 
bus coposuit eloqvüiissimui Lucena. 

Qm eufii imgmtio ie 9ine§rt wmtnme vaium 

Qm empii eariii MNi/tM esse tuü: 
Freparai kie Herum temeraria praeüa eoelo 

Niüiur ei eupera peilere ab aree jovem: 
Ca/ermiiM Umdei iuiama Mudtra arnmiM 



16a 

Quu Togo Um fatum wiwnd €t tmtiMwrim «tl: ^im 

Credai tarn vaslo vela M^ola mari? 
VmctM enim reliquoM poteM tu magna canemdo 

Victa etiam eoedit quegu^ mnerua tibi 
Tu dubiis cerius, tu enigmata muUa resoluis 

Que minus ipse potes: noseere nemo potest. 
Aethera contingi§ Mublmi tertiee: caUia 

Qmcquid habet teUue: guicqmd et unda ferat 
Lmuus es totus subtili lumine: quis fwm 

Tu re/tit in terris tarn bene cuncta videt? 
Id demum teneo: quod tu ornatissime sentit 

Judicii certe me jussit esse tui. 

Lucena in siio opere. 

Hec ego guis guis ades foelix et candide lector 

Inueni ingenio scripta lueena meo 
In guibus aligeri flammata eupidinis arma 

Cum tariis poteris nosse cupidinibus^ 
Cur ieuie armoHs manus est munita sagitiis 

Cur pharetra ex humero pendula utrogZ jacet 
Cur pinms volitans super aethera cuncta fatigat 

Numina: et innumeros sauciat illa viros 
Cur negueant satyri dryades faunigZ bicomes 

Effugere irati teta cruenta dei 
Hoc etiam paueis poteris cognoseere eerbis 

Cur nemo ex hmius vülmere emnus atit. 

Auf dem zweiten stark beschnittenen Blatte befinden sich 
folgende Verse, die wir hier zugleich als Nachahmung des 
Druckes geben. 



£it««o iidnfittfwieftidfleräfftMMAbifiw 
^Ml^ia <jiien ro(b cottttnet «k^[ fiteu. 

^Ufiis 9oadMfiip«ro5 enirerecumvult: 
l^o^m ar^enies tampabas acer amot: 

31lamfo<ina^eco^9un;aeflaiut|i ca|ÄUt: 

feancfWmnw|i«9t^u»i«.waR^^^ 



tnii 
t^maiaa cemcs nifera beHamanu«. 
ji^nacMKHneiitdiiwrro Ptcta colote 

^alciitu«lii«embeaa:tiiicoto2itde1ferft. 
^ziWadetpcdifeunipnnisbuicclätfbifuraUs 



Zum df^ofs clppd8:vmboneimiieiUtarvmbo.* 

CJiienuiiaxenlWpes p^ pvühs ptIr 
l^f iPcreimtmiiTis: fUlreb^untibus haftt». 

J0<:iO)JMiiiceiiroRiUra raatttanecac , 
ll^tiKäUatJ<mipes*.ttUiicii»inatrabaU . 

CuljMdc ^etMEbatmaimuKiile^ jros. 
I&U no« inff^ias fraubcs vceTq^ bocemus 

lUttis «bMt poberit okidtts enauus. 
|^«S0qiiO|nol%ii larJpfl:quobfiinif>ivii<!u8 

®e<b2et: tomagiiislausimu((Ie fotf t 

Wir geben dies Gedicht nochmals mit unsern heutigen 
Lettern und lassen eine Uebertragung ins Deutsche folgen, 
für welche, wenn sie nicht ganz gelungen wäre, der Schluss^ 
satz »tn magnis laus voluisse foret^ die Entschuldigung über- 
^lel^ne^ mag. 

En ego non fdUax testium certissimus adsum^ 
Anthia quem roseo continei usgue sinu, 

lUius ex oculis^ »uperos exurere cwp vult^ 
Projicit ardmtes lampadas acer Amor. 

lUam forma decor, eultus^ flaeique capilli^ 
Purpureoque decet pulcher in ore rubor. 

Hane faciem neaueant iemous mutare nee aetas. 



164 

Agmma eoncurreni diverMO pieta eohre^ 

CalculuM hine rmbeus ditcohr iUe ferii. 
Prima acies pedUum ßrmi$ Ate elaudUur aiiiy 

Inde etiam donec clastica pulsa canunt. 
Tum clypeus clypeis, umbone impelUtur umbo^ 

Ense mmax ensis^ pes pede pulsus erit. 
Hi pereunt mistis^ Uli redeuntibus hasUs. 

Ocior hunc Euro missa sagiiia necai 
Hinc saltat ionipet^ illinc regina trabali 

Cuspide deturbat Marie furente viros. 
Hinc nos imidiaM fraudes artesque docemui 

Quei$ 9ietor poterit calcului esse Itwf . 
Haec ego quod prosim $crip$i^ quo si mihi 9irtu$ 

Deforet^ •» magmt laus voluisse foreL 

Anthiam {'AvS'tia) war eine Stadt in Thracien, am schwanen Meere. 
Es scheint, dass der Dichter an Ort und Stelle war und aus dem fernen Oriente, 
dem Lande der Rosen, der schöoen Frauengestalten und auch der edlen Schach- 
kunst in ihrer Bluthezeit, an die Freunde im Süden schrieb. Ist diese Con- 
jectur richtig, dann dürfte Anlhia nicht der Vorname, sondern Beseichnmg des 
Volksstammes, „die Thracierin, Circasslerin^S und auch das Wort sinm nicht 
auf die Person, sondern auf die Oertlichkeit su heaiehen sein, ohwohl es auch 
jenen Sinn haben und daher ebensowohl durch „Schoos, Busen % als durch 
„Bai, Bucht^^ übersetit werden kann. Der Dichter rühmt die Frauen des Nor- 
dens, den Sfidl&ider entsückt der hohe schlanke Wuchs, der seelenToUe Blick, 
das jungfräuliche Erröthen, das reiche blonde Haar. Er erkennt ihnen dea 
Preis der Schönheit lu und tritt nun selbst als Zeuge auf, indem er sagt: 

Hier seht mich, den sichern, den unverwerflichsten Zeugen, 

Den die Circassierin noch fesselt in rosiger Bucht. 
Amor, der mftchtige, will er lur Liebe die Götter entsfinden. 

Schleudert aus ihrem Aug' flammende Fackeln empor. 
Wie so schön der Wuchs, der Blick, die goldenen Locken 

Und der rosige Mund und die erröthende Stirn! 
Solch ein Gesicht, möcht' es nicht durch Zeit noch Alter sich indem, 

Wolle Jupiter doch, dass es Unsterbliches sei! — 
Anderer Stoif ist noch hier, wo Du, mein günstiger Leser, 

Schaaren in Waifen erblickst, fechtend im irdischen Krieg. 
Heere begegnen sich, geschmückt mit verschiedenen Farben, 

Hier ist der schlagende Stein roth, dort anders gefirbt 
Hier das erste Treffen, des Fussvolks Flügel geschlossen. 

Dort desgleichen, bevor Hom und Schlachtruf ertönt. 
Dann drängt Schild auf Schild und Buckel bohret in Buckel; 

Drohende Sr>hwArtAr vArtrAiht*« fii>hivAvt nn<l RilaoA A^m Pbim. 



les 

Hier kommt «in Rom im Sprang, dort hftlt mit riesigem Spieme 
Sie, die Königin seibft, wöthende Krieger im Zanm. 

Lehren will ich Euch nun die Listen, Tiuschangen, Rtake, 
Deren Kenntniss den Sieg Baren Soldaten Terschafll; 

leh schrieb's, nflulich in sein; doch fehlen mir data die Kräfte, 
So ist: Grosses gewollt haben: des Lobes schon werth. 

▼. Oppen. 

Auf der Rückseite des zweiten Blattes steht über einem 
Pnambulo ond Exardio die Ueberschrift des ersten Theiles: 
„RepHicion de amores eompwita par Lucena hi^/jo del muy «a- 
pimUsiimo doctwr y Revermdo prothono- / ihario don Juan Remi- 
rez de luema embaxadar y del/consqo delos reyes nuestros seno- 
r$i en ieruieio de la lin-da dama su amiga (Lucena im Dienste 
der schönen Dame, seiner Freundin) estudiando enel precla- 
riiiimo studio /dela muy noble ciudad de Salamäca.^' Hierauf 
folgen noch 33 Blätter mit der ernsthaft gehaltenen und von 
vielen alten Citaten begleiteten Abhandlung über die Liebe.*) 
Mit Blatt 36 beginnt die zweite 120 Seiten umfassende Ab- 
theilung mit folgendem Titel und einer Dedication : fjArle breue 
Sf introducäon muy necessaria para saberjugar al axe/dres con 
denio y cincuenta juegos de partido. Iniitulada al serenissi -/ 
mo Sf muy sclarescido don Johan el iercero principe deltu 
spahas por Lucena hijo del muy sapientissimo doclor y reue^ 
rendo prothonoihario / don Johan remirez de Lucena ambaxa- 
dor y del coajo delos reyes nue I Siros senores siudiado enel 
preclarisnmo studio dela muy noble cibdad de Salamanca.'^ 
D. h. Kurze Anweisung und sehr nöthige Einleitung zur Er- 
lernung des Schachspiels mit 150 künstlichen Endspielen. 



*) Den Inhalt dieses ersten Theiles giebt Lacena selbst mit folgendem Texte 
an : yfQuien bie» amando prosigue 'ionas, assi mesmo destruge que iiguen 
oeguien las fuye y fuyen aguien las sigue; no quieren por ser queridas 
«s gwUardottan serticios autes todas des conoscidas por sola iema regt- 
das reparien sue beneßdos.'* D. h. Wer mit starker Liebe die Damen ver- 



166 

Dem durchlaachtigsten , hoeherhabenen Prinzen von Spanien, 
Don Johan dem Dritten, gewidmet von Lucena, dem Sobne 
des sebr gelehrten Doetors und zu verehrenden Protonotars, 
Don Jobann Remirez de Lucena, Botschafters und Mitgliedes 
im Rathe unserer königlichen Gebieter, Studirenden an der 
ausgezeichneten Universität der sehr vornehmen Stadt Sala- 
manca. 

In der schwülstigen Dedication, an deren Scbluss Lucelia 
die kronprinzlicben Hände ("delphinicas manosj Johann des 
Dritten küsst, empfiehlt er diesem sein Buch im Allgemeinen, 
ohne das Wort Schach in der Zueignung zu erwähnen. Die 
Menschen, sagt er, suchten sich unsterblich durch das zu 
machen, womit sie sich am meisten beschäftigt hätten. Dem 
Autor sei dies aber weniger der Beweggrund für seine Arbeit. 
Er werde vielmehr von der Absicht geleitet, etwas zu schrei- 
ben, was dem Prinzen nach beendeter ernster Beschäftigung 
fnobles pensamientos 8f seäs operationesj als Erholung dienen 
könne. Hierauf folgen weitere arge Schmeicheleien. 

Aus der Dedication können wir auf das Jahr schliessen, 
wann Lucena sein Schachwerk druckte. Der Prinz, dem es 
gewidmet ist, war der Sohn Ferdinand des Katholischen 
von Aragon und der Königinn Isabella von Castilien. Er 
war nach seinem mütterlichen Grossvater, König Johann D., 
benannt und 1497 mit Margaretha, der Tochter Kaiser 
Max I., vermählt, welche vier Jahre früher als Braut Carl VIH. 
von Frankreich von diesem verschmäht worden war. Der 
zum Thron für ganz Spanien und Amerika berufene Erbe 
starb aber in seinem zwanzigsten Jahre, um 1498. Lu- 
ceAa's Werk muss also vor dieser Zeit erschienen sein. Die I 
Cataloge weisen ihm, jedoch ohne einen bestimmten Grund 
anzugeben 9 ungefähr das Jahr 1495 an. Johann war aber 
damals nieht älter als 16 Jahre, und es möchte uiipaFSs^ 
gewesen ^öin, ihm schon so jung ein Buch zum T^eil zu de- 
«^'piroti. dpm ein'* f ,ipKocaKKaT»rll»i»*«» i^Ain.^fiin.f war. Es hÄtti* 



n fiialiar«r B«$icliligiiiig de^ meht paginirteii« stndeni nur mit 
Signatatett «, hf c etc. am Fusse der Blatter verfeheneii Wer- 
kes bemerkt man aber, dass der Theil über das Schach wie- 
der mit einer neuen Signatar A. beginnt. Er kann also ge- 
trennt worden nnd allein dem Prinzen überreicht sein. Den- 
Bocli kommt nns die Angabe des Jahres 1495 etwas zu früh 
▼or. Wir möchten das Werk erst in das Jahr 1496 oder 
i<tö7 veraetzen. Es ist nicht unwichtige dies zu erwähnen, 
da es sich um die Feststdloag handein kann, ob dem Buche 
des Lucena, oder, wie man gewöhnlich annimmt, einer ca- 
talonischen Problemensammlnng ^^Libre deii jochi partitii del 
seachs enombre de 100, per Franceseh Vieeni natural de 
Segcrhe. En Valencia^ Lope de Roca, 1495'' die Priorität ge- 
bührt. Vicent's Werk, von dem wir zur Zeit nur den Ti- 
tel und die Schlussworte kennen, welche die Jahreszahl 
15. Mai 1495 wiederholen, mag um 1800 noch vorhanden ge- 
wesen sein. Santander, Panzer (1795, IIL S. 60), Ca- 
ballero (1793, S. 54) und Mendez, welcher dasselbe 1796 
S. 83 beschreibt, scheinen Exemplare gesehen zu haben. Die 
berühmte Bibliothek des Klosters Montserrat bei Barcelona 
bat Termuthlich ein Exemplar besessen. Das Kloster ist aber 
1834 gestürmt und angezündet worden, und Vieles mag hier- 
bei untergegangen sein. Die zu Montserrat übrig gebliebe- 
nen Werke sind in drei Bibliotheken nach Madrid verthalt 
worden; in keiner derselben weiss man aber j^zt etwas von 
dem lAbre del jaeki. Ob das Buch überhaupt noch existirt, 
ist hiernach zweifelhaft, aber doch wohl anzunehmen. 

Der Autor der oben erwähnten Letten hält es fiir sehr 
wahrscheinlidi, dass, gleichwie Damiano aus dem Lucena, 
dieser seinerseits viele Endspiele aus dem Vicent entnommen 
habe. Diese vorläufig nicht weiter zu begründende Vermu- 
thung erhält, wenn man die Anschauung in etwas ändert, 
einen gewissen Anhalt. Verschiedene Indicien, auf die wir 



170 

OfBcin hervorgehen dürfen. Indess erfüllen sie ein Haupt- 
erfordemiss: sie sind verständlich. Alle haben die gleiche 
Grosse und messen etwa 3 Zoll im Quadrat, was genau einen 
französischen Centim^tre für jedes Feld ausmacht. Die For- 
men der Figuren sind durchgehends dieselben. Ihre Namen 
sind rey, Konig; ^ma, Dame, deren Bezeichnung reyna so 
oft bei Lopez, hier gar nicht vorkommt; doch wird die K&- 
niginn, wenn sie den beschränkten alten Gang hat, von Lu- 
cena zuweilen alferezza genannt. Laufer, Springer und Thurm 
heissen immer alfit, ikxvaUo und roque. El peon mcUador ist 
der zum Mattgeben bestimmte Bauer. Die vier Mittelbauern 
heissen los qwUro peoei de en medio. Jugare o peon eorio 
bedeutet den Bauern nur einen Schritt ziehen; e2 — e4, zwei 
Schritte, wird durch „auf das vierte Feld des Königs^' 
ausgedr&ckt. Por partido =^ als Vorgabe; la mano = An^ug; 
juegoi de portido oder auch zuweilen primores = künstliche 
Endspiele ; de la dama == nach neuerer, del viq'o = nach äl- 
terer Art; assegurado und aireguado = unverletzlich; mate 
ahogado «s patt; roboda = rot dipouilU; saUore = springen 
mit dem Könige, gewohnlicher dafiir $e trasponer = sich oder 
den König umsetzen. Andere im Werke vorkommende eigen- 
thümliche Ausdrücke lassen wir unerwähnt, da sie mehr ein 
sprachliohes als auf das Spiel bezügliches Interesse haben. 

Bei seinen sehr kurzgefassten einleitenden Bemerkungen, 
zu denen wir jetzt übergehen, setzt Lucena offenbar einige 
Kenntniss der Züge nach alter und moderner Spielart, sowie 
der zu seiner Zeit üblichen Gebräuche voraus. Sein erster 
Abschnitt möchte deshalb an manchen Stellen, ohne die von 
uns beigefügten Noten, den Schachfreunden in manchen Punk- 
ten unklar sein. Ueber die interessante Frage, wann und wie 
der Uebergang vom alten Spiel zu dem erwekerten neueren 
Gange des Läufers und der Dame Statt gehabt habe, gewährt 
Lucena keinen Aufschluss. Die Aenderung, welche unser 



171 

nien zuerst aafgekommen zn sein; ob sie dort aber von den 
Mauren oder, was vielleicht wahrscheinlicher ist, da man eine 
arabische Bezeichnung für die alte Königin beibehielt, von 
den Christen im Kriege mit den Mauren ausging, ist noch 
nicht ermittelt. 



Erstes KspiteL 

Die erste Regel besteht darin, diejenigen zu belehren, 
welche in diesem Spiele nichts wissen, damit meine Arbeit 
nicht des Anfanges entbehre. Wenn man erfährt, wie jedes 
Stück zieht, wird man den Unterschied erkennen zwischen 
dem Spiel, wie wir es jetzt spielen, welches man das der 
Dame {de la Dama) nennt, und dem alten (viqo)^ welches 
vordem üblich war. Diese Erklärung wird zugleich dazu die- 
nen, die Verschiedenheit der Aufgaben (juegos de partido oder 
zuweilen primoree genannt), deren 150 wie in einem vollstän- 
digen Rosenkranze sind, aufzufassen. Nach genauer Kennt- 
niss des Ganges (der Officiere) ist es nöthig, die Bauern spie- 
len zu lernen, welche alle in Linie auf der zweiten Reihe des 
Brettes aufgestellt sind. Mit einem weissen Felde zur Rech- 
ten müsst Ihr die Thürme (roques) auf die äussersten Felder 
auf jeder Seite in der ersten Reihe setzen und neben sie die 
Springer (cavaUoi), dann die Läufer (ar/!/««), hierauf den weis- 
sen Konig {rey) auf Schwarz, den schwarzen König auf ein 
weisses Feld, und diesen zur Seite die Damen (damcu)*). 

*) Den Aasdmck reffna^ derbeiLopes gewdhnlich ist, braacht Lacena 



178 

Nachdem so Euer Spiel gehörig aufgestellt ist, siemt es Bttch^ 
XQ anrissen, wie jedes Stück zieht und schlägt. 

Zuvörderst die Bauern {peoMi): Diese können im ersten 
Zuge ein oder zwei Felder, nachher aber stets nur eines, and 
zwar geradeaus gehen. Sie nehmen schräg und därfen i,paf- 
sar battcdla^y d. h. stände der Bauer des Anderen entgegen, 
so könntet Ihr doch Eurer Bauern um ein Feld über dasjenige 
des Zusammenstosses hinausrücken, wobei es aber in die 
W^ah) des Anderen gegeben ist, ihn vorüberziehen zu lassen 
oder zu nehmen. Ferner, wenn der Bauer die Reihe des 
feindlichen Königs erreicht, so bekommt er die Macht der 
Dame und glebt ohne zu ziehen (trampaner) Schach*)^ und 
zwar nicht allein wie eine Dame. Wenn Ihr nämlich der 
Spielweise beipflichtet, welche ich anwende, so darf der Bauer, 
wenn er zur Dame wird, sowie bei deren ersten Zuge neb'- 
oaen und Schach bieten wie eine Dame und ein Springer za» 
gleich '^), da wir dies den Frauen schuldig sind. Später wird 
aber nur in grader Linie und übereck gezogen. Im alten 
Schach durfte die Dame***) beim Auszuge ins dritte Feld ge* 
radeaus oder schräg springen {$aUare)f konnte dabei aber nicht 
schlagen. Sie konnte über irgend welches andere Stück hia- 
wegspringen; von dort ab zog sie jedoch schräg von Feld za 
Feld. Auch der König selbst darf im ersten Zuge springen, 
in's dritte Feld, wie es ihm beKebl, wenn er nickt im. Schach 
steht, ausser es wäre wie ein Springer, um dem Matt der 
Verzweifelten, wie es heisst, zu entgehen t)« Et darf aber 



*) Lacena will damit sagen, dass der Braer aoforl aaf der dberatea 
Reihe, im Moment seiner Umwandlung, nicht erst bei seinem aftdistea Zage, 
Schach bieten kann. 

*^) Eine eigene Feinheit! 

***) Lacena selbst spricht Vom alten Schach als noch nicht gaiM T«rges- 
seo immer in der gegenwftrtigen Zeitform. Ein grosser TheS seiner Bnds|Mela 
bezieht sich auf die alten Regeln. 

t) Bei Mennel 1536 Blatt B^»- steht: „5o dem Kömg ^nm SdUiek ft- 



triebt ii^er 8cb«cb biowcffteUeQ*), noch Moq er sprii)j;eii> 
wenn er Schach gehabt bat, i^a sei deon, dass er daraus nicht 
aalhat fea&ogfn habe**). U^b?r die Reihe darf der König nicht 
aet^eii» in welche er, wepo er gewollt hätte» nicht wegep 
Sohach hineinibiehen konnte***). 

Die Läufer gehen schräg von einer Seite zur anderen, 
)c4#€h ^iebw aie im alten Spiel ebenfalls schräg inimer in's 
dritte Feld. Dabei konnten sie springen und nehmen , über 
irgeo4 #in Stück hinüber. Die Springer spielen vom dritten 
ui's dritte Feld 9 weder in schräger Richtung noch geradeaus. 
Die Tbiirme immer g^rade^us und nichf schräg, noch wie die 
Springer. 

£s blribt nun noch übrig, einige Zweifel aufzuklären, 
walche sich gewöhnlich nnter wenig erfahrenen Spielern dar- 
bitteii. Wenn iph sage. Du sollst mit'm Bauer Matt geben, 
so ist mit dem Bauern gemeint und picht Schach mit dem 
rinen und Matt mit dem anderen, ausser wenn's besonders 
angegeben. Ferner, wpnn ich sage, Ihr sollt mit einem be- 
stimmte Bauern matt setzen, so heisst dies, das Matt gilt 
auch 9 wenn Ihr ws dem Bauern eine Dame macht und mit 
derselben matt setzt. Ferner ist das Patt {mate ahogado) ein 
Matt, welches mcht doppelt t) wie das Schach -und -Matt be- 



a^er tu $ $i e h §m teimmn am$ang «kriA km S(Aa^ gehi^f"^ Oi«ia Stelle 
4itat aar l^rkWrwig fieß Te^es. 

*) Der Sprang von el nach gl oder ci über die etwa bedrohten Felder 
fl oder dl iat hier gemeint Das Wort encoear^ rochiren In einen Kng, 
kennt. L n c e n a nieht 

**) Hiniamkdeiiken ist: ^aondern iwischengesetit hat^^ 
***) D«r X^niig aoU die ^wejte Reihe, wenn sie von einem feindlichen 
Thnm behemcht iat, nicht öberschreiten. Diese Bestimmong findet sich aach 
bei Cesfolis. 

t) L^tpep i56| Cap. X]CY. iwgt vom Patt, welches er male äogado 
«•aal, daas aa in l^nien die Hllfte des EinsaUes gewinne. In Italien werde 
bei Patt nnd rot dipamiUi nichu gewonnen. Dct^ einielne König (n^ado) 
aMWt-iMDb b^i fioceiia .b^Onstigt wo^rden sein- d-n- *- -'— "-'-^ • 



175 

MUt wird* Dies scheint mir das reehte Spiel xu sdtt und 
soll mcbt anders gehalten werden, denn es schärft Euere 
Aufmerksamkeit und lässt nach vielen Zügen streben. Zu- 
weilen ereignet es sich auch, dass der Gegner stillschweigend 
Schach giebt und Ihr, indem Ihr es nicht seht, etwas Anderes 
zieht. Wenn nun der Gegner, nachdem Ihr gezogen und ehe 
er ein Stück anrührt, sagt, Ihr möchtet aus dem Schach gehen, 
so soll Euer Zug zurückgegeben werden, und Ihr Euch auss«r 
Schach setzen. Uebrigens aber, wenn Ihr gespielt habt und 
er ein Stück berührt hat, braucht Ihr nicht mehr aus dem 
Schach zu gehen, was auch immer bei jedem spateren Zuge 
geechieht, denn sonst könnte Jemand einen Springer oder ein 
aaderes Stück gegen Euere Dame oder irgend eine andere 
Figur spielen, zugleich das Schach ansagen und darauf EueMn 
Officier nehmen. Deshalb braucht Ihr nicht allein nicht aus 
dem Schach zu ziehen, sondern könnet, falls er noch mit 
einem andern Stuck Schach bietet, in der Linie des verschwie- 
genen Schachs weiter gehen, ausser wenn ^er mit derselben 
Figur Euch nochmals Schach böte*). 

Es gewährt einen Vortheil, immer mit denselben Steinen» 
namentlich den schwarzen, zu spielen. Wenn auch Ihr die- 
selben Figuren in Brauch nehmet und der Gegner nicht an- 
ders als mit diesen spielen will, so wendet das Brett und es 
kommt auf das Nämliche hinaus, da für Euch immer der Kö- 
nig zur Linken zu stehen kommt**). 



*) Laceaa v«rbialeC «Imi, dann in der alten SchacWinie an Juleifcea, wenn 
die Fifor, mii der daa ftille Schach gegehen war, seUMt aiehl nnd vea einsr 
andeeen Stelle in jener Linie wieder ein nencn Schach bietet Bauer wmI 
Springer kAanten dief nie. 

**) Et iit nicht leicht an beftiuMn, was Lacena hier «eint. Steih man 
die acharanen Steine ver «ich aaf dem richtig gelegten Brette ani; m «tehidar 
Unig liaha. Bahrt man nnn aber das Spiel hemm und giebt dem Gegner dii 
Sflhwaraan, m hemmt der weiife Btoig mr dem entcn Spielsr nur Bachtan 
an ftehen. Dies hann mn^ Antor alfo nicht im Sinne haben. £• bleibt viair 
mehr nnr Abrig, daa Brett halb an drehen, $o dam sechta ein ichwanea Feld 



176 

Wenn Ihr des Abends bei einem einzigen Lichte spielt, 
8o macht, dass letzteres wo möglich immer zu Euerer Linken 
stehe, weil es dann weniger blendet*). Spielt Ihr am Tage, 
so socht den Gegner gegen das Licht zu setzen, was för 
Euch sehr vortheilhaft ist In diesem Spiele schadet es auch 
dem Gegner, wenn er gut gegessen und getrunken hat. Soll- 
tet Ihr indess lange zu spielen haben, so ist es rathsam, etwas 
zu sich genommen zu haben, damit Euch der Kopf nicht 
sehwach werde. Euer Getränk sei Wasser und in keiner 
Weise Wein. Wer soeben nachdachte, rohe sich aus, denn 
es wird ihm sowohl für den Geist als das Gedächtniss von 
Nutzen sein, kurze Zeit zu spielen. Der Einsatz sei so nie- 
drig, dass sein Verlust nicht drückend empfunden wird, denn 
sonst würde er die Emfindungsgabe stören und das Gedächt- 
niss verwirren. 

Wenn Ihr mir den umgesetzten König vorgebt, so ver- 
steht es sich, dass Ihr den eigenen König nicht transponiren 
därft**), ausser es werde Euch dies besonders zugestanden. 
Ebenso setzt derjenige, welcher den Läuferbauer vorgiebt, 
den König nicht um, falls nicht zugleich dies ausgemacht 
wäre. 

Auch wenn man um keinen Einsatz spielt, soll mit dem 
berührten Stück gezogen werden, es sei denn, dass es den 
König bedeckte. Dann ist dieser zu spielen. Ferner soll ein 



links. Lacona begehrt also für die Abtretong der Farbe die Conceffioa, dan 
das Brett unrichtig gestellt werde. 

*) Hieraus entnehmen wir, dass die Spanier, wie wir gewOhalich, den 
Kepf anf die linke Hand stdtsten, welche dann als Schirm dient Hau siein 
Plegie in schweren Spielen sich anf beide Hinde an stAtsen. Die Englinder 
sitien gewöhnlich ohne Stütse gans gerade. 

**) Lneena sagte Torfaer gans allgemein, dass der König springen (tram^ 
fmmr md sMar) könnte. In den Spielen kommt nur das Umsetaen des 
lönigs auf die andere Seite des «n ihn herangeiogenen Thnrmes for. Dies 



177 

bewegtes Stuck, das non tiehen rauss, auf das Feld, um Strei- 
tigkeiten vorzubeugen, sogleich gesetzt werden, welches damit 
berührt wird. 

Endlich kommt es darauf an. Euer Spiel gut zu ordnen, 
denn hierin besteht die Vollkommenheit dieser Wissenschaft. 
Demnächst muss man wissen, wann es Zeit ist zum Handeln 
und wann nicht, um sich dann ruhig zu verhalten. — Den 
Dorchbruch macht man immer auf der Damenseite und nicht 
auf der Seite des Königs. Auf dieser h»lt man sich bis zur 
Zeit der grossten Noth in Sicherheit und Kraft. Denn so 
oft Ihr Eueren König blossstellt, mögt Ihr gewöhnlich das 
Spiel verlieren. Wenn Ihr aber den König sicher haltet, 
könnt Ihr ohne Furcht mit Euren andern Leuten den Gegner 
bekämpfen, der nothwendig nichts weiter thun kann, als sich 
zu vertheidigen. Dabei bleibt Ihr Herr des Feldes. 

Für die Fälle, bei denen es nöthig ist, sich praktisch zu 
belehren, beabsichtige ich, die besten Eröffnungen sämmtllch 
aufzuzeichnen, welche ich in Rom und ganz Italien, Frank- 
reich und Spanien von den Spielern habe spielen sehen und 
die ich selbst habe aufstellen können. 



Die elf nächsten Kapitel, welche Lucena Regeln nennt, 
enthalten diese allerdings sehr mittelmässigen Spiele in be- 
schreibender Bezeichnung. Wir geben sie vollständig in die 
gewöhnliche Notation übertragen. Jedes Kapitel ist von einem 
Schachbrett mit folgender Aufstellung begleitet, bei welcher 
Schwarz auf den ersten Reihen steht. Nur einmal erschei- 
nen die weissen Stücke auf Reihe 1 und 2 aufgestellt. In 
den Endspielen hingegen stehen auch die schwarzen Figuren 
aufrecht und gewöhnlich nicht dem Leser zunächst. 



178 













Zweites Kapitel. 



(Wir nehmen bei Mittheilung dieser Spiele wieder an, 
dass in Uebereinstiinmung mit unserer Notation die weisse 
Partei auf der ersten und zweiten Reibe steht.) 

1. e2 — e4 e7 — e5 

2. Sgl — f3 f7 — f6 

3. Sf3 — e5: f 6 — e5: 

(Das Spiel wird das Gambit des Damiano genannt, von 
dem es aber, wie man hieraus sieht, nicht ursprünglich her- 
rührt. ) 

4. Ddl — h5t Ke8 — e7 
Auf g7 — g6 würde 5. D h5 — e5f folgen. 

5. Dh5 — e5t Ke7 — f7 

6. f. f< '■ -»T— d5 



i79 

8. D eS ~ g3t 

(Statt dessen spielt Damiano besser 8. h2 — h4.) 
8 DdS — g5 (oder B.) 

9. D g3 — c7: D g5 — g2: (oder A.) 

10. D c7 — f 7t K g6 — h6 

11. d2 — d4t g7-g6 

12. Df7 — f8t Kh6 — h5 

13. Df8 — f7t Kh5 — h4 

14. e4 — e5 Dg2 — g4 

Ginge die Dame nach h3, so gewinnt 15. Df7 — g7. 

15. L d5 — f 3 und gewinnt, da 16. Df7-h5=t= 
erfolgt, wenn sich die schwarze Dame von g4 entfernt. 

(An den Zug 15. L c8 — e6 denkt Lucena nicht, auch 
dieser rettet das schwarze Spiel nicht.)*) 

A. 

9 SbS — d7 

10. g2-g3 SgS— f6 

11. S bl — c3 und gewinnt durch die Bauern 
auf der Königsseite. Da Weiss schon vier Bauern für einen 
Springer hat, ist es, sagt unser Autor, nicht möglich, dass 
Weiss die Partie verliere. 

B. 

8 Kg6-f6 

9. D g3 — f4, um nachher auf f 7 mit der 
Dame Schach zu bieten, wenn der König nach g6 oder e7 
geht. Für beide Fälle ist Lucena 's Spiel nicht das beste. 
Man sieht hieraus wie aus anderen Umständen, dass er ein 
nur sehr schwacher Spieler gewesen sein muss, der hinter 
seinem portugiesischen Nachfolger weit zurückstand. 



180 

9 Kfe— ge 

(Bei Kf6 — e7 wird mit 10. Df4 — f7, Ke7 — d6; 
11. d2 — d4 fortgefahren. Hierauf soll Schwarz mit Bauer 
oder Läufer matt werden. Lucena sieht also den verzögern- 
den Zug Dd8 — e7 nicht.) 

10. Df4 — f7t Kg6-g5 
(Unbeachtet bleibt 10. Ld5 — f 7:^=0 

11. d2 — d3t Kg5 — g4 

12. D f 7 — f 3t K g4 — h4 

13. g2 — g3 Kh4- h3 

14. D f 3 — h5t K h3 — g2 

15. e4 - e54:. 

(Hier übersieht Lucena, dass die schwarze Dame den 
angeblich mattsetzenden Läufer nehmen kann.) 



Sobald Jemand das Spiel dieser zweiten Regel kennt, 
wird er den Springer e5 nicht nehmen, sondern 3. Dd8— e7 
ziehen und eine' Falle stellen , nämlich 

4. D dl — h5t g7 — g6 

5. S e5 — g6: D e7 — e4t und Schwarz 
gewinnt den Spinger. 



Drittes Kapitel. 

1. e2 — e4 e7 — e5 

2. Sgl— f3 Sb8— c6 

3. Lfl — c4 Lf8— c5 

4. d2 — d3 Sg8 — f6 

5. h2 — h3 d7 — d6 

6. Lc4 — b5 a7 — a6 

7. Lb5 — a4 



181 

7 Th8 — f8 

8. Sbl— c3 Ke8 — g8 

(Hier springt der König. Die Rochade in einem Zuge 
mag aber zuweilen schon damals vorgekommen sein^ denn 
Damiano^ 1512, erwähnt derselben als eines schlechten Ge- 
brauches bei manchen italiänischen Spielern.) 

9. Lei — e3 Lc5— e3: 
10. f2 — e3: h7 — h6 





11. 


Ddl 


-d2 


Dd8- 


■e7 








12. 


Tal 


-dl 


Lc8- 


■e6 








13. 


Kel 


-Ol 


Ta8- 


-dB 








14. 


g2 


-g4 


d6- 


-dS 








16. 


e4 


— d5: 


Sf6- 


dS: 








16. 


Sc3 


— d5: 


Le6- 


■d5: 








17. 


La4 


— c6: 


(und soll nachher 


mit 


der 


Dame nach 


g2 geh€ 


in und besser stehen. 


Hierbei käme aber 


Schwarz mit e5 — e4 in ^ 


Vortheil.) 









Viertes Kapitel. 



1. e2 — e4 e7 — e5 

2. Sgl— f3 d7 — d6 

3. c2 — c3 S gS - f 6 

4. h2 — h3, aus keinem andern Grunde, 
als um bei S f 6 — e4 : durch 5. D dl — a4t den Springer zu 
gewinnen. 



Ffinftes Kapitel. 

^. e2 — e4 e7 — e5 
2. Sei — f3 Se8— f6 



182 

4. Ddl — e2 Dd8 — e7 
6. De2 — e4: d7 — d6 

6. d2 — d4 f 7 — f 6 

Auf f 7 — f5 zöge sieb die weisse Dame nach e3 zarück. 

7. f 2 — f 4 S b8 — c6 
(Hier spielt Damiano besser Sb8 — d7.) 

8. Lfl — bS Lc8 — d7 

9. Sbl — c3 Sc6— e5: 

Bei a7 — a6 hätte 10. S c3 — d5 die Dame gewonnen. 

10. Sc3 — d5 Se5 — f3t 

Auf De7 — d8 folgt 11. Lb4-d7i:, Dd8-d7:; 12. f4-e5: 

11. g2-f3: De7 — e4t 

12. f3 — e4: Ld7 — bö: 

13. S dd — c7t und gewinnt einen Bauern. 



Sechstes Kapitel* 



1. e2 — e4 d7 — d5 

2. c4 — dS: Dd8 — d5: 

3. Sbl — c3 Dd5 — e5t 

4. L f 1 — e2 

oder 

3 Dd5 — d8 

4. d2 — d4 und zieht nachher mit gut 
entwickeltem Spide L cl — e3 und L f 1 — d3. 



Siebrates K«|iitel. 



1. e2 — e4 e7 — e6. 

2. cl2 — '^^ '»*•*'! c^pH. ^i^nn SrfiwT««— 



183 

zwei Schritt, sowie dann die vier Figuren dahinter. Hierdurch 
beherrscht Weiss das Feld. 



Achtes Kapitel. 



1. e2 — e4 e7 — e5 

2. Lfl — c4 d7 — d6 

3. c2 — c3 S b8 — c6 

4. Sgl — fS LcS— e6 

5. Lc4 — e6: f7 — e6: 

6. D dl - b3 D dB — c8 

7. Sf3 — g5 Sc6 — d8 

So ist das Spiel gut angefangen. Es muss mit d2 - d4, 
Lei — e3, Sbl — d2 und der Umsetzung des Königs nach 
der Damenseite fortgeführt werden. Weiss steht dann be- 
deutend besser als Schwarz. 



Neuntes Kapitel. 



Dieses und die folgenden Spiele lassen den Gegner an- 
ziehen. 

(Lucena will also hier die Vertheidigung lehren.) 
Schwari. WeiM. 

1. e7 — e5 e2 — e4 

2. SgS — f6 Sbl — c3 

3. Lf8 — b4 

(Als Zug des Ruy Lopez bekannt.) 

4 Sgl — e2 

5. c7 — c6 d2 — d4 



184 



Zehntes Kapitel. 

Schwärs. Wmm. 

1. e7 — e6 e2 — e4, welcher Bauer 
niemals weniger als zwei Schritte zu spielen ist. 

2. d7 — d5 e4 — d5: 

3. e6-d5: d2 — d4 

oder 

3. Dd8 — d5: d2 — d4 

4. D d5 — dS L cl — e3 

5. Sb8 — c6 Sgl — f3 

6. Sg8-f6 Lfl — d3 

7. Lf8 — d6 Sbl — c3 

8. b7 — b6 a2 - aS 

9. Lc8 — b7 h2 — h3 

10. Th8 — f8 Ddl — e2 

11. K e8 — g8 T al — dl 

12. Dd8 — e7 Kel — cl 

13. Ta8 — d8 g2 — g4 

14. h2 — h3 T dl — gl 

15. g2 — g4 h3 — h4 und gewinnt das 
Spiel mit den beiden Tbürmen gegen den feindlichen König. 



Elftes Kapitel. 



Die elfte Art und Weise sich gut zu stellen: 

Schwärt. Weit«. 

1. e7 — e5 e2 — e4 

2. L f 8 — c5 c2 — c3 



185 

6. Lc5 — b4t Ld — d2 

7. Lb4 — d2t Ddl — d2: 

8. d7 - d6 S bl — c3 

9. Sg8 — f6 Lfl-d3 

10. L c8 — e6 T al — cl 

11. Th8 — f8 Sc3 — a4 
Weiss gewinot die Dame. 



Zwölftes fiapitel. 



Schwan. Wmm. 

1. b7 — b6 d2 — d4 

2. L c8 — b7 c2 — c3 

3. g7 - g6 b2 — b4 

4. Lf8 — g7 e2 — c3 
6. d7-d5 f2— f4 

6. e7 — e6 g2 — g3 

7. f7— f5 Sgl — f3 

8. Sg8 — f6 Lfl — g2 

9. Tb8 — f8 Ld — b2 
10. Ke8 — g8 a2-a4 

.11. Sb8 — d7 Sbl — d2 

12. h7 — h5 Tbl — fl 

13. Sf6 — g4 Ddl — e2 und kann nacb 
ber, wenn er den König umgesetzt bat, mit dem Bauern c3 
einen Angriff macben. Würde dabei der Bauer b4 von der 
feindlicben Dame (die Lucena also nacb e7 gespielt denkt) 
genommen, so gescbäbe L cl — a3 gegen Dame und Tburm, 
und wenn das Spiel so fortgesetzt wird, stebt Weiss besser. 

9 Dieses Alles, was gesagt ist, mag als eine Einleitung 
dienen, wenn man will, um die Befangenbeit zu verlieren und 
sich das Anseben eines Scbacbspielers zu geben. Es begin- 
nen nun die künstlicben Endspiele." 



186 



Damiano 's Spielanfänge stimmen so wenig mit den hier 
gegebenen überein und sind, obgleich ebenfalls noch sehr un- 
vollkommen, doch so entschieden besser, dass wir in ihnen 
keinen Grund zu der Annahme erkennen, Lucena sei fiir die- 
selben benutzt worden. Auch die sechszehn Endspiele, wel- 
che Damiano als SuUiUtate oder fnimores bezeichnet und 
die sein neuntes Kapitel bilden*), finden sich nicht bei Lu- 
cena. Hingegen kommen von denjenigen Aufgaben des Letz- 
teren , welche sich auf die Zage des neuen Schachspiels be- 
ziehen, siebenzig in dem zehnten Kapitel des Damiano vor, 
welches im Ganzen 72 giochi deik pariüi alla rabiosa oder, 
wie die spanische Ueberschrift lautet, juegos de partidos 
deUa Dama enthält. Die zwei fehlenden Spiele sind nach 
einer Vergleichung , die Sir Frederic Madden zu London 
angestellt hat, No. IX. des Damiano und das einzige End- 
spiel nach alter Art, welches dieser Autor unter No. XX. mit- 
theilt. 

Nach dem Gesagten scheint es unzweifelhaft, dass der 
Portugiese seine Sammlung überwiegend aus dem älteren 
spanischen Werke geschöpft habe. Nichtsdestoweniger möch- 
ten wir dies, obschon es auch allgemein behauptet wird, doch 
nicht mit voller Zuversicht bestätigen. Es zeigen sich nämlich 
in den Einzelnheiten der Bilder und der Lösungen kleine Ab- 
weichungen, welche durch ihr häufiges Vorkommen Zweifel 
erregen. Wir wollen ein Paar derselben hier anfahren.. 

Ein ungenaues Problem steht mit etwas geänderter Stel- 
lung bei Lucena, und dieser fügt der zweiten Mittheilung 
einen brauchbaren Vorschlag zur Correctur der Aufgabe bei. 
Damiano, sollte man nun vermuthen, werde die Verbesse- 
rung angebracht haben. Dies ist aber nicht geschehen, viel- 
mehr steht die Aufgabe bei ihm unter No. XIL wieder aus- 



18t 

ArückKch dl« ongenna, ab«r mit nochmals unbettächtlicli mo* 
dKcirt^ Aofetellung. 

Damiano begleitet ferner, wie bekannt, seine Diagramme 
mit doppeltem, italienischem und spanischem^ Texte. Er 
konnte, da er seinen Gewährsmann nirgends nennt, unge- 
seheut die spanischen Auflösungen, wenn er sie auch für das 
kleinere Format seiner Ausgaben ohne Jahres^^ahl etwas ab- 
kürzte, im Ganzen wörtlich aus dem Lucena entnehmen. 
Dies ist aber wiederum nicht geschehen. Es hat 6ogat den 
Anschein, als ob das Spanische bei Damiano erst vom Ita- 
liänischen übersetzt sei. Dennoch kommen aber die Auflö- 
sungen und die Reihenfolge der Züge in Fällen, wo eine 
Wahl zulässig war, den Angaben des Lucena so nahe, dass 
mau an eine directe Benutzung glauben möchte. Es bleibt 
unter diesen Umständen kein anderer Ausweg, als anzuneh- 
men, beide Autoren hätten sich nach einander in gleicher 
Weise aus derselben Endspielsammlung bereichert, welche 
das Werk des Vicent gewesen sein mag, oder vielleicht 
eine handschriftliche Zusammenstellung, etwa in Rom, war, 
wo Lucena und Damiano, wie wir wissen, sich befunden 
haben. Keiner von Beiden ist von dem Vorwurf, sich still- 
schweigend fremdes Gut in grossem Umfang zugeeignet zu 
haben, freizusprechen. Lucena hat übrigens Quellen ver- 
schiedener Art, neuere und auf das alte Schach bezügliche*), 
gleich flüchtig benutzt. Man überzeugt sich hiervon, indem 
man mehrere Probleme, die für das mittelalterliche und neue 
Spiel zugleich passen, bei ihm sowohl als modern, wie auch 
als alt mit identischen Stellungen auf verschiedenen Holz- 
schnitten antrifil. Sein Mangel an Schachgenie und sein 
schlechtes Gedächtniss verrathen ihn in dieser Weise öfters. 
Die in solchen Fällen gleichen Lösungen mit genau denselben 



188 

Buchstaben in den Diagramme, wie das Beispiel des auf 
S. 169 miigetheilten Faesimile sie in einem doppeh bei Lu- 
cena and auch einfach bei Damiano vorkommenden Pro- 
blem zeigty lassen erkennen, dass für die benutzte Sammlong 
des neueren Spiels bereits selbst deren ältere Vorgänger, wo 
es anging, ausgebeutet worden waren. Luc e na hat dies 
unbeachtet gelassen und stellt so wiederhdlentlich durch ^eine 
Duplicate sein massiges Talent und sein compilirendes Ver- 
fahren der spätesten Nachwelt zur Schau. 



Endspiele des Lncena. 



Nr. I. 




In genau 2 Zügen. 
Lucena erklärt das Spiel Tür falsch, denn bei 1. b4-b5, 



190 

ist, hat den Bauer d2 nicht und spielt 2. S a5 — b3=t=. La 
cena will den Thurm b7 nach d7, e7 oder f7 stellen und 
1. Sa5 — b3t und 2. Te7— b74= ziehen. Es geschieht also 
der Zug des Springers nach b3. Man muss deshalb wohl m 
Betreff des Bauern d2 auf einen Druckfehler schliessen. Die- 
ser Bauer soll vermuthlich auf e2 stehen, dann kann er zor 
Dame auf el werden und nach 1. b4 — b5 und 2. S a5 — b3t 
auf a5 zwischensetzen. 



No. IL 




Weifi* 



Genau in 2 Zügen. (Falsch.) 

Lucena bemerkt, dass auf 1. S bl — c3t, b2— cl:D 
folgt, und diese nachher zwischensetzt. Man muss sich ako 
das Brett umgedreht denken. Bei 1. T a4 — a5 mache hin- 
gegen T c5 — a4 das Matt unmöglich. Auch hier findet sich 



weissen Thurm von a4 auf a5 gesetzt hat und 1. T a5 — aC, 
T c5 — a5 spielt. Die falsche Stellung des Brettes hat aber 
auch er beibehalten. Uebrigens setzt er auf e5 noch eine '. 
weisse Dame hinzu. Das Spiel ist, wie Lucena und Da- 
miano gestehen, nicht genau in 2 Zügen zu losen. 



No. III. 



Schwurt^ 




Genau in 2 Zügen. 



1. Th2 — e2 und nachher Matt. Das Spiel ist, wie man 
aus den beiden gleichen Läufern und deren besonderen Stel- 
lung schliessen kann, wahrscheinlich alt. Damiano hat den 
Läufer b4 weggelassen. 



No. IV. 



Schwan. 






iSm„„^« 




WeliA. 



Genau in 2 Zügen. 



1. Tc7-c8t Kd8-e7: 

2. Sd6 — f5=j= 

Wenn der schwarze Thurm nicht auf e3, sondern auf 
dem mit einem Punkt bezeichneten Felde (f3) stände, würde, 
wie Lucena für nöthig hält zu bemerken, der Springer ge- 
nommen werden. Bei Damiano findet sich diese Bemer- 
kung nicht. Die Stellung ist dort so gedreht, dass die Kö- 
nige auf g3 und e8 stehen. 



193 



No. V. 




Genau in 2 Zügen; 



1. Dc2 — h2 und nachher Matt (wie dies auch gleich 
mit dem Springer geschehen könnte). 

Damiano hat dies Spiel nach dem Rande links versetzt 
und den Bauer an den König herangerückt. 



194 



No. VI. 




Wein, 



Genau in 2 Zügen; idie weissen Springer sind unverletzlich. 



1. Sd5 — c7t Ke8 — e7 

2, S c7 — e84=j /la der Springer nicht ge- 
nommen werden darf. 

Das Spiel ist bei Damiano von rechts nach links um- 
gekehrt. 



No. VII. 



Sehwarx. 

M ■ fei 



i 2 ^^M„__^p. 




In 2 Zügen. 



1. q6— c7 d2 — dlD 

2- Sa4 — b34i 
Lucena und Damiano fägen diesem Spiele die hier 
und an einigen Stellen nicht nötbige Bestimmung hinzu, dass 
W^iss in Mcht mehr und nicht weniger als 2 Zügen nftatt 
setzen soll. Lucena sagt übrigens noch, die scbwarzen 
Stücke seien unverletzlich. 



198 



No. X. 



Sohwirt. 



i.««™.^^!™™.^^! 




Genau in 3 Zügen und der Läufer h5 darf nicht im ersten 
Zuge bewegt werden. 



1. Lh4 — f8 Lh7 — g6 

2. Lh5 — g4 Lg6 — h5 

3. Th3 — h54: 

Wir übergehen die Varianten. Bei Damiano steht d^s 
Spiel am linken Rande mit der Einschränkung, dass der weisse 
Läufer nicht im ersten Zuge gespielt werde. Darunterhaben 
die deutschen Uebersetzer L h4 , der dann auf dem weissen 
Felde a4 sttht, verstanden und den Portugiesen getadelt, i^s^ 
er doch das Spiel mit diesem Läufer beginne. Aus Loceoa 



IIa 



No. XI. 



Sohwart. 




In 3 Zügen. 



1. Sf3 — g5t Tg6 — g5: 

2. Tfl— f6t Ke6 — f6: 

3. Tdl-d6it= 

Dies schöne Problem findet sich ebenso nochmals unter 
den alten Spielen des Lucena und bei Damiano. Es kommt 
auch in einem arabischen Manuscripte vor. 



200 



No. xn. 



Sehwan. 




W«ifl». 



In genau 3 Zügen mit dem Bauer b6. (Falsch.) 



T a8 beliebig (z. B. b8) 
Tb8 — q8 



1. a6— a7 

2. Db3 — g8 

3. b6 — b7i|= 

Lucena setzt hinzu, dass die Lösung durch 1. Te8-g8 
gehindert wird, was ein hübsches Geheimniss sei, beaebtet 
aber nicht, dass auch 1. T e8 — e3: hindert. Damiano hat 
die Stellung vereinfacht, lässt die Bedingung, dass der Bauer 
matt setzen soll, fort, giebt aber dieselbe Lösung und zwar 
auch mit dem Bemerken, dass 1. Te8 — g8 störend sd. — 
Lässt man in der Aufgabe das Wort ^genau^ weg, seist 
das Problem richtig. 

Zu No. XII. vergleiche man übrigens No. XVIII. Auch 



No. xm. 




In 3 Zügen. 



1. Ke3— d3t Ke5 — f4 

2. De2 — f3t Kf4 — g5 

3. Th6 — h5=j= 

; Wir lassen die Varianten fort. 

, Bei Lucena stehen irrig auf a3 und h3 weisse Laufer, 

^ bei Damiano aber richtiger schwarze. 



No. UV. 



Schwarz. 




Wei«. 



Mit einem Bauer genau in 3 Zügen. 



1. DM — h8t Ke5 — e4 

2. Dh8 — o3: a6 — a5 

3. d2 — d3ij= 

Das Spiel steht auch bei Damiano. 

Wenn der Bauer gleich anfangs auf a5 gestanden hätte, 
sagt Lucen^a, könne die Lösung nicht gemacht werden* Dass 
aber 1. d2 — d4 matt setzen könnte, bemerkt Lucena ebensc 
wenig wie Damiano« 



No. :xv. 



^chwin^ 




Ä, ^S, ^^. 



^ ^m. 



m ^m 



In 3 Zügen. 



1. Lfl-d3 Kd6 — e6 

2. Kd4 — c6 Ke6 — c5 

3. Th7 — e7i|= 

Das Spiel kommt auch bei Damiano vor und doppelt 
bei Lucena selbst, indem er es bei den Spielen nach alter 
Art 9 mit einem andern Holzschnitt , aber derselben Lösung 
nochmals giebt. Man kann hieraus sehen, mit wie wenig 
Aufmerksamkeit dieser junge Autor verfuhr. 



No. XVI. 



Sehwtn. 




In genau 3 Zügen. 



1. Ke5 — f6 Ke8 — f8 

2. T f 4 — h4 und nachher mit einem Thurmc 
matt. Soll ein weisses Stück nach dem andern ziehen, so 
muss Schwarz anfangen. 

1 Ke8 — e7 

2. Tf5 — fl Ke7 — e8 

3. KeS^fG Ke8 — f8 
4- Td5 — d84i 

Damiano giebt nur den ersten Thefl der Aufgabe. 



205 



No. XVIL 



Sehwarx. 




In 3 Zügen. 



Dies Spiel findet sich unter den alten und neuen des 
Lucena. 

1. T g4 — g7 K e6 - d6, bei K— f 6 ge- 
winnt Weiss mit T a4 — a?, 

2. Ta4 — c4 K d6 - e6 

3. T c4 — c6=tz 

Damiano hat das Spiel ebenfalls, setzt aber nicht wie 
Lucena noch hinzu, dass die Lösung sich nicht in 3 Zügeti 
l^ben lässty wenn die Tbürme anfangs auf a5 und g5 ständen« 



206 



No. XVffl. 




In genau 3 Zügen mit Bauer b6» 

Die Bauern c3 und (2 dürfen nicht ziehen ^ dennoch ist 
die Lösung, wie bei No. XIL, nicht möglich, wenn Schwarz 
auf 1. a6 — a7 mit Th8 — g8 antwortet. Bei Th8 — h6 
folgt hingegen 2. Da2 — eG und bei ThS — h2: entscheidet 
2. Kfl -*^et. Lucena eorrigirl hierauf die Stellang, iadem 
er den schwarzen Bauer von f2 nach f5 versetzt. Er fügt 
auch dann hinzu, dass f5 und e3 nicht ziehen dürfen. Weiss 
spielt in der berichtigten Aufgabe 1. a6 — a7 und fahrt mit 
2. D a2 — g2t fort, wenn Schwarz 1. T hS — gS, h6, h4 oder 
h2: thut 

Bs ist schwer zu erklären, warum Damiana, wenn er 
da» Werk d€s Lucena wirklich be&ass, nicht das corrigiittf 
D^'.Kl^^fn »oK — ^^-- ^ — i^ »^ -i ^«« des Bauern t3, dti 



No. XDL 




In 3 Zügen. 



1. Th7 — h8t Se7 — g8 

2. Ta7 — f7: Ke8 — d8 

3. T hS — gSiJ:, wobei bemerkt wird, dass 
nach dem Urtheil aller Spieler das Matt und nicht Rot dS* 
fouilU gehe, wenn der letzte Zug nimmt und Schachmatt 
sagt Das Spiel, ohne diese Belehrung, steht auch bei Da- 
miano. Lucena fügt noch hinzu, dass die Lösung, wenn 
die Könige auf f6 und f8 ständen, nicht in 3 Zügen möglich 
sei, da der erste Springer mit Schach zwischensetze. Der 
Autor hat dabei unbeachtet gelassen, dass Weiss mit l.Ta7- 
a8t beginnen würde. 



No. IX 



Schwarz. 




In genau 4 Zügen, ohne den Tburm g3 zu nehmen. Im 3ten 
Zuge Schach mit einem und darauf Matt mit einem andern 

Bauer. 



1. T h2 - h4 T g3 — g8 oder a3 

2. Th4 — a4t und nachher mit den Bauern 
Schach und Matt. 

Das Spiel ist bei Damiano genau dasselbe. 



209 



No. XXI. 




In 4 Zügen mit dem Bauer d5. 

Lucena und Damiano fügen die Bedingung bei, dass 
die Lösung nicht mehr und nicht weniger als 4 Züge haben 
soll, wobei das Spiel, wie sie bemerken, in einem Falle nicht 
lösbar ist. 

1. Sd4 — e6t Dg8— e6t 

2. d5 — e6: Tf8— , ginge der Thurm 
nach h8, so könnte man nicht genau in 4 Zügen zum Ziele 
gelangen. 

2 Tf8— e8 

3. Thl — h8 Te8 — h8: 

4. e6— e7=t= 

(Es ist möglich, dass diese Aufgabe eine sehr alte ist, 
und dass ursprünglich auf g8 ein schwarzer Läufer stand.) 



210 



No. XXII. 



Schwtn. 







!^ '/Mm,. 



1 



Weiss. 



Im 3ten Zuge Scbach mit einem Bauern und im 4ten Zuge 
Matt mit dem andern. 



1. Dc3 — c7t Kd8— e8 

2. D a8 — e4t D c8 — e6 

3. d6 — d7t Ke8— a7 

4. f5— f6=t= 

Bei Damiano ist das Spiel genau dasselbe. 



No. XXIIl. 




Genau in 4 Zügen, ohne Spr. f8 zu nehmen. 

1. Se8 — f6 Sf8 — e6 

2. Se7 — cÖt KdS— c8 

3. Sf6-d5 Se6— c7 

4. Sd5 — b6=t= 

Damiano giebt das Spiel, ein offenbares Versehen in 
der Stellung des Thurmes abgerechnet, ebenso. Der weisse 
König fehlt bei beiden Autoren. 



14» 



No. XXIV. 



Scbwtri. 




W*is*. 



In 4 Zügen. 



Lucena und Damiano fügen als Bedingung bei, dass 
mit dem Bauer in nicht mehr und nicht weniger als 4 Z4igen 
matt gesetzt werden soll« Man kann aber nicht früher als 
in vier Zügen und dann nur mit dem Bauer Matt geben. Die 
Bedingung der genau inne zu haltenden Zügezahl, welche bei 
jenen ersten Autoren nirgends fehlt, ist hier also überflüssig. 

1. Kf6 — f7 Kh8 — h7 

2. Lc5 — f8 Kh7 — h8 

3. LfS — g7t Kh8 — h7 

4. g5-g6=t= 



No. XXV. 



Schwan. 




In 4 Zügen. 



1. Sd5 — e7 Ke4 — e5 

2. Sf5 — g7 Ke5 — e4 

3. Sg7 — h5 Ke4 — e5 

4. Tf3 — e3=tr 

Die Lösung ist dieselbe bei Damiano, auch fehlt dort 
ebenfalls der weisse König. 



No. XXVI. 



Schwarz. 



.^^^ M, 




In 4 Zügeo. 



1. c2 — c3 K a4 — b3 

2. Tc5 — c4 Kb3— a2 

3. K dB — c2 K a2 — al 

4. Tc4 — a4=t= 

Damiano glebt dies Spiel nicht. Dasselbe könnte durch 
Vertauschung des Bauern cl mit einem Läufer natürlicher 
gemacht werden. Vielleicht ist der Bauer bei Lucena nur 
ein Druckfehler. 



No. xxvn. 



Schwan. 



i^ 






.mm. 



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s? ™^^^*^^- ^^ 



H„_.„Ä 









In 4 Zügen. 



1. Tgl-g4 Kd3 — e3 

2. Tel — c3t KeS — f2 

3. Tc3 — d3 Kf2 — fl 

4. Td3 — f3=|= 

Die Aufgabe kommt auch bei Damiano vor. 



No. XXVffl. 



Schitar?.. 




In 4 Zügen mit denn Bauer. 



1. L c3 - d4t K a7 ~ a8 

2. Kc6 — c7t Da2 — d5 

3. D b5 — b7t D d5 — b7t 

4. a6 — hl:^ 

Dieses Spiel steht bei Lucena auf der Kehrseite des 
Blattes, welches mit dem vorhergehenden Problem beginnt. 
Bei Damiano^ der in den Spielen häufig, aber nicht immer 
dieselbe Ordnung beobachtet, geht No. XXVUI. der früheren 
Aufgabe vorauf. 



No. XXIX. 



Sehwtn. 



II^B 



ffl_„„.Ä. 









^ 



"*;■, 



'**'-"""""" w 



In 4 Zügen mit dem Bauer. 



1. T e4 — a4t D d5 — a5 

2. Sb7 — c5t Tc3 — f3: 

3. Tc7 — a7t Da5— a7: 

4. b6 — b7:;t= 

Lucena fügt die Bestimmung bei, dass die schwarzen 
Steine unverletzlich seien. Diese überflüssige Angabe steht 
bei Damiano nicht. 



No. XXX. 




Welii 



Weiss sagt dreimal Schach und giebt im 4ten Zuge Matt 



1. Tc7 — c8t Ka8— a7 

2. Tb6 — a6t Ka7 — b7 

3. Lb5 — c6t Kb7— a6: 

4. Tc8 — a8=|= 

Bei Lucena, ebenso wie bei Damiano, fehlt die An- 
gabe des weissen Königs. Lucena giebt übrigens diese 
Aufgabe auch zugleich unter den Spielen nach alter Art, mit 
einer Dame an Stelle des Läufers. Die Lösung bleibt gant 
dieselbe. 



219 



No. XXXI. 



Seliwun. 




Mit einem Bauer im 4tcn Zuge. 



Ka8 — a7 

a6 — aS oder A. 
K a7 - a6 



Bei Damiano ist der König e6 vergessen. Die deut- 
schen Uebersetzer haben denselben auf al ergänzt. 

1. D c2 — c8t 

2. Lb2 — e5 

3. D c8 — bat 

4. b4— b54: 

A. 
2 b6 — b5 

3. Se7 — c6t Ka7 — b6 

4. a4 — a5=|= 

Lueena macht die überflüssige Bemerkung, die schwär- 



220 



No. XXXU. 



Schwärs. 



'^//////^. 




In genau 4 Zügen mit dem Bauer. (Falsch.) 



1. Sd4-c6t Sb4— c6: 

2. d5 — c6 : T f 8 — f 7, ohne diesen Zug, 
bemerkt Luc e na, würde Weiss die Bedingung erfüllen können. 

Bei Damiano steht dieses Spiel nicht. Bei Lucena 
folgt gleich darauf ein ähnliches Spiel nach alter Art, wel- 
ches wir hier mittheilen. 



221 



Ausser den Spielen nach unserer Art zu ziehen enthält 
Lucena noch etwa ebenso viele, mit den andern gemischt 
stehende alte Aufgaben. Von diesen lassen wir hier drei als 
Beispiele folgen. 

No. xxxni. 



schwarz. 




Weiss. 



In 4 Zügen mit dem Bauer d5, nach alter Spielart. 



Bei der Lösung dieser Aufgabe denke man an den be- 
schränkten alten Gang der Dame und den Sprung des Läufers. 

1. Tel — e8t Lg6 — e8: 

2. Sd4 — c6t Le8- c6: 

3. d5 — c6: a5 — a4 

4. c6— c7=|= 



No. XXXIV. 



>^? 






,.^^. 






mm 



In 3 Zügen mit alter Spielweise. 

1. Tdl — d8t Se7 — g8t 

2. h7 — g8:D Tbl— h6t 

3. D springt in ihrem ersten Auszuge nach 
g6, wobei der Thurm dB matt sagt. 



No. XXXV. 



Sehwan. 








In nicht mehr und nicht weniger als 3 Zügen, mit alter 

Spielweise. 



1. Sh3 — g5 Te7 — h7 

2. Thl— h2 Tf8— f7 

3. Sg5 — f7=f:. Matt, da der Läufer über 
den Springer hinweg nach g8 wirkt. Lucena bemerkt, dass 
die Aufgabe auch in drei Zügen sich lösen lasse, wenn die 
schwarzen Thürme auf e8 und f7 ständen. Man spiele dann: 
l.Sh3— f4t, Tf7— h7; 2. g6 — h7:, TeS-gSt; 3.h7.g8i. 

Diese veränderte Stellung und Lösung passen auch auf 
unser heutiges SpieL 



Gedruckt bei Julius Sitlenfeid in Berlin. 



Jlaehträge und Terbesseraiigeii. 



165. 



Pag. 126. 
» 147. 

„ 157. 



162. 
164. 



5te Zeile von unten lies wem statt wenn. 

ist irrthümlich Michele di Mauro statt des Salvio als 
Lehrmeister 3es Greco genannt. 

Im Titel des Lucena, sowie in der letzten Zeile der 
Zueignung lies statt tm 1498 richtiger vor 1498, in 
Uebereinstimmung mit „Pag 166, 7te Zeile von unten." 

5te Zeile von unten lies verbis statt s er bis. 

Anthia. Lucena war gewiss nicht am schwarzen Meer 
und Anthia ist daher nur ein allegorischer Name, wie 
etwa Flora für seine blühende Freundin. . 

Die Titelposition zum Werke des Lucena, weichein 
dem zu Bio gefundenen Exemplare ganz fehlt, ist durch 
Herrn J. Z edener in London nach dem dort befind- 
lichen Exemplare copirt und mitgetheilt worden. 

Schwan. ■ 




WVlsfl. 



Das Feld e8 ist mit a, a8 mit b, c5 mit c, c6 mit d, a5 mit e 
bezeichnet. Das fnnfzügige Bauermatt erfolgt durch 
1 T auf a (e 8) 4 B auf d (c 6) 



^^DasseUfe RioMem ersdieiiit/' £%^r Herr Z.faiii2a,.„8ammt der 
Auflösung in dem Buche Pt IL Bog. D 11 (fölschlich D in bezeichnet) 
und ist überschrieben : „Del viejo de V." Die Aufgabe könnte auch 
als neueres Problem gelten. 

Pag. 166. 7te Zeile von unten, fehlt das Wort „doppelt**. 
.„ 166. Prinz Johann, dem Lucena sein Schachwerk dedicirte, 

starb im zwanzigsten Lebensjahre am 4. October 1497. 
„ 169. Die im Facsimile unten links mit einer Klammer beige- 
setzten beiden Stücke, eine Dame und ein Bauer, stehen 
nicht auf dem Original , sondern sind nur von uns , um 
die Formen aller Stücke zu zeigen, beigefügt. 
„ 173. Note **) lies Freiheit statt Feinheit. 
„ 174. Note *) lies enrocar statt encocar. 
„ 181. 5te Zeile von oben ist Damiano mit Lopez verwechselt 



Ii.u.i5. 




Zg. 

1. 



4. 

5. 

6. 

7. 

8. 

9. 
10. 
II. 
12. 
13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 

19. 
20. 



Nr. 16. 

|e7-.e5| 
f4-.e5; 
d8-h4t" 

h4-e4 

b8-c6 

c4.f5, 

a2-e4 , 

f5-e6 

d2-d4, 

c7-b4 

b4-b2:i 
c3-«4. 



26. 



27. 



d7-dö 
c4-d5y 

n-g6 

h2-h4 
h7-h6 
d5-b7; 
c8-b7: 



w.4tT ^-^ 



2& 



h7-h5 
d5-b7: 
c8-b7: 
e5-f5t 
g6.h6 
d2-d4t 

cl-g5t' 
d8-g5: 
h4-g5y 
h6-g7 
f5-e5t 
g7.f7 
e5-h8; 

w.# 



2Ä 



d8-f6 
cS-e8t 
g6-h6 
d2-d4t 
g7-g5 
h4-g5t 
b6-g7 

g5-f6y 

g8-f6: 

e8-f7:|: 



f8-d6 
h4-h5t 
g6-b6 
d2--d4t 
g7-g5 
e5-h8; 
o7-c6 
d5>g8; 
d8-e7 
g8-h7: 
c7-b7: 
h8-f6t 
h7-g6 
f6-g6Jt: 



Zg. 

1. 

2. 
3. 
4. 



6. 

7. 

8. 

9. 
10. 
11. 
12. 
13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 
20. 



Nr. 30. 
fl-c4 . 

5 _c4-f7£^ 
E f3-e5:j. 



%. 
3. 
4. 



40. 



g8-f6«J 
fl-elj . 
e4-f& : 

•5-f7t« 



dS-eS 



H 



10. 

I 11.. 

! 11 

I 
I 

\ 1«. 

15. 
j 16. 
I 17. 

18. 
\ a 

; 

4 

» 20. 
^ 2t. 



17- 



h7-g6 



«. 42. 



g8-h7 
cl-h6: 
g7.h6: 
h5-g6t 
h7-h8 
g6-h6-fc 



45. 



fl-b5 



44. 



2. 



d8-e7 
0-0 
d7-d6 
d2-d4 
c5-b6 
cl-g6 
(f7-f61 
g&-h4 

|g7-g6}^M 
f3-g5;' 
f6.g5: 
dl-h5f 
e8-d7 
h4-g5; 
c7.g7 

[c4-e6tl 
d7.e6: 
h5-e8t 



gS-fS 
et -a3t 
c6-c7 
f7-b3 
dS-eS 
h5-d5 
c7-.c5 
a3-c5; 
a7.a6 
d5-g8H: 



nach Lopei, als gat, ^ 
aber fpftter nicht mehr 
bei Greco vor.) c 



e7.f8 

c4-f7 

c6-e7 

d4-e5: 

d6-e5: 

fl-dlf 

d7-c6 

f7-e8t 

c6-c5 

g5-e3t 

c5-c4 

b2-b34: 



A. (au 44.) 
d3-d5; 
f7-f4 

e6-e7 

g8-e7: 
d5.d6:t 



h7-h6 
g5>h4 
h8-h7 
e5 - e6f 
d7-d8 
e4"e5 
d6-d5 
h5-f3 
c7-c6 
c3-c4 
d8.c7 
f3-«3 
c6-c5 
c4-d5; 
e7-d5: 
a3-d3 
h7-f7: 



6. 

7. 

8. 

9. 
10. 
11. 
12. 
13. 
14. 
15. 
16. 
•17. 
18. 
19. 
20. 
21. 



4. 



8. 



Nr. 45. 

(d8-e7) 

(0-0) 
(d7-d6) 
(d2-d4) 
(c5-b6) 
(cl-g5) 
(f7.f6) 



(g7.g5) 
n (f3-g5:) 
* (f6-g5:) 

(e8.d7) 
(h4-g5:) 
(c7.f8) 
(c4-f7) 
(c6.e7) 
(d4-e5;) 
(h7-h6) 
, Cg5-h4) 

' (h8-h7) 
15 (e5-e6t) 

' (d7-d8) 
(e4-e5) 



II. 



n. 



13. 



16, 



17. 



18. 



19. 



20. 



21. 



(d6-d5) 
(h5-f3) 
(c7-c6) 
(c3-c4) 
(d8-c7) 
(f3-a3) 
(c6-c5) 
(c4-d5;) 
e7-f5 
h4-g3 



22. 



23. 



b6-h5 
siehe a« 



9 4. M— CS 

57. 58, 



bi-c3 



f6-e4: 
0-0 



e4-c3: 
b2-c3: 



b4-c3: 
dl-b3 



Anmerk. 

\[b4.c3:y 
/b2-c3i\ 
\ d7-d5 ) 
Schw. + 



c3.d4: 
c4-f7^- 



e8-f8 
cl-g5_ 
d4-f6 
al-el 



c6-e7 
f7.h5 



e7-g6 
f3-e5 



g6-e5: 
el - e5 : 



g7-g6 
g5-h6t 



( f6-g7 
e5.f5f 



d7-d5 
el-'e7; 

f8-e7: 
fi-ett 
e7-f8 
b3-b4t 
f8-g8 
el-e8t 



f5.g3: 
a3-g3: 
h7-g7 
g3-b3 



59, 



60, 



Vc3- 

s. Tab 



Zg. 
4. 



e7.d6 
g5-f4t 

d6-c6 
fl-clt 



w. # w. # w. # 



d8-e7: 
fl-el 
c8-e6 
f3-d4 
f6-g5: 
d4-e6y 
fb-gS 
b3-d5; 



8. 

9. 

|10. 

11. 

12. 

13. 

14. 

15. 

16. 
.17. 

18. 
.19. 

20. 

21. 

22. 

23. 



Nr. 6n 



73. 



71 



Anmerk. 
/ h5-h4 \ 
W6.g4/ 
/ f2-f3 \ 

/ h4-g3 \ 

Scbw. # 

h8-e5t hl -gl 



e8-f7 
e5-d5tO ^ 

n-g7 
d5-e5f 

g7-h7 

hi-gl 
g4-dlt 

d2-c3 

f8.g7 
Schw. # 



75. 



76. 



g4.dit 

d2-e3 
f2.g4f 
e3-d4 
dUcl: 
Schw. # 



/ e4-f5;\ 
VsTab.VV 



[fi-e21 

g8-f6 

|h5-h4} 

e4-g2: 

g6>h8; 

g2-hlf 

e2-fl 

hl.e4t 

h4 - e4f 

f5-e4: 

fl-c4 

d7-d5 

c4-b5t 

c7-c6 

b5-e2 

f8-g7 

Schw. # 



2. 
3. 
4. 



[h5-h31 ^ 
h7.g6: • 
h3-.h8; g 
e4-g2: 
hl-fl o 
e8.f7 ^• 
je2-c4ti ^ 
d7-d5 
c4-e2 



11. 



b8-c6 
c2-c3 
c8-d7 
d2-d4 
c6-d4: 
c3-d4; 
f8-b4t 
cl-d2 
b4-d2f 
Schw.# ^g 



12. 



13. 



14. 



15. 



W.# 



17. 



18. 




89. 90. 



di-h5 
d8-e7 
bl-c3 
c7-c6 
gl-f3 
g8-f6 
h5-e5; 
c5-f2i* 
ei-fl 
e7-e6: 
f3-e5: 
f2-d4 
e5-f7! 
d7*d5 
f7-h8; 
d5.c4: 
Schw. -f 



91. 

f7-f5 

h8-g8: 

dl-h5t 

g7-g6 

h5-h7; 

g8.g7 

h7-h8 

d8-g5 

h8-h3 

f5-e4: 

bl-c3 

gS-fS 

h3.e3 



Zg. 
2. 



e8.d7 
e3-f4 
c6-e7 
f4-g4t 
d7-d8 
g5-e7t 
W.# 



g7-f7 



9. 



gl-h3 
d7-d5 
c3-d5: 
b8-c6 
c2-c3 
c8-e6 
c3-c4 
c6-.d4 
e3-c3 
f5.g4 
0-0 
d4-e2t 
gl -hl 



-.10. 



11. 



12. 



13. 



14. 



15. 



16. 



e2-c3: 
Sckw.# 17 

18. 
19. 
20. 



Nr. 92. 
f2-f4 

e4-f5 



d8-h4t 



h4.e7 
dl-h5t 



e8-d8 
f4-e5: 



e7-eöt' 
fl-e2 



g8-f6 
h5-f3 



d7-d5 
g3-g4 



h7-h5 
h2-li3 



h5-g4 
h3-g4: 



hS-hl: 
f3-hl: 



e5-g3i 
el-dl 



f6.g4: 
hl-d5- 



c8-d7 

_gi-f3: 



g4-f2| 
dl-el 



f2-d3i 
el-dl • 



g3.el• 
f3-el = 



d3-f2= 



102.103. 104. 



h7-h6 
fl-c4 
g7-g5 
h2-h4 



{f7.f6|«) 


g5-g4 


f3-e5 


f3-e5 


f6-e5: 


b8-h7 


dl-h5f 


d2-d4 


e8-e7 


d7-d6 


h4-f7t 


e5-d3 


e7-d6 


f4-f3 


f7.d5t 


g2-g3*) 


d6-e7 


d8-e7 


d5-e5± 


d3.f4 




e7-e4t* 




el-f2 




e4-c6 




dl-d3 




Ii7-g7 


• • 


c4-b5 



b8.g6 
h5-h7') 
d8-f6 
dl-h5t 
f6-g6 
cl-f4 
g6-hö: 
h7-h5; 
f8-e7 
bl-d2 
b8-c6 
c2-c3 
d7-d6 
g5-h3 



W.# 



105. 



g7-g5 
h2-h4 
g5.g4 
f3-e5 
h7.b5 
fl-c4 
g8-h6 
d2-d4 
f8-e7 
cl-f4: 
e7-h4t 
g2-g3 
h4-g5 
hl-h5; 
g5-f4: 
g3-f4! 
d7-d6 
e5-g4; 
c8-g4: 
dl-g4; 
h6-g4: 
hS-bSy 
e8-e7 
h8-d8; 
e7-d8: 
c4-f7; 
b8-c6 
c2-c3 
d8-e7 
f7-b3 
g4-e3 
el-f2 
e3.g4t 
f2-f3 
W.# 



106. 



fl-c4 
g5-g4 
{c4-f7t| 
e8.f7: 
f3-e5t 



Zg. 
2. 



4. 



{f7.e6|») 
dUg4y 
e6-e5: 
g4-f5t 
e5-d6 
d2-d4 
f8-g7 

ci-f4y 

d6-e7 
f4-g5t 
g7-f6 
e4-e5 
f6.g5: 
f5-g5f 
e7-e8 
g5-fa5t 
e8-e7 
0-0 
d8-e8 
b5-g5t 
e7-e6 
fl-f6t 
g8-f6: 
g5-f6t 
e6-d5 
bl-c3t 
d5-d4: 
f6-f4t 



7. 



8. 



10. 



11. 



12. 



13. 



14. 



15. 



16. 



17. 



18. 



19. 



b2 -b4t ,« 



I 

.1 

I 

119. 

[fS-gT] 
h2-h4 

-4 f3-g5 



9. 
10. 
11. 
12. 
13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 



g8-h6 
d2-d4 



d7-d6 
cl-f4: 



d8-e7 
J 0-0 



f7-f6 
c2-c3 



f6-g5: 
f4-g5: 



e7-d7 
dl-d2 



h6-g8 
^ c4.f7t 



d7-f7 
— I fl-f7 



i 



e8.f7 
bl-aS 



g8-e7 
al-flf 



f7-e8 
J- g5-e7: 



e8-e7: 
d2-g5t 



W.# 



120. 



d2.d4 



121. 



d7 


.d6 


bl 


cS 


c7. 


.c6 


h2. 


.h4 



h7-h6 
h4-g5 



h6-g5 
hl-b8 



g7.h8 
f3-e5 
[d6-e5:] 
dl-h5 
d8-f6 
d4-e5: 
f6-g7 
e5-e6 



[c8-e6:]«») 


g8-f6 


c4-e6: 


e6.f7t' 


g8-f6 


[e8-e7]»«) 


e6-f7f 


h5.e2 


e8-e7 


{c8-e6}'») 


h5-g6 


c4-e6: 


g7.f7: 


e7-e6: 


Schw. # 


e2-c4t 




e6.e7 




c4-b4t 




e7-f7: 




b4.b7t- 




b8-d7 




b7-a8: 



w.# 



122. 



Zg 

4. 

5. 
6. 



10. 
11. 
12. 
13. 

e8-d8 ^^' 

g7-g5: 
f7-f8Dt Iß 
d8-d7 
f8-h8: 



g5.g2: 
h8^f6; 
f4-f3 
f6-f7t 
d7-d6 
c4-e5t>*) 
d6-c5 
cl-e3t 
c5-b4 
a2-a3t 
b4.a5 
b2-b4::|r 



17. 



18. 



19. 



20. 



21. 



22. 



4. 



10. 



lt. 



12. 



13. 



14. 



15. 



16. 



17. 



18. 



19. 



20. 



21. 



22. 



Nr. 123. 

fl-c4 
d8-li4t') 

6Ufi 

18. c5 
d2-d4 
c5-b6 
gi-f3 
Ii4-e7 
ci-f4: 
67 -e4: 
c4-f7t 
eS-fS 

bi-c3 
e4-e7 
17- b3 

c7-c6 

dl-d3 

d7-d5 

>i-el 

e7.r7 

g3-d6t 

f8-g8 

•l-e7 



lit37 



138. 
J39.140. 



141. 



142. 



143. 



}c4-g8;} 



d8.h4t 
•t-fl 



f7.f6 
c3-d5: 
CO - d5 : 
b3-d5y 

g8-f8 

e7-f7tt 

f8-e8 

f7-f6; 

g7.f6: 

d3-e3t 



! 


f6.e5: 
f3-65: 


' 


g4.dl: 
e5.f7: 




f8-h6 
f7-h8: 




g7.g6 
cl-f4: 




f8.g7 
c2-c3 




h6.f5 
h8.f7 



bS.gS: 
Schw. + 



Nr.i38. 



e8-d8 
eUdl 



W.# 



Nr. i40. 



d6-d7 
f3-h5t 



e8-d» 
el-dlt 



e7.dd 
s. a. 





f8.e7 


«8.1^ 


{•4.f5:i 


d2-d4 


dl-f3 


d8-h4t 


e7-b4t 


e7-g6 


eUfl 


el-fl 


d2-d4 


f4.f3 


g7-g5 


d8.h4t 


G4-g8: 


g2-g3 


•»-l3 


f3-g2t- 


f4-g3: 


f4-g3: 


fl-g2: 


b2.g3: 


c4-nif 


h8.g8: 


h4-g3: 


e8-dä 


Schw.# 


dl-h5 


b2-f3: 




d8.f6t 


Ik4.f6 




gl.f3 


f3-f6lf 




d7.d6») 


ifl-K: 




cl-g5: 


n-gß: 



w.# 



I Nr. i39. 



izui40.) 
c4-d5; 
h8-f8t 
ft-gl 
d7-g7t 
d5-g2t 
d8-c8 
h6-h7; 
g7.b2: 
h5-h3t 



fe-g6 

h5-g6 



f7.g6 

c4-g8 



b8-g8 
fl-g2 



W.# 



Zg. 

3. 

4. 

5. 



8. 

9. 
10. 
11. 
12. 
13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22.